DEP0018913DA - Kartoffelerntemaschine - Google Patents

Kartoffelerntemaschine

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Publication number
DEP0018913DA
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DE
Germany
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machine
potato
frame
boxes
conveyor belts
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Georg Gütersloh Breimhorst
Stephan Ostenland Lippold
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Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Kartoffelerntemaschine für Pferde- oder Schleppzug mit aufeinanderfolgenden Rüttelvorrichtungen.
Es sind von Zugmaschinen bewegte Vorratsroder für Kartoffeln bekannt, bei denen ein Rodeschar auf zwei hintereinandergeschaltete Schwingroste fördert und die Kartoffeln seitlich in Reihen abgelegt werden. Das Kraut verbleibt zwischen den Kartoffeln. Ferner sind Erntemaschinen für Zugmaschinenantrieb, jedoch mit Trommelförderung bekannt. Diesen Maschinen fehlen aber Einrichtungen, die, wie bei der neuen Erntemaschine, den Ackerboden sogleich wieder einebnen, so daß gleich anschließend gedrillt werden kann. Eine Kartoffel-Erntemaschine für Pferde- oder Schleppzug und mit voller Bodenfreiheit für den gleichmäßigen Rückfall des Ackerbodens ist noch nicht bekannt.
Die neue Maschine ist in der Zeichnung in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dargestellt.
Figur 1 ist eine Seitenansicht mit Einzelteilen im Schnitt.
Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die Maschine unter Fortlassung der Förderbänder.
Figur 3 ist eine vergrößerte Darstellung des Anbaus für den Kartoffelsammler und der Absetzvorrichtung in Leerlaufstellung.
Figur 4 stelle einen Schnitt nach IV - IV der Figur 1 dar in Richtung auf die Austragseite gesehen, unter Fortlassung der Laufräder.
Figur 5 ist ein Schnitt nach V - V der Figur 1 in Fahrtrichtung gesehen.
Figur 6 zeigt als Einzelheit einen Teil des unteren bzw. mittleren Förderbandes.
Figur 7 zeigt einen Teil der höchstgelegenen Förderbandes.
Im Einzelnen ergibt sich aus der Zeichnung der folgende Aufbau der neuen Kartoffel-Ernemaschine.
Der Rahmen 1 wird von der vorderen Achse 2 mit zwei Rädern 3, 3' und einem hinteren Spornrad 4 getragen.
In diesem Rahmen 1 sind zwei Förderbänder 5, 6 eingebaut. Diese Förderbänder bestehen aus ineinandergehängten Stahlstäben 7.
Das untere Förderband 5 ist auf zwei Endrollen 8, 9, zwei Tragerollen 10, 11 und einer Welle 12 12 mit zwei ellipsenförmigen Zahnrädern 13, 14 geführt, wodurch bei entsprechendem Rotieren in dem umlaufenden Förderband kräftige Schüttelungen hervorgerufen werden. Dem unteren Förderband 5 ist ein Doppelschar 15 vorgebaut, welches durch die Hebelanordnung 16 mit dem Förderband 5 aus dem Boden gehoben werden kann.
Das nächsthöhere (mittlere) Förderband 6 ist ebenfalls auf zwei Endrollen 17, 18 und einer Tragrolle 19 gelagert, ferner auf einer Schüttelrolle 20, die derjenigen des ersten Förderbandes entspricht, nur zweckmäßig etwas kleinere Maße hat.
Im Anschluß an das zweite Förderband ist ein umlaufendes Kettengeflecht 21 als Krautträger auf Rollen 22, 23 und 24 gelagert. Dieses Kettengeflecht 21 umgibt einen Fangkorb 25. Dieser ist rutschenähnlich ausgebildet. Sein tiefgelegener Auslauf 26 mündet oberhalb der Kartoffelabfüllvorrichtung 27. Der Rahmen hierzu besteht aus zwei Laufschienen 28, 29, die von zwei, zweckmäßig aus U-Eisenprofilen 30 und 31 hergestellten Winkeln getragen sind, welche am Maschinenrahmen 1 sitzen. Innerhalb dieser beiden Laufschienen 28, 29 arbeitet ein Stößel 32 mit einem Gelenk 33 und einer Schubstange, welche am Endpunkt 34 am großen Laufrad 3' gelagert ist. Durch die Drehbewegung des Laufrades 3' wird der Kurbeltrieb 33, 34 und dadurch der Stößel 32 innerhalb der beiden Laufschienen 28, 29 hin und her gezogen bzw. geschoben.
Zum Antrieb der Förderbänder 5, 6 und 21 um ihre Tragrollen dient ein auf der Achse 2 der Laufräder 3, 3' seitlich am Rahmen 1 angebrachtes Oelbadgetriebe 35 mit Klauenkupplung 36. Die Ein- und Ausrückvorrichtung 37 ist vorteilhaft mit dem Hebelzug 16 für das Ausheben des Rodeschars 15 gekuppelt, so daß außer dem später beschriebenen Hebel am Stößel 32 der Kartoffelabfüllvorrichtung 27 nur ein Hebel 16 zur Bedienung der Maschine vorhanden ist. Zum Antrieb der Förderbänder, des Krautträgers und der Fangkorbschüttelung dienen Kettenräder mit Stahlketten, und zwar Trieb 39 für Förderband 5, Trieb 40 für Förderband 6, Trieb 41 für Kettengeflecht 21 und Trieb 42 für die Rüttelung des Fangkorbes 25 mit Hilfe des Ellipsenrades 43 unter Mitwirkung der Aufhängefedern 44 und 45.
