DEP0010286DA - Ziegelmauer, insbesondere als Außenmauer für Gebäude. - Google Patents
Ziegelmauer, insbesondere als Außenmauer für Gebäude.Info
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Description
Bei den jetzt im Hausbau angewendeten Ziegelmauern sind die einzelnen Ziegel allseits durch Mörtel verbunden. Den Ziegelmaßen entsprechend ergeben sich Mauerstärken von 12, 25, 38, 51, 64 cm u.s.w. Um die Außenmauern eines Wohnhauses genügend wärmehaltend zu machen, muß man diese wesentlich stärker ausführen als es vom Standpunkt der Festigkeit des Gebäudes nötig wäre.
Zweck der Erfindung ist es daher, eine Mauer zu schaffen, deren Herstellung bequem und zeitsparend ist, deren Wärmedämmung sehr verstärkt wird und deren Herstellung infolge Verringerung von Material- und Arbeitsbedarf wesentlich billiger kommt.
Gemäß der Erfindung soll dies dadurch erreicht werden, daß die Mauer aus zwei oder mehreren Zeilen in jeder Schichte besteht, wobei die Ziegelzeilen durch Dammfugen voneinander getrennt sind und die Ziegelbreite derart bemessen ist, daß die Mauerstärke einschließlich Innen- und Außenputz dem dekatischen System entspricht. Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen.
In der Zeichnung sind dargestellt:
Die Mauerstärken, die ein Vielfaches von 10 darstellen, sind 10, 20, 30, 40, 50, 60 cm u.s.w. Die Bildung derselben ist aus den Fig. 3 bis 12 ersichtlich. Die 10 und 20 cm starken Mauern dienen nur als Innenmauern, während sich die mit Dammfugen ausgestatteten Mauern von 30 cm Stärke aufwärts infolge ihrer sehr großen Wärmedämmung in erster Linie für Außenmauern eignen.
Der große Vorteil dieser nach dem dekatischen System festgelegten Mauerstärken liegt in der leichten Addierbarkeit derselben. Dies erleichtert die Arbeit und spart Zeit. Die Arbeitserleichterung kann noch dadurch gesteigert werden, daß die lichten Maße der einzelnen Räume des Hauses ebenfalls ein Vielfaches von 10 betragen.
Die Dämmfuge. Bei Betrachtung der durch die Fig. 5, 9 u. 10 dargestellten 30 cm starken Mauer sieht man, daß jede Schicht aus einer Reihe ganzer und eine Reihe halber Ziegel besteht. Zwischen diesen beiden Ziegelzeilen verbleibt die mörtelfreie Dämmfuge. Stärkere Mauern, deren Schichten aus 3 oder mehr Ziegelzeilen bestehen, haben mehr Dämmfugen in jeder Schicht. Zweck der Dämmfuge ist vollständige Trennung der Ziegelzeilen durch Luft in jeder Schichte auf deren ganze Höhe. Kälte und Nässe finden beim Durchdringen der Mauer den Weg an jeder Stelle durch eine Dämmfuge unterbrochen.
Es hat sich gezeigt, daß eine Dämmfuge von etwa 2 cm Breite am wirkungsvollsten ist. Um senkrechte Luft-
strömungen zwischen den einzelnen Dämmfugen zu verhindern, werden deren untere Begrenzungsflächen, welche von den Lochseiten der Ziegel gebildet werden, mit einem in Fig. 13 abgebildeten Streicheisen durch Mörtel abgedichtet. Vor dem Überdecken der Dämmfuge mit der nächsten Schichte wird der während der Arbeit hinein gefallene Mörtel mit demselben Eisen entfernt. So wird die Dämmfuge, die im Prinzip nichts völlig Neues ist, aber noch fast keine Anwendung gefunden hat, durch richtige Bemessung und Ausführung zu voller Wirkung gebracht.
Der Mauerverband ist, erläutert an der 30 cm starken Mauer, dargestellt in Fig. 5 bis 10. Das Übergreifen der Ziegel in Richtung senkrecht zur Wandfläche ist aus den Vertikalschnitten ersichtlich. Beim Mauern ist nur darauf zu achten, daß die Ziegel auch in der Längsrichtung der Wand entsprechend übergreifen. Der Ziegel wird bei der Herstellung der einzelnen Ziegelzeilen der Mauerwerksschichten nur in der Längsrichtung vermauert. Hierbei benötigt man zum Schließen der einzelnen Ziegelzeilen verschieden lange Ziegelstücke. Die hierzu erforderliche große Teilbarkeit des Ziegels senkrecht zur Längsrichtung wird durch Anordnung vieler Lochreihen in dieser Richtung ermöglicht.
