DEP0003385DA - Maschine zur Herstellung von Werkstücken aus Draht mit angestauchten Köpfen, sowie mit oder ohne angeschnittener oder angepreßter Spitze, insbesondere Nägel. - Google Patents
Maschine zur Herstellung von Werkstücken aus Draht mit angestauchten Köpfen, sowie mit oder ohne angeschnittener oder angepreßter Spitze, insbesondere Nägel.Info
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Description
Zur Herstellung von Werkstücken aus Draht mit angestauchten Köpfen sowie mit und ohne angeschnittener oder angepreßter Spitze, wie z.B. Nägel, werden Vorrichtungen verwendet, die dem Grundsatze nach derart arbeiten, daß Draht von einer Haspel abgezogen, durch einen Richtapparat hindurch Klemmbacken zugeführt wird. Den Transport besorgen intermittierend angetriebene Walzen. Nachdem der Draht von den Klemmbacken gefasst worden ist, wird der Kopf angestaucht, sodann der Draht um Werkstücklänge vorgeschoben, abgeschert und aus der Vorrichtung ausgeworfen, wobei der Preßstempel mit einer der Werkstücklänge entsprechenden Hublänge zurückfährt. Die einfachen Bewegungsvorgänge der erforderlichen Vorrichtung gestatten einen einfachen und betriebssicheren Aufbau, der eine großzahlige Massenerzeugung ohne nennenswerten Ausfall gestattet. Die Maschinen haben aber trotz ihrer Einfachheit den Nachteil, daß sich die Erzeugung nicht über eine Stückzahl von etwa 650 je Minute steigern läßt. Obwohl die einfachen Maschinenelemente der Vorrichtung ohne weiteres die erforderliche Tourenzahl machen könnten, entsteht bei Überschreitung der genannten Erzeugungsgeschwindigkeit Ausschuss, indem sich die Köpfe nicht ausformen.
Ziel der Erfindung ist es, mit einfachen Mitteln betriebssicher eine Verdoppelung der Zeugung - und mehr - zu erzielen, ohne daß die oben erwähnten Güteminderungen der massenerzeugten Werkstücke eintreten. Hierzu wird, ausgehend von den in der Praxis bewährten Mitteln, vorgeschlagen, zwei, abwechselnd eine Stauchbewegung ausführende Stauchstempel vorzusehen, die mit einem quer zur Stauchrichtung hin- und herbeweglichen Klemmbackenpaar zusammenwirken. Das Klemmbackenpaar ist in unmittelbarer Nähe der Stauchstempel angeordnet. Die Schermesser sind auf Nagellängenabstand vor dem Klemmbackenpaar angeordnet. Das Klemmbackenpaar wird gebildet von einer ungeteilten oder zusammengesetzten Backe, die sich im Arbeitstakt der Sempel hin- und herbewegt und mit zwei Arbeitseinschnitten versehen ist. Die andere Backe besteht aus zwei Teilbacken, die je mit einem Einschnitt versehen und senkrecht oder im Winkel zur ungeteilten Backe beweglich sind. Im Zusammenwirken
miteinander oder allein bringen die Backen des Backenpaares jeweils ein abgeschnittenes Drahtende wahlweise zum einen oder anderen Stauchstempel, wo der Kopf angestaucht wird. Für die Stauchstempel wird vorzugsweise ein Kurbelwellenantrieb verwendet und zwar sitzen die Stempel bezw. ihre Antriebsstangen auf einer gemeinsamen Kurbel um 180° versetzt. Diese einfachen Mittel gestatten infolge der gedrängten Anordnung und der Vermeidung von Leerhüben ohne Steigerung der Geschwindigkeit eine Verdoppelung der Erzeugung. Lediglich der Draht muß mit doppelter Geschwindigkeit intermittierend zugeführt werden; diese Geschwindigkeitssteigerung ist indes ohne Schwierigkeiten beherrschbar. Die Erzeugung ist in der Masse stets gleichbleibend und ohne Ausschuss.
In den Zeichnungen ist im Ausführungsbeispiel die Vorrichtung gemäß der Erfindung schematisch im Vergleich zu einer bekannten Vorrichtung dargestellt und zwar unter Fortlassung aller Teile, die zum Verständnis der Erfindung nicht unbedingt erforderlich sind. Die Erfindung soll aber nicht auf das Prinzip verkörpernde Ausführungsbeispiel beschränkt sein, es können vielmehr Abänderungen getroffen werden, ohne daß hierdurch vom Grundgedanken der Erfindung abgewichen würde.
