DEM0026414MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. März 1955 Bekanntgemacht am 7. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tankanlage zur Abgabe kleiner Mengen eines Öl-Benzin-Gemisches, bei welcher das Gemisch aus einem Behälter
einem Meßgefäß zugeführt wird, aus dem es für die Betankung vom Motorfahrrädern, Mopeds
od. dgl. abgenommen wird.
Beii bekannten Gemischitamkanlagen wird eine
größere Menge des fertigen Kraftstoffgemisches in einen z. B. fahrbaren Behälter gefüllt, aus dem es
durch eine von Hand betätigbare Pumpe je nach der vom Kunden gewünschten Kraftstoffmenge in
ein kleines Meßgefäß gepumpt wird, welches weggenommen und zum Betanken verwendet wird, oder
aus welchem das Gemisch durch einen Schlauch od. dgl. in den Tank des Fahrzeuges geleitet wird.
Weiter sind Gemischtankanlagen bekannt, bei denen ein Behälter oder ein Faß auf einem Gestell hoch
liegend gelagert ist, aus dem der Kraftstoff in frei strömendem Fall unter Zwischenschaltung einer
mechanisch arbeitenden Meßuhr in den Tank des Fahrzeuges geleitet werden kann.
Die bekannten Gemischtankanlagen sind durch ihrem Aufbau, durch Verwendung von Pumpern
od. dgl. verhältnismäßig kompliziert und teuer, oder sie erfordern teure mechanische Meß einriebtungen,
so daß ihre Anschaffung für Tankstellen od. dgl. unrentabel ist. Alle bekannten Anlagen
haben außerdem den Nachteil, daß man öl und Benzin im gemischten Zustand in dem jeweiligen
Tankbehälter einfüllen muß, so· daß zusätzliche Mischbehälter oder Mischvorrichtungen benötigt
werden, aus denen dann das Gemisch in den Be-
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hälter der Kleintankanlage gefüllt werden muß. Da das Gemisch häufig sehr lange im Behälter der
Tankeinrichtung steht,, kann unter Umständen auch eine Entmischung eintreten, da sich das spezifisch
. 5 schwerere öl. allmählich im Unterteil des Behälters
absetzt. '
Um nun vor allem alle mechanisch zu betätigenden Teile und zusätzlichen Mischvorrichtungen zu
vermeiden und die Gemischtankanlage gegenüber
dem Bekannten wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen, besteht die Tankanlagei für Kraftstoffgemische
gemäß der Erfindung im wesentlichen aus einer in einem Gestell od. dgl. um eine waagerechte
Achse drehbar gelagerten Mischtrommel, auf deren Umfang ein radial ausgerichtetes, eine gewünschte
Mischmenge fassendes Meßgefäß, vorteilhaft aus durchsichtigem Material, sitzt. Das Meßgefäß ist
mit der der Mischtrommel zugewendeten Öffnung in einem ein Ventil mit ansichließbarem Zapfschlauch
aufweisenden Ringsockel eingelassen,. Durch Verdrehen der Trommel mit dem Meßgefäß nach unten
strömt das Gemisch demselben im freien Fall zu, wird in ihm nach Zurückschwenken der Trommel
in die Ausgangstage mit dem, Meßgefäß nach oben gehalten und kann aus ihm durch den Zapfschlauch
od. dgl. entnommen werden. Durch diese Ausbildung der Tankanlage kommen die bei den bekannten
Tankeinrichtungen vorhandenen teuren Pumpen, mechanische Zähluhren od. dgl. in Fortfall.
Weiter braucht nicht mehr ein fertiges Gemisch in die Trommel der Tankeinrichtung eingefüllt zu
werden, sondern. Öl und Benzin können in dem gewünschten
Mischverhältnis getrennt in die Trommel der Tankeinrichtung eingefüllt werden, wobei
die Durchmischung dann dadurch erfolgt, daß die drehbar gelagerte Mischtrommel einige Male hin-
und hergeschwenkt wird. Wünscht nun ein Kunde eine kleine Gemischmenge zu tanken, so verdreht
der Tankwart die Trommel aus der Ruhelage um i8o°, so daß das Meßgefäß nach unten hängt und
sich dadurch mit Gemisch aus der Trommel füllt. Nach dem Zurückschwenken der Trommel mit Meßgefäß
in die Ausgangslage ist eine Maximalmenge im Meßgefäß enthalten, die dann durch einen absperrbaren
Zapfschlauch in den Tank des Motorrades od. dgl. geleitet werden kann. Das Meßgefäß
kann mit einer Skala versehen sein, um auch kleinere Mengen, als dem Fassungsvermögen des Meßgefäßes
entspricht, abgeben zu können. Dadurch, daß die Mischtrommel beim Betanken jedes Mal
um i8o° hin- und hergeschwenkt werden muß, ergibt sich der weitere Vorteil, daß vor jeder Treibstoffentnahme
eine nochmalige Durchmischung des in der Trommel enthaltenen Gemisches bewirkt wird, wodurch ein Entmischen des Kraftstoffes
nicht mehr eintreten kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
als Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι einen senkrechten Achsschnitt durch die
Tankanlage nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Tankanlage,
Fig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt durch ein Absperrventil des Zapfschlauches.
