DE891314C - Verfahren zum Verfeuern von Kohlenstaub in zwei Teilstroemen verschiedener Korngroesse und Anwendung des Verfahrens auf Kohlenstaubfeuerungen mit mehr als zwei Teilstroemen - Google Patents

Verfahren zum Verfeuern von Kohlenstaub in zwei Teilstroemen verschiedener Korngroesse und Anwendung des Verfahrens auf Kohlenstaubfeuerungen mit mehr als zwei Teilstroemen

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DE891314C
DE891314C DED3320D DED0003320D DE891314C DE 891314 C DE891314 C DE 891314C DE D3320 D DED3320 D DE D3320D DE D0003320 D DED0003320 D DE D0003320D DE 891314 C DE891314 C DE 891314C
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DE
Germany
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dust
combustion
air
combustion chamber
coarse
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Expired
Application number
DED3320D
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English (en)
Inventor
Andreas Sifrin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Babcock and Wilcox Dampfkesselwerke AG
Original Assignee
Deutsche Babcock and Wilcox Dampfkesselwerke AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/001Injecting additional fuel or reducing agents
    • C21B5/003Injection of pulverulent coal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verfeuern von Kohlenstaub in zwei Teilströmen verschiedener Korngröße und Anwendung des Verfahrens auf Kohlenstaubfeuerungen mit mehr als zwei Teilströmen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verfeuern von Kohlenstaub, der nach dem Sichten in zwei Teilströme zerlegt ist, von denen einer das gröbere Korn führt und mit längerem Brennweg verfeuert wird, während dem Feinluftstrom ein kürzerer Brennweg im Brennraum zugeteilt ist. Sie besteht darin, daß die Schwaden der mit Warmluft- oder Feuergastrocknung arbeitenden Kohlenmühle mit dem Feinstaubstrom in den oberen, durch bekannte Mittel von dem unteren, heißeren Teil der Brennkammer abgeteilten Teil, das ausgeschiedene Grobkorn dagegen mit Verbrennungsluft in den unteren Teil des Brennraums eingeführt werden.
  • Bei Verfeuerung des im Mahltrocknungs.verfahren hergestellten Brennstaubs durch unmittelbare Einblasung ist es notwendig, den Staub mit den Schwaden in den Brennraum einzuführen. Bei nassen Brennstoffen bedingt dies eine starke Erhöhung der F'euergasmenge bei entsprechender Herabsetzung der Verbrennungstemperatur. Bei Trocknung mittels rückgeführter Feuergase aus dem Brennraum kommt dabei auch ein Teil der Schwaden zur Umwälzung, wodurch der für die Abtrocknung maßgebliche Taupunkt der Schwaden heraufgesetzt wird. Die Erzielung größter Mahlfeinheit ist bei diesen Verfahren infolge des hohen Kraftbedarfs nicht wirtschaftlich. Bei grober Ausmahlung ist jedoch der Ausbrand wegen der Herabsetzung der Feuertemperatur und damit die Zündge schivindigkeit und wegen der durch die größere Gasmenge bedingten kürzeren Verbrennungszeit schlechter, als sie der Korngröße entsprechen würde.
  • Es ist bekannt, den Staubluftstrom in zwei Teilströme, von denen der eine das Grobkorn, der andere das Feinkorn führt, zu zerlegen und sie so in den Brennraum einzuführen, daß der das Grobkorn führende Teilstrom einen längeren Brennweg zurückzulegen hat als der das Feinkorn führende Teilstrom. Beide Teilströme sind bei dieser Anordnung mit Schwaden beladen, deren Dampfgehalt allerdings gering ist, da nur mit kalter Sichtluft gearbeitet wird. Es ist auch bekannt, den Feinstaub zusammen mit den Schwaden, den Grobstaub hingegen allein mit Frischluft in die Feuerung einzublasen. Aber auch hier handelt es sich um Schwaden, die durch kalte, in die Mühle eingeblasene Luft erzeugt werden. Mithin werden auch hier die den Feinstaub tragenden Gase nur verhältnismäßig geringe Gasmengen enthalten, und der Grobstaub wird dementsprechend nicht erheblich getrocknet sein. Für die Verarbeitung feuchter Brennstoffe sind die bekannten Anordnungen nicht geeignet, weil sie es nicht gestatten, den ungenügend getrockneten Grobstaub restlos zu verbrennen.