Aus dem Aufbau der Kartoffelerntemaschine ergibt sich der folgende Arbeitsgang:
Die Maschine wird von zwei Pferden oder Rindern oder einem Schlepper an der Deichsel 46 gezogen. Der Kartoffelwall wird von dem zweiteiligen Rodeschar 15 aufgenommen und auf das untere Förderband 5 gebracht. Durch kräftiges Schütteln, hervorgerufen durch die ellipsenförmigen Zahnräder 13, 14, werden die Kartoffeln mit dem Kraut zunächst von der Erde befreit, welche frei nach unten auf den Acker zurück fällt. Vom ersten Förderband 5 werden sie auf das zweite mittlere Förderband 6 gehoben und werden dort nochmal durch die Ellipsenräder auf der Welle 20 geschüttelt. Dadurch wird der Rest der Erde völlig entfernt, der wiederum frei abfallen kann. Das mittlere Förderband 6 hat Mitnehmerleisten, um ein Zurückrutschen der Kartoffeln zu verhindern. Vom mittleren Förderband 6 werden die Kartoffeln mit Kraut auf das umlaufende Kettengeflecht 21 gebracht, das als Krautträger dient. Dieser Krautträger, der nach oben geneigt angeordnet ist, trägt das Kraut nach der höchsten Stelle der Maschine und läßt es auf den Acker fallen.
Die Kartoffeln dagegen fallen durch das Kettengeflecht 21 in den rutschenartigen Fangko0rb 25.
Der Fangkorb 25 wird durch die ellipsenförmige Rolle 43 mit Gegenfederung 44, 45 geschüttelt und gewährleistet somit eine ununterbrochene Ausschüttung der reinen Kartoffeln, die dann aus dem Mundstück 26 in Kisten 47 fallen. Diese Kisten 47, 48, die für diesen Zweck sehr leicht, ähnlich wie Obstkisten, mit durchbrochenen Böden und Wänden ausgebildet sind, lagern auf dem Kartoffelsammler 27 seitlich an dem Maschinenrahmen und werden durch Stößel 32 bis 34 der Abdrückvorrichtung angeschoben.
Zum leichteren Kistenabwurf von der Maschine tragen die Laufschienen 28, 29 zwei Rollen 50, 51 zum leichtern Absetzen der vollen Kiste 47 unter der Schubwirkung des Stößels 32. Dieser wirkt auf die rückwärtige leere Kiste 48, die durch das Absetzen der vorderen Kiste 47 an die Füllstelle unter dem Auslauf 26 rückt. Durch den Druckhebel 38 kann nun dieser Stößel 32 in seiner etwa waagerechten Lage auf und ab geschwenkt werden. Ist die unter dem Fangkorb 25 stehende Kiste 47 gefüllt, so schwenkt ein leichter Druck auf den Hebel 38 den Stößel 32 vor das Bodenende der leeren Kiste 48. Dieser stößt sie unter den Fangkorb 25 und setzt die volle Kiste 47 über die Rollen 50, 51 nach hinten auf den Ackerboden ruhig und sicher ab. Der leergewordene Platz innerhalb der Laufschienen 28, 29 wird nun durch eine andere leere Kiste ausgefüllt. Solche Kisten sind zu diesem Zweck in passenden Abständen rund um das Kartoffelfeld verteilt.
Zweckmäßige Ueber- bzw. Untersetzung der einzelnen Antriebe bedingt eine auffallende Leichtzügigkeit der Maschine.
Die Maschine wird vom Führersitz aus gefahren und bedient.
Zur seitlichen Verstellung der Deichsel 46 dient ein Auf- und abschwenkbarer Bügel 53, der seitenverschieblich in eine Zahnstange 54 einrastet. Diese Verstellung läßt sich vom Führersitz aus mit einem Handgriff bedienen. Das Außenrad 3 kann auf einem Stummel 52 der Achse 2 verstellt werden. Dies entbindet von einer Pflanzweitennorm. Vielmehr kann jede Pflanzweite mit dieser Erntemaschine gerodet werden.
Sie erfordert zum Roden eines Kartoffelfeldes keine großen Vorbereitungen. Vielmehr genügt es, eine Pflanzenreihe rings um das Feld zu entfernen und die Maschine kann mit ihrer Arbeit beginnen. Bezüglich der Arbeitsersparnis gegenüber anderen Rodern ist zu erwähnen, daß es sich erübrigt, das Kartoffelkraut von
Hand zu entfernen. Darüber hinaus ist nach dem Roden jegliches Nacheggen oder Nachpflügen überflüssig, da nicht nur keine Kartoffeln mehr im Boden verbleiben, sondern das Feld fertig gepflügt und geeggt, für die Aufnahme der neuen Saat vorbereitet ist.
Zur Ernte mit dieser Maschine genügen sechs Arbeitskräfte, zwei zum Führen und Bedienen der Maschine und vier zum Entleeren der Kisten auf bereitgestellte Wagen.
Von anderen Vorzügen ist zu erwähnen, daß alle Antriebsmittel für die Förderbänder einschließlich der Schwingvorrichtungen, außerhalb des Weges liegen, den die Kartoffeln über die Maschine nehmen. Daher können diese Antriebe leicht überwacht, z.B. eingekapselt oder auf andere Weise in gutem Betriebszustand gehalten werden. Ebenso liegt der Stößel für den Kastenabsetzer geschützt und führt nur kurze Bewegungen aus. Die Förderbänder mit ihren großen Zwischenräumen und ihrer lebhaften Schüttelbewegung reinigen sich dauernd selbst. Das Gleiche gilt für den Fangkorb.
Durch den Aufbau der Maschine gemäß der Erfindung wird jegliches Gehäuse vermieden, das die freie Bewegung der Kartoffeln, der Erde oder des Krautes hindern könnte.

