DEP0021288DA - Vorrichtung zur Vereinzelung von Bogen aus Pappe Karton, Blech o. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zur Vereinzelung von Bogen aus Pappe Karton, Blech o. dgl.Info
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Description
Betr,,; JSeue Patentanmeldung
Dr.-Ing. Georg Spießj Leipzig-H.24?Abtnaundorfer
Str.60.
Vorrichtung zur Vereinzelung von Bogen aus
Pappe, garton, Blech o.dgl.
Vorrichtung zur Vereinzelung von Bogen aus Papier,, Pappe*
Karton o.dgl.» sind bereits in verschiedenen Ausbildungen
bekannt* Die meisten Ausführungen besitzen das 3?lachetapelsystem
mit einem heb-und se,nkbarem Stapeltisch, von dem der
auf ihn aufgelegte Stapel verarbeitet wird* wobei die Einzelentnahme
der Bogen vom Stapel durch Abzugsorgane (Sauger o.dgl.) entweder von oben oder von unten erfolgt und die
vereinzelten Bogen von den Abzugsorganen in waagerechter Ebene in Richtung der Verarbeitungsmaschine bewegt werden.
Mach Aufbrauchen des Stapels muß ein iBuer Stapel auf den
Stapeltisch aufgelegt werden, während welcher Zeit die Verarbeitungsmaschine stillgesetzt werden muß* Andere Ausf'ührun
gen sehen das Rundstapeläystem mit einem festen Stapeltisch
vor9 von dem aus die Bogen stafielfurmig aen Abzugsorganen zugeführt werden. Diese Ausführungen haben den
Vorteil j dass sich keine Betriebsunterbrechungen der Verarbeitungsmaschine
erforderlich machens da eine Beschickung des Stapeltisches wahrend aes Betriebes moglicn ist« Aber
mit ihnen können keine Pappen,, Kartons und anleres starkes
Arbeitsgut verarbeitet werden, da bei diesen Staffelvorrich~
tungen das Arbeitsgut um eine Walze herumgeführt werden j welche Umführung dieses Arbeitsgut nicht verträgt*
Die Erfindung stellt sieh die Aufgabe der Schaffung einer Vorrichtung zur Vereinzelung von Tafeln aus Pappe , Karton,
•^lech o.dgl.j also starkem Arbeitsgut, von einem Stapel und
Überleitung desselben in eine Verarbeitungsmas^hine, wobei.·
der Stapel während'des Betriebes nachgefüllt.,· werden kann,, so
öaß sich keine Betriebsunterbrechung für die Beschickung des
Stapels erforderlich macht und demzufolge eine-volle Ausnutzung der Verarbeitungsmaschine möglich ist. .
•Erfindungsgemäß wiiä dies dadurch, erreicht, . daß die aus Pappe,
Karton, Blech oodgl*. bestehender Tafeln des Stapels stehend
und mit einer geringen Neigung nach vorn· auf einer in schräger
Ebene und in periodischen Hüben sich vorwärts bewegenden Unterlage, vorzugsweise einem ,endlos umlaufenden G-leiderförderers
vorgesehen sind und für die Vereinzelung der Tafeln
eine z.B. gesteuerten Saugdüsen bestehende Abzugseinriehtung
vor der Stirnseite des Stapels angeordnet ist, mittels deren die jeweils vorderste. Tafel vom Stapel entnommen, ra ch oben
bewegt und einer oberhalb des Stapels angeordnete*. Sührungsbahn
übergeben wird, von der eine Überleitung der Tafeln
in die Waagerechte- und zur Verarbeitungsmaschine durchgeführt
wird* Die als. Transporteur ausgebildete Stapelunterlage kann während des Betriebes der an der Vorderseite erfolgenden
Abnahme des Stapels, entsprechend an.dessen Hinterseite nachbeschickt
werden«
Der Gegenstand der Erfindung ist-auf der Zeichnung in einem
Ausführungsbeispiel.dargestellt, und zwar zeigern ABbο 1 die Vorrichtung in Seitenansicht und in
Abb ο 2 in Vorderansicht,
Abbo3 und 4 zeigen verschiedene .Arbeitsstellungen bei der
Überleitung der vom Stapel entnommenen Tafel*
-3-
Für die Aufnahme des Stapels ist eine Unterlage 1 als transporteur
in etwas nach abwärts geneigter Schräglage vorgesehen,, der als endlos umlaufenden Förderer, vorzugsweise als Gle/iderförderer
ausgebildet ist« Der Förderer bewegt sich absatzweise in einstellbaren periodischen Hüben nach vorn, angetrieben
durch beispielsweise einen Sperrklinken-Trieb 2S3* Die einzelnen
Glieder des Förderers besitzen vorzugsweise eine geriffelte, gezackte oder ähnlich ausgebildete Oberflache, deren Zweck
noch beschrieben wird» Die Schräglage des* Förderers ist einstellbare
Außerdem ist der Förderer insgesamt höhenverstellbar vorgesehene
Auf dem Forderer 1 wird aer aus einzelnen Tafeln aus Pappe9
Karton,, .Blech ο «,dgl« bestehende Stapel 4 stehend und entsprechend
der Schräglage des Förderers 1 mit einer Beigung nach
vorn vorgesehen«, Durch die geneigte Lage des Stapels werden die Tafeln des Stapels' standsicher auf ihrer Unterlage 1 zusammengehalten.
