DEP0013358DA - Verfahren zur Errichtung von Bauten in Schüttbauweise - Google Patents
Verfahren zur Errichtung von Bauten in SchüttbauweiseInfo
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Description
Der in den letzten Jahren eingetretene Wohnraummangel fordert dringend die Erstellung neuen Wohnraumes in kürzester Frist. Dieser Forderung sucht man durch neuartige Wohnbauweisen nachzukommen, die gegenüber der seit alters überkommenen Ziegelbauweise einen schnelleren und billigeren Aufbau von Gebäuden gestatten. Insbesondere ist die Schüttbauweise für diesen Zweck geeignet. Um hier eine dauerhafte, in fast unbeschränktem Maße wiederverwendbare Schalung zur Verfügung zu haben, bedient man sich in wachsendem Maße heute der Stahlschalung. Sie hat den Vorzug eines bequemen Auf- und Abbaues sowie der fast völligen Unverschleißbarkeit gegenüber dem im übrigen auch knappen Holz als Werkstoff für Schalungen.
Bei den bisher verwendeten Stahlschalungen hat man gewichtsmäßige und auch anzahlmäßige Einsparungen an den Schalungsgliedern angestrebt. Gegenüber dem Bestreben, leichte Profile der Schalungsglieder auf eine für die Herstellung eines Stockwerks in für sich abgeschlossenen Teilstücken ausreichende Anzahl zu beschränken, verfolgt die Erfindung den Zweck, die Stahlschalung vor allem für eine zeitsparende Bauweise auszubilden und dadurch die Baukosten weiter herabzusetzen. Sie verwirklicht dieses Ziel durch eine stockwerksweise Herstellung der Bauten. Dabei geht man nach der Erfindung so vor, daß eine stockwerkshohe Stahlschalung für ein vollständiges Geschoßwerk mit allen Wänden und Decken aufstellt, alsdann das ganze Geschoßwerk in einem Guß geschüttet wird, worauf die Schalung ausgebaut und zur Schüttung des nächsten Stockwerks auf dem zuvor errichteten wieder aufgestellt wird.
Der bei diesem Bauverfahren erzielte Zeitgewinn steht in keinem Verhältnis zu den einmaligen Anschaffungskosten der für ein ganzes Stockwerk ausreichenden Stahlschalung, da bei der fast unbeschränkten Wiederverwendbarkeit der Stahlschalung die Anteilkosten für jedes Einzelgebäude verschwindend gering sind.
Bei dem Bauverfahren nach der Erfindung wird im einzelnen so vorgegangen, daß auf das Kellerplanum zunächst das Fundament bestimmende, durch Zwischenstücke in mauerstarkem Abstand zueinander gehaltene Fußschwellenrahmen verlegt werden. Auf diesen werden dann mit Anschraubblechen für einen mittleren und oberen Schwellenrahmen versehene Schalungsglieder für die Wandecken und Wandmitten aufgeschraubt. Nach Anbringung der oberen Schwellenrahmen werden nun jetzt die Schalungsvorder- und -rückwand aus fugenlos nebeneinander gestellten, geschoßhohen Schalungsgliedern aus Stahlleichtprofilen von C-förmigem Querschnitt unter gleichzeitiger Aussparung der Fenster- und Türöffnungen auf die Fußschwellen aufgesetzt. Zur Herstellung der Decken stellt man längeneinstellbare Bodenstützen in drei Reihen auf und zwar je eine längs zwei parallelen Wandseiten und die dritte als Mittelreihe dazwischen. Dann legt man auf die Stützen in fester Verbindung mit deren Kopf Schienen auf, die als Unterzüge für die aus gleichartigen Stahlleichtprofilen wie für die Wand bestehenden Schalungsglieder dienen.
In der Zeichnung ist ein zur Durchführung dieses Bauverfahrens nach der Erfindung geeignetes Ausführungsbeispiel einer Stahlschalung veranschaulicht:
Abb. 1 zeigt schaubildlich eine für den Betoneinguß von Wand und Decke fertig erstellte Stockwerksschalung,
Abb. 2 in größerem Maßstab ein einzelnes Schalungsglied für sich,
Abb. 3 einen Eckstoß des das Fundament mitbestimmenden äußeren Fußschwellenrahmens mit den darauf aufsetzbaren Schalungsgliedern,
Abb. 4 einen Eckstoß des inneren Fußschwellenrahmens mit den aufsetzbaren Gliedern der Innenschalung, sowie einem zwischen die Außen- und Innenschwellen eingesetzten mauerstarken Abstandstück,
Abb. 5 die Anordnung des oberen Schwellenrahmens auf der Außenwandschalung,
Abb. 6 ein Schalungseckprofil mit angeschweißtem Halteblock für die Schwellenrahmenbefestigung,
Abb. 7 eine Deckenstütze und
Abb. 8 ein am Fußschwellenrahmen angehängtes Arbeitsgerüst.
