DEP0004747DA - Strebseilförderung - Google Patents

Strebseilförderung

Info

Publication number
DEP0004747DA
DEP0004747DA DEP0004747DA DE P0004747D A DEP0004747D A DE P0004747DA DE P0004747D A DEP0004747D A DE P0004747DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
conveyor
conveying
pull rope
belt
vessel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Bad Godesberg Scherer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Ausbildung eines Strebfördermittels insbesondere für den Steinkohlenbergbau in Gestalt eine Seilförderung. Das Bestreben, die Leistung durch Betriebskonzentration unter Bildung langer Abbaufronten sowohl bei den Abbauhammerbetrieben als auch vor allem im völlig mechanisierten Kohlenabbau zu steigern, scheiterte bei gering-mächtigen Flözen mit welliger und gestörter Lagerung bisher an der Unzulänglichkeit der gebräuchlichen Strebfördermittel.
Das noch keine Fördermittel gibt, die auf langer Erstreckung in der Lage sind, stark wechselndes Einfallen ohne Unterbrechung zu bewältigen, schaltet man in Abbauhammerbetrieben verschiedenartige Fördermittel, wie Rutschen, Bänder, Kettenförderer, hintereinander. An den Uebergabestellen müssen diese Fördermittel übereinander gebaut werden. Hierzu fehlt es in niedrigen Flözen meist an Höhe. Aus diesem Grund pflegt man durch Anlage von Strecken in der Mulden- oder Sattellinie solchen Hindernissen auszuweichen. Die Streblänge entspricht dann meist nicht mehr den wirtschaftlichen Erfordernissen, der Streckenabstand wird geringer und die Leistung wird durch Vermehrung der Schichten für das Auffahren und Unterhalten der Strecken herabgemindert. In mechanisierten Betrieben spielen die Lagerungsverhältnisse eine noch grössere Rolle als in den Abbauhammerbetrieben. Ist es nämlich durch Hintereinander- schalten verschiedener Fördermittel bei ausreichender Flözmöglichkeit noch möglich, längere Abbaufronten zu bilden, so scheidet diese Möglichkeit in mechanisierten Betrieben völlends aus. Die mit der mechanischen Gewinnung verbundene Ladearbeit erfordert nämlich auf der ganzen Kohlenfront eine gleichmässige Höhe des Strebfördermittels für die Kohlenaufgabe. Uebereinander gebaute Umkehr- und Antriebsrollen stellen aber ein unüberwindliches Hindernis für die mechanische Kohlenaufgabe dar.
Infolgedessen muss bei flacher oder welliger Lagerung ein ununterbrochenes Fördermittel den ganzen mechanisierten Streb bedienen. Bei Panzerförderern ist z.B. die Anwendung der maschinellen Gewinnung nur möglich, wenn ein in der Strecke verlagerter Antrieb das gesamt Strebfördermittel bedient. Durch die Reibungswiderstände solcher Fördermittel sind deshalb der Grösse des Antriebes und der Länge des Fördermittels Grenzen gesetzt, die bisher die aus wirtschaftlichen Gründen gewünschte Entwicklung längerer Abbaustösse gehemmt haben. Nur die Schaffung eines Strebfördermittels, das die Schwierigkeiten wechselnder Lagerungsverhältnisse in niedrigen Flözen überwindet und den Kohlentransport in gleicher Höhe von der Gewinnungsmaschine übernimmt, bildet die Voraussetzung zur Durchführung der Mechanisierung auf breiter Grundlage.
Dieses Ziel wird erreicht, indem gemäss der Erfindung ein in sich bewegliches oder biegsames, von einer Fahr- oder Gleitbahn unterstütztes Fördermittel (Band, Schuppenband, Schuppengefäss) benutzt wird, das in kurzen Abständen durch Mitnehmer mit einem dauernd bewegten, endlosen Zugorgan, insbesondere Zugseil, verbunden ist, das in kurzen Abständen allseitig geführt ist.
