DEP0012345DA - Kern für Induktivität - Google Patents
Kern für InduktivitätInfo
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Description
Bei den üblichen Ausführungen von Hochfrequenzspulen wird die Änderung der Induktivität durch Verstellen eines gewöhnlich als Schraubenbolzen ausgeführten Massekerns bewirkt, der entweder in einem feststehenden zweiten Kernteil aus Hochfrequenzeisenmasse oder in dem aus Isolierstoff hergestellten Spulenkörper verschraubt wird. Den beiden Ausführungsformen haften verschiedene Mängel an: So ist insbesondere bei der zuletzt erwähnten Ausführungsform ein zusätzlicher Raum für die Lagerung des Gewindeteils des Kerns notwendig, der die Abmessungen der Spule ziemlich vergrößert und auch die sonstigen Einbaumöglichkeiten beschränkt. Bei der zuerst erwähnten Ausführungsform sind zwar solche besonderen Bauteile nicht erforderlich, dafür ist in diesen Fällen aber die Verwendung von hochpermeablen Kernmassen nur schlecht möglich, weil die Herstellung von Innengewinde aus Kernmassen höherer Permeabilität sehr schwierig ist.
Die Erfindung betrifft, einen mehrteiligen Kern für Induktivitäten und besteht darin, daß in den einander zugekehrten Stirnseiten zweier Teilkerne derartige Aussparungen angeordnet sind, daß beim Verdrehen der Teilkerne gegeneinander die Größe der einander in geringerem Abstand gegenüberliegenden Flächenteile sich ändert. Bei dieser Ausführungsform werden die oben erwähnten Nachteile vermieden und darüber hinaus, insbesondere gegenüber der zuerst erwähnten Form der gebräuchlichen Massekerne, ein wesentlich größerer Änderungsbreich der Induktivität und ein vereinfachtes Herstellungsverfahren möglich, weil die Kernteile völlig symmetrisch ausgeführt werden können.
Die Aussparungen werden in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch hergestellt, daß die zylindrischen Teilkerne mit einem z.B. tangential oder radial über einen Teil der Stirnfläche sich erstreckenden Absatz versehen werden, z.B. durch eine Einfräsung bis nahe an die Mittellinie der Stirnfläche oder durch beim Pressen hergestellte Vertiefungen in der Stirnseite ausmachen. Diese Aussparungen können mit
Isolierstoffen ausgefüllt werden, die eine wesentlich geringere oder größere Permeabilität besitzen als die Kernmasse, sie können aber ebenso gut leer gelassen werden, wenn die übrigen Teile der Stirnseite so ausgebildet sind, daß sie beim Verdrehen der Teilkerne aufeinander gleiten können. Zwischen die beiden Teilkerne lassen sich auch dünne Schichten aus isolierendem Material einlegen, um ein Ineinanderfallen der Kernteile dann zu verhüten, wenn die Aussparungen des einen Teils unter die nicht ausgesparten Flächenstücke des anderen Teil gedreht werden.
Der Gesamtkern kann als einfacher zylindrischer Kern im Innern einer Zylinderspule angeordnet werden, er kann aber ebenso gut als Topfkern der üblichen Ausführungsform mit oder ohne Mittelbohrung ausgebildet sein.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Kerns als Beispiele dargestellt, in Abb. 1 im Aufriss und im Schnitt AA ein zylindrischer Kern im Innern einer Zylinderspule und in Abb. 2 in der Draufsicht und im Schnitt BB ein Topfkern in einem der gebräuchlichen Spulenhalter aus Isolierstoff.