Die Ausbildung der Mauerecken, der Fenster- und Türenschläge, das Einbinden von Innenmauern in die Außenmauern ist in Fig. 9 und 10 dargestellt.
Die Gestaltung des Ziegels nach der Erfindung zeigen Fig. 1 und 2. Man unterscheidet ganze, 16/25/10.5 cm große und halbe, 8/25/10.5 cm große Ziegel. Die Breiten von 16 und 8 cm gestatten die Herstellung von Mauern mit Stärken, die ein Vielfaches von 10 darstellen, und von Dämmfugen, die so breit sind, daß größtmögliche Wärmedämmung und die Möglichkeit, sie mörtelfrei zu halten, erreicht wird, wobei noch ein genügendes Übergreifen der Ziegel in Richtung senkrecht zur Mauer vorgesehen ist.
Die Anordnung vieler, kleiner Löcher in Reihen senkrecht zur Längsseite des Ziegels bewirkt die große Teilbarkeit desselben in der Längsrichtung.
Die in der Mitte in Richtung der Längsachse des Ziegels angeordnete Schlitzreihe ermöglicht im Verein mit den an den beiden Schmalseiten angebrachten Trennuten ein leichtes Halbieren der Ziegel während der Erzeugung durch einen vor das Pressenmundstück gespannten Draht. Es werden also ganze und halbe Ziegel mit demselben Mundstück erzeugt, was die Herstellung wesentlich erleichtert.
An den beiden Längsseiten des ganzen Ziegels ist je eine Griff- und Putzhaftnut vorgesehen. Sie verschmälert den Ziegel so weit, daß er mit der Hand leicht ergriffen werden kann. Infolge ihrer schwalbenschwanzförmigen Erweiterung nach innen hält sie den Putz fest.
Es können auch Bausteine aus irgendwelchen anderen Materialien, wenn sie sich nur zur Herstellung von Vollziegeln eignen, und in den Maßen und der äußeren Form den eben beschriebenen Ziegeln gleichen, verwendet werden, um Mauern mit Dämmfugen und im dekatischen System abgestuften Mauerstärken herzustellen.
Die Anwendung von Mauerstärken im dekatischen System gewährleistet rasche und sichere Arbeit.
Die richtige Wahl der Dämmfugenbreite von mindestens 2 cm macht auch die sachgemäße Ausführung der Fuge, die im wesentlichen in ihrer Abdichtung und Entmörtelung besteht, erst möglich. Beide Umstände sind die Ursache der außergewöhnlich großen Wärmedämmung, die die Mauer nach der Erfindung besitzt und in weiterer Folge die Ursache der großen Ersparnisse an Ziegeln, Mörtel, Arbeitszeit und Baukosten.
Claims (8)
1.) Ziegelmauer, insbesondere als Außenmauer von Gebäuden, dadurch gekennzeichnet, daß die Mauer aus zwei oder mehreren Zeilen in jeder Schichte besteht, wobei die Ziegelzeilen durch Dämmfugen voneinander getrennt sind und die Ziegelbreite derart bemessen ist, daß die Mauerstärke einschließlich Innen- und Außenputz dem dekatischen System entspricht.
2.) Ziegelmauer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämmfuge zwischen den Ziegelzeilen eine Breite von etwa 2 cm besitzt.
3.) Ziegel für Mauer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als Viellochziegel ausgebildet ist und eine Breite von 16 cm besitzt.
4.) Ziegel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher durchgehend ausgebildet und in mehreren Quer- und Längsreihen angeordnet sind.
5.) Verfahren zur Herstellung einer Mauer nach Anspruch 1 mit Lochziegeln, dadurch gekennzeichnet, daß die im Bereich der Dammfuge liegenden senkrechten Löcher der Ziegel mittels Mörtel verschlossen werden.
6.) Ziegel nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden gegenüberliegenden Längsseiten schwalbenschwanzförmige Nuten angeordnet sind.
7.) Verfahren zur Herstellung von Ziegeln für die Mauer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Formling in der Ziegelpresse eine Reihe schmale in der Längsachse angeordnete Schlitze und an den Stirnseiten des Ziegels je eine entsprechend den Schlitzen verlaufende Trennkerbe erhält und beim Heraustreten aus der Presse durch einen am Ziegelmundstück vorgesehenen gespannten Draht in zwei Längshälften geteilt wird.
8. Ziegelmauer, insbesondere als Innenmauer von Gebäuden, unter Verwendung der Ziegel nach Anspruch 3, 4, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mit halben bzw. ganzen Ziegeln hergestellten Mauern einschließlich doppelseitigen Putzes eine Stärke von 10 bzw. 20 cm aufweisen.
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