Die Führung des in kleiner Entfernung und mittig zum Förderglied angeordneten Zugseiles findet durch vorzugsweise um senkrechte Achsen gelagerte Rollen statt, deren fördermittelseitiger Flansch oder deren beide Flansche zwecks Vorbeilassung der Mit- nehmer sternförmig ausgebildet sind. Das Fördermittel wird vorzugsweise als auf einer Rollenbahn geführtes, endloses, durch ein Tragseil oder eine Tragkette getragenes und beweglich zusammengehaltenes Schuppengliederband ausgebildet, und die Rollenbahn besteht aus in Abständen angeordneten Rollensätzen, die zu zwei oder mehreren an miteinander räumlich winklig verbindbaren Eisenkonstruktionsrahmen angeordnet sind. Um den Gleitrollen eine glatte Gleitfläche darzubieten, sind die Schuppenglieder entsprechend gekröpft.
Das Strebseilfördermittel läuft an den Enden über Umkehrtrommeln und wird dabei auf das Fördermittel der Förderstrecke entleert. Der rückführende Strang des Fördermittels kann unterhalb oder neben dem Arbeitsstrang angeordnet sein, und es können zusätzliche Umkehrrollen angeordnet werden, durch welche der rückführende Strang aus seiner umgekehrten Lage aufgerichtet wird. Um das Schuppenband kürzen oder längen zu können und damit den veränderlichen Längen einer Abbaufront anzupassen, kann der Antrieb des Zugseiles auch seitlich in der Abbaustrecke verlagert werden, wobei dasselbe über Umkehrrollen in die Seilführung der Tragekonstruktion eingeführt wird. Für diese Bauart sind Mittel vorgesehen, um das Zugseil von den Mitnehmern zu lösen.
Um totes Gewicht zu sparen, können an Stelle des endlosen Bandes auch einzelne Schuppenfördergefässe verwendet werden, die in Abständen auf der ganzen Förderbahn angeordnet sind. Während diese Gefässe in der gleichen Weise wie das endlose Schuppenband beim Uebergang über die Umkehrrolle entleert werden, werden sie zum Zwecke des Beladens von dem Zugseil abgeschlagen. Das An- und Abschlagen vom Zugseil erfolgt durch Gabelmitnehmer, die von Hand bedient werden können oder selbsttätig wirken.
Weitere Erfindungsmerkmale sind aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Er- findung dargestellt, und zwar zeigt
Figur 1 einen Grundriss eines Strebs mit eingesetztem Fördermittel, auf das zwei Gewinnungsmaschinen arbeiten,
Figur 2 einen dazugehörigen senkrechten Schnitt, der das unregelmässige Einfallen des Strebs erkennen lässt,
Figur 3 eine Oberansicht eines Teiles des Schuppengliederbandes,
Figur 4 einen dazugehörigen Mittelschnitt,
Figur 5 eine schaubildliche Ansicht des Schuppengliederbandes nebst Tragekonstruktion,
Figur 6 einen senkrechten Schnitt durch eine Tragekonstruktion, bei der der rückkehrende Strang des Fördermittels unterhalb des Arbeitsstranges zurückgeführt wird,
Figur 7 eine Seitenansicht der Umkehrstelle des Fördermittels
Figuren 8 bis 11 zeigen andere Ausführungsformen des Schuppengliederbandes nebst der dazugehörigen Tragekonstruktion,
Figur 12 eine Seitenansicht einer Umkehranordnung für das Fördermittel, bei der der Antrieb für das Zugseil seitlich herausgeführt ist.
Figur 13 eine dazugehörige Oberansicht,
Figuren 14 und 15 eine Ober- und Seitenansicht einer Umkehranordnung, bei das Fördermittel in einer Kurve zurückgeführt ist,
Figuren 16 und 17 eine Ober- und Seitenansicht, bei welcher das Förderband nach Ueberlaufen einer Umkehrrolle seitlich neben dem Arbeitsstrang und auf dem Kopf stehend zurückgeführt wird,
Figuren 18 und 19 eine Umkehranordnung, bei welcher eine zweite Umkehrrolle vorgesehen ist, durch welche der rückkehrende Strang aufgerichtet wird,
Figur 21 den Grundriss einer Anlage mit in Abständen angeordneten Schuppenfördergefässen,
Figur 22 eine Teilseitenansicht dieser Anordnung und
Figur 23 eine Seitenansicht der Vorrichtung zum An- und Abschlagen der Fördergefässe an das Zugseil.
