DEP0009014DA - Wechselstrombahnmotor - Google Patents
WechselstrombahnmotorInfo
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Description
Wechselstrombahnmotoren, die mit Wechselstrom der in Licht- und Kraftnetzen üblichen Frequenz (50 Hz) gespeist werden, können wegen des Bürstenfeuers nur mit schwachem Feld gebaut werden. Das Eisenblechpaket ist daher verhältnismässig schmal, die Leistung bei gegebenem Ankerdurchmesser dementsprechend klein. Die nach Abzug der für die Vorgelege zwischen Treibrad und Anker verbleibende Konstruktionsbreite wird meist nicht voll ausgenutzt. Man könnte nun die Leistung dadurch erhöhen, dass man zwei Motoren nebeneinander in das gleiche Gehäuse einbaut. Doch dazu ist der vorhandene Raum wieder unzureichend. Erfindungsgemäss geht man deshalb in der Weise vor, dass man zwar die Anker zweier Motoren mit ihren Kollektoren nebeneinander auf einer gemeinsamen Achse anordnet, aber den zur Verfügung stehenden Raum dadurch vergrössert, dass man die Zahnradgetriebe zwischen Motorachse und Treibrad ausserhalb der beiden Treibräder anordnet. Auf diese Weise gewinnt man, besonders bei Breitspurbahnen, so viel Raum, dass sich zwei Motoren nebeneinander im gleichen Gehäuse unterbringen lassen und der verfügbare Platz gut ausgenutzt wird.
Bei der Bauform nach der Erfindung muss die Ankerwelle an den Spurkränzen vorbeilaufen. Deshalb kann das Ritzel nicht mehr in das grosse, mit dem Treibrad verbundene Zahnrad eingreifen, da dessen Durchmesser durch den erforderlichen Abstand zwischen Zahnradschutzkasten und Schienenoberkante begrenzt ist. Erfindungsgemäss wird deshalb je ein Zwischen- oder Übertragungsrad zwischen Ritzel und das grosse Zahnrad eingeschoben, das sich auf einem am Gehäuse befestigten Zapfen frei drehen kann. Die Anker laufen dabei im gleichen Sinne um wie die Treibräder. Das Trägheitsmoment der Anker kommt daher beispielsweise für Stösse, die von den Schienen auf den Motor übertragen werden, nur mit dem Faktor (ü-1)(exp)2 zur Wirkung, statt wie sonst mit (ü+1)(exp)2, wobei ü das Verhältnis der Zähnezahlen des grossen zum kleinen Zahnrad bedeutet. Die Stösse sind also weni-
ger hart. Die Blechpakete der Anker werden zwischen den beiden Kollektoren angeordnet und von einer zweckmässig unterteilten Welle getragen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Welle hohl und konisch ausgebildet ist, zeigen die Figuren 1 und 2. Mit 1 und 2 sind die beiden Treibräder bezeichnet, welche auf der Welle 3 befestigt sind. Das Motorgehäuse ist bei 4 und 5 auf dieser Welle gelagert. Die Achse des Motors besteht aus den beiden Hälften 6 und 7, die bei 8 miteinander verschraubt sind. Diese Hälften sind hohl ausgebildet und zur Aufnahme der Lager und des Ritzels mit kurzen Wellenstummeln versehen. Bei etwaigen Reparaturen kann man die beiden Hälften auseinandernehmen. Die Hälften der Welle sind konisch ausgebildet und tragen die Blechpakete 9 und 10 sowie die Kollektoren 11 und 12. Die zugehörigen Blechpakete der Ständer sind mit 13 und 14 bezeichnet. Die Blechpakete der Anker 9 und 10 besitzen selbständige Wicklungen. Die Anker sind daher völlig elektrisch getrennt und können in Reihe geschaltet werden. Dagegen empfiehlt es sich, die Blechpakete der Ständer nur mit einer gemeinsamen Wicklung zu versehen, welche den zwischen beiden Blechpaketen vorhandenen Raum im wesentlichen geradlinig durchquert. Die Motorwelle ist an beiden Seiten mit den Ritzeln 15 versehen, welche in die Zwischenräder 16 (Figur 2) eingreifen. Diese Zwischenräder treiben die mit der Wagenachse verbundenen grossen Zahnräder 17 an. Das aus den Rädern 15, 16, 17 bestehende Getriebe liegt ausserhalb der Treibräder 1 und 2, so dass der Raum zwischen beiden Rädern voll für den Aufbau des Motors ausgenutzt werden kann.
Claims (6)
1) Wechselstromdoppelmotor für den Antrieb elektrischer Bahnen, die mit Wechselstrom üblicher Frequenz (50 Hz) gespeist werden, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer gemeinsamen Welle nebeneinander die Anker zweier Motoren mit ihren Kollektoren angeordnet sind und das Getriebe zwischen der Motorwelle und dem Triebrad axial ausserhalb der Treibräder liegt.
2) Motor nach Anspurch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerwelle aus zwei im Betrieb miteinander verbundenen Teilen besteht, die hohl und trichterförmig ausgebildet sind.
3) Motor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechpakete der Ständer eine gemeinsame Wicklung tragen.
4) Motor nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen das Ritzel der Motorwelle und das mit dem Treibrad verbundene Übertragungsrad ein Zwischenrad eingefügt ist.
5) Motor nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechpakete der Anker zwischen den beiden Kollektoren liegen.
6) Motor nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anker je eines Motors in Reihe geschaltet sind.
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