DEP0006837DA - Mitnehmer für Drehbänke - Google Patents
Mitnehmer für DrehbänkeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Mitnahme von Werkstücken, die auf Drehbänken o.dgl. Bearbeitungsmaschinen bearbeitet werden sollen insbesondere dient die Anordnung nach der Erfindung zur Mitnahme von geschmiedeten Rohlingen, aus denen durch Drehbearbeitung Achsen für Eisenbahnwagen herzustellen sind.
Bei den bekannten Mitnehmern, wie z-B. Drehherz oder Spannbacken, erfolgt die Mitnahme der Werkstückes, also die Übertragung der Drehbewegung auf das Werkstück, durch kraftschlüssige Verbindung. Bei der Drehbearbeitung von Werkstücken, wie z.B. Achsen, bereitet die Verwendung der bekannten kraftschlüssig am Werkstück angreifenden Mitnehmer erhebliche Schwierigkeiten, zumal, wenn hohe Wirtschaftlichkeit der Fertigung verlangt wird. Diese Schwierigkeiten sind dadurch bedingt, dass das zur Achse zu bearbeitende Werkstück beiderseits bis zu den äussersten Enden eine vielgestaltige Bearbeitung erfordert und dass der Rohling, aus dem die Achse herausgearbeitet werden soll, in Einblick auf Materialeinsparung beiderseits nur eine möglichkeit geringe Längenzugabe haben soll.
Diese beiderseitige Längenzugabe, die allein für den Angriff der Mitnahmekräfte zur Verfügung steht, wenn man auf eine durch die Mitnahme unbehinderte Bearbeitung im Interesse hoher Wirtschaftlichkeit Wert legt, ist zudem durch die vorhergehende Schmiedung in Abmessung und Form der Länge und des Querschnittes sehr unterschiedlich und vielseitig. Es ist wegen der Kürze der Längenzugabe und deren Oberflächen-Beschaffenheit meist nicht möglich, den notwendigen Anpressungsdruck zu erzielen, der für eine sichere Mitnahme ohne Rutschen notwendig ist. Eine Vergrösserung der Mitnehmerfläche in Umfangrichtung bringt wegen der Zerklüftung der Oberfläche des Rohlings keine Besserung; eine Vergrösserung in axialer Richtung würde die Bearbeitung der Endteile des Werkstückes behindern und eine Umspannung des Werkstückes notwendig machen. Man hat schon vorgeschlagen, im Bereich der Längszugabe vor Beginn der eigentlichen Drehbearbeitung Sitzflächen für die angreifenden Mitnehmer anzudrehen, doch auch dieser Ausweg ist nur beschränkt anwendbar, da auf jeden Fall die Fertigung verteuert wird und bei schweren Schnitten ein Rutschen doch nicht mit Sicherheit vermieden werden kann.
Bei der Anordnung gemäss der Erfindung erfolgt die Mitnahme nicht kraft-, sondern formschlüssig, also z.B. durch Stifte, die in entsprechende Aussparungen des Werkstückes eingreifen. Je nach dem abzuhebenden Spanquerschnitt ist der Durchmesser der Stifte zwischen 10 und 20 mm zu wählen; es genügt also eine verhältnismässig geringe Längenzugabe, um die Verbindung zwischen den sich drehenden Teilen der Bank und dem Werkstück herzustellen. Mit zwei Mitnahmestiften zu je 20 mm Durchmesser entsprechend einem Gesamtquerschnitt von 6,28cm(exp)2 lassen sich Drehmomente auf das Werkstück übertragen, die selbst schwerste Schnitte einwandfrei ermöglichen.
Das Einbohren der Aussparungen in das Werkstück für den Eingriff der Mitnahmestifte ist die einzige zusätzliche Arbeit, die für die Anordnung nach der Erfindung notwendig ist. Die Bohrungen lassen sich
mittels einer einfachen Bohrvorrichtung, die bereits eingebrachten Körper als Bezugskante benutzt, ohne Schwierigkeiten in ganz kurzer Zeit herstellen. Dieser Arbeitsvorgang kann mittels einer leichten Handbohrmaschine vorgenommen werden, sodass kein zusätzlicher Transport der Werkstücke zu einer Werkzeugmaschine erforderlich ist. Damit ergibt sich, dass die geringfügige zusätzliche Arbeit die Wirtschaftlichkeit der Herstellung kaum beeinträchtigt.
Zweckmässig wird für das Werkstück auch auf der Antriebsseite eine besondere Lagerung vorgesehen, die von der Mitnahmevorrichtung vollkommen getrennt ist. Hierdurch wird erreicht, daß die Mitnahmevorrichtung weitgehend von Schnittdruckkräften entlastet ist. Als Lagerung könnte beispielsweise ein Körner verwendet werden, der sowohl als mitlaufender als auch als vollkommen unabhängiger feststehender Körner benutzt werden kann.