Das Strebseilfördermittel 1 ist entlang der Abbaufront 2, bei welcher gemäss Figur 1 zwei Gewinnungsmaschinen 3 eingesetzt sind, als endloses Schuppengliederband ausgebildet, das von der Kopfstrecke 4 bis zur Förderstrecke 5 reicht und sich sowohl in waagerechter Richtung als auch in senkrechter Richtung dem ungeraden Verlauf der Abbaufront bzw. der Sohle des Strebs anpasst und diesem genau folgt. Das Schuppengliederband ist aus einzelnen Baugliedern (Figur 3) zusammengesetzt, die aus einer Bodenplatte 6 und zwei senkrecht davon abgebogenen Seitenplatten 7 bestehen. Die einzelnen Bauglieder sind schuppenartig ineinandergesetzt. Sie werden durch ein starkes Tragseil 8, eine Kette oder ein anderes biegsames Verbindungsglied zusammengehalten. Das Tragseil 8 (Figur 4) geht durch Oesen 9 von Bolzen 11, die in den Boden 6 der Schuppenglieder eingesetzt sind. Das Schuppengliederband wird vorzugsweise auf seiner ganzen Länge von einer Rollenbahn geführt. Diese besteht aus einzelnen Rollensätzen 12 (Figuren 5 und 6) mit Bodenrollen 13 und Seitenrollen 14, welche durch Verbindungsglieder 15 zu einzelnen Eisenkonstruktionsrahmen zusammengefügt sind. An jeder Konstruktionseinheit können zwei oder mehr Rollensätze 12 angebracht sein. Die Eisenkonstruktionsrahmen können in beliebiger winkliger Lage miteinander verbunden werden, so dass eine zusammenhängende Laufbahn für das Schuppengliederband entsteht. An der Kopf- und Förderstrecke sind Umkehrtrommeln 16, 17 (Figur 2) angebracht, von denen die Umkehrtrommeln 17 in der Förderstrecke gleichzeitig zum Abwurf der Kohle in das Fördermittel der Förderstrecke dient.
Bei genügend mächtigen Flözen kann der rückführende Strang 18, wie in Figur 2 dargestellt, unter dem Arbeitsstrang angeordnet werden. In diesem Falle sind für die Führung in dem Rollensatz 12 besondere Gleitrollen 21 (Figur 6) vorgesehen, auf welche sich die Seitenbleche 7 mit ihren freien Kanten abstützen. Die durch die schuppenartige Zusammensetzung der einzelnen Bauglieder gebildete unglatte Gleitfläche würde fortgesetzte Stossbeanspruchungen, eine schnelle Zerstörung des Fördermittels und einen hohen Kraftaufwand verursachen. Um diese Nachteile zu vermeiden, sind die einzelnen Bodenbleche 6 mit Abkröpfungen 22 (Figuren 4 und 5) versehen, mit denen sie sich über das vorangehende Bodenblech legen. Die Abkröpfungen sind, wie Figur 3 erkennen lässt, kreisbogenartig oder dachförmig ausgebildet. In gleicher Weise ist die freie Kante 23 der Bodenplatte kreisförmig oder dachförmig ausgebildet, und zwischen der Kröpfung 22 und dieser freien Kante 23 ist ein nach aussen zunehmender freier Raum 24 gelassen, um eine gewisse Bewegungsmöglichkeit zwischen den beiden benachbarten Baugliedern zu schaffen. Durch die kreisbogen- bzw. dachförmige Ausbildung wird erreicht, dass die unterstützenden Laufrollen 13 immer mit einem Teil der glatten Gleitflächen des Schuppenbandes in Berührung stehen, so dass ein stossfreier Lauf gewährleistet ist. Um auch den Seitenrollen 14 stets eine glatte Gleitfläche des Schuppenbandes darzubieten, sind die Seitenbleche 7 mit Auspressungen 25 (Figuren 3, 4 und 5) versehen. Die Kanten 26 dieser Auspressungen sind schräg gestellt, so dass auch hier die senkrecht stehenden Gleitrollen 14 stets mit einem glatten Teil der Gleitfläche der Seitenwände 7 in Berührung kommen und auch hier die Stösse vermieden sind. Bei dem welligen bzw. ungeraden Verlauf des Schuppengliederbandes würde ein unmittelbarer Antrieb des Bandes z.B. an den Umkehrtrommeln die Folge haben, dass das Band an den konkaven Stellen sich glatt zu ziehen versucht, dadurch seine Rollenbahn verlässt und eine wesent- liche und praktisch nicht in Frage kommende Erhöhung des Kraftbedarfes eintritt.
