DEN0010246MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Februar 1955 Biekanmtgiemaeht am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Kolben
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Glühlampe, bei der die Innenwandung des Kolbens
mit einer aus einem pulverförmigen Material bestehenden licfatstreuenden Schicht zur Vermeidung
eines störenden Durchscbeinens des Glühkörpers versehen ist. Bei den bekannten Verfahren wurde.
die Glasoberfläche des Kolbens vielfach vorher geätzt, da eine geätzte Oberfläche ohne nennenswerte
Lichtabsorption bereits eine wesentliche Lichtstreuung ergibt und folglich die lichtstreuende
Pulverschicht, die eine viel größere Lichtabsorption aufweist, zum Erreichen einer bestimmten Lichtstreuung
dünner gewählt werden kann. Auch die Haftung einer aufgebrachten Schicht auf einer geätzten Oberfläche ist im allgemeinen besser.
Zu diesem Zweck wurden/ viele pulverförmige
Stoffe, und zwar insbesondere Oxyde von Metallen wie Si, Mg, Zn, Ti und Al vorgeschlagen. Diese
Stoffe wurden zu diesem Zweck in organischen Flüssigkeiten, Wasser oder deren Gemischen
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N 10246 VIIIc/21 f
suspendiert, gegebenenfalls unter Anwendung von Stoffen zum Stabilisieren der Suspension, zwecks
Erzielung einer geeigneten Viskosität oder zur Besserung der Haftung. Die .'Suspension wurde
dabei z. B. durch Aufschlämmen oder Aufspritzen auf die Innenwändung des Kolbens aufgebracht,
und die zurückbleibende Schicht wurde nach dem Abfließen der überflüssigen Suspension getrocknet.
Obwohl bereits viele Vorschläge in diesem Sinne ίο gemacht wurden, waren die Ergebnisse hinsichtlich
der Haftung, Lichtstreuung und Lichtdurchlässigkeit nicht derart, daß sie verwickeitere Verfahren
zum Aufbringen lichtstreuender Schichten, wobei Metalle, z. B. Mg, Al und Si, oder brennbare
organische Silizium^erbrndungen, wie Äthylsilikat,
in einem Kolben-,yerbrarint', und der entstandene
Metalloxydrauch aü*f die bereits durch Ätzen mattierte Glasoberfläche niedergeschlagen wird, in der
Praxis haben verdrängen können.
Die Erfindung betrifft eine elektrische Glüh- < lampe mit einem auf der Innenwandung mit einer
Schicht aus pulverförmigem lichtstreuendieim Material
versehenen. Kolben, und weist das Kennzeichen auf, daß das lichtstreusende Material aus
in Wasser unlöslichem Erdalkaliphosp-hat, d. h. "'Phosphaten von Ca'™Sr und/oder Ba, vorzugsweise
mit Apatitstruktur besteht.
Es wurde ^festgestellt,' daß mit diesen Phosphaten
Glühlampen hergestellt werden können, bei denen die Lichtstreuung, die Lichtdurchlässigkeit,
die- Gleichmäßigkeit und die Haftung der auf den ' ' Kolbenaufgebfachten Schicht sehr hohen Anforderungen
entsprechen. Sogar bei Verwendung eines nichtgeätzten Kolbens., wird/iem gleichwertiges Ergebnis
erzielt wie beim Niederschlagen von Metalloxydrauch auf einen geätzten Kolben. Die Erfindung
bietet daher den besonderen Vorteil, daß der Ätzvorgang unterbleiben'kann.
Die Schicht wird in bekannter Weise dadurch erzielt, daß eine Suspension des Phosphats aufgebracht,
z. B. aufgespritzt oder aufgeschlämmt wird und die zurückbleibende Schicht nach dem Abfließen der überflussigen Suspension getrocknet
wird. : :.
Besonders gute Ergebnisse werden erzielt durch das Aufbringen' einer stabilen' Suspension des unlöslichen
Erdalkaliphosphate mit einem Zusatz von wenigstens 1,5% Phosphorsäure (auf das
Phosphat berechnet) in mit Wasser mischbarer, flüchtiger organischer Flüssigkeit, vorzugsweise
mit einem Wassergehalt von etwa 3% (auf das Phosphat berechnet) und durch Erhitzung nach
dem Trocknen über 2000 C.
Es ist nicht erforderlich, daß die Phosphorsäure als solche zugesetzt wird. Auch eine andere Säure,
z.B. Salzsäure, kartn zum Abspalten der erforderlichen.
Phosphorsäuremenge aus dem Erdalkali-■... phosphat der Suspension zugesetzt werden.
. Auf ; die angegebene Weise, ergibt sich eine
gleichmäßige gut haftende Schicht mit einer sehr guten Lichtstreuung,und Lichtdurchlässigkeit.
