DEP0014813DA - Drehofenausmauerung - Google Patents
DrehofenausmauerungInfo
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Description
Um bei Drehöfen zum Abrösten, Vergasen, Ausdampfen usw. den Röst- oder Verbrennungsprozess möglichst intensiv zu gestalten, muss dafür gesorgt werden, dass jedes Teilchen des Ofengutes in innige Berührung mit dem Heizgas kommt. Zu diesem Zweck sind in die Ofenausmauerung Schaufelwender, insbesondere unter Aneinanderreihen von Schaufeln zu einer geschlossenen Wenderfläche, eingebaut, die in das Innere des Ofens vorspringen und die die Aufgabe haben, das Ofengut über seinen Böschungswinkel hinaus hochzuheben und herunterrieseln zu lassen.
Bei den bekannten Wendern us Stein oder keramischem Material treten infolge der großen Temperaturunterschiede zwischen Kopf und Fuß der Steine und infolge des in dem Mauerwerk mit der Erwärmung des Ofens entstehenden beträchtlichen Druckspannungszustandes, insbesondere am Einspannrande, Beanspruchungen auf, die eine starke Neigung zum Aufplatzen der vorstehenden Steinenden zur Folge haben. Es genügen schon verhältnismäßig geringe Stöße, um die Steinwender zu beschädigen. Ein weiterer Nachteil der Steinwender besteht darin, dass das Ofengut nur wenige Grade über den Böschungswinkel hinaus hochgehoben wird, so dass die Verteilung des Materials im heißen Gasstrom nur in einem kleinen Sektor des Ofens vor sich geht.
Zur Vermeidung dieser Nachteile hat man die Wender aus besonders hitzebeständigem Material gefertigt. Damit wurde zwar, außer einer geringen Empfindlichkeit gegen Wärme und Druckspannungen, die Mitnahme des Gutes und seine Verteilungsmöglichkeiten über den ganzen Querschnitt des Ofens erreicht, aber es zeigte sich
der Übelstand, dass etwa zu Klumpen zusammengebackenes Ofengut oder in den Ofen gelangende Fremdkörper oder aus dem Gewölbe losgelöste Steine von den Wendern immer wieder mitgenommen werden und dann von oben herunter in den Ofen fallen.
Die hierdurch hervorgerufenen Dauerschlagbeanspruchungen der Ofenausmauerung und der Einbauten führen bei den hohen Temperaturen und insbesondere bei dem spröden Werkstoff der Wender zu Beschädigungen und Zerstörungen von Ausmauerungen und Wendern mit den daraus folgenden Betriebsausfällen und beträchtlichen Reparaturkosten.
Es wurde nun gefunden, dass diese Schwierigkeiten behoben werden, wenn die Drehofenausmauerung erfindungsgemäß aus Hohlsteinen besteht, deren Hohlraum mit dem Ofeninneren durch eine Öffnung in der Stirnwand des Steines in Verbindung steht. Mit dem Fortfall jeglicher Wendereinbauten bei dieser Ausmauerung hören auch die Dauerschlagbeanspruchungen auf. Die im Ofen befindlichen Fremdkörper usw. werden nicht mehr hochgehoben, sondern machen eine Wälzbewegung m Böschungsdamm des Ofengutes mit.
Das Ofengut selbst gelangt in den Bereich des Böschungswinkels durch die Öffnungen in der Stirnwand in die Hohlräume der Ausmauerungssteine, wird bei weiterer Drehung des Ofens als Füllung der Hohlsteine über den Böschungswinkel hinaus hochgehoben und dann fortlaufend durch die Öffnungen der Hohlsteine wieder ausgekippt, so dass es in feiner Verteilung durch die Ofengase rieselt.
Durch Größenbemessung der Steinöffnungen at man es in der Hand, die Auslaufzeit des Ofengutes aus dem Hohlraum eines Steines einer bestimmten Laufzeit des betreffenden Steines auf den oberen Bogenteil des Ofens anzupassen. Ist beispielsweise die Austrittsöffnung so bemessen, dass die Auslaufzeit des Hohlraumes gleich oder größer ist als die entsprechende Laufzeit des Steines, so hat man die Gewähr, dass der ganze Ofenquerschnitt berieselt wird. Normalerweise liegt die Öffnung jeweils in der Achse des Hohlsteines.
Will man die Schöpfwirkung der Steine erhöhen, so wird zweckmäßig die Öffnung bei dem gefüllten Stein oberhalb der Mittelachse des Hohlsteines angeordnet. Hierdurch wird ein größerer
Füllraum im Innern der Steine gewonnen. Die Hohlsteine selbst erhalten vorzugsweise polygone Form, um die Wärmespannung möglichst klein zu halten.
Im Bedarfsfall kann je nach der Art des Ofengutes zwischen der Hohlsteinschicht und dem Ofenmantel eine besondere Steinzwischenschicht angeordnet werden, einmal als Wärmedämmschicht, um die Abkühlung des Ofens zu verringern, zum anderen als Schutzschicht gegen chemische Angriffe des Ofengutes auf das Mantelmaterial des Ofens.
In beiligender Zeichnung ist eine Ausführung des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt, und zwar in Abb. 1 im Querschnitt. Der Mantel 1 ist mit einer Steinzwischenschicht 2 ausgemauert, auf der die Hohlsteinschicht 3 angeordnet ist. Die einzelnen Mauersteine sind mit Hohlräumen 5 versehen, welche durch eine Öffnung 6 mit dem Ofeninnern 7 in Verbindung stehen. In Abb. 2 ist ein einzelner Stein im Querschnitt mit der Öffnung 6 in der Mitte und in Abb. 3 ein Stein mit der Öffnung beim gefüllten Hohlstein oberhalb der Steinachse dargestellt.
Claims (2)
1. Drehofenausmauerung, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Hohlsteinen gebildet ist, wobei der Hohlraum jedes Steines mit dem Ofeninnern durch eine in der Stirnwand des Steines angeordneten Öffnung in Verbindung steht.
2. Hohlstein für eine Drehofenausmauerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung bei dem gefüllten Stein oberhalb der Achse des Hohlsteines angeordnet ist.
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