DEP0023453DA - Elektrische Bremse für Werkzeugmaschinen - Google Patents
Elektrische Bremse für WerkzeugmaschinenInfo
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Description
Die Entwicklung der Werkzeugmaschinen drängt nach hochgesteigerten Bearbeitungsgeschwindigkeiten, wobei der flotte Arbeitsbetrieb auch durch die Konstruktion der Maschinen selbst die Schaffung von Vorkehrungen verlangt, die ein schnelles Abbremsen des bewegten Werkstückes oder des bzw. der bewegten Werkzeuge und auch eine Arretierung des einen oder anderen der obengenannten Teile gewährleistet, die gleichzeitig mit dem erzielten Stillstand zum Ansprechen kommt.
Neben der mechanischen Bremse, meist elektrischer Steuerung, sind sogenannte Fahrbremsschaltungen und Gegenstrombremsen in Anwendung. Die beiden zuletzt genannten Bremsungen werden mit Hilfe der Antriebsmotoren durchgeführt, während die mechanische Bremsung unabhängig von den Antriebsmaschinen oder auch mit ihnen kombiniert nach Außerwirkungsetzung derselben vor sich geht.
Die Erfindung schlägt vor, bei Werkzeugmaschinen mit Rücksicht auf die hochgesteigerten Betriebsgeschwindigkeiten sich der an sich bekannten Wirbelstrombremse zu bedienen; sie stellt, ebenso wie die mechanische Bremse, ein unabhängig von den Antriebsmotoren wirksames Aggregat dar, stellt also an erstere keine Sonderbeanspruchung, zeichnet sich aber gegenüber der mechanischen Bremse dadurch vorteilhaft aus, daß die Beanspruchung der abzubremsenden Wellen keine
unbeabsichtigten Formen annehmen kann und daß sie keine der Abnutzung unterworfenen Teile enthält.
Um der im Werkzeugmaschinenbau üblichen Forderung, die Maschinen nicht nur abzubremsen, sondern im Stillstand auch festzustellen, zu genügen, benutzt die Erfindung das für die Wirbelstrombremsung sowieso erforderliche magnetische Feld in derselben Anordnung noch ein zweites Mal als Magnetbremse. Es sollen also die magnetischen Zugkräfte zwischen Polsystem und dem Bremskörper zur Festlegung des Bremskörpers nutzbar gemacht werden. Die Gleichstromerregung wird so gehalten, daß die in der eisernen Bremsscheibe sich bildenden Wirbelströme (deren Ausmaß auch durch die Drehgeschwindigkeit der Bremsscheibe bestimmt wird) zunächst die magnetischen Zugkräfte überwiegen, um bei schwächer werdenden Wirbelstromverlusten das Kräfteverhältnis zwischen der Wirbelstromwirkung, die bei Stillstand der Bremsscheibe auf Null gelangt und der magnetischen Zugkraft umzukehren. Dadurch wird die Bremsscheibe und damit der mit dieser gekuppelte Trieb mechanisch festgelegt. Ist die Schalthäufigkeit der Werkzeugmaschinen groß, so soll erfindungsgemäß Schnellerregung durch Entdämpfung des Kreises Anwendung finden. An sich ist diese Maßnahme, die in dem schnellen Aufbau des Magnetflusses gesehen wird, in der einschlägigen Technik und in der Form bekannt, daß durch Vergrößerung des ohm'schen Widerstandes bei gleichem Endstrom unter entsprechender Erhöhung der Gleichspannung der Anstieg des Magnetflusses erzielt wird.
Den Magneten kann ein unter der Einwirkung eines bewegten Teiles der Maschine stehender Regler zugeordnet werden, der die Stärke der Erregung der jeweiligen Drehzahl der abzubremsenden Welle anpaßt. Die Ausbildung eines sich hierzu eignenden Reglers liegt im Rahmen fachmännischen Könnens; seine vorerwähnte Steuerung in Abhängigkeit von der abzubremsenden Bewegung bei Werkzeugmaschinen stellt einen Teil der vorliegenden Erfindung dar.
Claims (4)
1) Anwendung der bekannten Wirbelstrombremse zum Abbremsen von Werkzeugmaschinen.
2) Wirbelstrombremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetischen Zugkräfte zwischen Polsystem und dem von Wirbelströmen durchflossenen Bremskörper zur Arretierung der abgebremsten Welle nutzbar gemacht werden.
3) Wirbelstrombremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Erregung der Bremsmagnete selbsttätig und in Abhängigkeit von der sinkenden Drehzahl des Bremskörpers gesteigert wird.
4) Wirbelstrombremse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch schnell magnetisierbare Magnete.
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