DEP0009969MA - - Google Patents

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DEP0009969MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Juni 1953 Bekanntgemacht am 15. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Einstellen und Begrenzen der Stichbreite an Zickzacknähmasch'inen.
Unter denjenigen Arbeiten, die man auf Zickzacknähmaschinen mit Hilfe von bekannten Vorrichtungen zum Einstellen der Stichbreiten ausführen kann, stellt das Nähen von Knopflöchern die besondere Aufgabe, daß abwechselnd eine Raupe und ein Überstich von doppelter Breite der Raupe erzeugt werden müssen.
Man kennt bereits Einrichtungen, die außer dem Einstellen beliebiger Stichbreiten auch das Einstellen bestimmter Stichbreiten ermöglichen und es ferner gestatten, zwischen beiden Arten zu wechseln, um den Anforderungen beim Knopflochnähen gerecht zu werden. Ein Auslösen der Arretiervorrichtung am Einstellhebel für die Stichbreite oder das Verschwenken der Einstellspindel, welche die Anschläge für den Einstellhebel trägt, erlauben jeweils das Überfahren der eingestellten Begrenzungen.
Eine andere bekannte Einrichtung sieht neben dem Schaltschlitz für beliebige Stichbreiten einen zweiten Schlitz mit Anschlägen vor, an welchem auswechselbare Anschlagflächen des Stellhebels zur Anlage kommen. Bei einer vorbekannten Einrichtung beeinflussen sich der Stichbreiten-Stellhebel und zwei Hebel für die Anschläge wechselseitig
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derail, (Ι.ίΙ.Ί zur Verstellung immer nur ein Hebel bewegt zu werden braucht.
Alle bekaunlr:i Einrichtungen dieser Art besitzen ml weder kasten oder Anschlagelemente und damit ft nur Einstellmöglichkciten, die zahlenmäßig begrenz! sind, oder aber die Einstellung erfolgt mit llilfe einer Skala. Heim Wechseln der Stichbreitc muß man sich dann nicht nur den Einstellwert merken, sondern jedesmal den Zeiger genau auf die
ίο Skalcnsl riebe ausrichten.
Demgegenüber geht die Erfindung von einer Einrichtung zum Einstellen und Begrenzen von Stichbrciteii an Zickzacknähmaschine!! aus, bei denen der Nadelstangcnausschlag durch einen Exzenter über einen (iabelhebel bewirkt und letzterer in einer dreh und schwenkbaren Kulissenführung gelagert ist, und besteht im wesentlichen darin, daß eine gleichzeitige Änderung der Größt- und Kleinstwerte der Stichbreite unter Beibehaltung eines festen gegenseitigen (!röf.lenverhältiiisses ohne Bindung an bestimmte Schaltabstände mit Hilfe eines ein- und ausiüekbaren Anschlagträgers erfolgt, der durch die Veränderung seiner Lage gegenüber einem mit dem Verstellgetriebe für die Stichbreite
aft verbundenen Anschlagelement dessen Anschlagweiten in zwei Richtungen begrenzt.
Dadurch wird die Möglichkeit geschahen, nicht nur beliebige Stichbreiten, sondern auch die einander in einem bestimmten Größenverhältnis zügeordneten Raupen und Oberstichbreiten für das Knopflochiiähen ohne das Einhalten bestimmter Sclialtabsläude von der kleinsten bis zur größten Stichbreite einzustellen ; dabei genügt die Wahl eines Wertes, ■/.. W. der Raupenbreite. Der zweite, ■/.. B.
(\vr Überstieh, wird dann selbsttätig begrenzt. Ein !»•sonderer Vorteil ergibt sich nach dem Umschalten auf (ieradstich zum Vernähen des Knopfloches aus dem ohne weitere Einstellung wieder einsclialtbaren Stielibreitenverhältnis des ersten ge-
Ί" nähten Knopfloches. Selbstverständlich !«innen diese Kiustcllmögliehkeiten auch zur Erzeugung von fortlaufenden Zierstichmustern angewendet werden. Bei allen Arbeiten gewährleistet die neue Einrichtung ein unbedingt genau eingehaltenes, beliebig oft wiederholbares Stielibreitenverhältnis und damit eine (ileichmäl.ligkeit der Arbeit, die bei jeweiligem Neiicinstelleu der Stichbreite nach einer Skala, ohne Beschränkung auf eine verhältnismäßig kleine Zahl von Möglichkeiten bei Verwendung von Rasten
S« und auswechselbaren Anschlagflächen, nicht zu erreichen ist.
