DEP0009107DA - Verfahren zur Herstellung von Lackdrähten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von LackdrähtenInfo
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Description
Bei der Herstellung von Lackdrähten ist es bisher auch bei sorgfältigstem Arbeiten nicht gelungen, völlig fehlerfreie Fabrikate zu erzielen. Im Gegenteil treten stets Fehlerstellen in den Lackdrähten auf, die eine Durchschlagsfestigkeit von weniger als 1/10 bis 1/100 der normalen besitzen. Diese Fehlerstellen sind zu einem grossen Teil auf oberflächliche Verunreinigungen des Blankdrahtes zurückzuführen. Es ist daher üblich, den Draht vor dem Einlaufen in das Lackbad zu reinigen. Hierzu dienen meist Filze, über die der Draht geleitet wird und die Aufgabe haben, anhaftende Staubteile und Metallflitter abzustreifen. Zur Entfernung der von der Herstellung des Drahtes her auf der Drahtoberfläche haftenden Ziehmittelreste wird auch häufig mit einer solchen mechanischen Reinigung ein Abspülen mit einem geeigneten Lösungsmittel verbunden. Alle diese Massnahmen sind jedoch nicht geeignet, das gewünschte Ziel, nämlich einen fehlerfreien Lackdraht zu ergeben und Liefervorschriften und Normen für Lackdrähte lassen deshalb eine bestimmte Anzahl von solchen als unvermeidlich angesehenen Fehlerstellen je Längeneinheit zu.
Die Erfindung, der die Aufgabe zu Grunde liegt, das Verfahren zur Herstellung von Lackdrähten so weit zu verbessern, dass praktisch fehlerfreie Lackdrähte erhalten werden, d.h. solche, bei denen auf Längen von 10-100 m keine Fehlerstellen auftreten, geht von der Erkenntnis aus, dass eine Reinigung des Drahtes erst unmittelbar vor seiner Verwendung keinen durchgreifenden Erfolg haben kann, da die dem Draht anhaftenden Reste des Ziehmittels und die darin angeklebten Verunreinigungen bereits durch Antrocknen so fest haften, dass ein Entfernen mittels Abstreiffilzen und Lösungsmittelbädern nicht mehr restlos gelingt.
Gemäss der Erfindung wird daher der zur Anfertigung von Lackdrähten bestimmte Draht bereits bei seiner Herstellung nach der letzten Ziehstufe, d.h. also in einem Zeitpunkt, wenn das Ziehmittel noch frisch ist und nicht fest haftet, von oberflächlichen Verunreinigungen gereinigt. Es empfiehlt sich, durch geeignete Massnahmen, wie beispielsweise Einhüllen des gereinigten Drahtes in Papier, dafür zu sorgen, dass ein nachträgliches Verschmutzen und Bestauben bis zum Einsetzen des Drahtes in den Lackdrahtofen nach Möglichkeit verhindert wird. Unabhängig davon kann aber die bisher übliche Reinigung des Drahtes vor dem Einlaufen in den Lackdrahtofen zusätzlich beibehalten werden, um Verunreinigungen, die in der Zwischenzeit wieder auf den Draht gelangt sein können, zu beseitigen.
Die gemäss Erfindung unmittelbar nach der letzten Ziehstufe bei der Herstellung des Drahtes anzuwendende Reinigung erfolgt vorzugsweise unter Verwendung von Wasser und gegebenenfalls organischen flüchtigen Lösungsmitteln durch Abspülen. Sie kann zweckmässig durch gleichzeitige Anwendung mechanischer Scheuerung und Abspülen mit flüssigen Reinigungsmitteln unterstützt werden.
Unter Umständen kann es vorteilhaft sein, die erfindungsgemässe Reinigung des Drahtes nicht unmittelbar an die Endstufe der Ziehmaschine anzuschliessen, da diese mit hoher Geschwindigkeit arbeitet, während es für die Drahtreinigung wünschenswert ist, niedrige Geschwindigkeiten anzuwenden. Es ist daher unter Umständen vorzuziehen, den Draht nach dem Ziehen in gewohnter Weise zunächst abzuspulen und erst den aufgespulten Draht in eine geeignete Reinigungsvorrichtung einzusetzen. Im Sinne der Erfindung muss das Reinigen aber möglichst unverzüglich nach der Beendigung des Ziehprozesses erfolgen. Um jedoch mit Sicherheit ein Antrocknen des Ziehmittels zu vermeiden, kann es sich empfehlen, die aufgewickelten Drahtspulen beim Aussetzen aus der Drahtziehmaschine sofort in ein Flüssigkeitsbad, wofür im allgemeinen Wasser genügen wird, einzusetzen. Zur Reinigung kann die Spule, insbesondere wenn dies mit geringer Abzugsgeschwindigkeit erfolgt, in dem Flüssigkeitsbad verbleiben und der Draht aus diesem in die Reinigungsvorrichtung hinein abgezogen werden.
Neben der Verunreinigung der Drahtoberfläche können aber auch noch Verunreinigungen des Lackes Fehlerstellen in der Lackschicht verursachen.
Die Wirkung der Erfindung in Hinsicht auf Erzielung einwandfreier Lackdrähte wird daher noch besonders unterstützt, wenn der Lack vor seiner Verwendung, z.B. durch Zentrifugieren oder Filtrieren, von Schwebe-
stoffen befreit wird. Durch Kombination der Vorreinigung des Drahtes bereits bei seiner Herstellung mit einer Reinigung des Lackes gelingt es dann, Lackdrähte zu erzielen, die hinsichtlich Fehlerfreiheit höchsten Ansprüchen genügen.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Lackdrähten, dadurch gekennzeichnet, dass der zu lackierende Draht bereits bei seiner Herstellung nach der letzten Ziehstufe von oberflächlichen Verunreinigungen und Ziehmittelresten gereinigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigen mit Wasser und/oder organischen flüchtigen Lösungsmitteln erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig eine mechanische Reinigung durch Scheuern und Abspülung mit flüssigen Reinigungsmitteln angewandt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtspule nach der letzten Ziehstufe in ein Flüssigkeitsbad eingesetzt und der Draht vorzugsweise aus diesem in die Reinigungsvorrichtung abgezogen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass neben der Reinigung des Drahtes bereits bei seiner Herstellung der Lack, insbesondere durch Zentrifugieren oder Filtrieren, von Schwebestoffen befreit wird.
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