DEP0002098BA - Fahrbare Dreschmaschine, insbesondere Schmaldrescher, zur Ausführung eines sogenannten fliegenden Drusches - Google Patents
Fahrbare Dreschmaschine, insbesondere Schmaldrescher, zur Ausführung eines sogenannten fliegenden DruschesInfo
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Description
zur Patentanm. ρ 2098 Ill/^e B
B.Päschke
Patent-u.Zivilingenieur
Berlin-Treptow
Defreggers"tr.3
Gurt Raus s e η d ο r f Ober-Ingenieur Jena, Steiger 3, Haus 2
Fahrbare Dreschmaschine, insbesondere Schmaldrescher, zur Ausführung eines sog. "fliegenden"
Drusches.
Die üblichen Dreschmaschinen werden entweder durch eine Zugmaschine, eine Lokomobile oder durch einen Elektromotor
unter Verwendung langer Treibriemen angetrieben. Beim Wechseln des Dreschplatzes verursacht das Ausfluchten
des Riemens der Antriebsmaschine und das Festkeilen der letzteren am Boden erhebliche Zeitverluste. Jeder Ortswechsel
des Dreschsatzes musste deshalb nach Möglichkeit vermieden werden. Beim sog. Felddrusch wurde aus diesem
Grunde das geerntete Gut auf Fahrzeugen an die Dreschmaschine herangefahren. Die durch eingebauten Elektromotor
angetriebenen Dreschmaschinen sind infolge ihrer Gebundenheit an die Stromzuführung im allgemeinen nur für den
Scheunendrusch geeignet. Nun ist aber bekannt, dass bei der Erntebergung von Körnerfrucht, namentlich bei der Rapsernte,
mit erheblichen Körnerverlusten gerechnet werden muss. Beispielsweise betragen die Verluste bei der Rapsbergung
ca. 10 v.H., da die kleinen Rapskörner trotz vorsichtigen Aufladens, was möglichst im Morgentau zu geschehen
hat, aus den Hülsen springen und ausserdein trotz sorgfältigen Abdichtens der Fahrzeuge mit Planen beim Fahren
verloren gehen. Auch bei den anderen Körnerfrüchten sind die Verluste durch Auf- und Abladen, sowie durch Transport
zum Dreschplatz erheblich.
Der Erfinder hat sich daher die Aufgabe gestellt, dieses verlustbringende Auf- und Abladen und Weiterbefördern
des Dreschgutes vor dem Drusch zu vermeiden und zwar in der Weise, dass die Dreschmaschine zu den einzelnen Kornpuppen
auf dem Felde gefahren wird und diese nacheinander dem Dreschvorgang unterworfen werden. Es sind in dieser
Beziehung schon Vorschläge gemacht worden und es ist bereits bekannt, leichte Mähdrescher, die von Zugmaschinen gezogen
werden^gleichseitig durch eine Zapfwelle derselben für den Dreschvorgang anzutreiben. Bei diesen Ivlähdreschern muss
aber, um nach dem Mähen das Dreschen durchführen zu können, ein Auflockern des Dreschgutes und ein vollkommen gleichmassiges
Einlegen desselben von Hand erfolgen, wenn überhaupt ein Antrieb der Dreschmaschine mittels Zapfwelle der Antriebsmaschine
ermöglicht werden soll. Hierzu ist aber eine geübte Hilfskraft erforderlich, von deren Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit
die Durchführung des Dreschvorganges abhängt. Da aber gerade für die in der Mehrzahl vorhandenen kleinbäuerlichen
Betriebe von wirtschaftlicher Bedeutung ist, Verluste bei der Erntebergung weitgehend zu vermeiden, ist
es Zweck der Erfindung, für derartige Betriebe eine Dreschmaschine zu schaffen, die zu dem auf dem Felde liegenden
Erntegut gefahren wird und mit der trotz ständigen Ortswechsels der Dreschvorgang einwandfrei durchgeführt werden
kann, ohne dass seine Durchführung von der besonderen Sorgfalt und Übung der das Einlegen bewirkenden Person abhängig
