DEN0000003MA - Wickelapparat, insbesondere für Dynamitpatronen. - Google Patents

Wickelapparat, insbesondere für Dynamitpatronen.

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DEN0000003MA
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DE
Germany
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winding tube
tube
winding
bearing blocks
transversely
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Östern
Original Assignee
Norsk Spraengstofindustrie A/S, Oslo
Publication date

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Description

Bei der Herstellung von Dynamitpatronen muss die auf geeignete Art geformte Dynamitmasse mit einer oder mehreren Schichten Papier versehen werden.
Die Erfindung betrifft einen Apparat zum Bewickeln der in Form von prismatischen oder zylindrischen Werkstücken gefertigten Dynamitmasse mit Papier, der jedoch auch zum Bewickeln anderer Gegenstände von entsprechender Form mit Papier o.dgl. benutzt werden kann.
Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemässen Apparates besteht in einem drehbar gelagerten Wickelrohr, das etwa über die Hälfte seines Umfanges in einer der Breite des Wickelpapiers entsprechenden Länge ausgeschnitten ist.
Dieses Wickelrohr ist zweckmässig derart gelagert, dass es sich sowohl um seine Achse drehen als auch in annähernd horizontaler Richtung quer zu seiner Drehachse bewegen kann. Die Wirkungsweise des Apparates beruht im wesentlichen darauf, dass das um das Werkstück zu wickelnde Papier über den Wickelrohr vorgeschoben wird, während dieses mit seiner Öffnung nach oben weist, worauf das zu be- wickelnde Werkstück zusammen mit dem Papier in das Wickelrohr gelegt und das letztere mittels eines Getriebes unter Wickeln des Papiers um das Werkstück gedreht, dann in Querrichtung verschoben wird, bis schliesslich das bewickelte Werkstück aus dem Wickelrohr herausfällt.
Um diese Bewegung des Wickelrohrs zu ermöglichen, sind gemäss der Erfindung nahe den Enden des Wickelrohrs zwei Paare von Bändern angebracht, die in entgegengesetzten Richtungen um die Oberfläche der nicht aufgeschittenen Rohrenden gelegt und mit ihren von dem Wickelrohr abgewendeten Enden an Teilen befestigt sind, die sich parallel zu dem Wickelrohr erstrecken und quer dazu hin und her bewegt werden können.
Die Zeichnungen zeigen ein Beispiel für die Ausführung des Apparates nach der Erfindung, und zwar zeigen:
Fig. 1 schematisch die schaubildliche Ansicht eines Bewicklungsapparates, bei dem der Deutlichkeit halber einige Teile fortgelassen sind und sich das Wickelrohr in der Stellung zur Aufnahme eines zu bewickelnden Werkstückes befindet,
Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Längsschritt,
Fig. 3 die wichtigsten Teile des Apparates im Schnitt entsprechend der Fig. 2 während des Bewickelns eines Werkstückes mit Papier, und
Fig. 4 dieselben Teile wie Fig. 3 bei beendetem Bewickeln.
Der dargestellte Apparat ist in einem Gehäuse untergebracht, das einen Boden 1 und zwei Seitenwände 2 aufweist, von denen die vordere in Fig. 1 entfernt ist. 3 und 4 sind waagerecht liegende Schienen, die an der Innenseite der Seitenwände 2 derart befestigt sind, dass zwischen ihnen waagrechte Führungen 5 gebildet werden. An den Führungen 5 sind Lagerböcke 6 verschieb- bar gelagert. Die Lagerböcke sind mit einem in der Führungsrichtung liegenden Arm 7 versehen, der sich in der in Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung des Wickelelementes von den Enden der Führungen 5 aus nach links erstreckt. Zum Festhalten der Lagerböcke 6 in der in Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung dienen Anschläge 8, die in einem Federgehäuse 9 in senkrechter Richtung beweglich angeordnet sind und von einer im Federgehäuse untergebrachten, in der Zeichnung nicht gezeigten Feder in der in Fig. 1 gezeigten Stellung gehalten werden. 11 ist ein Wickelrohr, das in seinem mittleren Teil über den halben Umfang fortgeschnitten ist. Die Enden 12 sind dagegen voll ausgeführt und mit Stirnplatten 13 verschlossen, die in dne Lagerböcken 6 gelagerte Wellenzapfen 14 tragen. An jeder Stirnplatte ist ferner ein Zapfen 15 derart angebracht, dass er beim Drehen des Wickelrohrs in Uhrzeigerrichtung aus der in Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung gegen die Anschläge 8 stösst und sie in das Federgehäuse drückt, sodass die Lagerböcke frei werden und in den Führungen 5 nach rechts gleiten können.