Gemäss der Erfindung eignet sich besonders eine Ausführung der Anordnung, bei welcher eine Ausgleichscheibe vorhanden ist, auf der die Mitnehmer in Richtung eines Durchmessers verstellbar sind und die ihrerseits auf dem zur ersten Richtung senkrechten Durchmesser verschiebbar ist. Zum Ausgleich von Längenunterschieden werden vorteilhafterweise die Mitnehmer mit Spiel in axialer Richtung gelagert.
Zur Erläuterung der Erfindung ist in den Abbildungen 1 bis 4 eine Mitnahmevorrichtung gemäss der Erfindung dargestellt. Im einzelnen zeigen
Abb. 1 eine Ansicht in axialer Richtung,
Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B-C, in Abb. 1
Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie G-H, in Abb. 1 und
Abb. 4 einen Schnitt nach der Linie E-F-. in Abb. 1.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Werkstückantrieb, der vollkommen unabhängig von dem Körner ist. Die Scheibe 1 sei die Umlaufscheibe des Antriebskastens, in der der feststehende oder auch unabhängige Umlaufkörner 11 zentrisch angeordnet ist. Die Zwischenscheibe 2 ist auf der Umlaufscheibe 1 mittels sechs Schrauben 3 befestigt und wird durch eine Zentriereindrehung zentrisch gehalten. Die Zwischenscheibe 2 hat auf einer Seite eine Führungsleiste 4, auf der die Mitnehmerscheibe 5 in einer Richtung verschiebbar angeordnet ist. Durch die vier Schrauben 6, die durch Langlöcher greifen, wird die Mitnehmerscheibe 5 auf der Zwischenscheibe 2 festgehalten aber so, dass die Mitnehmerscheibe 5 auf der Führungsleiste 4 insgesamt 10 mm verschiebbar ist. Auf der Mitnehmerscheibe 5 sind zwei Schiebestücke 7 angeordnet, die mittels der je zwei Schrauben 8, die durch Langlöcher greifen, befestigt sind. In diesen Schiebestücken 7 sind ja ein Mitnahmestift 9 angeordnet und zwar so, daß diese 5 mm Spiel haben. Nachdem das Werkstück 10 auf die Bank zwischen die Körner 11 gespannt ist, werden die zwei Schiebestücke 7 zur Mitte hin so verschoben, dass die Mitnahmestifte 9 in die einander gegenüberliegenden Bohrungen 12 des Werkstückes 10 greifen. Toleranzen in der Lage dieser beiden Bohrungen 12 zum Körner 11 werden durch dass 5 mm Spiel ausgeglichen, das die
Mitnahmestifte 9 in den Schiebestücken 7 haben. Sind die Mitnahmestifte 9 in die Bohrungen 12 eingeführt, so werden die Schiebestücke 7 durch Anziehen der je zwei Schrauben 8 in ihrer Lage festgehalten. Diese Schrauben 8 haben keinen Schnittdruck und auch keine Mitnahmekraft aufzunehmen, sie sorgen lediglich dafür, dass die Schiebestücke 7 trotz der Zentrifugalkraft beim Drehen in ihrer Lage verbleiben und somit auch die Mitnahmestifte 9 in den Bohrungen 12 des Werkstückes 10. Auf der Führungsleiste 4 stellt sich die Mitnehmerscheibe 5 selbsttätig so ein, dass beide Mitnahmestifte 9 mit gleich grossen Kräften belastet werden, sodass nur das Drehmoment und keine sonstigen Kräfte an das Werkstück übertragen werden.
Claims (4)
1.) Anordnung zur Mitnahme von Werkstücken, die auf Drehbänken o.dgl. Bearbeitungsmaschinen bearbeitet werden sollen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahme durch formschlüssige Verbindung mit dem umlaufendem Teil der Drehbank, z.B. mit der Planscheibe, erfolgt, z.B. durch Mitnehmerstifte, die in entsprechende Aussparungen am Werkstück eingreifen.
2.) Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück auf der Antriebsseite unabhängig von dem umlaufenden Mitnehmer gelagert ist.
3.) Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Ausgleichscheibe 2, auf der die Mitnehmer 9, in Richtung eines Durchmessers verstellbar sind und die ihrerseits auf den zur ersten Richtung senkrechten Durchmesser verschiebbar ist.
4.) Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer 9 zum Ausgleich von Längenunterschieden mit Spiel in axialer Richtung gelagert sind.
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