DEP0007261DA - Stiftabhebeformmaschine mit Handbetätigung - Google Patents
Stiftabhebeformmaschine mit HandbetätigungInfo
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Description
Stiftabhebeformmaschinen sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt und in den Eisen- und Metallgiessereien seit langer Zeit im Gebrauch, darunter auch solche mit Handbetätigung, die gegenüber anderen Ausführungsformen einfach und daher verhältnismässig billig herzustellen sind. Die bekannten Stiftabhebeformmaschinen mit Handbetätigung haben jedoch den Nachteil, dass sämtliche Führungen für die beweglichen Teile frei und ungeschützt angeordnet und damit dem Verschmutzungen, insbesondere durch den Formsand, ausgesetzt sind. Eine Schmierung der beweglichen Teile und insbesondere der Gleitflächen ist daher nur sehr unvollkommen möglich. Infolgedessen unterliegen diese Teile einem starken Verschleiss und die Maschinen haben nur eine geringer Lebensdauer. Bereits nach kurzem Gebrauch ist keine einwandfreie Führung der Hubteile mehr gewährleistet. Die Folge davon ist ein unsicheres Abheben der Gussform, die dabei leicht beschädigt und unsauber werden und dann vielfach von Hand ausgebessert werden müssen, was bekanntlich eine mühselige, zeitraubende und nur von geübten Fachkräften ausführbare Arbeit darstellt.
Diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt, die zunächst darin besteht, dass die die Abhebestifte oder -stäbe tragenden Hubteile innerhalb einer nach aussen abgedichteten Hohlsäule angeordnet und damit gegen Verschmutzung u.dgl. geschützt sind. Durch diese Anordnung der Hubteile ist ferner die Möglichkeit einer einwandfreien Schmierung sämtlicher Gleit- und Lagerflächen gegeben. Nach der Erfindung wird eine zentrale zwangsläufige Schmierung dieser Teile dadurch erreicht, dass mit den Hubteilen eine Pumpe gekuppelt ist, die das im unteren Teil der Hohlsäule befindliche Schmieröl den im oberen Teil der Säule angeordneten Spritzdüsen zuführt, so dass bei jedem Hub Schmieröl aus den Düsen heraustritt und gegen die beweglichen
Teile und Gleitflächen gespritzt wird. Die Oelpumpe bzw. die Spritzdüsen werden dimensioniert, dass sie gleichzeitig eine Abbremsung der Hubteile bei der Abwärtsbewegung bewirken und somit eine erschütterungsfreie Bewegung garantiert ist.
Die so ausgebildeten Stiftabhebeformmaschinen zeichnen sich durch vollkommen spielfreie Führung der Hubteile aus, so dass ein sicheres und einwandfreies Abheben der Gussform gewährleistet ist und somit die Zahl der auftretenden Beschädigungen und Unsauberkeiten in den Formen auf ein Minimum beschränkt bleibt. Dabei ist die Lebensdauer der Maschinen praktisch unbegrenzt, da die Hubteile infolge der geschützten Anordnung und ständigen Schmierung keinem nenneswerten Verschleiss unterliegen und ausser dem die Führungen leicht nachstellbar sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:
Abb. 1 eine Vorderansicht der neuen Stiftabhebeformmaschine,
Abb. 2 eine Seitenansicht bzw. einen senkrechten Schnitt durch die Hohlsäule mit den darin untergebrachten Hubteilen und Schmierungen,
Abb. 3 eine Draufsicht,
Abb. 4 einen senkrechten Schnitt durch den unteren Teil der Maschine nach Abb. 1 bis 3,
Abb. 5 einen waagerechten Teilschnitt nach der Linie A - B der Abb. 4 in grösserem Masstabe.
