DEP0004076BA - Schaltelement für elektrische Geräte - Google Patents
Schaltelement für elektrische GeräteInfo
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Description
Aus dem Lichtnetz betriebene Geräte, wie z.B. Rundfunkempfänger, sind mit einem Netzschalter ausgerüstet, durch den das Gerät in und ausser Betrieb gesetzt wird. Zur Vermeidung eines besonderen Handgriffs hat man vielfach den Netzschalter mit einem anderen Bedienungsorgan, beispielsweise mit dem Lautstärkeregler baulich vereinigt. Die bekannten Konstruktionen dieser Art sind indessen verhältnismässig kompliziert und daher teuer in der Herstellung. Zum Teil haben sie ferner den Mangel, dass sie die Bedienung des Gerätes dadurch erschweren, dass das Bedienungsorgan, mit dem der Netzschalter kombiniert ist, aus seiner normalen Betriebsstellung verstellt werden muss, um den Netzschalter ausschalten zu können.
Die Erfindung hat eine besonders einfache und zweckmässige Bauart eines Schaltelementes zum Gegenstand, welches den Netzschalter mit anderen Bedienungsorganen vereinigt und die obenangeführten Mängel vermeidet. Gemäss der Erfindung wird der Netzschalter durch Längsverschiebung einer drehbar gelagerten
Achse betätigt, deren Drehung zur Einstellung eines weiteren Organs, z.B. einer schwenkbaren Kopplungsspule ausgenutzt wird. Zweckmässig wird der Netzschalter als Schub- Kippschalter ausgebildet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann dabei die Kippfeder des Schalters so ausgebildet und angeordnet werden, dass sie auf die Schubachse nicht nur in Längsrichtung einwirkt, sondern sie ausserdem klemmend umfasst und dadurch die nötige Reibung erzeugt, welche die Achse in der von dem Bedienenden jeweils gewählten Drehstellung festhält.
Ferner kann gemäss der Erfindung eine die Schubachse umgebende Hohlachse vorgesehen und diese zur Betätigung eines dritten Organs, z.B. eines Wellenschalters verwendet werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles an Hand der Zeichnung.
Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung ein Schaltelement gemäss der Erfindung in Verbindung mit eine auf einer Isolierplatte aufgebauten Spulensatz.
Figur 2 und 3 zeigen den Schub-Kippschalter gemäss der Erfindung in Aufsicht und Grundriss.
In den Figuren ist 1 eine Isolierplatte, auf der die das Schaltelement aufnehmenden Lagerbügel 2 und 3 befestigt sind. Die Befestigung dieser beiden Lagerbügel ist dadurch bewirkt, dass lappenförmige Ansätze 2a des oberen Bügels durch entsprechende Schlitze der Isolierplatte und durch weitere Schlitze,
die im umgewinkelten Lappen 3a des Bügels 3 vorgesehen sind, hindurchgesteckt und an den Enden verformt werden. In den Bügeln 2 und 3 ist die Achse 4 eines Schub-Kippschalters drehbar gelagert, wobei sie eine Längsbewegung ausführen kann, die dadurch begrenzt ist, dass der Bund 4a bezw. ein Anschlag z.B. eine Splintscheibe 4b gegen die Lagerbrücke des Lagerwinkels 2 anliegt.
Das bewegliche Kontaktteil besteht aus dem Isolierplättchen 5, das an seinem hinteren Ende durch einen in den hochstehenden Lappen 2b vorgesehenen Schlitz hindurchgesteckt ist und an seinem vorderen Ende die Kontaktschiene 6 trägt. Das Kontaktplättchen 5 steht unter dem Druck einer aus einem Stück bügelförmig aus Draht gebogenen Feder 7, deren Enden in Löcher des Plättchens 5 eingreifen. Der feste Kontakt besteht aus den beiden Kontaktlaschen 8, die auf einer Isolierplatte 9 befestigt sind. Die Platte 9 wird ihrerseits von den hochstehenden Lappen 2b und 2c des Lagerbügels 2 getragen.
In der Nähe des kegelförmig gestalteten Endes der Achse 4 ist eine Rille ausgedreht, in welche zwei symmetrisch gestaltete Drahtfedern 10 und 10' eingreifen. Die Anordnung ist dabei so gewählt, dass diese Federn in der Figur 2 gezeigten Lage der Achse 4, bei welcher der Kontakt geschlossen ist, in axialer Richtung nach unten auf die Achse drücken, während bei Verschiebung der Achse nach Ueberwindung ihrer Strecklage in der oberen Endstellung der Achse die in Figur 1 gezeigt
und in Figur 2 strichpunktiert angedeutet ist, auf die Achse einen entgegengesetzten Druck ausüben. Bei Verschiebung der Achse ergibt sich somit eine Kippwirkung, durch welche jeweils eine schnelle und kräftige Betätigung des Schalters gewährleistet wird.