Um diesen Mangel zu beseitigen, wird nach dem Hauptgedanken der Erfindung der Antrieb des Schuppengliederbandes durch ein besonderes Zugseil 27 (Figuren 4 bis 7) bewirkt, das auf seiner ganzen Länge allseitig in kurzer Entfernung von den Schuppengliedern geführt ist und in Abständen mit dem Schuppengliederband durch besondere Mitnehmer 28 verbunden ist. Die allseitige Führung des Zugseiles erfolgt durch Rollen 29 mit vorzugsweise senkrecht stehender Achse, die an den einzelnen Rollensätzen gelagert sind. Um die Mitnehmer 28 an den Rollen 29 vorbeizulassen, ohne dass das Seil abgeworfen wird, ist mindestens der fördermittelseitig liegende Flansch der Rollen 29 sternförmig ausgebildet (vgl. Figur 5), wie an sich bei der Seilförderung bekannt ist. Wird das Zugseil durch den an der Förderstrecke liegenden Antrieb in Bewegung gesetzt, so wird es durch alle Wellungen und Abbiegungen der Strecke hindurch sicher durch die Rollen 29 geführt. Es überträgt dabei den Antrieb durch die Mitnehmer 28 auf das Schuppengliederband, so dass der Antrieb an dem Schuppengliederband in kurzen Abständen angreift und das Band nicht mehr die Neigung hat, aus den konkaven Stellen der Gleitbahn herauszutreten. Die hier beschriebene Arbeitsweise eines Schuppengliederbandes kann mit Vorteil bei allen ähnlichen Bandantrieben verwendet werden, sofern diese über konkave Stellen geführt werden, auch wenn es sich nicht um endlose Bänder sondern um Bandstücke oder Gefäss- oder Wagengruppen handelt.
Bei der in Figur 6 dargestellten Ausführungsform, bei welcher der rückkehrende Strang unterhalb des Arbeitsstranges verläuft, ist, wie dargestellt, der rückkehrende Trum des Zugseiles unterhalb des oberen Trums in Sternrollen 29 geführt. Um an Höhe zu sparen, kann auch der rückkehrende Strang nebst dem rückkehrenden Trum des Zugseiles etwa seitlich in dem Eisenkonstruktionsrahmen angeordnet sein.
Das Zugseil 27 wird durch eine von einem Motor in Bewegung gesetzte Antriebsscheibe 31 (Figur 7) angetrieben, die innerhalb der Umkehrtrommel 17, aber nicht starr mit dieser verbunden, angeordnet ist.
Wird der rückkehrende Strang 18 des Förderbandes, wie in Figur 1 in gestrichelten Linien dargestellt und wie weiter unten noch näher beschrieben werden wird, seitlich herausgestellt, so werden die in Figur 8 dargestellten einfachen Rollenlagerungen für beide Stränge des Schuppengliederbandes benutzt.
Statt der Bodenplatte an dem mit der vorangehenden Bodenplatte in Berührung kommenden Teil hochzukröpfen, kann auch die in Figur 9 dargestellte Bauart gewählt werden, bei welcher der hochliegende, übergreifende Teil 32 der Bodenplatte auf den unteren Teil 6 aufgeschweisst ist. Die Seitenplatten an jedem Einzelglied des Schuppenbandes können in Fortfall kommen, wenn an den Eisenkonstruktionsrahmen entsprechende seitliche Leitbleche starr angeordnet sind, die ein seitliches Herabrutschen der geförderten Kohle verhindern. Auf die Seitenführung kann ganz verzichtet werden, wenn das Schuppengliederband aus einzelnen dünnen elastischen Blechen 33 (Figuren 10 und 11) zusammengesetzt ist, die sich unter Wirkung des Fördergutes muldenartig ausbilden, wenn die unterstützenden Rollen 13 entsprechend der Figur 11 schräg gestellt sind. Bei dieser Bauart wird die Bauhöhe wesentlich verringert und vereinfacht. Die Bandglieder können, um an Gewicht zu sparen, aus Metallblechrahmen bestehen, welche Gummiplatten mit Einlagen (Gummi-Transportbänder) umschliessen.