  • Gemäß der Erfindung wird daher vorgeschlagen, ,den Grobstaub nicht nur von den Schwaden der Mahltrocknung zu trennen und nur mit Verbrennungsluft so in den Brennraum einzublasen, daß ihm ein längerer Verbrennungsweg zukommt als dem Feinstaub, sondern die Brennkammer so zu unterteilen, daß der Brennkammerteil, in welchen der Grobstaub eingeblasen wird, bedeutend höhere Temperaturen annehmen kann als der Brennkammerteil, in welchem die Schwaden zusammen mit dem Feinstaub verbrennen. Die Trocknung und Trennung des Grobstaubs von den Schwaden, ferner der 1an@# Verbrennungswqr-im Verein mit einer heißen Verbrennungszone,,_schaffen somit die Voräussetzüngenfür eine restlose Verbrennun-- des Grobstaubs. Hinzu kommt *noch, daß auch die Brennzeit des Grobstaubs, der ja nur einen Teil des Gesamtstaubs darstellt, wegen der entsprechend geringeren, bei seiner Verbrennung entstehenden Rauchgasmenge und der dadurch bedingten niedrigen Gasgeschwindigkeit günstig beeinflußt wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel zum Durchführen des Verfahrens nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
  • Die Abbildung zeigt einen Dampfkessel, der gemäß der Erfindung mit Brennstaub befeuert wird. Der Kessel ist ein Sektionalkessel, bestehend aus Schrägrohren i zwischen Kammern 2 und 3, von denen die Kammern 3 durch Überströmrohre q. mit der Kesseltrommel 5 verbunden sind. Die Zugführung im Kessel kann beliebig sein. Der Kessel befindet sich über einer Brennkammer 6, deren Boden für die Ansammlung und den Abzug der Asche in flüssiger Form ausgebildet ist.
  • Der Rohbrennstoff wird mittels einer gasdicht abschließenden Förder- und Zuteilvorrichtung 7 durch die Öffnung 8 in den Trockenschacht 9 eingeworfen. Aus einer regelbaren Öffnung io wird aus dem Brennraum entnommenes Feuergas durch ,den Schacht gesaugt, dem mittels regelbarer Zuführung i i kalte oder heiße Luft zugemischt werden kann. In dem Trockenschacht sind Prallplatten 12 eingebaut, damit die Kohle ihn nicht in kürzester Zeit im freien Fall durchfällt und damit sie etwas vorzerkleinert wird.
  • Durch eine geschlossene Schurre 13 strömen Gas und Brennstoff in die Mühle 1q. und weiter in den Sichtei 15, aus dem die Grieße durch die Rückleitung 16 in die Mühle zurückfließen, während die Schwaden .und Gase mit dem Fertigstaub durch die Rohrleitung 17 in den Fliehkraftabscheider 18 strömen. In diesem wird der grobe Brennstaub ausgeschieden und durch das Rohr ig in die Luftleitung 2o eingeschleust, die ihn zu den Brennern 21 und 22 leitet. Die Brenner sind knapp über dem höchsten Schlackenspiegel angeordnet, damit etwa anfallender Staub auf der Schlacke in dem dauernden Luft- und Gaswirbel noch ausbrennt. Die Schwaden mit dem Feinstaub werden mittels des Lüfters 23 aus dem Sichtei i$ abgesaugt und durch die Rohrleitung 24 zum Brenner 25 gedrückt, der im oberen Teil des Brennraums ausmündet.
  • Die Anordnung einer Schleuse in dem Grobstaubrohr i9 erschwert die Regelung etwas. Diese Schwierigkeit kann dadurch umgangen werden, daß mit Hilfe einer Saugdüse der Grobstaub abgesaugt und in -die Luftleitung 2o gedrückt wird. Diese Saugdüse kann betrieben werden mit aus der Leitung 2.4 entnommenem Schiwaden und mit Frischluft bzw. Luft aus dem Kanal 2o, welche mit Hilfe eines besonderen Gebläses auf die erforderliche Pressung gebracht wird.
  • Ferner ist es vorteilhaft, die Feuergase zur Trocknung an einer Stelle zu entnehmen, wo sie mit den Schwaden noch nicht vermischt sind, gemäß der Abbildung zwischen den Brennerreihen 2i, 22 und 23. Im unteren Teil der Brennkammer, wo der Grobstaub mit Reinluft verbrannt wird, herrscht eine hohe Temperatur, wie sie zum Flüssigerhalten der Schlacke auch notwendig ist. Bei diesen Temperaturen würde jedoch die Gefahr einer Verschlackung der Öffnungen io, und 25 und des Rohrbündels i bestehen. Deshalb wird der Brennraum in bekannter Weise mit Kühlrohren ausgekleidet, und die Rohrreihe 26 der Vorderwand ist oberhalb der Gasabzugsöffnung io so durch den Feuerraum geführt, daß sie einen Schlackenkühlrost bildet und eine Mischkammer 27 abteilt, in der sich die Gase mit den am Brenner 25 entstehenden Brenngasen vermischen, bevor sie in das Rohrbündel eintreten. . Der untere Sammler 28 dieser Rohrwand ist durch unbeheizte Fallrohre 29 mit dein Wasserraum der Kesseltrommel 5 ver- Bunden, so daß der durch die starke Beheizung der Kammer 6 erzielte Auftrieb in den Rohren 29 auch dem Schrägrohrkessel zugute kommt durch den eindeutigen Wasserumlauf in der Reihenfolge 5-29-28-26-2-1-3-4-5. Zu diesem Zwecke münden die Rohre 26 in den unteren Teil der Kammer -2, welche nicht, wie sonst üblich, durch Fallrohre mit der Kesseltrommel unmittelbar verbunden sind.
