DEP0004471MA - Längs- und Querdruckgleitlager, insbesondere schmiermittelfreies Lager - Google Patents

Längs- und Querdruckgleitlager, insbesondere schmiermittelfreies Lager

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DEP0004471MA
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Germany
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bearing
hardness
bearings
longitudinal
mineral material
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Expired
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English (en)
Inventor
Heinrich Dipl.-Ing. Mannheim Kraus
Original Assignee
Pollux GmbH, Wassermesser und Armaturenfabrik, Ludwigshafen
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Description

Lagerstellen von umlaufenden, schwingenden oder hin- und hergehenden Konstruktionselementen, namentlich in Flüssigkeits- oder Gaszählern, Durchflussmengenmessgeräten, Drossel- oder Rückschlagklappen, Kleinmotoren o. dgl. unterliegen oft einem stärkeren Verschleiss, der ein Auswechseln der Lagerteile vielfach nach verhältnismässig kurzer Betriebsdauer erforderlich macht. Dieser Verschleiss ist dann besonders gross, wenn die Lagerstellen aus irgendeinem Grunde nicht geschmiert werden können, also beispielsweise der Einwirkung einer Flüssigkeit, eines Gases oder sonst einer Atmosphäre ausgesetzt sind, durch die die Schmierstoffe fortgespült, aufgelöst oder zersetzt werden, wie dies beispielsweise bei Mengenzählern für Heisswasser der Fall ist. Ein schneller Verschleiss der Lagerstellen tritt ferner dann ein, wenn es aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist, Fremdstoffe, wie Sand, Staub, Asche o. dgl., von Lagern fernzuhalten, wofür wieder als kennzeichnendes Beispiel auf Mengen- zähler oder Regulierklappen für sandhaltiges Flusswasser oder andere Verunreinigungen führende Flüssigkeiten oder Gase verwiesen wird.
Die Erfindung betrifft eine neue Ausbildung eines Gleitlagers, sei es als Längs- oder Querdrucklager, insbesondere von schmiermittelfreien Lagern, die auch bei den ungünstigsten Arbeitsbedingungen praktisch keinem Verschleiss unterliegen und keiner Wartung bedürfen. Gemäss der Erfindung sind die aufeinandergleitenden Teile des Lagers, d. h. sowohl der Achszapfen als auch der diesen führende Teil, also Lagerbuchse, Lagerpfanne o. dgl., aus Werkstoffen gefertigt, deren Härte wenigstens an der Oberfläche über 7 nach Mohs liegt. So kann beispielsweise der Lagerzapfen, der Lagerbund oder die Lagerspitze aus einem Sinterhartmetall der vorgenannten Härte bestehen bzw. mit einem solchen Metall überzogen sein, während die Lagerbuchse bzw. die Lagerpfanne aus einem Sinterhartmetall, einem mineralischen Werkstoff der gleichen oder grösserer Härte besteht, wie auch umgekehrt der Lagerzapfen oder die Lagerspitze aus einem mineralischen Werkstoff mit dieser Härte bestehen oder überzogen sein kann, während die Lagerbuchse oder -pfanne aus einem Sinterhartmetall oder einem mineralischen Werkstoff gleicher oder anderer Art, etwa aus Steatit, besteht. Wesentlich für die Erfindung ist nur, dass bei sonst unterschiedlicher Härte oder Stoffwahl die Härte der beiden auf- bzw. ineinandergleitenden Teile höher liegt als der Wert 7 nach der Mohs'schen Härteskala. Als mineralischer Werkstoff eignet sich dabei beispielsweise natürlicher oder synthetischer Saphir.
Die Verwendung dieser Stoffe mit der genannten Härte lässt hohe Flächenpressungen und daher auch kleine Lagerflächen zu. Diese Stoffe werden ferner von Verunreinigungn nicht angegriffen, da ihre Härte über derjenigen liegt, die die Verunreinigungen oder sonstige an die Lagerstelle gelangenden Fremdkörper aufweisen.
An sich ist zwar die Verwendung von Werkstoffen mit einer Härte von über 7 nach der Mohs'schen Härteskala für Gleitlager bekannt, doch ist bei all den bekannten Anwendungsarten stets nur ein Lagerteil aus diesen, vornehmlich mineralischen Stoffen gefertigt, während der andere Lagerteil, und zwar meistens der Lagerzapfen, aus einem Stoff geringerer Härte, etwa Stahl, besteht. Diese Ausbildung der Lager ist insbesondere in der Uhrenindustrie oder bei sonstigen feinmechanischen Apparaten üblich, deren Lager im allgemeinen mit einem Schmiermittel versehen und sonst vor dem Zutritt von Fremdkörpern oder Verunreinigungen geschützt sind. Diese Lager werden daher auch beim Zutritt von Verunreinigungen, deren Härte bei derjenigen von Quarzsand oder Feldspat liegt, leicht zerstört. Wenn dagegen nach der Erfindung beide zusammenwirkenden Lagerstellen eine Härte aufweisen, die den Wert 7 nach Mohs übersteigt, sind die Lager auch unter den ungünstigsten Betriebsbedingungen, wie sie gerade bei Mengenzählern für flüssige oder gasförmige Mittel vorliegen, ohne jede Wartung unbedingt betriebssicher bei grosser Lebensdauer.

Claims (3)

1) Längs- oder Querdruckgleitlager, insbesondere schmiermittelfreies Lager, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass jedes der aufeinandergleitenden Lagerteile, wie Achszapfen und Lagerbuchse bzw. Achsspitze und Lagerpfanne, aus Werkstoffen besteht, deren Härte wenigstens an der Oberfläche über dem Wert 7 nach der Mohs'schen Härteskala liegt.
2) Gleitlager nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Lagerzapfen, Lagerbund oder die Lagerspitze aus einem Sinterhartmetall besteht bzw. mit einem solchen überzogen ist und die Lagerbuchse bzw. Lagerpfanne aus einem Sinterhartmetall oder einem mineralischen Werkstoff grosser Härte beispielsweise der des natürlichen oder synthetischen Saphirs oder darüber besteht.
3) Gleitlager nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass Lagerzapfen bzw. Lagerbund oder Lagerspitze aus einem mineralischen Werkstoff mit einer der Härte des natürlichen oder des synthetischen Saphirs entsprechenden oder diese übersteigenden Härte besteht bzw. damit überzogen und der aufnehmende Lagerteil aus einem Sinterhartmetall oder einem mineralischen Werkstoff gleicher oder anderer Art wie der Zapfen gefertigt ist.

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