DEP0012375DA - Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von gebrauchten Schmierölen und zur Zerlegung von Schmierölemulsionen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von gebrauchten Schmierölen und zur Zerlegung von SchmierölemulsionenInfo
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Description
BADISOEB AIILI I- & SOD A- FABRIK (I,G»Farbenindustrie Aktiengesellschaft "In Auflösung")
-Unser Zeichens Q. Z. 15 393.
ρ 12 375 IYd/23 c D Ludwigshafen a.Rh.,den 16.Sept.1948.
We/Bo.
Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von gebrauchten Schmierölen und zur Zerlegung von Schmierölemul-
sionen.
Es sind Verfahren und Vorrichtungen bekannt, die eine Reinigung gebrauchter Schmieröle von Wasser und festen Verunreinigungen
aufgrund der verschiedenen spezifischen Gewichte mit Hilfe der Schwerkraft oder von Zentrifugalkräften oder
durch Destillation ermöglichen. Absitzvorrichtungen, die die Schwerkraft benutzen, sind einfach im Aufbau und Betrieb, arbeiten
jedoch nur langsam. Bei den mit Zentrifugalkräften arbeitenden Ölseparatoren geht der Trennungsvorgang bedeutend
schneller vor sich, doch handelt es sich hierbei um schnelllaufende Maschinen, die besonders sorgfältig gebaut sein müssen
und entsprechend teuer sind. Die ebenfalls zur Schmierölreinigung verwendeten Filtervorrichtungen entfernen nur feste
Verunreinigungen. Je nach Art des Filtermediums können selbst geringe Wassermengen das einwandfreie Arbeiten des Filters verhindern.
Führt man die Reinigung durch Destillation durch, so wird hierzu ein erheblicher Wärmeaufwand benötigt, da das gesamte
Schmieröl im Vakuum unter schonendster Behandlung bis auf einen geringen höher siedenden Rest abdestilliert werden muss.
Es wurde nun gefunden, dass man die Reinigung von gebrauchten Schmierölen und die Zerlegung von Schmierölemulsionen
sehr einfach durchführen kann, wenn man unter Zuführung von Wärme das öl oder die Emulsion von nicht emulgiertem Wasser
abtrennt, aus der etwa noch vorhandenen Emulsion von Wasser in öl das Wasser entfernt, indem man iie Emulsion in dünner
Schicht über eine geheizte Oberfläche führt, wobei das Wasser verdampft wird, und schliesslich aus dem so erhaltenen wasserfreien
öl die noch darin enthaltenen festen Verunreinigungen
durch filtration bei erhöhter Temperatur abscheidet«
Die nachstehend beschriebene Vorrichtung ermöglicht eine fortlaufende Durchführung dieses Verfahrens; sie kann ohne besondere
Vorkenntnisse betrieben werden, erfordert wenig 7«artung und ist einfach gebaut. In dieser Vorrichtung werden alle
drei Verfahrensstufen ausgeführt, wodurch sich neben einer Baustoff- und Platzersparnis auch eine Einsparung von Wärme erzielen
lässt«,
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer mit einer Heizvorrichtung, vorzugsweise einer Dampfheizung, versehenen
Kammer, in der das Wasser abgetrennt wird, und einem darunter im gleichen Gehäuse angeordneten beheizten Filter.
Das zu reinigende öl fliesst der Vorrichtung bei 1 zu und gelangt zuerst in den äusseren ringförmigen Saum 2 der Kammer 3,
in der zwei Dampfheizröhre 4 und 5 angeordnet sind. in dem Ringraum 2 gibt das Öl infolge der hier stattfindenden Erwärmung
den grössten Teil des in ihm eathalteaden Wassers frei. Das fasser sinkt nach unten und läuft über einen Wasserverschluss
bei 7 ab. Die Lage der Trennschicht zwischen öl und Wasser wird durch einen einstellbaren Überlauf 8 festgelegt und kann durch
Prüfhähne 9 und 10 kontrolliert werden. Sie ist dann richtig eingestellt, wenn aus dem oberen Hahn öl, aus dem unteren Wasser
austritt» Das teilweise entwässerte Öl fliesst .nun über die Heizrohre 4 und 5 in den inneren fiingraum 11. Hierbei wird das
im öl noch enthaltene Y/asser verdampft, vsobei etwa vorhandene Schmierölemulsionen zerlegt werden. Aus dem inneren fiingraum
fliesst das Öl durch Bohrungen 12 an Umlenkblechen 13 vorbei nach unten in den Mantelraum 14. Hier steigt es an dem Heizmantel
17 vorbei nach oben, wobei die letzten etwa noch vorhandenen Wasserspuren verdampft werden»
Das nunmehr wasserfreie, heisse und daher dünnflüssige Öl gelangt jetzt in den Filtereinsatz 15, wo die festen Verunreinigungen
zurückgehalten werden. Der Filtereinsatz hängt in der beiatzten Filterkammer 16. Das öl bleibt infolge der Erwärmung
dünnflüssig, wodurch eine hohe Filtriergeschwindigkeit erreicht wird. Das gefilterte öl tritt frei von Wasser und festen Ver-
unreinigungen bei 18 aus dem ßeinigungsgerät heraus und kann wieder für den ursprünglichen Zweck verwendet werden. Der filtereinsatz
15 kann aus Drahtgewebe, Stoff, Papier oder sonstigem Filtermaterial oder aus mehreren dieser Stoffe bestehen;
er wird durch eine abnehmbare Andrückvorrichtung 19 auf den Innenraum gepresst*
Bei der Beschickung des Gerätes mit Schmierölemulsion wird diese zerlegt und das gereinigte, wasserfreie Grundöl
einschliesslich des etwa angewandten Smulgators zurückgewonnen} es kann von neuem zur Herstellung von Schmierölemulsionen
verwendet werden»
Der aus dem öl aufsteigende Wasserdampf schlägt sich an der Innenseite des Deckels 20 nieder und sammelt sich in der
Wassertasse 21. Von hier aus läuft das Kondensat dem Wasserabfluss 7 zu. Durch die Wassertasse wird ein gasdichter Verschluss
des Deckels hergestellt.