An der Innenfläche der Seitenwände 2 sind Schienen 16 und 17 befestigt. Die von ihnen gebildeten Führungen 18 liegen parallel zu den Führungen 5. An den Führungen 18 gleitet ein Rahmen 19, an dem nahe den Seitenwänden des Gehäuses Bänder 20 befestigt sind, die mit dem anderen Ende am Wickelrohr 11 angreifen. In der Stellung des Wickelrohres nach Fig. 1 sind die Bänder 20 in 1 1/4 Umdrehung um das Wickelrohr herumgeführt. Andere Bänder 21 sind an einer Platte 22 befestigt, die sich gleichlaufend zur Achse des Wickelrohres erstreckt. Die anderen Enden dieser Bänder 21 greifen ebenfalls an dem Wickelrohr an. Bei der in der Zeichnung darge- stellten Stellung sind die Bänder 21 mit 3/4 Umdrehung um das Wickelrohr herumgeführt. An der Platte 22 ist ferner ein Band 23 befestigt, dessen Breite der Länge des ausgeschnittenen Teiles des Wickelrohres ungefähr entspricht. Das Band 23 ist um eine Rolle 24 geführt, die drehbar auf einer Welle 25 gelagert ist. Die Enden dieser Welle sind gleitend, aber nicht drehbar in Führungen 26 gelagert, die durch an den Innenflächen der Seitenwände 2 befestigte Schienen 27 und 28 gebildet sind. An jedem Ende der Welle 25 ist ein Seil 29 befestigt, die über eine Seilscheibe 30 geführt und mit einer Feder 31 verbunden ist, die einen Zug nach links auf die Welle ausübt. An der Welle 25 ist weiterhin an jeder Seite der Rolle 24 ein drehbar gelagerter Arm 32 angebracht, der sich mit Hilfe einer Stellschraube 33 in jeder gewünschten Stellung auf der Welle befestigen lässt. Die Arme 32 bilden Lager für die Zapfen 34 einer Spannrolle 35, die an dem Band 23 anliegt.
Über den Bändern 20 und 21 befindet sich ferner ein etwas breiteres Band 36, dessen Enden an dem Rahmen 19 bzw. an der Platte 22 befestigt sind. Zum Zuführen des Papiers, das um ein Werkstück gewickelt werden soll, dient ein Tisch 38, während ein zweiter Tisch 39 das bewickelte Werkstück aufnimmt. Das Wickelpapier ist mit 40, die fertige Patrone mit 41 bezeichnet.
In der Stellung der Teile nach Fig. 1 und 2 wird ein Papier über den Tisch 38 zugeführt, bis es mit dem einen Ende etwas über der linken Kante des Wickelrohrs 11 liegt (Fig. 2). Nun wird ein Werkstück, das bewickelt werden soll, auf den Teil des Papiers gelegt, der sich in dem Ausschnitt des Wickelrohrs befindet. Das Werkstück drückt hierbei das
Papier in das Wickelrohr hinein. Durch ein nicht dargestelltes Getriebe wird nun der Rahmen 19 nach rechts gezogen. Mit Hilfe der Bänder 20 dreht sich dabei das Wickelrohr in Richtung des Uhrzeigers. Hierbei wird das Papier um das in dem Wickelrohr befindliche Werkstück gewickelt. Während dieser Drehung des Wickelrohrs wickeln sich die Bänder 21 auf das Wickelrohr auf. Gleichzeitig wird die Rolle 24 und die Spannrolle 35 unter Spannen der Feder 31 nach rechts gezogen.
Fig. 3 zeigt die Stellung der vorstehend genannten Teile, nachdem das Wickelrohr eine 3/4 Umdrehung vollzogen hat. In dieser Stellung drücken die zapfen 15 die Anschläge 8 nach unten, sodass sich die Lagerböcke 6 in den Führungen frei nach rechts bewegen können. Bei der Weiterbewegung des Rahmens 19 nach rechts werden nun die Lagerböcke 6 und damit das Wickelrohr 11 nach rechts gezogen, da die Arme 7 der Lagerböcke die Anschläge 8 herabgedrückt halten. Die Geschwindigkeit des Wickelrohrs nach rechts ist doppelt so gross wie die der Patrone in gleicher Richtung. Ein weiteres Drehen des Wickelrohrs wird dadurch verhindert, dass die Zapfen 15 an den Schienen 3 anliegen. Bei der Weiterbewegung des Wickelrohrs 11 nach rechts fällt die bewickelte Patrone aus dem Wickelrohr heraus und rollt über den Tisch 39 fort. Das Band 23 drückt von oben her gegen die Patrone und sichert hierbei das Papier gegen Loslösen. Die Patrone wird dann in einen an sich bekannten Apparat zum Einbiegen der überstehenden Enden der umwickelten Papierhülse geleitet.