Claims (7)

1) Kartoffelerntemaschine mit einem Rodeschar und nachgeschalteten, schrägen, im Betrieb schwingenden Förderbändern, gekennzeichnet durch drei in Fahrtrichtung hintereinander liegende, an das Rodeschar anschliessende, als Siebe ausgebildete Förderbänder (5, 6, 21), deren erstes (5) und zweites (6) durch Rüttelbewegungen die Erde absondern und nach unten auf den Boden durchfallen lassen, während das dritte (21) die Kartoffeln ausscheidet und sie in einen rutschenartig ausgebildeten Fangkorb (25) hindurchfallen lässt, aus dem sie durch Rüttelbewegungen nach aussen befördert werden, wogegen es das auf der Bandoberseite zurückbleibende Kraut über den obersten Rand nach hinten abwirft.
2) Kartoffelerntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für die Förder- und Rüttelbewegungen von einer Laufradachse (2) abgeleitet wird.
3) Kartoffelerntemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Antriebe an einem Aussenrahmen (1) der Maschine angeordnet sind und dass zur Uebertragung der Bewegung Zahntriebe dienen.
4) Kartoffelerntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rüttelbe- wegungen der Förderbänder (5, 6) und des Fangkorbes (25) durch Ellipsenräder (13, 14, 20) erzeugt werden.
5) Kartoffelerntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fangkorb (25) eine Kistenabfüllvorrichtung (27) vorgelagert ist, bestehend aus einem Rahmen (28 bis 31) mit Gleitrollen (50, 51) zur Aufnahme der Kisten (47, 48) und einer durch ein Laufrad (3') der Maschine angetriebenen Vorrichtung (32 bis 34) zum Nachdrücken und Absetzen der Kisten (47, 48).
6) Kistenabfüllvorrichtung zur Kartoffelerntemaschine nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen am Vorrichtungsrahmen (28 bis 31) angeordneten Stössel (32), der, über eine Schubstange (33, 34) mit dem Laufrad (3') der Maschine verbunden, bei fahrender Maschine in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird.
7) Kistenabfüllvorrichtung zur Kartoffelerntemaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Stössel (32) im Leerlauf unter dem Rahmen (28 bis 31) hin- und herbewegt und durch Betätigen eines Hebels (38) in die Arbeitsstellung zum Nachdrücken der Kisten (47, 48) einschwenkbar ist.

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