DEP0001505MA - Doppeldraht-Zwirnspindel - Google Patents
Doppeldraht-ZwirnspindelInfo
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Doppeldraht-Zwirnspindel, bei welcher der Faden von einer stillstehenden Lieferspule abgezogen, durch eine mit Bohrung versehene Spindel hindurchgeführt und über einen rotierenden Mitnehmer auf einen stillstehenden Fadenüberlaufkörper unter Bildung eines Ballons zur Aufwickelspule geleitet wird.
Es hat sich gezeigt, dass sich bei zweckmäßiger Ausbildung und Anordnung des stillstehenden Fadenüberlaufkörpers und des rotierenden Mitnehmers und der Fadenführung die Ausdehnung des Ballons in horizontaler Richtung merklich beschränken lässt, und dass sich ein Ballon von gleichbleibender Form und damit ein gleichmäßiger Zwirn erreichen lässt. Diese besondere Ausbildung der Spindel ist dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerorgan und der Fadenüberlaufkörper in ihrer
äußeren Form ineinander übergehen, wobei die Fadenüberleitstelle des Mitnehmerorganes bündig ist mit der benachbarten Stelle des Fadenüberlaufkörpers, derart, dass der vom Mitnehmerorgan auf den Fadenüberlaufkörper übertretende Faden eine sich stetig ändernde Kurve beschreibt.
In den beiligenden Zeichnungen sind Ausführungsbeispielen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Doppeldraht-Zwirnspindel,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Spindel.
In der Spindelbank 1 (Fig. 1) ist mittels einer Mutter 2 die Lagerbüchse 3 festgeschraubt, welche einen Flansch 4 besitzt. In dieser Lagerbüchse ist die Spindel 5 drehbar gelagert. Auf die Spindel 5 ist der Wirtel 6 aufgepresst, und zwar so, dass Spindel und Wirtel starr miteinander verbunden sind. Der Wirtel 6 besitzt eine Nabe 9, welche im Verhältnis zum Wirtel selbst verhältnismäßig lang ist; auf diese Wirtelnabe 9 ist der Fadenmitnehmer 7 fest aufgepresst.
Am Spindelhals 5a sind zwei Kugellager 21 in einem ziemlich großen Abstand voneinander befestigt, und auf dem äußeren Ring dieser Kugellager 21 ist die Nabe 26 eines Körpers 18 aufgezogen. Dieser Körper 18 bildet den Fadenüberlaufkörper, welcher beim Betrieb der Spindel stillsteht. Auf der Nabe 26 ist ein Teller 34 aufgesetzt, welcher zentral
durchbohrt ist und mit einem Fadenleitungsrohr 35 fest verbunden ist, welches bis an das obere Ende der aufzusetzenden Abwickelspule reicht. Als Abwickelspule sind in dieser Zeichnung zwei Varianten dargestellt, nämlich links ein Wickel 22 mit einer Flanschenspule und rechts ein Wickel 22a, bei welchem der Spulenkörper lediglich aus einer Hülse besteht. Auf der Spule 22 bzw. 22a ist eine Fadenbremse 23 angeordnet, welche zwei gegeneinander verstellbare Plättchen 25 aufweist, die mittels Schraube 31 und Feder 24 beliebig stark gegeneinander gepresst werden können, wodurch der Faden eine beliebige Spannung erhält, welche natürlich je nach Fadenart, Fadenmaterial verschieden sein kann.
Auf dem Bremskörper 23 ist ein zentrales Verbindungsröhrchen 32 angebracht, auf welchem ein Fadenumleitkörper 33 lose aufgesetzt ist, welcher dazu dient, den von der Spule abgezogenen Faden der Spindelbohrung zuzuleiten.
Der Spindelschaft 5 ist in seinem oberen Teil durchbohrt, wobei diese Bohrung 13 bis ungefähr in die Mitte der Wirtelnabe reicht. Diese Bohrung steht mit einer Bohrung 10 in Verbindung, welche Bohrung 10 die Wirtelnabe und den auf ihr gepressten Mitnehmer 7 an seiner Nabe 8 durchsetzt. Die Austrittsöffnung dieser Bohrung 10 liegt so, dass der aus ihr austretende Faden sich direkt an der Unterseite des schalenförmigen Teiles des Mitnehmers befindet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist in der Bohrung 13 ein Röhrchen 12 angeordnet, welches an seinem unteren Ende ein Einsatzstück 11 trägt, welches aus besonders verschleißfestem Material, z.B. einem Kunststein, besteht und infolge seiner Härte und seiner polierten Oberfläche den an ihm vorbeilaufenden Faden einen möglichst kleinen Reibungswiderstand bietet und damit den Faden schont. Ein gleiches Einsatzstück 15 kann an der Austrittsöffnung der Bohrung 10 aus dem Mitnehmer vorgesehen sein.
Der Mitnehmer 7 weist in der dargestellten Ausführungsform die Form einer Schale auf, die nach oben offen ist. In der gleichen Vertikalebene wie die Austrittsöffnung der Bohrung 10 aus dem Mitnehmer ist eine Fadenüberleitstelle 36 angeordnet; diese besteht aus einer Nut 16 im äußersten obersten Teil des Mitnehmers 7, welche Nut seitlich durch die Rippen 17 begrenzt ist. Diese Fadenüberleitstelle 36 wird zweckmäßigerweise von einem verschleißfesten, harten, die Reibung vermindernden Material gebildet.
