DEP0024537DA - Waschpaste - Google Patents

Waschpaste

Info

Publication number
DEP0024537DA
DEP0024537DA DEP0024537DA DE P0024537D A DEP0024537D A DE P0024537DA DE P0024537D A DEP0024537D A DE P0024537DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
washing
pastes
weight
sulfochlorides
paraffin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr.sc.nat. Weghofer
Original Assignee
Krupp Treibstoffwerk G.m.b.H., Essen
Publication date

Links

Description

Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Verseifungsprodukte von Paraffin-Sulfochloriden für die Herstellung von schmierseifenähnlichen Produkten zu verwenden. Trotz zahlreicher Vorschläge dieser Art konnten sich diese Produkte jedoch bisher nicht durchsetzen, da nach den gemachten Erfahrungen Präparate, die eine genügende Stabilität insbesondere auch bei längerer Lagerung, aufweisen, nicht herstellbar waren.
Es wurde nun ermittelt, daß es in vorteilhafter Weise gelingt, homogene, stabile und lagerbeständige Waschpasten dieser Art herzustellen, wenn man diesen geringe Mengen von solchen Produkten zusetzt, die durch Oxydation von oberhalb 400°, vorzugsweise oberhalb 450° siedenden Kohlenwasserstoffen der katalytischen Kohlenoxydhydrierung und anschließende Verseifung gewonnen worden sind. Es genügt schon ein Zusatz in der Größenordnung einiger Gewichtsprozente, z.B. von 1 bis 10%, um auf diese Weise homogene und stabile Pasten herzustellen, die die sonst stets beobachtete Neigung zur Wasserabscheidung nicht aufweisen. Die Oxydationsstufe der genannten hochsiedenden synthetischen Kohlenwasserstoffe wird zweckmäßig so gewählt, daß das Oxydat eine Säurezahl von über 60, vorteilhafterweise eine solche von über 80 aufweist, wobei erfahrungsgemäß nur etwa 10-15% unverseifbare Bestandteile verbleiben. Die Verseifung des Oxydats kann mit beliebigen basischen Stoffen durchgeführt werden, zweckmäßigerweise mit Natrium- oder Kaliumhydroxyd. Die durch den Zusatz von Verseifungsprodukten hochoxydierter, hochmolekularer synthetischer Paraffine erreichte Stabilisierung der Pasten ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß die in diesen enthaltenen Carbonsäuren mit extrem langer Kohlenwasserstoffkette, wie sie in den natür- lichen Seifenfettsäuren nicht vorkommen, ein besonders stabiles Micellgerüst aufbauen, welches die stabilisierende Wirkung hervorruft.
Es ist schon vorgeschlagen worden, verseifte Paraffin-Sulfochloride mit natürlichen Fettsäuren zu verarbeiten, um stabile Pasten herzustellen. Im Gegensatz zu diesen bekannten Verfahren, bei denen die natürlichen Seifenfettsäuren in etwa der gleichen Menge angewendet werden müssen wie die Sulfochloride, genügen bei dem vorliegenden Verfahren bereits wenige Prozente eines Zusatzes von verseiften Oxydationsprodukten hochmolekularer synthetischer Paraffine. Ein weiterer mit der Anwendung der vorliegenden Erfindung verbundener Vorteil besteht darin, daß der geringe Zusatz an den genannten hochmolekularen Fettsäuren eine wesentliche Verbesserung des Schmutztragevermögens der aus den neuen Waschpasten herstellbaren Waschlaugen bewirkt.
Die gemäß der Erfindung hergestellten stabilen Pasten können gegebenenfalls noch weitere Waschhilfsstoffe oder auch organische oder anorganische Füllstoffe beliebiger Art enthalten. Hierfür seien insbesondere genannt: methylierte Cellulose verschiedenen Polymerisationsgrades, Harze, Natriumcarbonat, Chlorkalium u.dgl.
Die neuen Waschpasten können beispielsweise in folgender Weise hergestellt werden:
30 Gewichtsteile Verseifungsprodukt von Paraffin-Sulfochloriden werden in 45 Gewichtsteilen Wasser gelöst. In diese Lösung gibt man, nachdem sie auf 80° erhitzt worden ist, 2 Gewichtsteile eines Oxydationsproduktes von Hartparaffin der Fischer-Topsch-Synthese mit einer Säurezahl von 75 und einer Verseifungszahl von 160. Nach Zugabe von 0,3 Gewichtsteilen Kaliumhydroxyd wird darauf 4 Stunden lang unter Rühren verseift. Hierauf rührt man noch 7 Gewichtsteile Soda, 10 Gewichtsteile Methylcellulose und 8 Gewichtsteile Kolophonium ein und läßt unter Rühren erkalten. Man erhält alsdann eine weiße, stabile und homogene Paste von sehr guter Waschwirkung.