Um das Schuppengliederband kürzen oder längen zu können und damit den veränderlichen Längen einer Abbaufront anzupassen, kann der Antrieb des Zugseiles auch seitlich in die Abbaustrecke verlagert werden (Figuren 12 bis 14), wobei es über Umkehrrollen 34 in die Seilführung der Tragkonstruktion eingeführt wird.
In diesem Falle muss das Zugseil von den Mitnehmern gelöst werden. Es ist daher mit Mitnahmeknoten 35 (Figur 12) versehen, vor welche die hakenförmig ausgebildeten, an dem Schuppengliederband bzw. dem Tragseil oder der Kette befestigten Mitnehmer 28 greifen. Durch Verringerung des Abstandes zwischen dem Zugseil und dem Schuppengliederband im letzten Teile der Führung des Bandes vor der Umkehrtrommel wird die Verbindung zwischen Band und Zugseil selbsttätig gelöst bzw. beim rückkehrenden Strang wiederhergestellt.
Um bei der oben erwähnten Führung des rückkehrenden Stranges 18 (Figuren 14 und 15) des Bandes neben dem Arbeitsstrang an der Abbaufront den Abwurf der geförderten Kohle in das Fördermittel 36 der Förderstrecke zu ermöglichen, wird die Rollenbahn in der aus Figur 14 und 15 ersichtlichen Weise in den Uebergangsbogen 37 um etwa 90° gewendelt, so dass das Band eine kurze Strecke auf der Seite steht. Hinter dere Abwurfstelle wird das Band um 90° zurückgewendelt, so dass für den rückkehrenden Strang 18 des Bandes ebenfalls die einfache Rollentragkonstruktion der Figur 8 Verwendung finden kann. Während der Arbeitsstrang unmittelbar an der Abbaufront vor der ersten Stempelreihe 38 (Figur 1) entlang geführt ist, ist in diesem Falle der rückkehrende Strang hinter der zweiten Stempelreihe 39 verlegt, so dass der Raum zwischen der ersten und zweiten Stempelreihe für den Durchgang der Mauer freigehalten bleibt.
Diese Rückführung des rückkehrenden Stranges neben dem Arbeitsstrang kann auch bei der in Figur 2 dargestellten Bauart mit an beiden Enden angeordneten Umkehrtrommeln 16, 17 verwendet werden, indem entsprechend den Figuren 16 und 17 der rückkehrende Strang 18 nach Verlassen der Umkehrtrommel seitlich herausgeführt ist. Bei dieser Anordnung, die an Stelle der Anordnung nach Figur 6 für sehr niedrige Flöze verwendet wird, wird der rückkehrende Strang auf dem Kopf stehend zurückgeführt. Will man die Wendelung nach Figuren 14 und 15 vermeiden und trotzdem den rückkehrenden Strang auf- recht stehend führen, so kann man die in den Figuren 18 und 19 dargestellte Anordnung wählen, bei der ausser der Umkehr- und Abwurftrommel 17 noch eine zweite Umkehrtrommel 41 vorgesehen ist, durch welche das Band wieder aufgerichtet wird, um in einem angeschlossenen Bogen 42 in den rückkehrenden Strang 18 überzugehen.
Um totes Gewicht zu sparen, können aber an Stelle des endlosen Bandes auch einzelne Fördergefässe 43 (Figuren 21 und 22) treten, die, über die ganze Bahnstrecke gleichmässig verteilt, durch das Zugseil 27 angetrieben werden. Diese Fördergefässe werden in gleicher Weise wie das beschriebene Förderband als Schuppengefässe ausgebildet und bestehen aus einzelnen schuppenförmig übereinander greifenden Baugliedern 6, 7 (vgl. Figur 3), die in gleicher Weise durch Tragseilstücke 8 und Eisenbolzen 9 zusammengehalten werden, wie die Schuppenglieder des Förderbandes. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass das erste und letzte Bauglied mit je einer Abschlusswand 44, 45 (Figur 22) versehen ist und die Seitenwände 7 etwa höher gehalten sind wie bei der Wandausführung, um eine ausreichende Kohlenmenge in jedem Gefäss fördern zu können. Diese Fördergefässe können genau so über die Umkehrtrommel 17 geführt und dabei in das Fördermittel der Förderstrecke entladen werden, wie oben für das endlose Band beschrieben.