ist. Das Einlegen kann vielmehr durch jede Hilfskraft, unter Umständen durch grössere Kinder erfolgen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Dreschmaschine, insbesondere ein Schmaldrescher, durch
Anordnung eines Garbenscnneiders vor der Dreschtrommel für den Zapfwellenantrieb verwendbar wird. Es entstehen dann
nämlich keine Kraftbedarfsspitzen infolge unaufgelockerter Garben, vielmehr wird die Dreschtrommel nur mit geschnittenen
Garben beschickt, die feinst verteilt zugeführt werden. Damit wird gleichzeitig eine leichtere Bauart der Dreschtrommel
und der gesamten Dreschmaschine ermöglicht, so dass durch den Zapfwellenantrieb die erforderliche korn tante
Drehzahl erreichbar ist. Das Dreschen auf dem Felde kann dann in der Weise durchgeführt werden, dass die Dreschmaschine
mittels der Zugmaschine zwischen den aufgestellten Getreidepuppen entlanggefahren wird und beim Anhalten sofort
durch Zapfwellenantrieb zum Drusch arbeitsfertig ist. Es wird somit gewissermassen ein "fliegender" Drusch erreicht.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Dreschmaschine gemäss der Erfindung zur Ausführung
eines sog. "fliegenden" Drusches in Seitenansicht schematisch dargestellt.
In dem Kastengestell 1 der Dreschmaschine ist eine mit Schälleisten zum Auflockern der Garben und mit Messerfiihrungen
versehene Trommel 2 drehbar gelagert, die mit nicht dargestellten, feststehenden und in die erwähnten Führungen
eingreifenden Messern zum Zerschneiden der Garben zusammenarbeitet. Diese Trommel 2 ist, da sie verhältnismässig lang
ist, quer zur Längsachse der Dreschtrommel 3 angeordnet, sodass die Maschine nur eine geringe Breite hat. Das Zuführen
der Garben zur Sehneidtrommel 2 erfolgt von der Längsseite der Maschine über ein Einlegebrett 4. Die Einlegeöffnung
liegt sehr niedrig, so dass das Einlegen unmittelbar durch eine auf dem Felde stehende Person erfolgen kann. Das geschnittene
Dreschgut gelangt auf ein ständig umlaufendes Förderband 5, mittels dessen das zerkleinerte Gut der Drescht
rommel 3 in gleichmässiger Schicht zugeführt wird. Die ausgedroschene Frucht gelangt in geeigneter Weise zur Reinigung.
Durch eine über der Dreschtrommel 3 gelagerte Fördertrommel 6 wird das Sxroh usw. einer Schüttelvorrichtung T
zugeführt und in geeigneter Weise weiterbehandelt. Der Antrieb der Dreschtrommel 3 und der Fördertrommel 6 erfolgt
von der Antriebswelle 8 aus mittels des Riemens 9, der in üblicher Weise auch sonstige umlaufende Teile der Dreschmaschine
in Drehung versetzt. Die Sehne idtrommel 2 wird mittels Riemens 10 von der Welle der Fördertrommel 6 angetrieben
und das Förderband 5 erhält seinen Antrieb von der Welle der Schneidtrommel 2 mittels Riemens 11. Die «eile 8
wird durch ein Kegelräderpaar 12 von der in bekannter Weise ein- und ausschaltbaren Zapfwelle 14 einer Zugmaschine 13
über eine Zwischenwelle 15 angetrieben.
Claims (1)
- Patentanspruch:Fahrbare Dreschmaschine, insbesondere Scunialdrescher, zur Ausführung eines sog. "fliegenden" Drusches zwischen den Garbenpuppen, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der mit einem Garbenschneiäer (2) versehenen Dreschmaschine von einer Zapfwelle (14) der ziehenden Zugmaschine aus erfolgt.Für Gurt Raus sendorf derPatent-u. Zivilingenieur
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