Fig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt durch ein Absperrventil des Zapfschlauches.
Die Tankanlage, zur Abgabe "kleiner Mengen eines Zweitakt-Kraftstoffgemisches aus Öl und Benzin,
insbesondere für die Betankung von Motorrädern, Mopeds, Motorrollern od. dgl., besteht aus
einem trommelförmigen Kraftstoffbehälter 1 aus ■
Blech oder einem anderen von dem Gemisch nicht angreifbaren Material, der mit einem dicht abschließbaren
Füllstutzen 2 versehen, ist. Diese Trommel 1 ist mit axialen, nach außen gerichteten
Zapfen, 3 in Flanschen, 4 eines z. B. fahrbaren Rahmengestelles 5 drehbar gelagert und ist im Unterteil
mit zwei oder mehr in, Achsebenen liegenden, durchlochten Mischblechen 6 versehen. Den Mischblechen
6 gegenüberliegend ist auf dem Umfang der Trommel.i. ein Meßgefäß 7, vorteilhaft aus durchsichtigem
oder durchscheinendem Material, ge;-lagert. Dieses Meßgefäß 7 steht mit dem Innenraum
der Mischtrommel 1 in Verbindung. Das Meßgefäß 7 wird in seiner radialen Stellung auf dem
Umfang der Trommel beispielsweise dadurch montiert, daß auf dem Trommelumfang ein Ringsockel 8
aufgeflanscht \vird, in den das Meßgefäß 7 mit dem inneren Ende eingeschoben ist. Das Meßgefäß 7 ist
außen durch einen Deckel 9 dicht abgeschlossen, der mit dem Sockel 8 durch Stehbolzen 10 und Muttern
11 verbunden wird, um dadurch eine dichte Auflage des Deckels 9 auf den Oberrand des Meßglaises
7 zu erreichen. Dieses Meßglas 7 steht mit dem Innenraum der Trommel 1 durch ein Rohr 12
in Verbindung, welches sich radial an eine Um- . fangsdurchbohrung 13 der Trommel anschließt und
sich bis nahezu unter den Deckel 9 erstreckt. Das Verbindungsrohr 12 ist in Nähe seines freien Endes
mit einer oder mehreren auf der gleichen Höhe liegenden Wandungsdurchb.ohrungen, 14 versehen,
deren Zweck noch erläutert wird. In Nähe des Meß ge faß bod ens bzw. des Trommelumfanges mün-.det
durch den Sockel 8 ein absperrbarer Stutzen 15, an den ein Schlauch 16 anschließbar ist und der zur
Betankung des Motorrades od. dgl. mit Gemisch dient. Der Schlauch 16 ist am freien Ende mit
einem starren Auslauf 17 versehen und kann beispiels
weise mit einem Haken, 18 an eine Öse 19 des Meß gefäß deckeis 9 angehängt werden. Der Stutzen
15 kann in einfacher Weise durch einen verdrehbaren Hahn abgesperrt werden, oder es kann hier
eine Ausführung verwendet werden, wie sie.in Fig. 3 in, vergrößertem Maß stäbe dargestellt ist.
Nach diesem Ausführungsbeispiel ist in einer kreisförmigen flachen Ausnehmung 20 der äußeren
Sockel wandung 8 eine Kreisscheibe 21 dicht anliegend
eingesetzt. Eine einwandfreie Abdichtung ist dadurch erreichbar, daß die Kreisscheibe 21 und
die scheibenförmige Ausnehmung 20 durch genauen Schliff aufeinander abgestimmt sind. Die Scheibe
21 ist mit einer exzentrischen Durchbohrung 22 versehen, die in den Schlauchanscblußstutzen 15
übergeht. Durch eine zentrale Bohrung der Scheibe 21 ist eine Kopfschraübe 23 in die Wandung des
Sockels 8 eingeschraubt unter Zwischenschaltung einer Druckfeder 24, die einerseits gegen den Kopf
der Schraube 23 und andererseits gegen die Außenfläche der Scheibe 21 liegt, so daß diese Scheibe 21
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durch die Federung dicht anliegend in der Kreisausnehmung 20 des Sockels 8 gehalten, wird. Im
Sockel 8 ist zur Kreisausnehmung 20 ebenfalls exzentrisch eine Durchbohrung 25 vorgesehen, die
5, mit der Bohrung 22 der Scheibe 21 in Überdeckung gebracht werden kann. Durch einfaches Verschwenken
des Stutzens 15 mit der KreisscJieibe.21 kann
die Durchbohrung 25 des Sockels abgedeckt oder auch in Überdeckung gebracht werden, und zwar
derart, daß die im Meßgefäß 7 befindliche Flüssigkeit entweder abgesperrt ist oder durch die Bohrungen
25 und 22 über den Schlauch ablaufen, kann. Die Wirkungsweise der beschriebenen Tankanlage
ist folgende: In den Mischbehälter 1 wird Öl und Benzin in gewünschtem Verhältnis eingefüllt.