I >ie erfindiingsgemäße Einrichtung kann im einzelnen aus einem schwenkbaren und in Richtung der Schwenkachse verstellbaren Begrenzungsbügel als Aiisclilagträger und einem Stellstück bestehen. DtM' Begrenzungsbüge! ist zweckmäßig mit zwei Ansehlagbalinen verseilen, die in eingeschwenkter Stellung die Bewegungen eines Anschlaghebels des genannten Stellstückes begrenzen. Die Abstände der
fi» Ansehlagbahnen und die Anlagepunkte des Anselllaghebels werden am besten so gewählt, daß durch die Verstellung des Begrenzungsbügels die Ausschläge des Anschlaghebels und damit die Stichbreiten geändert werden und gleichzeitig das Größenverhältnis der Stichbreiten erhalten bleibt.
Zur Erzielung der gleichen Wirkung der Einrichtung bei Verlegung der Nullinie der Naht nach links oder rechts kann das'Stellstück auf der Achse des Zickzaek-Stichsteller-Lagerhebcls drehbeweglich angeordnet werden. Die Verstellung des Begrenzungsbügels wird durch Verdrehen einer Büchse vorgenommen, in der seine Schwenkachse aufgenommen ist. Die Büchse ist mit Außengewinde und ein Lagerauge im Innern des Maschinenarmes mit entsprechendem Innengewinde verschen. Zur Begrenzung der Verstellung hat der ßegrcnzungsbügel zwei Anschlagnasen, die parallel zur Schwenkachse verlaufen und gegeneinander gerichtet sind. Da bei der Einrichtung weder ein Überfahren der eingestellten Stichbreiten möglich noch ein Wiederaufsuchen einer bestimmten Zcigerstellung nötig ist, besitzt das Stellstück einen Verstellhebel zur Verbindung mit einer vorteilhafterweise vorzusehenden Kuichebelbetätigung in bekannter Ausführung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Eig. ι einen Ausschnitt aus dem Mascliinenami mit der Vorderansicht der eingebauten Einrichtung, unter Weglassung der Vorderseiten von Arm und Deckel sowie der Kulissenverstellung und der Gabelstange,
Eig. 2 die Draufsicht auf einen Ausschnitt aus dem Maschinenarm ohne Deckel mit eingebauter Einrichtung,
l7ig. 3 einen Schnitt durch den Maschinenarm in Blickrichtung gegen das Handrad,
Fig. 4 das Begrenzungsstück in schaubtldlicher Darstellung,
Fig. 5 eincTeildarstellung der Fig. 3 in größerem Maßstab, im Schaubild.
In dem Maschinenarm 1 ist die Armwelle 2 gelagert, die über das Kegelradpaar 3, 4 und den Nocken 5 den Gabelhebel 6 bewegt. Mittels des Gleitsteines 7 ist der Gashebel 6 in der Kulisse 8 drehbeweglich gelagert, die ein Teil des Bolzens 9 ist. Dieser trägt an seinem Gegenendc den Stichbreiten-Einstellgriff 10 und wird von dem Zickzack-Stichsteller-Lagerhebel 11 aufgenommen, der um die Achse 12 schwenkbar ist. im
In einem mit Gewinde versehenen Lagerauge 13 ist eine Büchse 14 mit Außengewinde verstellbar aufgenommen. Ein Begrenzungsbügel 15 besitzt eine Schwenkachse 16 in Gestalt einer Bundschraube, die in der Büchse 14 gelagert ist. Eine gerändelte Einstellscheibe 17 liegt auf dem Lagerauge 13 und besitzt in ihrer Bohrung einen Vorsprung 18, der in eine Nut 19 der Büchse 14 hineinragt. Eine Feder 20 ist mittels einer Mutter 21 und der Feststellschraube 22 der Achse 12 am Mascliinenarm 1 befestigt und drückt mit ihrem vorderen, gabelförmigen Ende auf die Einstellscheibe 17. Der Begrenzungsbügel 15 ist mit zwei Anschlagbahnen 23, 24 und zwei Anschlagnasen 25, 26 versehen. Ein federnder Schwenkhebel 27 ist beweglieh an dem Begrenzungsbügel 15 befestigt und
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kann wechselweise in zwei Aussparungen 28, 29 des Maschinenarmes 1 einrasten. Auf der Achse 12 ist ein Stellstück 30 gelagert. Es trägt einen Anschlaghebel 31, an dem ein Anlagepunkt 32 für die Anschlagbahn 23 und ein Anlagepunkt 33 für die Anschlagbahn 24 ausgebildet ist. Ein Stellhebel 34 des Stellstückes 30 ist über einen angelenkten Übertragungshebel 35 mit einem Stift 36 in dem Einstellknopf 10 verbunden. Zum Anschluß eines Verbindungselementes 38 an eine Einrichtung zur Betätigung des Kniehebels dient ein Hebel 37.
Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende: Der Einstellgriff 10 für die Stichbreite hat bei seinem weitesten AusscWag im Uhrzeigersinn seine Nullstellung (Geradstich). Der Anschlaghebel 31 steht dabei in seiner höchsten Stellung. Ist nun das Begrenzungsstück 15 durch Einrasten des'Schwenkhebels 27 in der Aussparung 28 ausgeschwenkt, so ragt nur die Anschlagbahn 24 in den Bewegungsbereich des Anschlaghebels 31. Befindet sich dabei der Begrenzungsbügel 15 in seiner tiefsten Stellung, dann ist der ganze Einstellbereich des Griffes 10 freigegeben bis zur größten Stichbreite bei seinem weitesten Ausschlag entgegen dem Uhrzeigersinn und der gleichzeitig tiefsten Stellung des Anschlaghebels 31.
Das Höherstellen des Begrenzungsstückes 15 mittels der Einstellscheibe 17 bewirkt über die Anschlagbahn 24 und den Anlagepunkt 33 die Verstellung des Anschlaghebels 31 und schließlich des Griffes 10, und damit der Stichbreite, bis dieser in seiner Nullstellung angelangt und arretiert ist.
Die Einrichtung wirkt also bei ausgeschwenktem Begrenzungsbügel 15 als Anschlag für eine beliebige Stichbreite zwischen dem Größt- und Kleinstwert oder als Sicherung des Geradstiches.
Ist der Begrenzungsbügel 15 durch Einrasten des Schwenkhebels 27 in der Aussparung 29 eingeschwenkt, so begrenzen seine beiden Anschlagbahnen 23 und 24 den Drehbereich des Anschlaghebel's3i, wobei die Ansc'hlagbahn 23 die kleinere und die Anschlagbahn 24 die größere Stichbreite bestimmt. Die Größe der in festem Verhältnis zueinander stehenden Stichbreiten ist auch in dieser Schwenklage des Begrenzungsbügels 15 durch seine VersteMung mittels der Einstellscheibe 17 wählbar. Es ist also zum Knopflochnähen beispielsweise nur die gewünschte Raupenbreite einzustellen, um am Ende der Raupe durch einfaches Drehen des Griffes 10 entgegen dem Uhrzeigersinn bis zum Anschlag sofort die richtige Überstichbreite und nach dem Überstich durch Zurückdrehen des Griffes 10 bis zum Anschlag in dieser Richtung wieder genau die ursprüngliche Raupenbreite zu haben.
Sobald auch die zweite Raupe und der zweite Überstich hergestellt sind, so werden für die Vernähstiche, als Geradstiche, der Schwenkhebel 27 in die Aussparung 28 und der damit einseitig freigegebene Griff 10 in seine Nullstellung gebracht. Die Stellung der Einstellscheibe^ bleibt 'Unverändert, und damit sind für jedes weitere Knopfloch die genau gleichen Raupen- und Überstichbreiten durch einfaches Umlegen des Schwenkhebels 27 einstellbar.
Die Anwendbarkeit des Erfindungsgegenstandes ist nicht auf Haushaltmaschinen beschränkt, und das Größenverhältnis der Stichbreiten kann für jede Einrichtung beliebig gewählt werden.

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Einrichtung zum Einstellen und Begrenzen von Stichbreiten an Zickzacknähmasc'hinen, bei denen der Nadelstangenausschlag durch einen Exzenter über einen Gabelhebel bewirkt wird und der Gabelhebel in einer dreh- und schwenkbaren Kulissenführung [gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine gleichzeitige Änderung der Größt- und Kleinstwerte der Stichbreite unter Beibehaltung eines festen gegenseitigen Größenverhältnisses ohne Bindung an bestimmte Schaltabstände mit Hilfe eines ein- und ausrückbaren Anschlagträgers erfolgt, der durch die Veränderung seiner Lage gegenüber einem mit dem Verstellgetriebe für die Stichbreite verbundenen Anschlagelement dessen Ausschlagweiten in zwei Richtungen begrenzt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen schwenkbaren und in Riehtung der Schwenkachse verstellbaren Begrenzungsbügel (15) als Anschlagträger mit zwei Anschlagbahnen (23 und 24) und ein mit dem Stichbreiteneinstellgriff (10) der Maschine drehbeweglich verbundenes Stellstück (30) mit einem Anschlaghebel (31), dessen Anlagepunkte (32, 33) an den Anschlagbahnen (23 und 24) wechselseitig anlegbar sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung des Stell-Stückes (30) auf der Achse (12) des Zickzack-Stichsteller-Lagerhebels (11) der Maschine.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (16) des Begrenzungsbügels (15) in einer mit Außengewinde versehenen Büchse (14) aufgenommen ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Begrenzungsbügel (15) mit zwei parallel zur Schwenkachse no (16) verlaufenden gegeneinander gerichteten Anschlagnasen (25 und 26) versehen ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 5, gekennzeichnet durch einen an dem Stellstück (30) angebrachten Stellhebel (37) zur Verbindung mit einer Kniehebelbetätigungseinrichtung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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