Das Beladen der einzelnen Gefässe geschieht an den Gewinnungsmaschinen 3 (Figur 21) jedoch zweckmässig, während die Gefässe stillgesetzt bzw. von Hand weiter vorgeschoben werden. Es ist daher eine Einrichtung vorgesehen, von welcher die Gefässe in Bezug auf das Zugseil an- und abgeschlagen werden können. Das Zugseil ist zu diesem Zweck mit Mitnahmeknoten 35 versehen, vor welche einrückbare Gabelmitnehmer 46 (Figur 22) eingeschwenkt werden können, die sich am vorderen Ende jedes Gefässes befinden. Das An- und Abschlagen kann von Hand geschehen, es kann aber auch selbsttätig durchgeführt werden, und dabei kann gleichzeitig erreicht werden, dass sich das Gefäss selbsttätig vom Seil abschlägt, wenn es auf ein still- stehendes Fördergefäss auftrifft.
Zu diesem Zweck ist z.B. um einen Querbolzen 47 (Figur 23) eines Auslegers 48 des Fördergefässes ein Gabelhebel 46 gelagert, der mit einem Segment 49 versehen ist, das einen Einschnitt 51 aufweist. In den Einschnitt 51 kann ein Kuppelbolzen 52 eintreten, der gleichzeitig dabei in einem entsprechenden Schlitz des Auslegers 48 sich befindet und auf diese Weise den Gabelhebel 46 starr mit dem Ausleger 48 kuppelt, so dass ersterer nicht mehr unter der Zugwirkung des Zugseiles um den Bolzen 47 nach oben schwenken kann. Der Kuppelbolzen 52 sitzt in einem in einem Zapfen 53 gelagerten Winkelhebel, dessen oberer freier Schenkel mit einem Gewicht 54 belastet ist. Letzteres arbeitet mit einem Vorsprung 55 am rückwärtigen Ende des vorangehenden Fördergefässes 43 zusammen. Trifft ein Fördergefäss 43 mit seinem Gewicht 54 auf den Vorsprung 55 auf, so wird das Gewicht 54 zurückgedrückt und der Kuppelbolzen 52 tritt aus dem Schlitz 51 heraus, so dass der Gabelhebel 46 unter der Zugwirkung des Seiles nach oben geführt werden kann und die Verbindung mit dem Seil sich löst. Wird durch Wegfahren des vorderen Gefässes 43 das Gewicht 54 freigegeben, so tritt der Bolzen 52 in den Schlitz 51 wieder ein und stellt die starre Verbindung des Gabelhebels 46 mit seinem Fördergefäss wieder her, so dass der Hebel unter Wirkung des Zugseiles nicht mehr zurückgedrückt wird, sondern mitsamt dem Fördergefäss mitgenommen wird. An Stelle der Gewichtwirkung kann auch eine Federkraft treten, und es können andere Anordnungen vorgesehen werden, bei welchen durch den Vorsprung 55 federbeeinflusste Sperrklinken betätigt werden.
Um die sichere Durchführung einer kontinuierlichen Ladearbeit der Gewinnungsmaschine nachzuweisen, soll der Betriebsvorgang an einem Beispiel erläutert werden.
Angenommen, dass die Gewinnungsmaschine in 6 Stunden an einer Kohlenfront von 300 m Länge einmal schwebend oder fallend vorbeiarbei- tet, wobei das Flöz 1 m mächtig und der gewonnene Kohlenstreifen 0,8 m breit sein soll, so ergibt sich eine Geschwindigkeit der Gewinnungsmaschine von 72 sec/m und eine Leistung von 1 to Kohle pro Meter oder 300 to Kohle in 6 Stunden.
Gibt man den Gefässen folgende Abmessungen:
Länge 8 m,
Breite 0,6 m,
Höhe 0,2 m,
so fassen sie 1 to Kohle.
Bei 300 m Streblänge beträgt die Länge der gesamten Fahrbahn einschließlich der Kurven an den Strebausgängen etwa 630 m.
Bei 0,7 m pro/sec. Geschwindigkeit des Zugseiles und der oben erwähnten Gewinnungsdauer von 0,72 Sekunden pro to müsste der Abstand der Gefässe so eingehalten werden, dass nach Füllung eines vom Seil abgeschlagenen Gefässes das nächste Gefäss zur ununterbrochenen Füllung bereitsteht. Es müsste also ein Gefässabstand von 0,7 x 72 = 50 m eingehalten werden. Es müssten also 650 : 50 = 13 Gefässe eingesetzt werden; in 6 Stunden würden 21600 : 72 = 300 to gefördert.