  • Die Trennung und getrennte Verfeuerung von brennfertigem Grob- und Feinkorn kann in beliebigem Mengenverhältnis durchgeführt werden, je nach der Mahlbarkeit des Brennstoffs und der Feinheitskennlinie der Mühle. Stets jedoch haftet dieser Teilung der Mangel an, daß eine an der Trennungsgrenze liegende mittlere Korngrößenklasse zum Teil zum Feinstaub und zum Teil zum Grobstaub kommt, wobei sie für den einen eigentlich zu grob, für den anderen zu fein ist, so daß ein gewisser unvollständiger Ausbrand des Feinstaubs nur verhindert werden kann, wenn auch ihm ein entsprechend langer Brennweg gesichert wird. Dadurch wird jedoch der freie Brennweg des Grobstaubs gekürzt. Eine gewisse Regelbarkeit könnte dadurch erzielt werden, daß zwischen den Brennern2i und 25 mehrere wahlweise abschaltbare Brenner für den Feinstaub vorgesehen würden.
  • Eine weitere Besserung könnte dadurch erzielt werden, daß der Staub nicht in zwei, sondern in mehr, etwa in drei Korngrößenklassen zerlegt würde, welche dann mit drei verschieden langen Brennwegen zur Verbrennung gelangen könnten. Noch .besser ist es jedoch, das auf diese Weise gewonnene Mittelkorn noch einmal der Mühle zuzuleiten zur Vermahlung, so daß zwischen Feinstaub und Grobstaub wirklich ein Siebsprung besteht, der die volle Ausnutzung der beiden Brennwege gestattet.
  • Mit Hilfe einer Schleuse oder einer -sonstigen Absperrvorrichtung kann der Sichter 18 auch so betrieben werden, daß in ihm ein gewisser Vorrat an Trockenstaub aufgespeichert bleibt, der bei Bedarf zum Anheizen oder zur Leistungssteigerung herangezogen werden kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verfeuern von Kohlenstaub, der nach dem Sichten in zwei Teilströme aufgeteilt ist, von denen einer das gröbere Korn führt und mit längerem Brennweg verfeuert wird, während dem Feinstaubluftstrom ein kürzerer Brennweg im Brennraum zugeteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer mit Warmluft- oder Feuergasmahltrocknung arbeitenden Kohlenmühle die Schwaden mit dem Feinstaubstrom in den oberen, durch bekannte Mittel von dem unteren, heißeren Teil der Brennkammer abgeteilten Teil, das ausgeschiedene Grobkorn dagegen mit Verbrennungsluft in den unteren Teil des Brennraums eingeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Grobstaub in einem Fliehkraftsichter ausgeschieden und mittels einer Schleuse dem Kanal für die Verbrennungsluft zugeführt wird, während der Feinstaub mit den Schwaden von einem Gebläse in den Feuerraum befördert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Schwaden oder Frischluft mit Hilfe einer Saugdüse den Grobstaub abzieht und in den Kanal für die Verbrennungsluft drückt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Frischluft zur Förderung des Grobstaubs dem Verbrennungsluftkanal entnommen und durch ein besonderes Gebläse unter Druck gesetzt wird. -
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuergase zum Trocknen des frischen Brennstoffs dem Teil des Feuerraums entnommen werden, in dem sie noch nicht mit Brüden vermischt sind.
  6. 6. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i auf Staubfeuerungen, bei denen der Staub in mehr als zwei Korngrößen zerlegt und dem Mittelkorn ebenfalls ein entsprechender Brennweg zugewiesen wird.
  7. 7. Kohlenstaubfeuerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß - das Mittelkorn nochmals gemahlen und in zwei Größenklassen gesichtet wird, die dann zusammen mit dem übrigen Fein- bzw. Grobkorn verfeuert werden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 458 515, 4'6o 516, 478 352, 623 770.
DED3320D 1937-03-12 1937-03-12 Verfahren zum Verfeuern von Kohlenstaub in zwei Teilstroemen verschiedener Korngroesse und Anwendung des Verfahrens auf Kohlenstaubfeuerungen mit mehr als zwei Teilstroemen Expired DE891314C (de)

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