DEP0003886BA - Spannungsschutz für durch mehrflügelige Türen verschließbare Anlagen bzw. Anlagenteile, insbesondere für HF-Anlagen - Google Patents
Spannungsschutz für durch mehrflügelige Türen verschließbare Anlagen bzw. Anlagenteile, insbesondere für HF-AnlagenInfo
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Description
Werden spannungführende Teile einer Anlage, insbesondere einer HF-Anlage in Räumen, Gestellen oder sonstigen Behältern untergebracht, welche durch Türen abgeschlossen werden, so werden Vorkehrungen dahin getroffen, dass beim Öffnen der Türen die Anlage spannungslos wird. Bei Abschluss durch mehrflügelige Türen sind die Sicherungsanordnungen so eingerichtet, dass jeder Türflügel einzeln mit Druck- oder Messerkontakten ausgerüstet ist, welche derart in Reihe geschaltet sind, dass nur, wenn alle Flügel geschlossen sind, die Anlage unter Spannung steht. Wird ein Türflügel geöffnet, so macht die Unterbrechung der Reihenschaltung die Anlage stromlos. Da aber die durch die Türflügel zu steuernden Kontakte so gelagert sind, dass sie bei geöffneter Tür leicht von Hand aus betätigt werde können, ist kein ausreichender Spannungsschutz gewährt, da, z. B. bei zweiflügeligen Türen, wenn nur ein Flügel geschlossen wird, durch Betätigung des anderen Türkontaktes von Hand aus die Anlage unter Spannung gesetzt werden kann.
Die Erfindung beschreitet daher bei Verwendung mehrflügeliger Türen einen anderen Weg, der sich dadurch kennzeichnet, dass erst nach Schliessen sämtlicher die Anlage oder einen bestimmten Anlageteil sichernder Türflügel eine Freigabeeinrichtung betätigt wird, welche eine mit dem Schliessen des letzten Türflügels eintretende Kontaktgabe zur Spannungseinschaltung für die Anlage ermöglicht.
Bei der erfindungsgemässen Anordnung braucht nicht wie bei den bekannten Anordnungen jeder Türflügel mit einer Kontakteinrichtung versehen zu werden, sondern es ist ausreichend, an einem einzigen Türflügel, vorzugsweise an dem zuletzt zu schliessenden, eine Kontakteinrichtung vorzusehen, die eine Spannungseinschaltung bei geschlossenen Türflügeln herbeiführt. Diese Kontakteinrichtungen ist so gebaut, dass sie von Hand aus nicht betätigt werden kann. Um auch eine Beeinflussung unter Verwendung üblicher Werkzeuge zu verhindern, ist ein entsprechender Gestängeteil, der zur Verriegelung der Türflügel dient, so geformt, dass nur durch ihn eine Betätigung der Kontakteinrichtung möglich ist.
Besteht dagegen der Wunsch, eine Überwachung der Kontakteinrichtung auch im Betriebszustand bei geöffneten Türflügeln durchzuführen, so bietet die erfindungsgemässe Anordnung die Möglichkeit, durch der Anlage beigegebene Kontaktschieber diese bei geöffneter Tür zur Betätigung der Kontakteinrichtung zu benutzen. Zweckmässig sind dabei optische Warnzeichen mit dem Kontaktschieber verbunden, die auf das Unterspannungstehen der Anlage besonders hinweisen.