Die Achse 4 ist ausserdem frei drehbar, so dass ihre Drehbewegung gemäss der Erfindung zur Betätigung eines weiteren Organs ausgenutzt werden kann. Zu diesem Zweck ist auf der Achse ein Seilzug 11 befestigt, der auf eine schwenkbar gelagerte und unter der Wirkung einer Gegenfeder 12 stehende Schwenkspule 13 einwirkt. Die Drehbewegung der Achse 4 ist dabei durch einen Anschlagstift 14 begrenzt, welcher gegen einen aus dem Lagerbügel 2 herausgebogenen Lappen 15 anschlägt. Die Schwenkspule 13 ist an einem Isolierplättchen 16 befestigt, das seinerseits an einer feststehenden Hohlachse 17 drehbar gelagert ist. Durch diese Hohlachse sind ausserdem die Zuführungen der Spule 13 hindurchgeführt. Die Federn 10, die die Achse 4 klemmend umfassen, wirken in jeder Stellung der Achse als Reibungsbremse, so dass die Achse ihre jeweils eingestellte Drehlage beibehält und sich unter dem Zug des durch die Feder 12 gespannten Seiles 11 nicht verdrehen kann.
An dem unteren Lagerbügel 3 ist ausserdem die Hohlachse 18 drehbar gelagert, welche an ihrem oberen Ende als Vierkant gestaltet ist, auf dem sie die Kontaktscheibe 19 trägt. Diese wirkt mit feststehenden Kontakten in an sich bekannter Weise zusammen und kann beispielsweise als sogenannter Wellenschalter
zur Ein- und Ausschaltung der für die verschiedenen Wellenbereiche benötigten Spulensätze benutzt werden. Zu diesem Zweck ist eine Rast beliebiger Art vorgesehen, welche die verschiedenen Schaltstellungen festlegt.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, das in Einzelheiten abgeändert werden könnte, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Der beschriebene Schub-Kippschalter könnte wegen seiner besonderen Einfachheit und Zweckmässigkeit auch in solchen Fällen Anwendung finden, in denen die Drehbewegung seiner Schubachse nicht ausgenutzt wird.
Die in den Ansprüchen angegebenen Bezugszeichen dienen nur der Erläuterung und sind nicht einschränkend aufzufassen.
Claims (9)
1. Schaltelement für elektrische Geräte, insbesondere Rundfunkempfänger, bei welchem der Netzschalter durch Längsverschiebung einer drehbar gelagerten Achse betätigt wird, deren Drehung zur Einstellung eines weiteren Organs dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse bei ihrer Längsverschiebung unmittelbar auf den Netzschalter einwirkt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Netzschalter als Schub-Kippschalter ausgebildet ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, das die Kippfeder (10) auf die Schubachse (4) in Längsrichtung einwirkt und sie ausserdem mit solcher Klemmung umfasst, dass die so erzeugte Reibung die Achse in der jeweiligen Drehlage festhält.
4. Gerät nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippfeder durch 2 symmetrisch gebogene, in eine Nut der Achse (4) eingreifende Drahtschenkel (10 bezw. 10') gebildet wird.
5. Gerät nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegung der Achse (4) von einem durch eine Feder (12) gespannten Seilzug (1) auf das zu bedienende Organ übertragen wird.
6. Gerät nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalterachse (4) in Lagerbügeln (2, 3) gelagert ist, die unter Zwischenfügung einer Isolierplatte (1) miteinander an Verbindungslappen (2a, 3a) fest verbunden sind.
7. Gerät nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalterachse (4) von einer Hohlwelle (18) umgeben ist, welche ein weiteres Organ, insbesondere den Wellenschalter (19) betätigt.
8. Gerät nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Kontaktteil des Netzschalters aus einem die Kontaktschiene (6) tragenden Isolierplättchen (5) besteht, welches in einem Schlitz eines hochstehenden Lappens (2b) des Lagerbügels (2) eingesetzt ist und von einer bügelförmig gebogenen Drahtfeder (7) beeinflusst wird.
9. Gerät nach Anspruch 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die festen Kontakte (8) des Netzschalters auf einer Isolierplatte (9) befestigt sind, welche von hochstehenden Lappen (2a, c) des Lagerbügels (2) getragen wird.
Text wurde auf Seite 9 als 1. Patentanspruch eingesetzt.
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