Claims (2)

1. Waschpasten, dadurch gekennzeichnet, daß sie außer verseiften Paraffin-Sulfochloriden geringe Mengen, vorzugsweise 1 bis 10% an Verseifungsprodukten oxydierter, ober 400°, vorzugsweise oberhalb 450° siedender Paraffin-Kohlenwasserstoffe der katalytischen Kohlenoxydhydrierung enthalten.
2. Waschpasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich Waschhilfsstoffe oder organische oder anorganische Füllstoffe, z.B. methylierte Cellulose verschiedenen Polymerisationsgrades, Harze, Soda, Chlorkalium oder dgl. enthalten.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2143988B2 (de) Druckpasten
DE1237559B (de) Verfahren zur Herstellung von Estern von Oxyalkansulfonsaeuren mit hoeheren Fettsaeuren
DEP0024537DA (de) Waschpaste
DE2334062A1 (de) Verfahren zur herstellung von polychloroprenkautschuk
DE2555296A1 (de) Tinte fuer das tintenstrahldruckverfahren
DE3046443C2 (de) Seifenzusammensetzungen mit verbesserter Beständigkeit gegenüber Rißbildung
DE3046842C2 (de) Seifenzusammensetzungen mit verbesserter Beständigkeit gegenüber Rißbildung
DE511145C (de) Verfahren zur Darstellung von kuenstlichem Kautschuk
DE739448C (de) Verfahren zur Herstellung leicht durch die Haut resorbierbarer Salben mit acylierten Sulfonamiden
DE909149C (de) Holzimpraegnierungsmittel
DE1419938A1 (de) In Wasser emulgierbare metallische Pigmente
DE821208C (de) Emulgator für Öle, Fette und ähnliche Produkte
DE684239C (de) Verfahren zur Herstellung von seifenbildenden Saeuren bzw. deren Derivaten
DE762279C (de) Verfahren zur Entwaesserung von Roherdoel-Emulsionen
DE856186C (de) Loesungsmittelseife
DE197154C (de) Verfahren zur Darstellung kautschukmilchähnlicher, filtrierbarer Flüssigkeiten aus Altgummi oder Gummiabfällen.
DE407199C (de) Verfahren zur Herstellung von bituminoesen Anstrichmitteln
DE356437C (de) Verfahren zur Herstellung von Furfurolseifen
AT158406B (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsäuren höher molekularer acylierter aliphatischer Aminoäther bzw. deren Alkalisalzen.
AT136350B (de) Kaseinleim.
DE534980C (de) Verfahren zur Verbesserung der Streichfaehigkeit und Erhoehung der Deckkraft bei Tapetenteigfarben
AT111858B (de) Verfahren zur Darstellung von künstlichem Kautschuk.
DE2021005A1 (de) Pulverfoermige Bindemittel fuer Metallstaubpigmente enthaltende Anstrichmittel
DE969814C (de) Verfahren zur Herstellung von bakterizid wirksamen, kapillaraktiven quaternaeren Ammoniumverbindungen
DE1067721B (de) Verfahren zur Herstellung gebrauchsfertiger Emulsionen aus Wasser und Steinkohlenteerprodukten oder aus Bitumen fuer Bauzwecke