In Abb.1 stellt 1 den Spulenkörper aus Isolierstoff dar, in welchem die Spulenwicklung 2 liegt. 3 und 4 sind die beiden zylindrischen Teilkerne, die bei 5 und 7 jeweils eine Aussparung haben, die sich tangential über einen Teil der Stirnfläche erstreckt. Der Kernteil 3 ist durch nicht dargestellte Mittel (z.B. Klebstoff oder Kitt) gegenüber dem Spulenkörper 1 feststehend ausgeführt. Er kann z.B. auch eine Nase haben, die in einer Nut des Spulenkörpers 1 liegt. Der Kernteil 4 ist mittels eines Schlüssels, der in zwei Vertiefungen 6 in die freie Stirnseite des Kernteils eingreift, gegenüber dem Kernteil 3 und der Spule verdrehbar ausgeführt. Duch Verdrehen des Kernteils 4 verschieben sich die Aussparungen 5 und 7 derart gegeneinander, daß die unmittelbar aneinander liegenden Flächenstücke der Stirnseiten der Kernteile 3 und 4 immer kleiner werden. Nach einer Verdrehung um 180° nimmt die Aussparung 7 die gestrichtelt gezeichnete Lage ein, d.h. die beiden Kernhälften 3 und 4 berühren sich nur noch längs einer sehr schmalen Zone in der Umgebung eines Durchmessers des Kerns. In dieser Stellung ist die Induktivität am kleinsten. Die Induktivitätsänderung verläuft mit großer Annäherung linear über den gesamten Verstellbereich, der ungefähr 20 - 30 % der Gesamtinduktivität des Kerns beträgt. Nach dem Abgleich auf den gewünschten Wert wird auch der Kernteil 4 z.B. durch Kitt oder Klebstoff im Spulenkörper 1 festgelegt.
In Abb. 2 bedeutet 11 einen von einer Abschirmhülle 20 umgebenen Spulenhalter, in dem der aus zwei Kernhälften 13 und 14 bestehende Topfkern angeordnet ist. Die Spulenwicklung ist im Spalt 12 des Topfkerns auf eine nicht gezeichneten Wicklungsträger aus Isolierstoff zu denken. Die beiden Kernteile 13 und 14 haben wiederum zwei Aussparungen 15 und 16 und durch Verdrehen des Kernteils 14 läßt
sich in der gleichen Weise wie bei der in Abb.1 dargestellten Anordnung die Induktivität der Spule verändern. Um ein Hinausfallen des Kernteils 14 aus dem Spulengehäuse 11 zu verhindern, d.h. also einen Einbau der Spule in beliebiger Lage zu ermöglichen, ist ein federnder Deckel 21 (der Teil der Abschirmung sein kann) vorgesehen, der in Vertiefungen des Gehäuses 11 einschnappt und den Kernteil 14 an den Kernteil 15 andrückt. Er hat zwei halbkreisförmige Schlitze 18 und 19, die einerseits die Federwirkung des Deckels verbessern, andererseits die Einführung des Verstellschlüssels für den beweglichen Kernteil 14 ermöglichen. Zur Verdrehung dieses Teils 14 sind wieder zwei Vertiefungen 17 vorgesehen, die unter den Schlitzen 13 und 19 des Deckels 21 liegen. Die gleichen Vertiefungen weist der Kerteil 15 auf, wo sie zur Festlegung dieses Kernteils gegenüber einem Gehäuse 11 benutzt werden, das zu diesem Zweck zwei in diese Vertiefungen eingreifende Zapfen 22 und 23 besitzt.
Claims (4)
1. Mehrteiliger Kern für Induktivitäten, dadurch gekennzeichnet, daß in den einander zugekehrten Stirnseiten zweier Teilkerne derartige Aussparungen angeordnet sind, daß beim Verdrehen der Teilkerne gegeneinander die Größe der einander im geringerem Abstand gegenüberliegenden Flächenteile ändert.
2. Kern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Aussparung ein tangential über einen Teil der Stirnfläche sich erstreckender Absatz vorgesehen ist.
3. Kern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Aussparung ein radial über einen Teil der Stirnfläche sich erstreckender Absatz vorgesehen ist.
4. Kern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen mit Stoffen ausgefüllt sind, die eine andere Permeabilität besitzen als die Kernmasse.
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