Die vorderte Tafel des Stapels und damit dieser insgesamt legt sich gegen eine oder mehrere drehbar
gelagerte Walzen 5 an» Ausserdem sind Vorder anschlage 6 für
den Stapel vorgesehen. Hn den Vorderanschlägen 6 sind Mitnehmer
7 angeordnet* die gegen die Unterkante, der vordersten Tafel wirken bzw, gegen die sich die jeweils vorderste Tafel
aufsetzt. Die Mitnehmer 7 sind an den Vorderanschlägen
6 ein-una feststellbar vorgesehen.. Der Zweck dieser Mitnehmer wird noch beschrieben.
i'ür die Entnahme der jeweils vordersten Tafel des Stapels
ist eine Abzugsvorrichtung 8 vorder Stirnseite des Stapels
vorgesehen., die in verschiedener Weise ausgebildet sein kann*
ü-emäß dem Ausiuhrungsbeispiel ist eine Vorrichtung mit Saugdüsen
vorgesehen,, die mechanisch und pneumatisch gesteuert
werden. Die Bewegung der Sau^üüsen B ist derartsdaß die Eu-
sen zunächst eine Kipp"b ewe gung ausführen (Abb.1), alsdann
nach vorn (Abb.3) und schließlich aufwärts (Abb.4) bewegt
werden, und umgekehrt. Eür die Durchführung der Ansaugung der
Tafel ist eine Saugleitung 9 mit Zufdhrungsschlauch IO vorgesehen,
durch welche Saugleitung auch die automatische Kippbewegung der Saugorgane bewirkt wird. Die Saugorgane 8 greifen die zu entnehmende Tafel in .Nähe deren Oberkante an und
sind ,an einem Schlitten 11 in einer Schlittenführung 12 angeordnet,
sie stehen zur Unterstützung ihrer Buckwärtsbewegung
unter Federwirkung. Die ¥orwärts-und Aufwärtsbewegung der
Saugorgane wird durch Excenter herbeigeführt, die auf der Excenterwelle 13 gelagert sind. Der Excenter 14 bewirkt mit
der Excenterrolle 15 die Yo iwä rtsb ewe gung (Abb .3), -während
der Excenter 16 mit der Excenterrolle 17 die Aufwärtsbewegung
(Abb.4) der Saugorgane herbeiführt«
In zwangläufiger Verbindung mit den in dem Schlitten 11 geführten
!Trägern der Saugorgane 8 und demzufolge im Zusammenwirken
mit der mechanischen Bewegung derselben stehen die bei» den Vorderanschläge 6 für den Stapel 49 und zwar durch die
Hebel 18, die durch eine Stange 19 miteinander verbunden sind, welche lose an den hakenförmig ausgebildeten Enden der Vorderanschläge
6 angreifte Wie bereits erwähnt, sind an den.
