DEP0002866BA - Zündeinrichtung für Leuchtstofflampen mit Hilfe einer Glimmentladungsröhre - Google Patents
Zündeinrichtung für Leuchtstofflampen mit Hilfe einer GlimmentladungsröhreInfo
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Description
Siemens-Schuckertwerke Berlin-Siemens Stadt, den„ tt , ,naFi
Aktiengesellschaft ] O, i&l 1949
ρ 2866 VIIIo/21f B
Zündeinrichtung fur leuehtstofflampen mit Hilfe einer
Glimmentladungsröhre,
Zum Inbetriebnehmen von Leuchtstefflampen verwendet man ®i't parallel zur Entladungsstrecke der leuchtstofflampe liegende
Zündeinrichtungen, die aus einer Glimmentladungsröhre bestehen· Diese Glimmentladungsröhre enthält einen vom Glimmstrom beeinflußten
Bimetallschalter· Die einfachste und am meisten verwendete Art dieser Glimmzünder hat als Bimetallschalter einen einaigen
Bimetallstreifen, dem ein fester Kontaktteil als Gegenelektrode gegenübersteht« Zum Zünden der Lpuchtstefflamp® entsteht
zwischen dem Bimetallstreifen und der Gegenelektrode ein Glimmstrom, der den Bimetallstreifen aufheizt. Durch die Erwärmung
bewegt sich der Bimetallstreifen gegen die Gegenelektrode, wodurch die Entladungsstrecke der Leuchtstofflampe überbrückt
wird, Ba durch die Berührung zwischen Bimetallstreifen und Gegenelektrode die Aufheizung durch den Glimmstrem fortfällt,
bewegt sich der Bimetallstreifen unter Erkalten sofort nach, seiner Berührung mit der Gegenelektrode wieder zurück» 3ei der
hierdurch eintretenden Unterbrechung der Überbrückung der Entladungsstrecke der leuchtstofflampe entsteht durch die der Entladungsstrecke
vergeschaltete Drosselspule ein Spannungsstoß, der die Entladungsstrecke zum Zünden bringt«
3ci d?n bekannten Glimmznnder λ ist die Zeit der Berührung zwischen
dem Bimetallstreifen und der Gegenelaktrode klein, ^e-m auch diese Zeit ausreicht, um in drr Drosselspule das magnetische Ff=Id für
den Gpannungsstoß aufzubauen, so reicht sio aber in der Regel nicht aus, um die Gluhel^ktroden der Leuchtstofflampen, über die
der Strom bei der Überbrückung der Entladungsstrecke durch den Glimmzündor fließt, so aufzuheizen, daß das Zünden der Entla—
dungsstrccke durch die Emission der Glühelektroden wesentlich erleichtert ist» Vielmehr tritt ein Zünden bei nur wenig aufgeheizten
Elektroden (ZaItzünden) auf, das zu einer Herabsetzung der lebensdauer der Leuchtstofflampe führt. Außerdem erfelgt bei
hinreichend aufgeheizten Glühelektroden die Zündung der Leuchtstofflampe, insbesondere bei abgesunkenrr Netzspannung, schneller
und sicherer als bei wenig aufgeheizten Glühelektroden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Leuchtstofflampen eine mit einer Glimmentladungsröhre arbeitende Zündeinrichtung
zu schaffen, die gestattet, mit Sicherheit die Aufheizzeit der Glühelektroden der Leuchtstofflampe auf den erforderlichen Wert
heraufzusetzen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch Verwendung eines Bimetallschalters in der Glimmentladungsröhre
gelöst, der zwei ungleich trage wirkende, bei Erwärmung in gleicher Richtung sich bewegende Bimetallstreifen hat. Von diesen
■beiden Bimetallstreifen eilt der Bimetallstreifen mit kleiner Trägheit bei Erwärmung durch den Glimmstrom dem Bimetallstreifen,
mit größerer Trägheit bis zum Erreichen eines festen Anschlages voraus j alsdann wird er von dem. Bimetallstreifen mit ^x'oßezex
Trägheit berührt, und beim Erkalten beider Bimetallstreifen verbleibt er noch auf einem Teil des Rückweges in Berührung
mit dem anderen Bimetallstreifen,
In der Zeichnung ist ein Auslührungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die iigur 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Zündeinrichtung
gemäß der Erfindung. Die Figuren 2 und 3 geben einen Querschnitt durch die Zündeinrichtung in einem Ruhe—
und Betriebszustand wieder·
Die Zündeinrichtung gemäß der Erfindung hat äußerlich im wesentliehen die gleiche Form wie die bekannten Glimmzünder, die darin
"besteht^ daß ein zylindrisches, gasdicht abgeschlossenes Gehäuse 1 aus Glas oder Metall als Glimmentladungsröhre dient
und mit zwei Zuführungskontakt er* 2,3 versehen ist. Im Innern dieses Gehäuses befindet sich ein Bimetallschalter, der von einer
Sockelerhebung 4 getragen ist« Der Bimetallschalter besteht erfindungsgemäß aus zwei im wesentlichen U-förmigen Bimetallstreifen
5*6» An dem einen ih-rer Schenkel sind die Bimetallstreifen durch die Haltestifte 7,8 an der S§okelerhebung 4 getragen.
