DEP0001830BA - Mehradrige elektrische Installationsleitung - Google Patents

Mehradrige elektrische Installationsleitung

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DEP0001830BA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheath
installation cable
wires
rubber
cable according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Christian Dipl.-Ing. Held
Wilhelm Hillebrandt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Publication date

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Description

Aufgabe der Erfindung ist es, eine vielseitig verwendbare, vor allem für Verlegung unter Putz bestimmte Installationsleitung zu schaffen, die in ihrer Herstellung billiger ist als die üblichen Anschlussleitungen, leicht zu verlegen ist und trotzdem allen Anforderungen an Betriebssicherheit genügt. Für Verlegung unter Putz wurden bisher vorwiegend gummiisolierte Einzeladern verwendet, die in vorher verlegte, aus kurzen Rohrstücken zusammengestellte Rohrleitungen eingezogen wurde. Solche Rohrleitungen bestehen in der Regel aus metallenen Rohren, die auch mit einer inneren Isolierstoffauskleidung versehen sein können. Es sind jedoch auch zu diesem ZWeck bereits Rohre aus Gummischläuchen, die aussen mit einer Stützwendel aus einem Metalldraht versehen sind, bekannt. Die getrennte Herstellung der Rohrleitungen und das nachträgliche Einziehen der Adern ist verhältnismässig zeitraubend und verteuert daher die Anlagekosten. Eine Installationsleitung gemäss der Erfindung kann demgegenüber fertig verlegt werden, so dass ihre Montage wesentlich rascher erfolgen kann.
Gegenüber den im Putz zu verlegenden Stegleitungen bietet eine Anschlussleitung gemäss der Erfindung den Vorteil, dass nachträglich schadhaft gewordene Adern ausgewechselt werden können. Gegebenenfalls können auch nachträglich zusätzliche Adern oder anstelle der ursprünglich verlegten Adern solche mit einem grösseren Querschnitt eingezogen werden.
Die vorerwähnten Vorteile werden gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass zwei oder mehr, insbesondere zwei bis vier, mit einer Einzelisolierung versehene Adern ohne Zwickelausfüllung mit einer schlauchartigen Hülle aus Gummi, Gummiregenerat oder gummiähnlichen Kunststoffen umgeben werden.
Für die Zwecke der Erfindung kommen insbesondere Adern in Betracht, die eine Isolierung aus Gummi oder einem gummiähnlichen Kunststoff besitzen, über der gegebenenfalls noch eine Textilbandbespinnung angebracht sein kann. Die Adern werden vorzugsweise unverseilt parallel nebeneinander liegend mit der schlauchartigen Hülle umgeben. Sie können gegebenenfalls aber auch verseilt sein; unter Umständen können sie durch eine leichte Bespinnung mit einem Faden, Band o.dgl. zusammengehalten werden.
Die schlauchartige Hülle kann eng anliegend auf das Aderbündel, z.B. mittels einer Schlauchspritzmaschine, aufgebracht werden, so dass sich ihr Querschnitt dem Umfang des Aderbündels anpasst.
In Fig. 1 und 2 der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele derartiger Leitungen gemäss der Erfindung im Querschnitt dargestellt. Die Adern 1 besitzen je eine Einzelisolierung 2 aus Gummi o.dgl., das Aderbündel ist ohne Zwickelausfüllung mit einer schlauchartigen Hülle 3 aus Gummi oder einem gummiartigen Kunststoff umgeben. Dabei umgibt die Hülle das Aderbündel eng, sodass sie im Falle der zweiadrigen Leitung nach Fig. 1 einen flachen und bei der dreiadrigen Leitung nach Fig. 2 einen dreieckähnlichen Querschnitt annimmt.
Die Hülle kann aber auch ohne Rücksicht auf die in ihr angeordneten Adern 2 rund ausgeführt werden, wie das in Fig. 3 anhand einer vieradrigen Leitung gezeigt ist. Hier sind die vier mit einer Isolierung aus Gummi 2 versehenen Adern 1 mit einer schlauchartigen Hülle 3 aus Gummi o.dgl. umgeben, die aber im Gegensatz zu den Hüllen bei den Leitungen nach den Fig. 1 und 2 kreisrunden Querschnitt besitzen.
Um nun ein nachträgliches Einziehen einzelner Adern oder eine nachträgliche Auswechselung einzelner oder aller Adern zu erleichtern bzw. zu ermöglichen, empfiehlt es sich, die Hülle nicht dicht auf das Leiterbündel aufzubringen, sondern ihr einen etwa grösseren lichten Querschnitt zu geben, so dass die Adern mit Spiel in ihr liegen. In Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel einer derartigen vieradrigen Leitung dargestellt. Hier liegen die mit der Isolierung 2 versehenen Adern 1 lose in der schlauchartigen Hülle 3. Es ist also möglich, die Adern leicht aus der Hülle herauszuziehen und durch andere gegebenenfalls auch mit grösserem Querschnitt zu ersetzen.
Bei der Herstellung einer solchen Leitung empfiehlt es sich, die Adern vor dem Aufbringen der Hülle durch ein Talkumbad zu ziehen. Dadurch wird das nachträgliche Herausziehen der Adern aus der Hülle erleichtert.
Um bei der Ausführung einer Installationsleitung gemäss der Erfindung, bei der die äussere Hülle nicht eng auf das Aderbündel aufgebracht ist, ein Verquetschen oder Eindrücken der Schlauchhülle bei der Lagerung, beim Transport oder beim Verlegen zu verhüten, ohne die Wandstärke der Hülle übermässig gross halten zu müssen, kann es sich empfehlen, über der Hülle wie in Fig. 4 bzw. Fig. 5, die eine Seitenansicht der Fig. 4 darstellt, eine offene ein- oder mehrgängige Drahtwendel 6 beliebiger Querschnittsform anzuordnen.
Die Erfindung ist nicht an die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele gebunden; insbesondere kann die Aderzahl der Leitungen beliebig geändert werden.

Claims (8)

1. Mehradrige elektrische Installationsleitung, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr, insbesondere zwei bis vier, mit einer Einzelisolierung, vorzugsweise aus Gummi oder gummiähnlichen Kunststoffen, versehene Adern ohne Zwickelfüllung mit einer schlauchartigen Hülle aus Gummi oder einem gummiähnlichen Kunststoff umgeben sind.
2. Installationsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Hülle dem Aussenumfang des Aderbündels angepasst ist.
3. Installationsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Hülle rund ist.
4. Installationsleitung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle das Aderbündel mit Spiel umgibt.
5. Installationsleitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle von einer darüber aufgebrachten ein- oder mehrgängigen offenen Drahtwendel gestützt ist.
6. Installationsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adern unverseilt in der Hülle liegen.
7. Installationsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adern verseilt oder durch eine Band- oder Fadenbespinnung o.dgl. zusammengehalten sind.
8. Verfahren zur Herstellung einer Installationsleitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Adern vor dem Aufbringen der Hülle durch ein Talkumbad hindurchgezogen werden.

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