DEP0000195MA - Stahlbetonrippendecke und Dachkonstruktion mit einem als verlorene Schalung dienenden Bauelement - Google Patents
Stahlbetonrippendecke und Dachkonstruktion mit einem als verlorene Schalung dienenden BauelementInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein neues Bauelement, das in erster Linie für den Aufbau von Betonrippendecken bestimmt ist, in seinem grundsätzlichen Aufbau unter Beachtung zusätzlicher Erfordernisse aber auch für andere Decken, Zwischenwände, Dächer usw. verwendet werden kann.
Die Herstellung von Betonrippendecken erfordert nach den bisherigen Bauweisen einen erheblichen Aufwand an Schalung, Deckenhohlsteinen bezw. Hohlsteinbalken, wobei die einzelnen Bauteile oft verhältnismäßig schwer sind, wie auch die Verwendung bewehrter Betonplatten vielfach an dem großen Eigengewicht dieser Platten scheitert. Weiter haben die bekannten Bauweisen den Nachteil, daß für das Aufbringen des Deckenputzes ein besonderer Putzträger vorgesehen werden muß.
Diese Mängel und Nachteile entfallen, wenn gemäß der Erfindung für die Erstellung von Betonrippendecken als verlorene Schalung Formkästen aus Sparmetall, etwa Drahtgeflecht oder -gewebe, Streckmetall, Lochblech o. dgl. verwendet werden. Diese Formkästen, die zweckmäßig eine
den Wandabstand überbrückende Länge, dem Rippenabstand der Decke entsprechende Breite und eine der Rippenhöhe gleichkommende Stärke haben, sind allseitig geschlossen und gegebenenfalls durch einen Kastenrahmen ausgesteift. Ihre, die untere Seite bildende Fläche ist dabei an den beiden Längskanten über diese hinausgezogen, so daß bei aneinander gelegten Kästen zwischen diesen ein der Rippenstärke entsprechender Abstand verbleibt und die überstehenden Wandungsstreifen gleichzeitig die Schalung für die Betonrippe bilden.
Diese Kästen, deren Festigkeit allenfalls so groß sein muß, daß sie begehbar sind, werden zur Bildung einer Deckenschalung aneinandergelegt, worauf in die Zwischenräume die Bewehrungseisen eingelegt werden und der Beton in diese eingefüllt wird, unter gleichzeitiger Aufbringung des Überbetons. Da die Wandungen der Formkästen aus Drahtgeflecht, Lochblech o.dgl. bestehen, wird eine gute Haftverbindung zwischen dem Beton und den Kästen erreicht, so daß diese nach dem Abbinden des Betons fest an diesem verankert sind. Da die überstehenden Seitenkanten auch die Betonrippen unterfassen, bilden sie an der fertigen Decke ein diese völlig bedeckendes Drahtgeflecht o.dgl., das unmittelbar als Putzträger dienen kann.
Gegebenenfalls kann der Deckenputz auch bereits vorher auf die Unterseite der Kästen aufgetragen sein, so daß allenfalls in der fertigen Decke nur die Fugen auszufüllen sind und jede weitere Putzarbeit entfällt.
Bei der Verwendung der neuen Form- oder Schalungskästen wird somit jede weitere Schalung erspart. Es entfällt ferner die Anordnung besonderer Putzträger und gegebenenfalls auch die Putzarbeit.
Die Formkästen können auch mit einem Isoliermaterial, etwa Kieselgur, Korkmehl o.dgl. gefüllt sein.
Bei Wahl entsprechender Abmessungen lassen sich die Formkästen auch für den Aufbau von Zwischenwänden verwenden. In diesem Falle entfallen die überstehenden Seitenstreifen, und die Kästen werden zweckmäßig auf beiden Sei-
ten mit einem Putzauftrag versehen.
Das neue Bauelement ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert, die einen Querschnitt durch die Deckenkonstruktion zeigt.
Das Bauelement besteht aus einem leichten Kastenrahmen 1, dessen Ober- und Unterseite als Lochblech 2 gebildet sind. Das Rahmenblech 1 ist an den Langkanten zu seitlich überstehenden Lappen 3 abgebogen, wobei die Breite des Überstandes etwa der halben Breite der üblichen Betonrippen entspricht. Die aneinandergelegten Kästen bilden dann eine geschlossene Schalung, wobei zwischen die einzelnen Kästen die Rippenbewehrung 4 eingelegt und dann in üblicher Weise der Beton 6 aufgebracht wird. Die Kästen erhalten dabei eine solche Länge, daß sie von einem Wandauflager nach dem anderen Auflager reichen. Ihre Festigkeit wird so bemessen, daß sie begehbar sind und bis zum Abbinden die Last des Beton tragen können. Die Formkästen sind auf der Unterseite mit einer Putzschicht 5 versehen, die jedoch zweckmäßig die Auflager freiläßt. In diesem Falle brauchen dann an der fertigen Decke nur die Stoßfugen verputzt werden. Der neue Schalungskasten kann je nach den Erfordernissen völlig oder teilweise mit Schlackenwolle 7, Glaswolle, Kieselgur u.dgl. angefüllt sein.
Unter Beachtung der jeweiligen Anforderungen lassen sich die neuen Bauelemente auch für alle anderen Massivdecken verwenden. So erhält man bei rechteckiger Ausbildung des Kastenrahmens und beiderseitigem Putzauftrag eine als Wandplatte geeignete Bauplatte.
Claims (7)
1) Stahlbetonrippendecke und Dachkonstruktion mit einem als verlorene Schalung dienenden Bauelement in Form eines Metallkastens mit durchbrochenen Wandungen.
2) Decke und Dach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkasten aus einem Kastenrahmen (1) besteht, dessen Breitseiten aus Drahtgewebe, Streckmetall oder Lochblech gebildet sind.
3) Decke und Dach nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kastenboden (2) an den beiden Langkanten über diese vorgezogen ist.
4) Decke und Dach nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schmalen Längsseiten (1) des Rahmens zur Bildung von Schalungslappen (3) nach außen in die Bodenebene abgebogen sind.
5) Decke und Dach nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kastenform auf einer oder beiden Breitseiten mit einem Putzauftrag (5) versehen ist.
6) Decke und Dach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwendung als Deckenschalung die Auflagerflächen der Kastenform in dem Putzauftrag ausgespart sind.
7) Decke und Dach nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkasten mit einem Isoliermaterial (7) gefüllt ist.
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