DEP0007370DA - Verfahren und Füllmaschine zum Abfüllen von kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten - Google Patents
Verfahren und Füllmaschine zum Abfüllen von kohlensäurehaltigen FlüssigkeitenInfo
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Description
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ohne Verwendung eines besonderen Beckens oder Abfüllgefässes für die abzufüllende Flüssigkeit dieses Abfüllen mit möglichst einfachen Mitteln zu bewirken, dabei die Flüssigkeit, die Vor- und Rückluft voneinander getrennt zu halten, die Füllhöhe in der Flasche stufenlos einzustellen, ferner besondere Vorsorge für eine günstige Reinigungsmöglichkeit der Flüssigkeit und Luft führenden Leitungen zu treffen.
Erfindungsgemäss wird zum Abfüllen von kohlensäurehaltigen, unter Gasdruck in Gefässe abzufüllenden Flüssigkeiten unter Verwendung getrennter Kanäle für Vorluft, Rückluft und Flüssigkeit der Rückluftdruck durch eine Flüssigkeitsvorlage in Abhängigkeit vom Druck der abzufüllenden Flüssigkeit um ein bestimmtes Mass höher gehalten als dieser und die Höhe des Flüssigkeitsspiegels durch einen Schwimmer in der Abfüllflüssigkeit geregelt, wobei gegebenenfalls die Rückluft durch die Flüssigkeit in der Flüssigkeitsvorlage gereinigt wird.
Die Erfindung ist beispielsweise an einem lotrechten Längsschnitt durch eine Füllmaschine in der anliegenden Zeichnung veranschaulicht.
Der Füller besitzt in bekannter Weise einen Teller 1 mit einem umlaufenden, in drei Kammern unterteilten Kanal 2, der in der Mitte die Flüssigkeit a, aussen die Vorluft b und innen die Rückluft c aufnimmt. 3 und 4 sind Bohrungen im umlaufenden Kanal 2. An der Unterseite des Kanals 2 sind Füllhähne 1a angeschlossen.
Erfindungsgemäss ist zweckmässig zentral eine Schwimmerkammer 5 vorgesehen, die mit einer Leitung 6 für die abzufüllende Flüssigkeit durch Oeffnungen 7 in Verbindung steht, die zweckmässig im Verhältnis zu der Speiseleitung 6, 8 für die Flüssigkeit klein sind, sodass lediglich eine statische Verbindung besteht. 9 ist der Schwimmer und 10 der Flüssigkeitsspiegel in der Schwimmerkammer. Vorteilhaft ist der Schwimmer mit nur geringem Spalt in der Schwimmerkammer angeordnet, wie bei 11 gezeigt. Der Schwimmer ist durch ein Gestänge mit einem Abluftventil 12 verbunden und steuert dieses. Die Schwimmerkammer ist von einer Wasservorlage 13 umgeben, in der ein unten offener Hohlzylinder 14 angeordnet ist. Das Innere dieses Hohlzylinders dient zur Aufnahme der Rückluft, die ihm durch eine Leitung 15 vom Kanal c aus zugeführt wird, unten aus dem Hohlzylinder in die Wasservorlage übertritt und hier beim Durchwandern des Wassers, dem keimtötende Zusätze für die Sterilisation der Luft beigegeben sein können, gereinigt wird. Die Wasservorlage steht oben in Verbindung mit der Schwimmerkammer und die Ueberschussluft, kann demgemäss durch das Abluftventil 12 entweichen. Selbstverständlich kann statt Wasser jedes beliebige sterilisierende, aber die abzufüllende Flüssigkeit nicht beeinflussendes Medium verwendet werden. Die Wasservorlage erhöht in bekannter Weise entsprechend der verlangten Füllhöhe den Rückluftdruck um ein bestimmtes Mass.
Die entkeimte Luft wird z.T. zur Vorfüllung der Flaschen benutzt. Für eine keimfreie Füllung ist Voraussetzung, dass die zu
füllenden leeren Flaschen mit keimfreier Luft oder einem sonstigen keimfreien Gas gefüllt sind. Die Keimfreimachung der Rückluft in der Wasservorlage durch keimtötende Zusätze hat einmal den Zweck einer doppelten Sicherheit und verhindert für den Fall, dass einmal eine Flasche nicht mit steriler Luft vorgefüllt ist, oder dass eine solche Flasche anderweitig infiziert ist, die Uebertragung der Infektion von einer Flasche zur anderen.
In den Hohlzylinder 14 wird zusätzlich keimfreie Luft mit etwas höherem Druck als zur Abfüllung notwendig ist durch Rohre 16, 17 in solcher Menge zugeführt, dass der bei einem eventuellen Platzen von Flaschen entstehende Druckverlust ersetzt wird. Die Flüssigkeits- und Rückluftleitung enthält selbsttätige (nicht dargestellte) bei Flaschenbruch wirkende Abschlussorgane. Die geringe, dauernde Luftzufuhr durch die Rohrleitung 16, 17 dient dabei als Sicherheit beim eventuellen Versagen dieser Organe.