Vorderanschlägen 6 daß Mitnehmer 7 angeordnet, gegen'die
sich die Unterseite der vordersten Tafel des Stapels 4 aufsetzt. Werden die Saugorgane 8 aufwärtsbewegt, so werden
die beiden Vorderanschläge 6 mit den Mitnehmern 7 durch die
Hebel 18 gehoben, d.h. an der Vereinzelung der jeweils vordersten Tafel des Stapels beteiligen sich die Vorderanschläge
und die Mitnehmer, wobei die Mitnehmer 7 die Tafel nach aufwärts drücken und dadurch die Saugdüsen 8 bei der Hub-
-5-
arbeit entlastend unterstützen. Es ^empfiehlt sich, dicht
oberhalb des Transporteurs 1 , und zwar vor dem Stapel 4 mehrere Saugdüsen 20 in zwangläufiger Verbindung mit den Mitnehmern 7
vorzusehen, die in den gleichen Hüben wie die Saugdüsen 8 arbeiten und die Aufgabe haben, die jeweils vorderste Tafel mit
ihrer Unterkante sicher auf die Mitnehmer 7 bzw. die Vorder-=
anschlage 6 heranzuziehen5 sodafi die Gewähr besteht, daß sich
die Tafel auf die Mitnehmer 7 aufsetzt. Außerdem beteiligen sich die Düsen 20 an der Aufwärtsbewegung der Tafel. Die
VorderanBchläge 6 stehen unter Wirkung von Federn 21» Obernalb
der Saugorgane 8 bzw. der Abzugsvorrichtung ist ein Walzenpaar 22 j 23 vorgesehen, dessen eine Walze 22 ortsfest angeordnet,
während dessen andere Walze 23 schwenkbar gelagert ist. Die schwenkbare Walze 23 wird periodisch gesteuert, und zwar entsprechend
den Hüben der Saugorgane 8. Wird eine Tafel) von den Saugorganen nach aufwärts zwischen die beiden falzen 22, 23
bewegt, so schwenkt die falze 23 gegen die ortsfeste Walze 22,
die Tafel wird demzufolge nunmehr von den beiden Walzen 22,23 erfaßt und über eine gebogene Führungsbahn 24 in der Pfeilrichtung
weitergeleitet, wobei ein umlaufendes Band 25 Führung und Unterstützung erteilt. In dem Moment der Übernahme der Tafel
durch das Walzenpaar 22,23 setzt die Saugluft in der Leitung 9, 10 aus, demzufolge die Saugorgane 8 die Tafel freigeben und
nunmehr ihre fiückwärtsbewegung zur Entnahme der näcnsten Tafel
antreten. Sie Mihrungsbann 24 leitet die Tafel in die Waagerechte,
wobei eiie durch ein Walzenpaar 26,2 7 bewegt wird, um schließlich über einen Anlegetisch 28 der Verarbeitungsmaschine
zugeführt zu werden.
Zur Unterstützung des Vereinzelungsvorganges ist es vorteil-
-6-
haft, Luft gegen die vordersten Tafeln des Stapels wirke/i
zu lassen. Dies erfolgt zweckmässig durch mehrere Düsen 29?
die Ton oben gegen die Oberkante der vordersten Tafeln wirken 'und Blasluft abgeben, wodurch eine gewisse Verlocke rung der
Tafeln herbeigeführt wird; außerdem werden dicht vor dem Stapel
oberhalb desselben mehrere 31asdüsen 3 O vorgesehen, durch
die gegen die jeweils vom Stapel angesaugte und angekippte Tafel
Luft geblasen wird, wodurch die Trennung der Tafel vom Stapel begünstigt wird» Schließlich können auch Blasdüsen 51 an
der Unterseite des Stapels, und zwar deren Vorderkante1, vorgesehen
werden, mittels deren Luft gegen die vordersten Tafeln des Stapels an deren Unterseite geblasen wird, wodurch auch
dort eine Verlockerung bewirkt wird«
Wie bereits erwähnt, sind die Einzelglieder/des die btapelunterlage
bildenden Transporteurs mit. einer geriffelten, gezackten oder ähnlichen Oberfläche versehen, welche Ausbildung den
auf ihr stehenden Tafeln nicnt nur eine gute Standsicherheit, verleiht, sondern auch die Vereinzelung beeünstigt.
Im Zusammenwirken mit dem Transporteur 1 können zwei umlaufende
Bänder vorgesehen werden, und zwar mit parallelem Abstand zueinander, zwischen denen der'aus Einseigliedern bestehende
Transporteur mit der gleichen Gesciiwinüigkeit wie die beiden Bänder umläuft» L'er mittlere Transporteur, dessen Einzelglieder
mit der Riffelung, Verzahnung ο.dgl. versehen sind, ist
nöhenverstellbar angeordnet, sodaß er nach oben oaer unten verstellt
werden kann und somit die Zacken der üifielung, Verzahnung
o.dgl. stärker oder schwächer gegenüber der OberKante der
umlaufenden Bänder in ürscheinung treten, die von unten gegen,
den stapel 4- wirken. Hierdurch kann den verschieden vorkommenden Qualitäten der zur Verarbeitung kommenden Pappen, Kartons
UBWo Rechnung .getragen und deren jeweils.günstigster Anpreßdruck
in Richtung gegen die Mitnehmer 7 reguliert werden. .