Bei grösserer Zugseilgeschwindigkeit wird der Mitnehmerknotenabstand grösser, bei geringerer Geschwindigkeit geringer gewählt werden müssen. Immer hängt er aber von der Leistung der Gewinnungsmaschine ab. Steigt die Leistung, so wird die Zeit zur Füllung der Gefässe von 1 to Inhalt geringer und umgekehrt. Leistet die Maschine z.B.
1 to in 50 sec.
und soll die Seilgeschwindigkeit 0,8 m/sec. betragen, so wird der Mitnehmerknotenabstand auf
50 x 0,8 = 40 m anzusetzen sein. Bei 800 m Fahrbahnlänge müssten alsdann 20 Gefässe eingesetzt werden, und in 6 Stunden würden
21 600 : 50 = 430 to
gefördert. Durch richtige Wahl des Gefässabstandes und entsprechender Regulierung der Seilgeschwindigkeit kann also eine kontinuierliche Förderung durchgeführt werden.

Claims (19)

1. Strebfördermittel, dadurch gekennzeichnet, dass ein in sich bewegliches oder biegsames von einer Fahr- oder Gleitbahn unterstütztes Fördermittel (1) (Band, Schuppengefäss) in kurzen Abständen durch Mitnehmer (28) mit einem dauernd bewegten endlosen Zugorgan (27), insbesondere Zugseil, verbunden ist, das in kurzen Abständen allseitig geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des in kleiner Entfernung und mittig zum Förderglied (1) angeordneten Zugseiles (27) durch vorzugsweise um senkrechte Achsen gelagerte Rollen (29) erfolgt, deren fördermittelseitiger Flansch oder deren beide Flansche zwecks Vorbeilassung der Mitnehmer (28) sternförmig ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel als von einer Rollenbahn (13, 14) geführtes, endloses, durch ein Tragseil (8) oder eine Tragkette getragenes und beweglich zusammengehaltenes Schuppengliederband (6, 7) ausgebildet ist und die Rollenbahn aus in Abständen angeordneten Rollensätzen (12) besteht, die zu zwei oder mehreren an miteinander räumlich winklig verbindbaren Eisenkonstruktionsrahmen (15) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuppenglieder (6) mit Kröpfungen (22) übereinander greifen, die eine gegenseitige Schwenkung zweier aufeinanderfolgender Schuppenglieder in ihrer Ebene gestatten und die dach- oder kreisbogenförmig zur Bandmitte liegen, um den Unterstützungsrollen (13) stets ebene Teil der Gleitfläche zu bieten.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuppenglieder aus dünnen elastischen Blechstücken (33) ohne hochstehende Randstücke bestehen, die muldenförmig auf entsprechend gelagerten Tragrollen aufruhen und während ihres Ueberganges über die Umkehrtrommel und im rückkehrenden Strang (18) eben gehalten bleiben.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Seitenbleche jedes Baugliedes des Förderbandes an den Rollentragkonstruktionen (12) starre Seitenbleche vorgesehen sind, die ein seitliches Abrutschen der geförderten Kohle verhindern.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schuppengliederband (1) an den Strebenden über Umkehrrollen (16, 17) läuft, wobei die eine den Abwurf der Kohle in das Fördermittel (36) der Förderstrecke bewirkt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schuppengliederband (1) von der Abwurftrommel (17) aus bis zur Kopfstrecke auf dem Kopf stehend und unmittelbar unterhalb des fördernden Stranges rückgeführt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel vor der ersten Stempelreihe (38) am Stoss entlang geführt und hinter der zweiten Stempelreihe (39) zurückgeführt wird, um den Raum zwischen der ersten und der zweiten Stempelreihe frei zu halten.