Unmittelbar über dem Mitnehmer 7 ist der Fadenüberlaufkörper 18 angeordnet. Dieser weist in seinem oberen Teil eine gewölbte Außenform und in seinem unteren Teil annähernd Kegelform auf und besitzt an seinem unteren Ende einen senkrecht zur Spindelachse verlaufenden Boden.
Die beiden Körper, nämlich der Mitnehmer 7 und der Fadenüberleitkörper 18, sind derart zueinander angeordnet,
dass ihre äußeren Formen ineinander übergehen, wobei die Fadenüberleitstelle 36 des Mitnehmers genau bündig ist mit der Bodenkante des Fadenüberleitkörpers 18. Im Schnitt der Fig. 1 kommt dies dadurch zum Ausdruck, dass die Kurve der Nut 16 des Mitnehmers und die mit einer kleinen Unterbrechung daran anschließende Kurve des Fadenüberleitkörpers 18 eine stetige Kurve bilden, ohne jeden Knickpunkt. Der Faden wird also an dieser Stelle in einer stetigen Kurve vom beweglichen Teil 7 auf den stillstehenden Teil 18 übergeführt.
Diese Anordnung hat zur Folge, wie es sich in der Praxis zeigt, dass der Faden nach dem Übertritt vom beweglichen Teil 7 an den stillstehenden Teil 18 sich zuerst an den stillstehenden Teil 18 anlegt, und zwar auf einer Länge von 1-3 cm, und dass er sich dann vom stillstehenden Teil 18 löst und den Ballon bildet. Durch dieses Anliegen des Fadens an den stillstehenden Teil 18 wird der Faden geführt und etwas gebremst, und diese Bremsung hat einen Zug auf den Faden zur Folge, und dies bedingt die Bildung eines gleichmäßigen Ballons von beschränktem Ausmaß in horizontaler Richtung.
Der Vorteil dieser Anordnung liegt erstens darin, dass wegen der beschränkten Ausdehnung des Ballons die Spindeln näher aneinander gerückt werden können, dass also bei gegebener Länge der ganzen Maschine mehr Spindeln ange-
ordnet werden können, und zweitens liegt der Vorteil in einer gleichmäßigen Zwirnbildung, die auf den konstanten Durchmesser des Ballons zurückzuführen ist.
Um den aus der Austrittsöffnung des Mitnehmers 7 austretenden Faden zwischen Austrittsöffnung und der Fadenüberleitstelle 36 gegen Störungen durch den Luftwiderstand und Wirbelbildungen der Luft zu schützen, ist die Nut 16 nach rückwärts bis gegen die Austrittsöffnung verlängert; diese Art der Fadenführung trägt ebenfalls zur gleichmäßigen Zwirnbildung bei.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform dargestellt. Bei dieser Konstruktion besteht der Wirtel 6 und der Mitnehmer 7 mit Nabe 8 aus einem einzigen Stück. Ferner sind die Bohrungen 13 und 10 nicht ausgekleidet, sondern die Umleitstellen sind poliert und gehärtet, so dass der Fadenwiderstand dadurch in gewünschtem Maße reduziert ist.
Die Form von Mitnehmer 7 und Fadenüberleitkörper 18 sind nicht auf die dargestellte Form beschränkt, der Fadenüberleitkörper kann anstelle des flachen Bodens ebenfalls schalenförmig ausgebildet sein; Bedingung ist lediglich, dass die beiden Organe 7 und 18 derart aufeinander abgestimmt sind, dass der Faden in seiner stetigen Kurve vom beweglichen auf den stillstehenden Teil übergeführt wird.
Claims (7)
1. Doppeldraht-Zwirnspindel, bei welcher der Faden von einer stillstehenden Spule abgezogen, durch eine mit Bohrung versehene Spindel hindurchgeführt und über einen rotierenden Mitnehmer und einen stillstehenden Fadenüberlaufkörper unter Bildung eines Ballons zur Aufwickelspule geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenmitnehmer (7) und der Fadenüberlaufkörper (18) in ihrer äußeren Form ineinander übergehen, wobei die Fadenüberleitstelle (36) des Mitnehmers (7) bündig ist mit der benachbarten Stelle des Fadenüberlaufkörpers (18), derart, dass der vom Mitnehmer (7) auf den Fadenüberlaufkörper (18) übertretende Faden eine sich stetig ändernde Kurve beschreibt.
2. Doppeldraht-Zwirdnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenüberlaufkörper (18) in seinem oberen Teil eine gewölbte und in seinem unteren Teil eine kegelförmige Außenfläche besitzt, welche letztere in einen senkrecht zur Spindelachse stehenden Boden übergeht, und dass die Fadenüberleitstelle (36) des Mitnehmers (7) konzentrisch und bündig mit der Bodenkante des Fadenüberlaufkörpers (18) angeordnet ist.
3. Doppeldraht-Zwirdnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (7) auf einer im oberen Teil des Spindelwirtels (6) vorgesehene Nabe (9) angeordnet ist.
4. Doppeldraht-Zwirdnspindel nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirtel (6) und der Mitnehmer (7) aus einem Stück bestehen.
5. Doppeldraht-Zwirdnspindel nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (7) auf die Wirtelnabe aufgepresst ist.
6. Doppeldraht-Zwirdnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umleitstellen für den Faden in der Spindelbohrung (13), an der Austrittsstelle (15) aus dem Mitnehmer (7) und an der Fadenüberleitstelle (36) des Mitnehmers (7) aus verschleißfestem, eine kleine Reibung ergebendem Material bestehen.
7. Doppeldraht-Zwirdnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (7) zwischen Austrittsstelle des Fadens (15) und der Fadenüberleitstelle (36) eine Führungsnut für den Faden aufweist.
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