Die freien Schenkel stehen im kalten Zustand der Bimetallstreifen einander im Abstand gegenüber (Fig. 2) und tragen an ihren Enden
Kontakte 9,10· Erfindungsgemäß sind beide Bimetallstreifen so ausgebildet, daß sie bei Erwärmung in gleicher .Richtung sich bewegen.
Sie haben aber eine ungleiche Trägheit. Das bedeutet, daß der eine Bimetallstreifen, und zwar der Bimetallstreifen 5 mit
kleinerer Trägheit bei Erwärmung sich schneller bewegt als der andere Bimetallstreifen 6 mit größerer Trägheit* Die Figur 2
zeigt die lage der Bimetallstreifen im Ruhezustand der Zündeinrichtung« Tritt an der Zündeinrichtung die Spannung auf, die
«um Speisen der Leuchtstofflampe dient, s® entsteht zwischen den beiden Bimetallstreifen 5,6 eine Glimmentladung, durch deren
GliffijHstrom beide Bimetallstreifen aufgeheizt werden« 3-± dieser Erwärmung eilt der Bimetallstreifen 5 mit kleinerer Trägheit
dem Bimetallstreifen 6 mit größerer Trägheit bis zum Erreichen eines festen Anschlages, der zweckmäßig von dem Haltestift 7
des Bimetallstreifens 5 gebildet ist, voraus. Da immer noch eiae Glimmentladung zwischen den beiden Bimetallstreifen besteht,
folgt der Bimetallstreifen 6 mit gr'ößexez Trägheit nach, bis er den Bimetallstreifen 5 mit kleinerer Trägheit berührt, wodurch sich die Kontakte 9,10 schließe». Da mit den Eintreten
der Berührung die Beheizung der Bimetallstreifen aufhört, tritt ein Erkalten ein, wedurch sich beide Bimetallstreifen !nentgegengesetzter
Richtung zurückbewegen· Dadurch, daß sioh der Bimetallstreifen 5 mit kleinerer Trägheit schneller in seine
Ursprungslage zurückbewegen will, liegt er auf einem Teil des Rückweges an den Bimetallstreifen 6 mit größerer Trägheit anp
wodurch die Berührung zwischen beiden Bimetallstreifen und damit die Schließstellung der Kontakte 9,10 aufrechterhalten.
wirdo Erst wenn der Bimetallstreife® 5 seine Ursprungslage erreicht hat, hört die Berührung zwischen beide* Bimetallstreifen
auf. Der Bimetallstreifen β mit größerer Trägheit bewegt sich dann noch in seine Ursprungsstellung zurück»
Durch die Erfindung ist ertfeic-lst werden, daß in der Glimment-
ladung sr'ohre an dem Bimetallschalter die Zeit des Kontakt Schluss es und damit die der Überbrückung der Sntladungsstreolce der L.-sucht—
stofflampe vergrößert ist» Durch geeignete Wahl der Bimetallstreifen und ihrer Abstände kann man diese Zeit beliebig
einrichten. Sie läßt sich so einrichten, daß sie ausreicht, um die Glühelektroden der Leuchtstofflampe hinreichend aufzuheizen,
so daß die die Lebensdauer der Leuchtstofflampe herabsetzenden Kaltzündungen nicht auftreten«
3-Figuren
2 Ansprüche
2 Ansprüche
Claims (2)
1. Zündeinrichtung für Leuchtstofflampen mit Hilfe einer Glimmentladungsröhre,
die einen vom Glimmstrom beeinflußten Bimetall— schalter enthält,, dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallschalter
zwei ungleich träge wirkende, bei Erwärmung in gleicher Richtung sich bewegende Bimetallstreifen (5»6) hat, von denen
der Bimetallstreifen (5) mit kleinerer Trägheit bei Erwärmung durch den Glimmstrom dem Bimetallstreifen (6) mit größerer
Trägheit bis zum Erreichen eines festen Anschlages (7) vorauseilt, alsdann von dem Bimetallstreifen (6) größerer Trägheit
berührt wird und beim Erkalten beider Bimetallstreifen noch auf einem Teil des Rückweges in Berührung mit dem anderen Bimetallstreifen
verbleibt.
2. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bimetallstreifen (5,6) im wesentlichen U-förmig
an ihren einen Schenkeln von Haltestiften (7,8) getragen sind und an ihren freien Schenkeln einander gegenüberstehen.
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