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schuppengliederband an der Förderstrecke ohne Umkehrtrommel in einem kurzen Halbkreisbogen (37) zurückgeführt wird, wobei die Laufbahn eine Wendelung um 90° erfahrt, um das Fördermittel vorübergehend zwecks Abwurfes auf die Seite zu stellen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass neben einer Abwurftrommel (17) in der Förderstrecke eine weitere Umkehrtrommel (41) vorgesehen ist, die das Fördermittel wieder aufrichtet um dieses auf kurzem Bogen (42) in aufgerichteter Lage in einem neben dem Förderstrang angeordneten Rückkehrstrang (18) zurückzuführen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsscheibe (31) für das Zugseil (27) innerhalb der lose aufgesetzten Umkehrtrommel (17) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebstrommel (31) für das Zugseil (27) ausserhalb der Umkehrtrommeln angeordnet ist und das Zugseil durch Umlenkrollen (34) aus der Ebene des Schuppengliederbandes herausgeführt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (28) selbsttätig lösbar mit dem Zugseil (27) verbunden sind, indem sie z.B. das Zugseil vor Verstärkungen oder Mitnehmerknoten (35) hakenförmig umgreifen und das Zugseil an der Abkupplungsstelle mit verringertem Abstand von dem Schuppengliederband geführt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle des endlosen Schuppengliederbandes (1) einzelne aus Schuppengliedern zusammengesetzte und durch Tragseil (8) oder Kette getragene und zusammengehaltene Fördergefässe (43) treten, die über die ganze Rollenbahn gleichmässig verteilt sind und gemeinsam durch das allseitig geführte, dauernd angetriebene Zugseil (27) bewegt werden.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der einzelnen Fördergefässe (43) mit dem Zugseil (27) durch am Kopfende jedes Fördergefässes angebrachte, zum Zwecke des An- und Abschlagens des Gefässes ausrückbare Mitnehmer (28) erfolgt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die ausrückbaren Mitnehmer als schwenkbare Gabelhebel (46) ausgebildet sind, die mit Mitnehmerknoten (35) des Zugseiles (27) zusammenarbeiten und selbsttätig oder von Hand aus dem Zugseil ausgeschwenkt werden können.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnahmehebel (46) eines Fördergefässes (43) aus dem Zugseil ausgehoben wird, wenn das Gefäss auf ein vorangehendes aufläuft, indem z.B. ein den Gabelhebel (46) starr mit dem Gefäss verbindendes Kuppelglied (52) durch Auflaufen auf einen Vorsprung (55) des vorangehenden Fördergefässes ausgehoben wird.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schuppenglieder aus Gummiplatten bestehen, die von Eisenrahmen gehalten werden.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3733032A1 (de) Foerdereinrichtung
DE3032559A1 (de) Ortsbeweglicher bandfoerderer, insbesondere plattenbandfoerderer fuer brechanlagen
DE3318360C2 (de) Abbaugerät zum Lösen, Laden und Transport im untertägigen Langfrontabbau von flözartig anstehendem Mineral
DE3909309A1 (de) Verfahrbarer kurvenfoerderer
DE3701628A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur untertagefoerderung
DEP0004747DA (de) Strebseilförderung
CH646111A5 (de) Vorrichtung zum umkippen aufeinanderfolgender gegenstaende.
DE411793C (de) Vorrichtung zum Beladen von Foerderwagen mittels durch endlose Ketten angetriebener Schaufeln
DE849827C (de) Vorrichtung zum Sammeln von ausgelegten Torfsoden
DE443016C (de) Wegfuell- und Abbaufoerdereinrichtung fuer Kohlenbergwerke
DE2543510C2 (de)
DE914478C (de) Plattenbandfoerderer
DE318829C (de) Vorrichtung zum Foerdern und Schuetten von feuchtem Baugut
DE682292C (de) Abbaufoerdereinrichtung
DE1231195B (de) Kettenkratzfoerderer fuer die vollmechanische Gewinnung
DE1171814B (de) Senkrechter Umlaufaufzug
AT224016B (de) Entspeicherungskratzer
DE2240170C2 (de) Antrieb für Bunkerbänder
DE844729C (de) Vorsatzgeraet zum Beladen von vorzugsweise stetig bewegten Foerderern
DE930198C (de) Verfahrbares Bandstrassenelement
DE352974C (de) Foerdervorrichtung fuer Torfsoden mit in wagerechter Richtung umlaufender Gliederkette
AT223535B (de) Fördereinrichtung
AT343551B (de) Als eimerkettenbagger ausgebildeter grossbagger
DE2521715A1 (de) Schiebearm, insbesondere fuer betonzentralen
DE2109993C3 (de) Grabenbagger