Claims (12)

1.) Apparat zum Bewickeln von prismatischen oder zylindrischen Gegenständen, insbesondere Dynamitpatronen, mit Papier o.dgl., gekennzeichnet durch ein drehbar gelagertes Wickelrohr (11), dessen Wand etwa über den halben Umfange in einer der Breite des Wickelpapieres entsprechenden Länge ausgeschnitten ist.
2.) Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelrohr (11) drehbar und zugleich quer zu seiner Drehachse verschiebbar gelagert ist.
3.) Apparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe für das Wickelrohr (11) zwei Paare von Bändern (20, 21) aufweist, die in entgegengesetzten Richtungen um die nicht ausgeschnittenen Rohrenden herumgelegt und mit ihren vom Wickelrohr abgewendeten Enden einerseits an einem quer zum Wickelrohr hin und herbeweglichen Rahmen (19), andererseits an einer auf der anderen Seite des Wickelrohrs befindlichen, gleichfalls quer dazu beweglichen Platte (22) befestigt sind.
4.) Apparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (22) einer Zugwirkung von Gewichten, Federn o.dgl. unterliegt, die sie von dem Wickelrohr fortzuziehen sucht.
5.) Apparat nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch ein Paar von Bändern (36), die an dem Rahmen (19) bzw. der Platte (22) befestigt und derart angeordnet sind, dass sie sich von oben her gegen die Antriebsbänder (20, 21) des Wickelrohrs legen.
6.) Apparat nach Anspruch 3-5, dadurch gekennzeichnet, dass sich an der von dem Wickelrohr (11) abgewendeten Seite der Platte (22) ein Band (23) mit einer dem Ausschnitt des Wickelrohrs entsprechenden Breite befindet, das mit seinem einen Ende an der Platte (22) und mit seinem anderen Ende an dem Rahmen (19) befestigt und um eine Rolle (24) läuft, die quer zum Wickelrohr (11) beweglich ist und einer Zugwirkung, z.B. von Federn, unterliegt, die sie vom Wickelrohr fortzuziehen sucht.
7.) Apparat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (24) auf einer Achse (25) umläuft, in Führungen (26) so gelagert ist, dass sie quer zum Wickelrohr bewegt, jedoch nicht gedreht werden kann.
8.) Apparat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (24) von auf der Achse (25) einstellbar befestigten Armen (32) eingefasst ist, die als Lager für eine am Band (23) anliegende Spannrolle (35) dienen.
9.) Apparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelrohr (11) mit seinen Wellenzapfen in Lagerböcken (6) gelagert ist, die an Führungen (18) quer zu der Achse des Wickelrohres beweglich sind.
10.) Apparat nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch Anschläge (8), die die Lagerböcke (6) in der Aufnahmestellung des Wickelrohres für die zu bewickelnden Gegenstände festhalten.
11.) Apparat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (8) in Federgehäusen (9) senkrecht beweglich gelagert sind und mittels Federn in Schließstellung nach oben gedrückt werden und mit an den Stirnflächen des Wickelrohrs (11) angebrachten Zapfen (15) zusammenwirken, die beim Drehen des Wickelrohrs gegen die Anschläge (8) stossen und sie gegen die Federwirkung aus der Bahn der Lagerböcke (6) bewegen.
12.) Apparat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerböcke mit Armen (7) versehen sind, die bei Bewegung der Lagerböcke in ihren Führungen die Anschläge (8) in niedergedrückter Stellung halten.

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