Der Luftraum über der Flüssigkeit in der Schwimmerkammer 5 ist durch eine Leitung 18 mit einer Glaslaterne 19 auf dem Teller 1 verbunden, sodass hier der Flüssigkeitsspiegel 10 sichtbar angezeigt wird.
20 ist eine Leitung, durch welche Vorluft aus der Wasservorlage 13 dem Vorluftkanal b zugeleitet wird.
Erfindungsgemäss sind ferner besondere Vorkehrungen für leichte Reinigung der Flüssigkeit und Luft führenden Kanäle getroffen. So sind die Kanäle b für die Vorluft, c für die Abluft und a für die Flüssigkeit durch einen gemeinsamen Deckel 21 abgeschlossen, der zum Reinigen der Kanäle angehoben und in der strichpunktierten Lage durch Stützen, z.B. Klappstützen 22 gehalten werden kann. Ferner sind Bohrungen 23, 24 und 25 für die Vorluft, Rückluft und Flüssigkeit im Hahn 1a fluchtend mit den entsprechenden Bohrungen in dem Kanal 2
angeordnet. Nach Abnahme des Deckels 21 sind sämtliche Räume und Kanäle freigelegt und zur Reinigung bequem zugänglich.
Eine Anordnung kann getroffen sein, dass die geringe Flüssigkeitsmenge, die der Belüftung durch die schmale Flüssigkeitsoberfläche zwischen Schwimmer und Schwimmerkammer ausgesetzt ist, nicht zur Abfüllung gelangt, und dass ferner Mittel, z.B. eine Ablassleitung vorgesehen sind, durch die diese Flüssigkeit am Schluss der Füllzeit getrennt zu anderer Verwendung abgelassen werden kann.
Der Zulauf der Flüssigkeit in die Flasche hört dann auf, wenn der Abstand A vom Spiegel der vollen Flasche bis zum Schwimmerspiegel 10 gleich geworden ist dem senkrechten Abstand B von der Unterkante des Hohlzylinders 14 bis zum Wasserspiegel der Wasservorlage 13. Die Flüssigkeitshöhe lässt sich auf einfachste Weise durch Erniedrigung oder Erhöhung dieses Wasserspiegels stufenlos regeln.
Claims (8)
1) Verfahren zum Abfüllen von kohlensäurehaltigen, unter Gegendruck in Gefässe abzufüllenden Flüssigkeiten bei Verwendung getrennter Kanäle für Vorluft, Rückluft und Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückluftdruck durch eine Flüssigkeitsvorlage in Abhängigkeit vom Druck der abzufüllenden Flüssigkeit um ein bestimmtes Mass höher gehalten wird als dieser und die Höhe des Flüssigkeitsspiegels durch einen Schwimmer in der Abfüllflüssigkeit geregelt wird, wobei gegebenenfalls die Rückluft durch die Flüssigkeit in der Flüssigkeitsvorlage gereinigt wird.
2) Füllmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit umlaufendem, die Füllorgane sowie Kanäle für die Vorluft, Rückluft und Flüssigkeit tragenden Teller (1), dadurch gekennzeichnet, dass zweckmässig zentral eine Schwimmerkammer (5) vorgesehen ist, die mit der Flüssigkeitsleitung in statischer Verbindung steht und vorteilhaft einen nur einen geringen Abstand von der Kammerwandung aufweisenden, ein Abluftventil (12) steuernden Schwimmer (9) enthält.
3) Füllmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Schwimmerkammer von einer Wasservorlage (13) umgeben ist, in der ein unten offener Hohlzylinder (14) zur Aufnahme der Rückluft angeordnet ist.
4) Füllmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine in den Hohlzylinder (15) führende Leitung (16, 17) vorgesehen ist, durch die keimfreie Luft mit etwa höherem Druck als dem Abfülldruck zugeleitet wird.
5) Füllmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Teller (1) bzw. Deckel (21) eine Glaslaterne (19) vorgesehen ist, die ausser mit dem Flüssigkeitskanal (a) über eine Luftleitung (20) mit der Wasservorlage (13) in Verbindung steht.
6) Füllmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle für Vorluft, Rückluft und Flüssigkeit in dem Kanal (2) durch einen gemeinsame Deckel (21) abgedichtet sind, der vorteilhaft leicht lösbar und in Offenstellung verriegelbar ist.
7) Füllmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Verlängerung der Bohrungen im Kanal (2) bildenden Hahnbohrungen zur Erhöhung der Reinigungsmöglichkeit mit ersteren fluchtend verlaufen.
8) Füllmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Schwimmerkammer so getroffen ist, z.B. durch geringe Querschnitte der Verbindungsöffnungen (7) mit der Flüssigkeitsleitung im Vergleich zu dieser und deren Speiseleitung, dass die geringe Flüssigkeitsmenge, die der Belüftung in dem schmalen Ringraum zwischen Schwimmer und Schwimmerkammer ausgesetzt ist, nicht zur Abfüllung gelangt, dass ferner Mittel, z.B. eine Ablassleitung vorgesehen sind, durch die diese Flüssigkeit am Schluss der Füllzeit getrennt für andere Verwendung abgelassen werden kann.
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