DEP0010332DA - Schrämverfahren und -vorrichtung zur Kohlegewinnung - Google Patents
Schrämverfahren und -vorrichtung zur KohlegewinnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kohlegewinnung mit Hilfe von Schrämmaschinen,das sich durch geringe Förderarbeit beim Hereingewinnen, einfache Schrämarbeit und einen geringen Aufwand an Mitteln auszeichnet. Es ist ganz besonderes da von Vorteil, wo ein harter Sohlpacken auftritt, der es verhindert, dass man die Kohle mit einem Kohlenhobel hereingewinnen kann.
Erfindungsgemäss wird so verfahren, dass zunächst ein Schrämschlitz etwa in Höhe des Strebförderers angesetzt wird und dann der oberhalb desselben anfallende Hauptanteil der Kohle in den Förderer gebracht wird, wobei keinerlei Hubarbeit geleistet zu werden braucht, während der restliche Sohlpacken durch einen Räumer gelöst und auf den Förderer geladen wird. Die Vorgabe des Räumers beträgt dabei nur einen Bruchteil de Schrämtiefe. Der Sohlpacken wird daher in mehreren Hüben bzw. Fahrten von dem Räumer gewonnen, angehoben und in den Strebförderer gedrückt.
Während also die Schrämmaschine eine grössere Arbeitstiefe, z.B. von etwa einem Meter aufweist, wird der Sohlpacken mit zwei Vorgaben von etwa einem halben Meter hereingewonnen. Daraus ergibt sich eine leistungs- und zeitsparende Arbeitsweise, weil die Schrämmaschine mit verhältnismässig geringem Widerstand arbeitet und der Hauptanteil der Kohle leicht in den Strebförderer gebracht werden kann, während der schwerer zu lösende und mit Hubarbeit in den Förderer zu bringende Sohlpacken ohne all zu grossen Widerstand gelöst werden kann, da er nur noch verhältnismässig geringen Querschnitt aufweist und seine Gewinnung nicht durch den Verband mit der über im anstehenden Kohle erschwert wird, zumal wenn die Vorgabe des Räumers nur die Hälfte der Schrämtiefe beträgt.
Wegen des verhältnismässig geringen Widerstandes kann der Räumer gegebenenfalls von dem Strebförderer gezogen werden, so dass ein Haspel für den Räumer in geeigneten Fällen gänzlich erspart werden kann. Die Leerfahrt des Räumers kann immer mit Hilfe des Strebförderers geschehen, wodurch der Haspelbetrieb vereinfacht wird. Gegebenenfalls kann der Räumer einfach auf den Förderer geladen werden.
In der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In dieser stellt
Abb. 1 eine Ansicht des Räumers dar,
Abb. 2 eine Draufsicht, während
Abb. 3 eine schematische Draufsicht eines Strebteils darstellt.
Im Flöz 1 ist mit Hilfe einer Schrämmaschine, z.B. einer Kettenschrämmaschine, ein Schrämschlitz in der Tiefe des Masses a eingebracht worden. Der Schrämschlitz liegt in Höhe des Strebförderers, dessen Bauart so niedrig wie möglich gehalten wird, so dass also der oberhalb des Schrämschlitzes anfallende Hauptanteil des Flözes hereingewonnen werden kann. Dies geschieht z.B. von Hand. Nachdem die Schrämmaschine einmal durch das Streb gelaufen ist, wird der Räumer 1 eingesetzt, der an der Vorderseite mit schräggestellten Messern 2 und 3 versehen ist, an die sich die Schrägflächen 4, 5 und 6 anschliessen, mit welchen die aus dem Sohlpacken 7 gelöste Kohle aufwärts und zur Seite in den Förderer 8 geleitet wird. Der Rahmen 9 des Räumers hat einen Fortsatz 10, der mit einer Schlittenkufe 11 o.dgl. auf dem Sohlpacken geführt ist und an der dem Flöz zugewendeten Seite des Räumers liegt. Auf diese Weise wird der Kraftangriff dahin verlegt, wo der grösste Widerstand auftritt und die Führung am Stebförderer 8 wird entlastet. Die Vorgabe b des Räumers beträgt nur einen Bruchteil der Schrämtiefe, so dass der Räumer wiederholt anzusetzen ist, um den Sohlpacken 7 zu gewinnen. Das Zugseil 12 für den Räumer kann dabei entweder zu einem Haspel in der Strecke geführt werden, es kann aber auch über die Umlenkrollen 13 und 14 zu einem Punkt des Förderers 8 geführt und dort angeschlagen werden, so dass der in der Pfeilrichtung c laufende Förderer den Räumer im Gegenlauf mitnimmt.
Der Räumer kann verhältnismässig niedrig und einfach gehalten sein, da er nur für den Sohlpacken bestimmt ist und weder grössere Kohlenmengen zu bewältigen, noch grossen Widerstand zu überwinden hat. Entsprechend ist er auch leichter zu handhaben und zur Arbeitsstelle zu bringen bzw. von ihr abzubefördern.
Das Gleiche gilt von dem Haspel, sofern dieser überhaupt noch erforderlich ist.
Claims (7)
1.) Verfahren zur Kohlegewinnung mit Hilfe von Schrämvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schrämschlitz etwa in Höhe des Strebförders angesetzt und der oberhalb desselben anfallende Hauptanteil der Kohle in den Förderer gebracht wird, während der restliche Sohlpacken durch einen Räumer gelöst und auf den Förderer geleitet wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgabe des Räumers nur einen Bruchteil der Schrämtiefe beträgt und der Sohlpacken in mehreren Arbeitsgängen von dem Räumer gewonnen wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Räumer vom Strebförderer gezogen wird, und zwar vorzugsweise beim Arbeitsgang im Gegenlauf.
4.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Räumer bei der Leerfahrt auf den Förderer gesetzt wird.
5.) Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Räumer (1), welcher den Sohlpacken (7) löst und auf die Höhe des Strebförderers (8) bringt.
6.) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugorgan (12) an der dem Kohlenstoss zugewendeten Seite des Räumers (1) angreift.
7.) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Räumer (1) auf dem Sohlpacken (7) durch Gleitflächen (11) geführt ist.
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