Selbstverständlich können au dem gleichen Zwecke die beiden
umlaufenden Bänder gegenüber dem Transporteur höhenverstellbar
vorgesehen werden. Je nach der Stärke der zur Verarbeitung
kommenden Tafeln kann die Schräglage des 'Transporteure 1 eingestellt
■ wad damit die, günstigste Meigung.des Stapels bestimmt
werden. Zu diesem Zwecke ist der 'Transporteur 1 schwenkbar um '
seine Antriebswelle 32 gelagert5 die Verstellung kann durch
Handkurbeiantrieb o.dgl. (nicht dargestellt) erfolgen. Dem zu '
verarbeitenden Tafelformat entsprechend kann der 'uransporteur
1 in seiner Höhenlage verstellt werden, zu welchem Zwecke ein
Spindeltrieb 33 vorgesehen ist. Vermittels des Sperrtriebes 2,3 kann der absatzweise Vorschub des Transporteurs 1 h"e
nach der- Stärke der Tafeln eingestellt werden. Der auf dein Traiasp'orteur 1 stehende Stapel 4 bewegt sich absatzweise nach vorn, bei jedem Hub wird eine Tafel durch die
Abzugsvorrichtung entnommen. Da der Stapel auch während des Arbeitens der Vorrichtung durch Aufsetzen eines neuen Vorrates
gegen die Rückseite des Stapels auf dem Transporteur ergänzt werden kann, ist ein ununterbrochener Setrieb gewährleistet.
Claims (6)
- Patentansprüche.lo) Vorrichtung zur Vereinzelung von Tafeln aus Pappe }Kaxton$Blech o.dgl» von einem Stapel und Überleitung derselben in eine Verarbeitungsmaschine, dadurch gekennzeichnet', daß die Tafeln des Stapels (4) stehend und mit einer gefingenI θ igung nach vorn auf einer in schräger .Ebene sich, in periodischen Hüben vorwärts bewegenden Unterlage (I)5 vorzugsweise einem endlos umlaufenden Gliederförderer9 vorgesehen sind und für die Vereinzelung der Tafeln eine z*B„ aus gesteuerten Saugdüsen bestehende Abzugsvorrichtung (8) vor der Stirnseite des Stapels angeordnet ist, mittels deren die jeweils vorderste Tafel vom Stapel entnommen 5 ia ch oben bewegt und einer obernalb des Stapels angeordneten Führungsbahn (22) übergeben wird, von der eine Überleitung der Tafeln in die Waagerechte und zur Verarbeitungsmaschine' durchgeführt wird*
- 2.)Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß' in Verbindung und periodischer Zusammenwiricung mit der Abzugseinrichtung (8) mehrere Vorderanschläge (6) mit an ihnen angeordneten Mitnehmern (7) für die jeweils vorderste Tafel vorgesehen sind, die sich an der Aufwärtsbewegung der zu vereinzelnden Tafel beteiligen»
- 3.)Vorrichtung nach Anspruch Γ und 29 dadurch gekennzeichnet, dajT dicht oberhalb der sich oewegenden Unterlage (1) vor Qem Stapel (4) mehrere Saugdüsen (20) in zwan£läufiger Verbindung mit den Mitnehmern (7) vorgesehen sind, die die jeweils vorderste Tafel an ihrer Unterkante gegen die Mitnehmer (7) heranziehen und sich ausserdem an der Aufwärtsbewegung der Tafel beteiligen,,-9-
- 4«) Vorrichtung nach Ansprächen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Übernahme der vereinzelten Tafel von der Abzugseinrichtung (8) ein Walzenpaar (22 und 23) mit An-(J /7
schluß an öine Führungsbahn vorgesehen ist, deren eineWalze (23) ge&en die ihr zugeordnete Walze (22) schwenkbar gelagert ist und sich in periodischen Hüben bewegt» - 5») Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4s dadurch gekennzeichnet, daß die sich vorwärts bewegende Stapelunterlage (l)
mit einer geriffelten, gezackten oder ähnlichen Oberfläche versehen ist, - 6.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Zusammenwirken mit der als Transporteur ausgebildeten Stapelunterlage (1) zwei umlaufende Bänder vorgesehen sind, und zwar mit parallelem Abstand zueinander, zwischen denen der aus Einze!gliedern bestehende Transporteur mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Bänder umläuft, und daß der Transporteur, dessen Einzelglieder mit der Riffelung, Verzahnung oder dergleichen versehen sind, höhenverstellbar angeordnet ist, sodaß er nach oben oder'' unten verstellt werden lcann»7«) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelunterlage (1) in Bezug auf ihre Neigung verstellbar ist.8«,) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, doß die Stapelunterlage (1) insgesamt höhenverstellbar eingerichtet ist.PurDr.-Ing. Georg Spieß,
i.V*Zivilingenieur«,
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