Nach der Erfindung ist auf der Grundplatte 1 eine nach aussen abgedichtete Hohlsäule 2 angeordnet, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei durch Schrauben fest miteinander verbundenen Teilen 2a und 2b besteht und oben durch eine Platte 3 abgedeckt ist, die gleichzeitig zum Auflegen der Gussmodelle dient. Innerhalb der Hohlsäule ist ein schwalbenschwanzförmig profilierter Schieber 4 in einer entsprechend profilierten Gleitbahn 4' (Abb. 5) des Säulenteiles 2b auf und ab bewegbar angeordnet, und zwar wird derselbe hier durch eine mittels Schrauben 6 ein- und nachstellbare Druckleiste 5 spielfrei geführt. Mit dem Schieber 4 ist eine waagerechte Traverse 7 fest verbunden, die beiderseits durch Schlitze 8 der Hohlsäule 2 nach aussen ragt und an ihren Enden je zwei mittels Klemmschrauben 9 verstellbar befestigte Stellhebel 10 trägt, in denen die senkrechten Abhebe-
stäbe 11 in bekannter Weise verstellbar befestigt sind, die beim Aufwärtsbewegen der Hubteile unter die an den Ecken des rechteckigen Formkastens 12 vorgesehenen Ansätze 13 stossen und die Form somit gleichmässig von dem auf der Deckplatte 3 ruhenden Modell abheben.
Die Durchtrittsschlitze 8 für die Traverse 7 sind an der Innenkante durch auf der Traverse 7 angeordnete Gleitstücke 14 abgedeckt, die durch an der Traverse 7 befestigte Blattfedern 15 gegen die Innenwandung der Säule 2 angedrückt werden und so eine gute Abdichtung gewährleisten. Eine weiter Abdichtung wird durch die an der Traverse 7 befestigten Schutzbleche 16 erzielt, die an der die Schlitze 8 umgebenden Aussenfläche der Säule entlanggleiten und durch seitliche Schienen oder Leisten 17 geführt werden bzw. abgedeckt sind. Auf diese Weise wird ein Eindringen von Schmutz, insbesondere von Formsand in die Schlitze 8 und das Innere der Säule 2 wirksam verhindert.
Zur Betätigung der Abhebevorrichtung dient ein Handhebel 18, der auf einer waagrechten Welle 19 befestigt ist, welche an ihrem dem Schieber 4 zugekehrten Ende einen Kurbelarm 20 trägt, der durch eine Kurbelstange 21 mit dem Schieber 4 derart gekuppelt ist, dass die Hubteile beim Herumschwenken des Handhebels 18 in der einen Richtung aufwärtsbewegt beim Schwenken in entgegengesetzter Richtung dagegen gesenkt werden. Der auf dem Ende der Welle 19 sitzende Kurbelarm 20 und die Kurbelstange 21 liegen in einer Aussparung des Säulenteiles 2b, die durch eine Platte 22 abgedeckt ist, welche gleichzeitig zur Lagerung der Welle 19 dient und zu diesem Zweck mit einer Lagerbuchse 23 versehen ist.
Die Schmierung der im Innern der Säule 2 angeordneten beweglichen Teile und Gleitflächen erfolgt erfindungsgemäss zwangsläufig bei jedem Arbeitshub durch eine im unteren Teil der Hohlsäule angeordnete Oelpumpe. Diese Pumpe besteht im wesentlichen aus dem Pumpengehäuse 24, dem Kolben 25, den Kugelventilen 26 und 27 und den bis in den oberen Teil der Säule 2 reichenden, am Ende mit Spritzdüsen 28 versehenen Oelrohren 29, von denen in dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Stück vorgesehen sind. Je nach Grösse der Maschine ist es möglich, mit einem Oelrohr auszukommen oder weitere Rohre anzuordnen. Der Pumpenkolben 25, der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem einfachen
runden Zapfen besteht und am unteren Ende des Schiebers 4 befestigt ist, bewegt sich bei jedem Arbeitshub der Maschine in dem Zylinder 30 des Pumpengehäuses 24 auf und ab. Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens 25 wird die Kugel 26 des Einlassventils von ihrem Sitz abgehoben und durch den Kanal 31 Oel angesaugt, das dann bei der folgenden Abwärtsbewegung des Kolbens 25 durch die Kanäle 32 und die Ventile 27 in die Rohre 29 gepresst und somit aus den Düsen 28 gegen die Gleitflächen der beweglichen Teile gespritzt wird, wie es in Abb. 2 veranschaulicht ist. Auf diese Weise wird eine ausserordentliche wirksame Schmierung bei sparsamsten Oelverbrauch erzielt, das sich das Oel immer wieder in unteren Teil der Hohlsäule 2 ansammelt und so ein ständiger Kreislauf stattfindet.