Abb. 1 zeigt in Aufsicht eine bekannte Vorrichtung und die
Abb. 1 und 1b zeigen einzelne Arbeitsphasen der Vorrichtung der Abb. 1,
Abb. 2 zeigt eine entsprechende Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Abb. 2a eine Ansicht des Klemmbackenpaares und
Abb. 2b eine Arbeitsphase der Vorrichtung.
Bei der bekannten Vorrichtung wird der Draht von der Haspel abgenommen durch den Rollenrichtapparat 1 von den Transportrollen 2, 3 intermittierend durch eine Führung 4 dem Klemmbackenpaar 5, 6 zugeführt. Die Klemmbacke 5 ist beweglich, die Backe 6 dagegen steht fest. Während der Draht von diesen Backen gehalten wird, fährt der Stempel, von der Kurbelwelle 10 angetrieben, vor und staucht den Kopf an. Sodann fährt der Kolben um einen Hub zurück, dessen Länge der Werkstücklänge entsprechen muß, während gleichzeitig der Draht weiter vorgeschoben wird bis die Lage erreicht wird, in der der Draht von den Schermessern 7, 8 abgeschnitten und gegebenenfalls die Spitze des Werkstückes gebildet wird. Die Länge des erforderlichen Hubes für den Stempel 9 ergibt sich besonders aus Abb. 1a. Der Hub H(sub)1 muß der Länge des Werkstückes entsprechen, so daß erhebliche Weg-
längen zurückzulegen sind zwischen dieser äußersten Stellung und der anderen äußersten Stellung nach Abb. 1b, in der das Anstauchen des Kopfes bei beiseitegefahrenen Messern 7, 8 erfolgt.
Wie aus Abb. 2 ersichtlich, entspricht die Vorrichtung gemäß der Erfindung bis zur Führung 4 in jeder Einzelheit der Vorrichtung nach Abb. 1. Hinter dieser Führung sind jedoch unmittelbar die Schermesser 7, 8 angeordnet, die in Tätigkeit treten, sobald der Draht um Werkstücklänge an den Messern vorbeigefahren worden ist. Alsdann wird der Draht vom Backenpaar 5, 6 erfaßt und das abgelängte Stück den Stauchstellen zugeführt.
Im Gegensatz zum Bekannten sind zwei Stauchkolben 9(sub)l und 9(sub)r vorgesehen, die äußerst kurze Hübe H(sub)2 ausführen und auf einer gemeinsamen Kurbelwelle 10 sitzen, wie insbesondere auch aus Abb. 2b hervorgeht.
Wie aus Abb. 2a ersichtlich, besteht das Klemmbackenpaar aus der Backe 6, die in Richtung des eingezeichneten Pfeiles quer zum Drahtvorschub hin- und herbewegt wird. Sie ist mit zwei Arbeitseinschnitten zur Aufnahme des Drahtes versehen. Außerdem sind an der Backe 6 federnde Führungen angebracht, die der Halterung des Drahtendes bezw. des Werkstückes beim Quertransport dienen. Diese als federnde Klemmen o.dgl. ausgebildeten Führungen sind der Übersicht halber fortgelassen. Die Backe 5 ist geteilt in eine linke 5(sub)l und eine rechte 5(sub)r, die sich im im gewählten Ausführungsbeispiel senkrecht zur Bewegungsrichtung der Backe bewegen. Es könnte aber die Anordnung auch so getroffen werden, daß sich die Backen 5 im Winkel zur Backe 6 bewegen, sich mithin gewissermaßen mit einer Kippbewegung von der Backe 6 abheben. Jede Teilbacke hat einen Arbeitseinschnitt, der mit dem entsprechenden Einschnitt der Backe 6 zusammenwirkt.