Darauf wird die Trommel 1 in hin- und herschwingende
' Bewegung versetzt, und zwar geschieht dies durch eine Handhabe 26, die in einer
Acbsebene, welche durch die Achse des Meßgefäß es 7 gelegt ist, um einen Querzapfen 27 des
einen Lagerzapfens 3 verschwenkbar ist. Der auf dieser Seite liegende Flansch 4 des Rahmengestelles
S ist mit einer Gabel 28 versehen, in die sich die Handhabe 26 durch ihr Eigengewicht einschiebt.
Durch dieses Einschieben der Handhabe 26 in die Gabel ist die Trommel 1 arretiert. Zum Hin- und
Herschwingen der Trommel 1 zwecks Durcheinandermischens von öl und Benzin wird die Handhabe
26 aus der Gabel 28 herausgehoben; und nunmehr wird die Trommel 1 mittels der Handhabe in
hin- und herschwingende Bewegung versetzt.
Soll nun eine Betankung eines Motorrades od. dgl. erfolgen, so- wird der Füllstutzen 2 verschloSiSen,
und ebenso wird der Stutzen 15 durch entsprechendes Verdrehen der Scheibe 21 abgesperrt
und dann die Trommel 1 durch Erfassen der Handhabe 26 um i8o° um die waagerechte Achse
gedreht, so daß das Meßgefäß 7 nach unten gerichtet ist. Es kann damit aus der Trommel 1 das
Gemisch über das Verbindungsrohr 12 an das Meßgefäß 7 fließen. Damit dabei die im Meßgefäß 7
enthaltene -Luft entweichen kann, ist im Boden des Meßgefäßes bzw. im Umfang der Trommel ein
Ventil 29 gelagert, an das sich ein Steigrohr 30 anschließt, welches dem Meßgefäß 7 gegenüberliegend
in Nähe der Trommelwandung ausläuft. Das Ventil 29 ist beispielsweise ein einfaches Kugelventil,
welches sich öffnet, wenn sich die Trommel mit dem Meßgefäß nach unten gerichtet in der
Füllage des Meßgefäßes 7 befindet, so daß nunmehr die im Meßgefäß befindliche Luft über das
Steigrohr entweichen kann. Nach Füllung des Meßgefäßes 7, welches auf eine bestimmte Menge
geeicht sein kann, z. B. auf 1 1, wird die Trommel wieder auf i8o° zurück in die Ruhelage entsprechend
Fig. ι verdreht. Dabei schließt sich das Ventil 29, und aus dem Meßgefäß 7 läuft durch
das Rohr 12 Gemisch so weit ab, bis die Unterkante der Rohrdurchbohrungen 14 erreicht ist.
Diese Bohrungen bilden daher die Eichung für den Meßgefäß inhalt. Nunmehr kann die Absperrung
des Stutzens 7 durch Verschwenken der Scheibe aufgehoben werden, und der Brennstoff lauft im
freien Fall durch den Schlauch 16 in (den Tank des Motorrades od. dgl.
Claims (5)
1. Tankanlage zur Abgabe kleiner Mengen eines Öl-Benzin-Gemisches, bei welcher das Gemisch
aus einem Behälter einem Meßgefäß zugeführt wird, aus dem es für die Betankung von
Motorrädern, Mopeds od. dgl: abgenommen wird, gekennzeichnet durch eine in einem Gestell
(s) od. dgl. um eine waagerechte Achse (3) drehbar gelagerte Mischtrommel (1), auf deren,
kreisförmigen. Mantel ein, radial ausgerichtetes, eine gewünschte Gemischmenge fassendes, vorteilhaft
aus durchsichtigem Material bestehendes Meßgefäß (7) angeordnet ist, welches mit
der der Mischtrommel zugewendeten, öffnung
in einem ein Ventil mit anschließbarem Zapfschlauch (16) aufweisenden Ringsockel (8) eingelassen
ist.
2. Tarikanlage nach Anspruch 1, dadurch, ge^
kennzeichnet, . daß die drehbare Mischtrommel (1) mit nach oben oder unten gerichtetem Meßgefäß
(7) feststellbar ist.
3. Tankanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß einer der beiden Lagerzapfen
(3) der Mischtrommel mit einem, in einer Achsebene verschwenkbaren Handhebel
(26) gelenkiigverbundeniet, der unter dem Lagerzapfen
(3) in eine mit dem Lagergestell (5, 4) fest verbundene Gabel (28) ekischiebbar ist.
4. Tankanlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein in
dem Meßgefäß angeordnetes, über ein Rohr (30) mit dem Innenraum der Trommel (1) in. Verbindung
stehendes Entlüftungsventil, welches sich in der Trommelstellung mit nach oben gerichtetem
Meßgefäß selbsttätig schließt.
5. Tankanlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
ein das Meßgefäß an seiner oberen Öffnung verschließender Deckel (9) mittels eines im Ringsockel
(8) einschraubbaren Stehbolzens (10) befestigt ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 551570, 923647; österreichische! Patentschrift Nr. 159 405.
Deutsche Patentschriften Nr. 551570, 923647; österreichische! Patentschrift Nr. 159 405.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 529/119 5.56
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