Zur Errichtung von Bauten in Schüttbauweise wird zunächst die in Abb. 1 dargestellte stockwerkshohe Stahlschalung aufgestellt und dabei folgendermaßen vorgegangen:
Auf das Kellerplanum werden zuerst, dem Grundriß entsprechen, die die Mauerstärke festlegenden Fußschwellen b, c aus U-Eisen als innerer und äußerer Rahmen verlegt. Ihe Abstand voneinander wird durch Spannschrauben f (Abb. 4) in Verbindung mit Zwischenstücke e aus gelochten Betonsteinen der gleichen Mischung wie das spätere Mauerwerk gewährleistet.
Die äußeren Fußschwellen b (Abb. 3) sind an den Mauerecken rechtwinklig aneinander gelegt. Sie tragen an ihren Enden aufgeschweißte Platten b(sub)2, die der festen Eckverbindung mit Hilfe eines Winkelstückes d dienen, das an einer Aufschraubplatte d(sub)1 eines Eckschalungsgliedes a(sub)0 angeschweißt ist. Durch Verschraubung des Winkelstückes d mit der Abschlußplatte b(sub)2 der Fußschwellen b sowie dieser selbst mit der Platte d(sub)1 des Eckschalungsgliedes a(sub)0 wird einerseits eine Eckaussteifung des Fußschwellenrahmens b und anderseits ein standfester Halt des Eckschalungsgliedes a(sub)0 auf einem äußeren Schwellrahmenstoß erreicht.
Die inneren Fußschwellen c (Abb. 4) stoßen an den Ecken auf Gehrung zusammen. Durch Stützstreben c(sub)2 wird die Lage der Stoßecke dann gesichert. Ähnlich wie bei den äußeren Fußschwellen b sind auch bei den inneren Schwellenecken Schraubenlöcher vorgesehen, mittels deren sich eine Platte d(sub)2 eines inneren Eckschalungsgliedes a(sub)0 auf dem Eckstoß standfest anschrauben läßt.
Nach Befestigung der Eckprofile a(sub)0 auf dem inneren und dem äußeren Fußschwellenrahmen b, c werden zweckmäßig in Wandmitte ein oder mehrere Schalungsglieder a(sub)3 (Abb. 3) aufgesetzt, die sich durch eine angeschweißte Fußplatte d(sub)3 ebenfalls mit den Fußschwellen b, c standfest verschrauben lassen. Die aufschraubbaren Eckschalungsglieder a(sub)0 und die Mittelschalungsglieder a(sub)3 tragen außer den Fußplatten d(sub)1, D(sub)2, d(sub)3 in der Mitte und oben noch Tragbleche h, h(sub)1
(Abb. 5), k(Abb. 6), an die sich bei der weiteren Aufstellung der Stahlschalung je ein mittlerer und ein oberer Schwellenrahmen g, g(sub)1, i, i(sub)1 auf der Innen- und der Außenschalung anschrauben lassen.
Zwischen die Eckschalungsglieder a(sub)0 und die Schalungsglieder a(sub)3 in Wandmitte werden sodann die Stahlleichtprofile a fugenlos nebeneinander eingesetzt. Sie haben zur Verankerung in den Fußschwellen b, c Schlitze a(sub)1, mit denen sie sich über Stege b(sub)1 der Schwellen b, c einschieben lassen. Damit ist besonders am Boden ein unverrückbarer Halt der Schalungsglieder a gegeben. In der Mitte und oben sind sie gegen Ausbiegen bei der Betoneinfüllung durch die mittleren und oberen Schwellenrahmen g, g(sub)1, i, i(sub)1 abgestützt. Ihre genaue Flucht in der Wandebene kann dann noch durch eine Schiene l (Abb. 5) vermittelt werden, die sich in obere Schlitze a(sub)1 der Schalungsglieder a einlegen läßt. Es sind so gleiche Schlitze a(sub)1 an Kopf und Fuß der Schalungsglieder a vorgesehen. Beim Einbau der Schalungsglieder a werden die Kunststeingewände für Türen und Fenster als verlorene Schalung miteingebaut und durch Dübel oder dergleichen abgestrebt.