Der Arbeitsvorgang spielt sich so ab, daß der vorgeschobene Draht sich in einen Arbeitseinschnitt der Backe 6 einlegt und in dieser Stellung gehalten wird von den nicht dargestellten federnden Führungen. Es erfolgt das Abscheren auf Werkstücklänge zuzüglich einer Zugabe 11 für das Anstauchen des Kopfes. Nach dem Abscheren wird das Drahtende mit der Backe 6 zur Backe 5(sub)l transportiert, worauf die Teilbacke 5(sub)l sich auf die Backe 6 absetzt und so ein den Draht festhaltendes Preßgesenk bildet. Alsdann staucht der um den kurzen Hub H(sub)2 vorgefahrene Stempel 9(sub)l den Kopf an. Das fertige Werkstück wird mit Hilfe eines nicht dargestellten Auswerfers aus der Vorrichtung entfernt, nachdem die Backe 5(sub)l sich von der Backe 6 wieder abgesetzt hat. Der kurze Querhub H(sub)3 der Backe 6 nach links hat gleichzeitig den rechtsseitigen Einschnitt in die Mittelstellung gebracht,
so daß sich der vorgeschobene Draht wieder in diesen Einschnitt einlegen kann. Beim nächsten Hub der Backe 6 gelangt das abgescherte Drahtende unter die Teilbacke 5(sub)r, wird festgehalten und der Kopf angestaucht vom vom Stempel 9(sub)r.
Es ist ersichtlich, daß kein Teil verwickeltere Bewegungen ausführt, als bei der bekannten Einrichtung, während die Stempel wesentlich kürzere Hübe ausführen. Da je Umdrehung der Kurbelwelle 10 zwei Werkstücke gefertigt werden, ergibt sich eine Verdoppelung der Erzeugung, wenn die gleiche Tourenzahl für die Maschine zugrunde gelegt wird, wie bei der bekannten. Diese gesteigerte Massenerzeugung wird mithin unter Anwendung einfachster Mittel in stets gleichbleibender Güte ohne die Gefahr von Ausschuss und Betriebsstörungen erzielt. Insbesondere ist sichergestellt, daß trotz des hohen Auswerfens in der Zeiteinheit jeder Kopf vollkommen ausgeformt ist.
Zur Erzeugung der Bewegung der einzelnen Teile sind, wie bei der bekannten Vorrichtung, ebenfalls nur Kurbel- und Schlittenführungen erforderlich, die in ihrer Einfachheit zu keinerlei Störungen Veranlassung geben. Es ist ferner auch möglich, mehr als zwei Stempel vorzusehen, wobei das Klemmbackenpaar beispielsweise als rotierender Körper mit einer entsprechenden Anzahl von Arbeitseinschnitten ausgebildet sein kann. Bei gleichbleibender Tourenzahl und lediglich erhöhter Drahtzufuhrgeschwindigkeit kann auf diese Weise die Erzeugung in der Zeiteinheit noch weiter gesteigert werden.
Claims (3)
1. Maschine zur Herstellung von Werkstücken aus Draht, insbesondere von Nägeln, mit angestauchtem Kopf sowie mit oder ohne angeschnittener oder angepresster Spitze, mit hin- und hergehendem Stempel zum Anstauchen des Nagelkopfes, während der Draht von Klemmbacken gefasst wird, und mit Messern zum Abscheren des Drahtes, gekennzeichnet durch auf Nagellängenabstand vor dem Klemmbackenpaar angeordnete Schermesser und durch mehrere, abwechselnd eine Stauchbewegung ausführende, nebeneinander liegende Stauchstempel mit einer im wesentlichen der für das Anstauchen des Kopfes notwendigen Werkstoffzugabe (11) entsprechenden Hublänge (H2), die mit einem vor den Stauchstempeln angeordneten und sich in Ebene derselben hin- und herbewegenden Klemmbackenpaar zusammenwirken, das wechselweise ein abgeschertes Drahtende den einzelnen Stauchstempeln zuführt und während des Stauchvorganges in Stauchstellung hält.
2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei abwechselnd stauchende Stempel (9(sub)l und 9(sub)r) und einer in der Mitte zwischen den Stempelhubebenen liegenden, an sich bekannten Drahtzuführungseinrichtung, sowie durch die untere Klemm- und Zuführungsbacke (6), die sich in Ebene der Stempel im halben Stempelabstande hin- und herbewegt und zwei im halben Stempelabstande voneinander entfernt liegende Aufnahmen für die abgeschnittenen Drahtstücke aufweist, von denen jeweils die eine mit dem zugeführten Draht und die andere mit dem gerade stauchenden Stempel koaxiale Lagen einnehmen, und durch in den Hubebenen der Stempel liegende und sich bewegende, obere Backen (5(sub)l und 5(sub)r), die sich auf die untere Backe (6) aufsetzen, wenn durch diese ein Drahtstück in Stauchstellung gebracht ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die querbewegliche Backe eine federnde Führung zum Halten der abgescherten Drahtenden aufweist.
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