Das Gerät wird am einfachsten durch Kiederdruckdsmpf beheizt. Dieser tritt zuerst in die Heizringe 4 und 5 ein
und von dort in den Heizmantel 17. Die richtige Einstellung desDampfventils wird durch ein Manometer 22 angezeigt. Das Kondensat
aus dem Heizmantel 17 gelangt über einen Kondenstor oder Kondenswasserableiter 23 in den kondensatsammler 24 und
von dort in das Innenrohr des Wasserverschlusses 6. Hierdurch wird eine ständige Füllung des Wasserverschlusses sichergestellt
und ausserdem die Ausspülung der etwa mit dem Wasser abgeschiedenen grb'beren Verunreinigungen beschleunigt. Man kann
auch dem Wasserverschluss zur Ausspülung von Verunreinigungen und säur Sicherstellung eines ständigen Wasserverschlusses
Wasser unmittelbar zuführen» Das Wasser kann auch zusammen mit dem Sehmutzöl bei 1 zugeführt werden, wodurch eine Ausspülung
des äusseren Singraumes 2 und eine gewisse Waschwirkuag erreicht wird«
Das Gerät ist durch eine Warmeschutzschicht 25 gegen lärmeverluste geschützt-
Da das Gerät fortlaufend arbeitet 9 wird trotz kleiner Abmessungen eine hohe Mengeleistung erreicht. Das Gerät bedarf
nur sehr geringer Wartung und Aufsieht 9 da der Filtereinsatz je nach Verschmutzung des Öles nur in grösseren Abständen oft
erst nach mehreren Wochen «=> gereinigt zu werden braucht. Wenn die Zuflussmenge einmal richtig eingestellt ißt, arbeitet
das Gerät selbsttätig. Wenn die Heizung versagtg wird der Durchgang des Öles durch das Filter so stark verlangsamt 9 dass
das öl im Gerät gestaut wird und durch den Überlauf 26 in den Altölbehälter zurückläuft« Da das Gerät fortlaufend arbeitet,
wird das öl nur für kurze Zeit auf höhere Temperaturen gebracht ι dadurch wird eine nachteilige Beeinflussung vermieden.»
Es empfiehlt sicht für jede ölsorte ein besonderes Gerät zu verwenden*. Wegen seines geringen Platzbedarfs, und seiner Anspruchslosigkeit
in Bezug auf Bedienung und Wartung kann es an den Stellen des grössten Ölverbrauchs bzw.«. Altölanfalls
aufgestellt werden* wodurch UoUe erhebliche Ersparnisse an Transportarbeiten gemacht werden können«,
Claims (1)
- Pat entansp.ruc23.eg1« Verfahren zur Reinigung von gebrauchten Schmierölen und zur Zerlegung von Schmierölemulsionene dadurch gekennzeichnet g dass man unter Zuführung von Wärme das Öl öder die Emulsion von nicht emulgiertem Wasser abtrennte aus der etwa noch vorhandenen Emulsion von Wasser im Öl das Wasser entfernt 9 indem man die Emulsion in dünner Schicht über eine geheizte Oberfläche fuhrt* und aus dem so erhaltenen wasserfreien Öl die festen Verunreinigungen durch Filtration bei erhöhter Temperatur abtrennt 9 wobei das abgetrennte Wasser zusammen mit dem zu reinigenden öl zurückgeführt werden kanne2 β Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1* gekennzeichnet durch eine mit einer Heizvorrichtung (4*5) versehene Kammer (2) zur Abtrennung des Wassers und ein darunter· im gleichen Gehäuse angeordnetes beheiztes Filter (15).5ο Vorrichtung nach Anspruch Z9 dadurch gekennzeichnet» dass die Kammer (E) mit einem Ufas server Schluss (6) versehen istp aus dem das abgetrennte Wasser abgeleitet wird»*-■ 5 —4o Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3» dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) des Gerätes in eine Wassertasse (21) eintaucht , in der sich, das an der Deckelinnenseite niedergeschlagene Wasser sammelte5° Vorrichtung nach Anspruch 2. bis 4? dadurch gekennzeichnet, dass die Wassertasse (21) mit dem lasserverschluss (6) in Verbindung steht.β ο Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5 9 dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät- mit einem Überlauf (?6) versehen ist, durch den das öl bei Störungen selbsttätig austreten kann? ohne das bereits
gewonnene Reinöl zu verunreinigen.»BADISCHS. AKIIIII- & SODA-PABHIEZeichnung
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