DEP0000001DA - Verfahren zum wirtschaftlichen Betrieb von Kohlenstaubfeuerungen, insbesondere aschenreichen Brennstoffen - Google Patents
Verfahren zum wirtschaftlichen Betrieb von Kohlenstaubfeuerungen, insbesondere aschenreichen BrennstoffenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum wirtschaftlichen Betrieb von Kohlenstaubfeuerungen, insbesondere aschenreichen Brennstoffen, wobei der Brennstaub von den Mühlen unmittelbar in die Feuerungen eingeblasen wird. Es ist bekannt, den Brennstoff bei der Vermahlung durch die durch die Mühlen gesaugte oder gedrückte vorgewärmte Tragluft für den Staub oder durch heiße Rauchgase zu trocknen. Dieses Verfahren wirkt sich nachteilig aus, wenn der Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffes starken Schwankungen unterliegt. Die Mühlen und die Lufterhitzer müssen zudem für den höchstmöglichen Wassergehalt ausgelegt werden, so daß bei der Vermahlung trockener Brennstoffe Frischluft zugesetzt werden muß und dadurch die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage verringert wird. Die Dämpfe ziehen bei diesem bekannten Verfahren durch den Kessel. Sie können, wenn sehr feuchte Brennstoffe zur Vermahlung gelangen, die Zündfähigkeit des Brennstaubes beeinträchtigen, besonders bei gasarmen Kohlen, und es können durch Taupunktunterschreitungen, vor allem beim Anfahren der Kessel, Korrosionen in den Nachheizflächen und Verschmutzungen dieser hervorgerufen werden.
Durch das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese Nachteile vermieden. Die Trocknung der Brennstoffe erfolgt ganz oder zu einem erheblichen Teil vor den Mühlen durch die Abgase des Kessels, wodurch diese über das bisher übliche Ausmaß ihren Wärmeinhalt für die Gesamtanlage nutz-
bar abgeben. Die den Trockner verlassenden Abgase, welche die Dämpfe, Flugkoksbestandteile und im Trockner mitgerissenen Brennstoff-Feinstaub enthalten, passieren anschließend ein Rauchgasfilter, ehe sie in das Freie ausgestoßen werden. Das abgeschiedene Flugaschen-Brennstaubgemisch wird zur Kohlenstaubfeuerkammer zurückgeführt und in diese eingeblasen. Dadurch wird nicht nur der Gehalt an Brennbarem in der Flugasche, sondern auch trockener Brennstoff-Feinstaub nutzbar gemacht, durch den letzteren überdies die Ausbrennwilligkeit des zurückgeführten Staubes gesteigert. Es wird also die schon bekannte Flugaschenrückführung weiterhin verbessert. Der Wärmeinhalt der Flugasche, die bei Kohlenstaubfeuerungen mindestens 90% der gesamten Brennstoffasche ausmacht, steht für die Trocknung ebenfalls nutzbar zur Verfügung.
Welche Art von Trocknern für dieses Verfahren zweckmäßig erscheint, hängt von den örtlichen Umständen und Raumverhältnissen ab. Es können sowohl vertikal stehende Tellertrockner als auch liegende Trommeltrockner zur Anwendung gelangen.
Die günstigsten Verhältnisse für die Vermahlung und für die Verbrennung ergeben sich dann, wenn die Vortrocknung der Kohlen vollständig oder bis auf wenige Prozente Wassergehalt erfolgt, die Mühle somit unter stets gleichen Verhältnissen zu arbeiten hat. Bei Steinkohlen mit geringerem Aschengehalt und niedrigem Wassergehalt ist der Wärmeinhalt der Rauchgase immer ausreichend, den Brennstoff völlig zu trocknen. Nur bei Brennstoffen mit hohem Aschen- und Wassergehalt wird die Abgaswärme nicht immer völlig ausreichen. In diesen Fällen wird zweckmäßig bis zu dem erreichbaren Feuchtigkeitswert heruntergetrocknet und
dieser dadurch konstant gehalten, daß durch eine Steuerung, abgeleitet von der Mühlenaustrittstemperatur, die durch den Trockner geführte Abgasmenge mehr oder weniger abgeschaltet wird und diese Teilmenge unmittelbar durch das Rauchgasfilter strömt.
Claims (2)
1.) Verfahren zum wirtschaftlichen Betrieb von Kohlenstaubfeuerungen, insbesondere mit aschenreichen Brennstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase der Kessel oder Ofenanlage durch unmittelbar vor den Einblasemühlen angeordnete Brennstofftrockner geführt und anschliessend in Rauchgasfiltern entstaubt werden und der abgeschiedene Staub getrennt oder gemeinsam mit dem aus den Mühlen geblasenen Brennstaub in der Kohlenstaubfeuerung nutzbar gemacht wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung des Brennstoffes bis auf eine bestimmte, gleichbleibende Restfeuchtigkeit getrieben wird, indem, steuert von der Mühlenaustrittstemperatur des Staubluftgemisches die durch den Trockner geleitete Abgasmenge verändert wird, wobei der jeweils unausgenutzte Teil der Abgase der Kesselanlage dem Rauchgasfilter unmittelbar zugeführt wird.
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