DEP0000947DA - Verfahren zur Verhinderung der Blutgerinnung - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung der BlutgerinnungInfo
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Description
Es ist bekannt, daß Blut beim Stehen gerinnt und dadurch für viele Arten der Weiterverarbeitung oder Weiterbehandlung unbrauchbar wird. Man hat daher bereits versucht, durch gewisse Zusätze die Gerinnung zu verhindern. Als solche wurden vorgeschlagen Magnesiumsulfat, Kaliumoxalat, Salze der seltenen Erden, wie Chloride des Calciums, Bariums und Strontiums, Natriumfluorid und Natriumcitrat. Von den genannten Mitteln kommt für die Weiterverarbeitung des Blutes für den menschlichen Genuss lediglich das Natriumcitrat in Betracht, da die übrigen Mittel entweder giftig sind, oder in so hohen Konzentrationen angewendet werden müssen, daß sie den Geschmack beeinträchtigen. Aber auch vom Natriumcitrat sind noch relativ hohe Konzentrationen erforderlich. Es ist infolgedessen bereits durch die deutsche Patentschrift 708613 der Vorschlag gemacht worden, das Blut durch einen Zusatz von Salzen anhydrischer Phosphorsäuren, wie z.B. Natriumpyrophosphat, Natriumetaphosphat oder Natriumpolyphosphat zu stabilisieren, weil die zuzusetzenden Mengen niedriger sind, als bei Verwendung der bekannten Stoffe.
Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß auch die konstitutionswasserhaltige Form der Phosphorsäure, nämlich die Orthophosphorsäure bzw. ihre Salze, eine hohe Wirksamkeit entwickeln, so daß es nunmehr möglich ist, diejenige Form der Phosphorsäure unmittelbar zur Verhinderung der Blutgerinnung heranzuziehen, aus welcher die in obiger Patentschrift genannten anhydrischen Formen hergestellt werden. Die einzige betriebsmässige übliche Art der Gewinnung von Pyrophosphaten ist nämlich das Erhitzen geeigneter Orthophosphate auf bestimmt hohe, scharf einzuhaltende Temperaturen, wobei das Konstitutionswasser ganz oder teilweise ausgetrieben wird, je nachdem, ob saures oder neutrales Pyrophosphat erzielt werden soll, während die Meta- und Polyphosphate sogar im Schmelzfluss, bei noch höheren Temperaturen erzeugt werden müssen, wobei besondere, hohe Anforderungen an das Ofenfutter gestellt werden. Es ist daher einleuchtend, daß die Salze der anhydrischen Phosphorsäure um ein Mehrfaches teurer sind, als die Salze der Orthophosphorsäure. Letztere sind aber aus den natürlichen Vorkommen, wie Rohphosphaten oder Knochen, auf einfachste Weise zugänglich.
Der Vorteil des neuen, erfindungsgemäßen Verfahrens besteht demnach darin, daß das Ausgangsprodukt für die Herstellung der anhydrischen Phosphate unmittelbar Verwendung findet. In Frage kommen hierfür alle in der Blutflüssigkeit löslichen Salze der Orthophosphorsäure.
Die Wirkung tritt allerdings für die technisch verlangten, längeren Zeiten der Nichtgerinnung des Blutes, erst dann bedeutungsvoll in Erscheinung, wenn die Orthophosphate mit organischen Genußsäuren, wie Zitronensäure, Weinsäure, Adipinsäure, Milchsäure und anderen, oder deren Salzen, oder mit anderen, die Blutgerinnung verhindernden Mitteln kombiniert werden. Die Verwendung von Natriumcitrat allein ist zwar schon bekannt. In Verbindung mit einem Orthophosphat wie zum Beispiel Dinatriumorthophosphat, ist jedoch das Natriumcitrat in einer so kleinen Menge erforderlich, die für sich allein keine technisch brauchbaren Ergebnisse erzielen läßt. Das erfindungsgemässe Verfahren beruht demnach auf der gesteigerten Wirkung einer Kombination von Einzelkomponenten, die für sich in der betreffenden Konzentration nicht oder nur unvollkommen die Gerinnung des Blutes verhindern.
Beispiel 1. Mit der behördlich zugelassenen Menge von 16,6 g Natriumcitrat je Liter Blut wird die Gerinnung bis zum Eintritt der Fäulnis unterbunden. Werden nur 3 g Natriumcitrat zugesetzt, beginnt die Gerinnung bei Rinderblut bereits am zweiten Tage. Werden aber gleichzeitig noch 6 g kristallwasserfreies Dinatriumphosphat zugefügt, so ist das Blut bei sachgemäßer kühler Lagerung noch nach 14 Tagen flüssig.
Beispiel 2. Auf Zusatz von 4 g Kaliumtartrat je Liter Blut beginnt die Gerinnung bereits am folgenden Tage. Werden aber gleichzeitig 5 g Dinatriumphosphat zugefügt, so bleibt das Blut noch nach 14 Tagen flüssig, während die genannte Menge Natriumphosphat für sich allein angewendet die Gerinnung nur für 2 Tage verhindert.
Claims (1)
- Verfahren zur Verhinderung der Blutgerinnung, dadurch gekennzeichnet, daß dem Blut Salze der Orthophosphorsäure, wie Ammonium-, Kalium- oder Natriumphosphate, einzeln oder in Mischung miteinander, in Verbindung mit organischen Genußsäuren, wie Zitronensäure, Weinsäure, Milchsäure, Adipinsäure, oder deren Salzen, oder anderen die Blutgerinnung verhindernden Mitteln zugesetzt werden.
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