DEP0024417DA - Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclohexan - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von HexachlorcyclohexanInfo
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Description
Es ist bereits bekannt, durch Einwirkung von Chlor auf Benzol bei gleichzeitiger Bestrahlung mit aktinischem Licht Hexachlorcyclohexane herzustellen. Ferner ist es bereits bekannt, dass bei dieser Reaktion höhere Temperaturen des Reaktionsgemenges vermieden werden müssen, wenn die Entstehung unerwünschter Nebenprodukte hintangehalten werden soll. Es ist auch schon bekannt, dass die Gegenwart von Wasser im System den Reaktionsablauf nicht hindert, ebenso ist bereits bekannt, das die Gegenwart von Alkalilösungen und Alkalisalzlösungen die Reaktion nicht grundsätzlich stört.
Bisher wurde zum Zwecke der Abführung der Reaktionswärme, die ganz erheblich ist, so verfahren, dass die Reaktionsgefässe, die meist aus Glas oder keramischem Material bestehen, aussen mit Wasser berieselt wurden. Bei der geringen Wärmeleitfähigkeit des Glases oder des Steinzeuges war bei dieser Art der Kühlung ein bedeutender Temperaturabfall in der Gefässwandung nicht zu vermeiden, es wurde einerseits das Kühlwasser nur sehr unvollkommen ausgenutzt und andererseits war die Wärmeabfuhr je Zeiteinheit bei einem bestimmten Gefäss gegeben und konnte nicht erhöht werden. Deshalb konnte nur mit einer relativ geringen Einleitgeschwindigkeit von Chlor gefahren werden und der Durchsatz je Einheit war gering, wenn man eine bestimmte Maximaltemperatur nicht überschreiten wollte. Je weiter die Reaktion fortgeschritten war und je grösser der Gehalt des Reaktionsgemenges an Hexachlorcyclohexan damit wurde, desto grösser war auch die Gefahr des Auskristallisierens von schwerlöslichen Hexachlorcyclohexanisomeren an der gekühlten Gefässwandung und damit war dann ein derartiger Wärmestau verbunden, dass von diesem Punkte ab die Reaktion abgebrochen werden musste, das heißt, man konnte nur bis zu einem bestimmten, relativ niedrigen Gehalt die Lösung an Hexachlorcyclohexan anreichern.
Gemäss vorliegender Erfindung wird nun vorgeschlagen, zum Zwecke der Abführung der Reaktionswärme Kühlwasser durch das Reaktionsgemenge zu brausen. Zur technischen Verwirklichung wird in einem geringen Abstand oberhalb des Flüssigkeitsspiegels im Reaktionsgefäss in der Gasphase eine gegebenenfalls ringförmige Brause aus Glas, Porzellan, Steinzeug, Blei oder einem ähnlichen korrosionsbeständigen Material angeordnet und damit das Wasser so verbraust, dass sich noch innerhalb der Gasphase einzelne Tropfen bilden, die in die flüssige Phase eindringen, diese von oben nach unten durchwandern und dabei die Temperatur der letzteren annehmen. Im unteren Teile des Reaktionsgefässes sammelt sich das Kühlwasser und wird dort kontinuierlich oder diskontinuierlich abgelassen. Die durch das Kühlwasser weggeführten Chlor- und Benzolmengen sind gering und die dadurch bedingten Verluste tragbar. Da der Wärmeaustausch zwischen Kühlwasser und flüssiger Phase vollkommen ist, kann mit relativ kleinen Kühlwassermengen je Zeiteinheit viel Wärme abgeführt werden und somit kann man die je Zeiteinheit zugeführte Chlormenge heraufsetzen, wodurch wiederum hoher Durchsatz je Apparateeinheit ermöglicht wird.
Beispielsweise wird in ein mit 80 kg Benzol beschicktem Reaktionsgefäss von etwa 1m Höhe in 5 Stunden 18 kg Chlorgas eingeleitet. Um dabei die Reaktionstemperatur unter 45° zu halten, ist es nötigt, mit 260-300 l Wasser von 14-16° die reagierende Benzolschicht zu durchträufeln. Das Wasser verlässt das Reaktionsgefäss mit einer Temperatur von 37-42°.
Die unmittelbare Kühlung mit Kühlwasser im System ergibt weiterhin noch den Vorteil, dass durch das Kühlwasser unerwünschte Nebenprodukte der Reaktion bzw. Produkte unerwünschter Nebenreaktionen oder die Produkte der Reaktion des Chlors mit Begleitstoffen des Benzols dem System entzogen und weggeführt werden, insbesondere trifft dies für Chlorwasserstoff zu.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclohexan aus Benzol und Chlor, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abführung der Reaktionswärme Kühlwasser durch die flüssige Phase des Reaktionssystems geführt wird.
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