Die Decken werden für gewöhnlich gleich mit der Wandung geschüttet und so im Anschluß an die Aufrichtung der Wandschalung die Deckenschalung verlegt. Die Schalungsglieder eignen sich für ebene oder gebogene Schüttdecken wie auch zur Verlegung von Fertigteildecken. Die Deckenschalung ist im übrigen unabhängig von der Wandschalung. Man errichtet sie durch Aufstellung von höhenverstellbaren Bodenstützen n (Abb. 7 und 1) längs zwei parallelen Wandseiten und einer Mittelreihe dazu. Mit dem Kopf der Bodenstützen n werden Träger m als unterzugartige Auflage für die Deckenschalungsglieder a(sub)2 verlegt. Die Unterzüge m sind zur Erleichterung der Ausschalung zweckmäßig in ein Mittelstück und zwei Seitenstücke unterteilt, während die Deckenschalungsglieder a(sub)2 auf halber Länge, d.h. über dem mittleren Unterzug m geteilt sind.
Ist die Wand- und Deckenschalung für ein Geschoß aufgestellt, so kann das Stockwerk insgesamt fertig geschüttet werden.
Nach Ausschalung von Kellerwand und -decke wird die Schalung für das nächste Stockwerk jeweils in der erläuterten Weise errichtet.
Ab Oberkante Kellergeschoß ist hierbei für jedes Geschoß ein Arbeitsgerüst (Abb. 8) erforderlich. Für sein Anbringen ist an dem äußeren Rahmen der Fußschwellen b eine Lasche b(sub)3 angeschweißt, in die eine Winkelrahmenstütze b(sub)4 mit einem Schnabel b(sub)3 eingehängt werden kann. Die als Auflage für Laufbohlen dienende Winkelrahmenstütze b(sub)4 trägt außen ein knieartig abgebogenes Geländerteil, dessen schräg nach unten gerichteter Arm b(sub)6 sich über einen Holzklotz an der fertigen Geschoßwandung des vorherigen Stockwerks abstützt und dessen senkrecht stehender Arm b(sub)7 ein Schutzgitter oder Schutzseil trägt.
Claims (3)
1) Verfahren zur Errichtung von Bauten in Schüttbauweise mit Hilfe von Stahlschalungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschalung jeweils für ein vollständiges Stockwerk aufgestellt, dies Stockwerk alsdann in einem Guße geschüttet und nach dem Ausschalen als Fundament für den Schalungsaufbau des nächsten Stockwerkes verwendet wird, mit dem man dann in der gleichen Weise bis zur Fertigstellung des Bauwerkes verfährt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Wände zunächst das Fundament bestimmende, durch Zwischenstücke (a) in mauerstarkem Abstand zueinander gehaltene Fußschwellen (b, c) auf das Kellerplanum verlegt, dann mit Anschraubblechen (h, h(sub)1, k) für einen mittleren und oberen Schwellenrahmen (g, g(sub)1, i, i(sub)1) versehene Einzelschalungselemente (a(sub)0, a(sub)3) an den Ecken und Mitten der zu erstellenden Schalungswandung auf die Fußschwellenrahmen (b, c) aufgeschraubt und nach Anschrauben des oberen und mittleren Schwellenrahmens (g, g(sub)1, i, i(sub)1) die Schalungsvorder- und -rückwand aus fugenlos nebeneinandergestellten geschoßhohen Schalungselementen (a) von vorzugsweise C-förmigem Querschnitt aufgestellt werden, worauf die Betoneinschüttung für die Wand erfolgt.
3) Verfahren zur Errichtung von Bauten in Schüttbauweise, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Decken längeneinstellbare Stützstreben (n) längs zwei Parallelseiten der Wandung sowie in einer Mittelreihe dazu als Träger für unterzugsartige Stützschienen (m) aufgestellt und auf diese als Deckenschalung dann gleichartige Stahlleichtprofile (a(sub)2) wie für die Wände verlegt werden.
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