Zur Erläuterung ist in den Figuren 1 bis 3 ein Ausführungsbeispiel für eine HF-Anlage schematisch dargestellt, bei der ein hier nicht gezeigter Anlageteil beispielsweise durch eine zweiflüglige Tür verschliessbar ist. Sind die beiden in der Figur 1 strichpunktiert dargestellten Türflügel 1 und 2 geöffnet, so ist die Kontakteinrichtung 3 nicht betätigt und infolgedessen der durch die beiden Türflügel 1 und 2 verschliessbare Anlageteil spannungslos. Wird nur der Türflügel 1 geschlossen, so erfolgt ebenfalls keine Betätigung der Kontakteinrichtung, die Spannungslosigkeit der Anlage bleibt also bestehen. Wird bei offenem Türflügel 1 der Türflügel 2 geschlossen, so ist eine Betätigung des an diesem Türflügel befindlichen Gestänges 4 durch den Handgriff 5 nicht mögich, da die als Feder ausgebildete, durch Deckleiste 6' abgedeckte Freigabeinrichtung 6 an der Stelle 7 des Gestänges 4 die Bewegung desselben sperrt. Der untere Teil 8 des besonders geformten Gestängeteiles (nur schematisch angedeutet) kann demzufolge, obwohl er über einer entsprechend geformten Öffnung 9 der Kontakteinrichtung 3 liegt, nicht in die Kontakteinrichtung eindringen und sie zur Spannungseinschaltung betätigen. Erst wenn, wie die Figur 2 erkennen lässt, der Türflügel 1 und dann
der Türflügel 2 geschlossen worden ist, ist eine Verstellung der Gestänges möglich. In diesem Falle wird nämlich die Freigabeeinrichtung 6 durch Anschlag an einen Ausschnitt 7' des Türflügels 1 aus der Stelle 7 des Gestänges 4 herausgedrückt, so dass bei Betätigung des Türgriffes 5 u. a. der untere Gestängeteil mit seiner besonderen Ausbildung 8 durch die Öffnung 9 in die Kontakteinrichtung 3 eindringen und dort eine Kontaktgabe veranlassen kann. Nunmehr ist die Spannungseinschaltung für die HF-Anlage erfolgt. Infolge der geschlossenen Ausführung der Kontakteinrichtung 3 kann diese nicht wie bei bekannten Anordnungen mit Druck- oder Messerkontakten von Hand aus betätigt werden. Auch eine Benutzung üblicher Werkzeuge, welche in die Öffnung 9 eingeführt werden, führt infolge hier nicht gezeigter besonderer Ausbildung der Kontakteinrichtung nicht zu einer Kontaktgabe. Dies kann vielmehr nur durch den besonders geformten Gestängeteil 8 veranlasst werden. Um nun aber doch die Möglichkeit zu bieten, bei geöffneten Türflügeln die HF-Anlage zu beobachten und ihre Wirkungsweise zu überwachen, ist ein Kontaktschieber 10 gemäss Figur 3 einer dem Gestängeteil 8 entsprechenden Formgebung vorgesehen, der beim Einführen in die entsprechend geformte Öffnung 9 der Kontakteinrichtung die nur bei dieser Formgebung erzielbare Kontaktgabe ermöglicht. Um nun ein optisches Warnzeichen zu geben, dass die Anlage unter Spannung steht, ist dieser Kontaktschieber an einem Band 11, vorzugsweise aus Textilwerkstoff, befestigt, welches beim Einstecken des Kontaktschiebers die Öffnung des unter Spannung stehenden Anlageteiles überspannt und durch die auf ihm angebrachten Pfeile auf den Spannungszustand des Anlageteiles hinweist. Die besondere Formgebung des Gestängeteiles bzw. des Kontaktschiebers ist hier nur schematisch angedeutet, da sie in irgendeiner bekannten Weise ausgeführt werden kann.
Claims (6)
1. Spannungsschutz für durch mehrflüglige Türen verschliessbare Anlagen bzw. Anlagenteile, insbesondere für HF-Anlagen, dadurch gekennzeichnet, dass erst nach Schliessen sämtlicher die Anlage oder einen bestimmten Anlageteil sichernder Türflügel eine Freigabeeinrichtung betätigt wird, welche eine mit dem Schliessen des letzten Türflügels eintretende Kontaktgabe zur Spannungseinschaltung für die Anlage ermöglicht.
2. Spannungsschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktgabe zur Spannungseinschaltung nach betätigter Freigabeeinrichtung in einer einem einzigen Türflügel zugeordneten Kontakteinrichtung veranlasst wird.
3. Spannungsschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Freigabeeinrichtung die Betätigung eines den letzten Türflügel verriegelnden Gestänges ermöglicht und so angeordnet ist (z. B. hinter einer Deckleiste), dass sie unbeabsichtigt nicht betätigt werden kann.
4. Spannungsschutz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das verriegelnde Gestänge mit einem Gestängeteil ausgerüstet ist, welches zur Betätigung der von Hand aus nicht zugänglichen Kontakteinrichtung dient.
5. Spannungsschutz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Betätigung der Kontakteinrichtung dienende Gestängeteil so geformt ist, dass durch Benutzung üblicher Werkzeuge an seiner Stelle die Kontakteinrichtung zur Spannungseinschaltung nicht betätigt werden kann.
6. Spannungsschutz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch Beigabe eines ebenso wie der die Kontakteinrichtung betätigende Gestängeteil geformten, mit optischen Warnzeichen ausgerüsteten Kontaktschiebers eine Betätigung der Kontakteinrichtung bei geöffneten Türflügeln ermöglicht wird.
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