Beim Aufbringen' von Schichten aus anderen
lichtstreuenden pulverfprrnigen Stoffen' auf die
Innenwandung eines Kolbens einer Glühbirne war ''
es schon bekannt, Suspensionen dieser Stoffe in mit Wasser mischbarer flüchtiger, organischer
Flüssigkeit und einem Zusatz von Phosphorsäure als Haftmittel zu verwenden. ,
Das Trocknen der aufgebrachten Schicht kann durc'h eine gegebenenfalls warme Luftströmung erfolgen.
Nach einer Erhitzung über etwa 2000 C haftet die Schicht hinreichend an der Glasoberfläche.
Zur Erzielung einer guten Anschmelzung muß an der Stelle, an der zur Herstellung· einer
Glühlampe Einzelteile mit dem Glasgefäß verschmolzen ■ werden, die Schicht vorher entfernt
werden. Mit Rücksicht auf die starke Haftung ist es wesentlich, das stellenweise Entfernen der
Schicht vor der -Erhitzung über 2000 durchzuführen.
Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Suspension kann z. B. mit Ca-, Sr- oder Ba-Orthophosphat
als Ausgangsmaterial erzielt werden. Die besten Ergebnisse entstehen aber, mit Phosphaten
mit Apatits'truktur, wie Halogenphosphat, z. B. 3 [Ca3(PO4)2]. CaF2, oder einem Hydroxyapatit,
z.B. 3-[Ca8 (PO4),] -Ca(H)2.
Zum Beispiel kann 3750 g eines der erwähnten Phosphate mit 135 ecm Wasser, 155 ecm Phosphorsäure,
(spezifisches. Gewicht 1,75)-undv3,75 1 Mertianol
4 X 24 Stunden in einer' Pbrzellankugelmühle
von 15 1 Inhalt mit 10 kg Flintsteinen mit einem Durchmesser von 2 cm bei 60 Umdrehungen
pro Minute gemahlen werden. Die Phosphatteilchen sind darum kleiner als 3 Mikron. Schließlich wird
die erhaltene Suspension mit 10,41 Äthanol verdünnt.
: ..':··. ' " ,
Ein nicht geätzter Glühlampenkolben wird innen mit einer solchen Suspension bespritzt. Nach dem
Ablecken wird die Schicht durch Einblasen warmer Luft getrocknet. Die Schicht wird an der Einschmelzstelle
durch eine rotierende Bürste entfernt, worauf der Kolben 1 Minute auf 500° C erhitzt
wird. Der Kolben wird anschließend: ,in der üblichen Weise zu einer Glühlampe fertiggestellt.
Bei Verwendung einer Suspension der erwähnten ' Phosphate ergibt sich immer eine sehr fest
haftende, gleichmäßige, lichtstreuende Schicht. Bei einer Schichtstärke, durch die ein störendes Durchscheinen
des Glühköxpers vermieden wird, ist die Lichtausbeute im Vergleich zu einem nicht bedeckten
Kolben immer mehr als 95 %. Bei Verwendung von Phosphaten mit Apatitstruktur, wie dem
erwähnten Calciumfluoroapatit, wird sogar eine Lichtausbeute von 970A erzielt.
Claims (5)
1. Elektrische Glühlampe mit einem auf der
Innenwändung mit einer Schicht aus pulverförmigem lichtstreuendem Material versehenen
:. Kolben, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtstreuende Material aus in Wasser unlöslichem
Erdalkaliphosphat, vorzugsweise mit Apatitstruktur, besteht.
2. Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben nicht geätzt ist.
6,09 659/376
N 10246 VIII c 121 f
3. Verfahren zum Aufbringen einer lichtstreuenden.
Schioht auf die Innenwandung eines Kolbens für eine Glühlampe nach Anspruch ι
oder 2 durch Auftragung "einer Suspension eines lichtstreuenden, pulverförmigen Stoffes auf die
Kolbenwand und durch Trocknung der zurückbleibenden Schicht nach dem Abfließen der
überflüssigen Suspension, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Wandung eine stabile Suspension
eines unlöslichen Erdalkaliphosphats mit einem Zusatz von wenigstens 1,5% Phosphorsäure
(auf das Phosphat berechnet) in mit Wasser mischbarer, flüchtiger organischer
Flüssigkeit, vorzugsweise mit einem Wassergehalt von etwa 3% (gleichfalls auf das Phosphat
berechnet) aufgebracht und die erhaltene Schicht nach dem Trocknen über 2000 C erhitzt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Phosphorsäure
dadurch erzielt wird, daß eine aus dem Phosphat Phosphorsäure abspaltende Säure zugesetzt
wird.
5. Glühlampenkolben mit einer lichtstreuenden Schicht nach Anspruch 3 oder 4.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 830 983.
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