Die Grösse der Spritzdüsen 28 bzw. der Querschnitt der Kanäle 32 wird erfindungsgemäss so klein bemessen, dass sich der Pumpenkolben 25 nur langsam in den Zylinder 30 drücken lässt. Auf diese Weise wird eine zwangsläufige Abbremsung und damit eine erschütterungsfreie Senkung der Hubteile garantiert.
Um ein leichtes Lösen der fertigen Gussform vom Modell zu erreichen, ist es vielfach erforderlich, einige Male leicht gegen die Unterseite der Platte 3 zu klopfen, was bisher durchweg mittels eines gewöhnlichen Hammers erfolgt. Nach der Erfindung ist zu diesem Zweck ein besonderer Klopfer oder Klöppel vorgesehen, der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel auf der Welle 19 frei drehbar gelagert ist und aus einer nach oben gerichteten Gabel 33, einem nach unten hängenden Gewicht 34 und einem etwa rechtwinklig zu den Teilen 33 und 34 angeordneten Hebel 35 besteht, die sämtlich an einer Nabe 36 befestigt sind und zusammen mit dieser ein starres Ganzes bilden. Beim Hin- und Herbewegen des Handhebels 35 stossen die Enden der Gabel 33 abwechselnd gegen die Unterseite der Platte 3.
Claims (7)
1.) Stiftabhebeformmaschine mit Handbetätigung, dadurch gekennzeichnet, dass die die Abhebestifte oder -stäbe tragenden Hubteile (4, 7, 20, 21) innerhalb einer nach aussen abgedichteten Hohlsäule (2) angeordnet sind und durch eine im unteren Teil der Hohlsäule (2) vorgesehene, mit den Hubteilen gekuppelte Schmierstoffpumpe oder -presse zentral und zwangsläufig geschmiert werden.
2.) Stiftabhebeformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in bekannter Weise mittels eines Handhebels (18) heb- und senkbare, in einer Gleitbahn (4') geführte Schieber (4) mit einer waagerechten Traverse (7) fest verbunden ist, die beiderseits durch Schlitze (8) der Hohlsäule (2) nach aussen ragt und an ihren Enden je zwei verstellbare, mit Abhebestiften oder -stäben (11) versehene Stellhebel (10) trägt.
3.) Stiftabhebeformmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Hohlsäule (2) vorgesehenen Durchtrittsschlitze (8) einerseits durch auf der Traverse (7) angeordnete, federnd gegen die Innenwandung der Säule (2) anliegende Gleitstücke (14) und andererseits durch an der Traverse (7) befestigte, gegen die Aussenkante der Schlitze (8) anliegende Schutzbleche (16) abgedeckt sind.
4.) Stiftabhebeformmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (4) mittels einer oder mehrerer nachstellbarer Druckleisten (5) in der Gleitbahn (4') geführt ist.
5.) Stiftabhebeformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (25) der Schmierstoffpumpe an dem Schieber (4) befestigt ist und an die Austrittskanäle (32) des Pumpengehäuses (24) Rohrleitungen (29) angeschlossen sind, die bis in den oberen Teil der Hohlsäule (2) reichen und am Ende je eine Spritzdüse (28) aufweisen.
6.) Stiftabhebeformmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (32), die Rohrleitungen (29) oder die Spritzdüsen (28) so dimensioniert sind, dass sie eine Abbremsung der Hubteile bei der Abwärtsbewegung bewirken.
7.) Stiftabhebeformmaschine, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Deckplatte (3) auf einer waagerechten Achse ein Klopfer drehbar gelagert ist, der aus einer nach oben gerichteten Gabel (33), einem nach unten hängenden Gewicht (34) und einem etwa rechtwinklig zu den Teilen (33 und 34) angeordneten Handhebel (35) besteht, die zusammen mit der sie tragenden Nabe (36) ein starres Ganzes bilden.
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