DEM0022128MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEM0022128MA
DEM0022128MA DEM0022128MA DE M0022128M A DEM0022128M A DE M0022128MA DE M0022128M A DEM0022128M A DE M0022128MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
test circuit
circuit
parallel path
outgoing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. Februar 1954 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
In Fernsprechnebenstellenanlagen ist es bekannt, Teilnehmeranschlußleitungen mit nur zwei gewöhnlichen Relais auszurüsten, deren drei möglichen Zustandskombinationen dazu benutzt werden, die eine oder andere von zwei Verkehrsrichtungen, Haus oder Amt, auszuwählen und beim Zustandekommen des Prüfstromkreises in abgehender oder ankommender Richtung die an den Anschlußleitungen liegenden Wicklungen beider Relais abzutrennen.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für derartige Teilnehmeranschlußleitungen. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ohne Aufwand weiterer Relais für jede Anschlußleitung Teilnehmer verschiedenster Berechtigungsart zu schaffen. Dabei sollen auch bei den verschiedenen Verkehrsrichtungen, also bei abgehenden Haus-, Amts- und ankommenden Verbindungen, Unterscheidungen in bezug auf die Berechtigungsart möglich sein. Beispielsweise kann also ein Teilnehmer A, der in bezug auf den abgehenden Hausverkehr mit einem Teilnehmer B gleichberechtigt ist, in bezug auf den abgehenden Amtsverkehr aber von diesem unterschiedlich berechtigt sein. Beide Teilnehmer können dann in bezug auf den ankommenden Verkehr entweder gleichberechtigt oder nicht gleichberechtigt
509 556/62
M 22128 VIIIal21a3
si'in, indem im letzteren Fall hei einem Anruf des einen Teilnehmers im Zuge der Verbindung ein Schahvorgang ausgelost wird, der bei einem Anruf des anderen Teilnehmers nicht eintritt. In einem anderen Fall soll beispielsweise bei einem Teilnehmer bei einer abgehenden 1 lausverbindung ein bestimmter Schaltvorgang ausgelost werden, bei einem anderen Teilnehmer dagegen nicht. In bezug auf den abgehenden Amtsverkehr sollen beide Teilnehnier gleichberechtigt sein, in bezug auf den ankommen Verkehr aber wieder nicht. Bei den drei in Betracht kommenden Richtungen (zwei für abgehenden, eine für ankommenden Verkehr) lassen sich auf diese Weise eine ganze Anzahl von Berechtiguiigsarten kombinieren.
Die Erfindung erreicht nun diese verschiedenen ISereehtiguiigsarten in einfacher Weise dadurch, daß Teilnohmeranschlußleitungen mit in den verschiedenen Verkehrsrichtungen beliebiger unter schiedlicher lierechtigung durch einen Parallel weg zu den im abgehenden und ankommenden l'rüfstromkreis liegenden Wicklungen der Anruf- und Trcnurckiis geschaffen werden und dieser Parallelweg durch Kontakte der Anruf- und Trennrelais gesteuert wird, deren Anordnung für die verschiedenen lierechtigungsarten unterschiedlich ist, und daß im I'rüfstroinkreis der Wähler für den abgehenden Verkehr und für den ankommenden Verkehr Sclialtinittel vorgesehen sind, die nur wirksam werden und dann eine Schaltfunktion veranlassen, wenn im 1'rüfstromkreis der Parallel weg besteht.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in
den Zeichnungen gezeigten Ausführungslieispiele erläutert. Die Schaltungen sind vereinfacht dargestellt und zeigen nur die für das Verständnis tier Krim du ng er forder liehen Stromkreise.
Fig. 1 zeigt eine Teilnehmerschaltung für Nebenstellenanlagen mit zwei gewöhnlichen Relais R j und T. Der Teilnehmer Tn hat über den Anruf- j sucher ./.S' Zugang zu den 1 lausverbindungswegen j und über Amlswähler AW Zugang zu den Amts- j leitungen. Diese beiden Vorkehrsrichtungen sind entsprechend mit ./.S' bzw. AW bezeichnet. Die dritte noch gezeigte Richtung LW ist für den ankommenden Verkehr über Leitungswähler LW vorgesehen. Die drei Wähler, nämlich AS, AW und LW, sind in Fig. (> in vereinfachter, nur die Prüfstromkreise enthaltenden Weise dargestellt.
Die Wirkungsweise dieser Schaltungsanordnung ist folgende: liebt der Teilnehmer an der Sprechstelle'/";! den Hörer ab, so spricht das Relais R in dem Stromkreis
' I, / I
, rt-Ader, S])rechstelle Tn, ft-Ader,
1 (1), r ι
I-z, R(I), Ua, +
an. Das parallel zum Widerstand Wi liegende Relais V (I) erhält nicht genügenden Ausprechstrom. 6u |''.s wird nach Erregung des Relais R durch Kontakt r ι abgetrennt. Kontakt;· 3 kennzeichnet die anrufende Leitung im Prüfstromkreis des angelassenen Alirufsuchers ./.V. Letzterer wird durch das im Erregungsstromkreis des Relais R ansprechende Anlaßrelais Ha in bekannter, nicht näher dargcstellter Weise angereizt. Es sei angenommen, daß der in Fig. 6 gezeigte Anrufsucher AS angelassen wurde. Beim Auftreffen des Prüfarmes ASc dieses Anrufsuchers auf die durch Kontakt r 3 gekennzeichnete Leitung kommt folgender Prüfstromkreis zustande:
T (II),
und II), ...,
(II),
ASc, Cv, Pv (I
In diesem Stromkreis sprechen die Relais Pv und T an, das Relais R (II) hält sich in diesem Stromkreis weiter, wenn die Wicklung R (I) infolge Umlegung der Kontakte ti, 12 stromlos wird. Das Prüfrelais Pv sperrt die belegte Leitung in bekannter Weise durch Kurzschluß seiner hochohmigen Wicklung/3^ (II). Das in diesem Stromkreis liegende Relais Cv hat Fehlstrom und kommt daher nicht zum Anzug.
Der Teilnehmer stellt nun durch Nummernwahl die von ihm gewünschte Hausverbindung her. Die Relais R und T bleiben bis zur Auslösung der Verbindung erregt. Diese Vorgänge sind zum Verständnis der Erfindung nicht erforderlich und werden daher nicht weiter erläutert.
Will der Teilnehmer dagegen eine Amtsverbindung aufbauen, so betätigt er nach dem Abheben des I lörers die Erdungstaste Ta, wodurch in bekannter Weise der belegte Hausverbindungssatz frei wird. Die abgehende Prüfader wird aufgetrennt, so daß die Relais R (II) und T (II) stromlos werden. Es kommt jedoch nur das Relais R zum Abfall, weil das Relais T in dem Stromkreis
—, T (I), r\, α-Ader, Sprechstelle Tn, Erdungstaste Ta, +
gehalten wird. Nach dem Loslassen der Taste Ta wird folgender Haltestromkreis für Relais T geschlossen :
—, T (I), rl, α-Ader, Sprechstelle Tn, fr-Ader, log
t2,Y2, . . ., +.
In diesem Stromkreis spricht in bekannter Weise ein nicht dargestelltes Anlaßrelais an, das den Amtswähler AW einer freien Amtsleitung anreizt. Dieser in Fig. 6 dargestellte Amtswählcr AW prüft auf die durch Kontakt ?3 gekennzeichnete Auschlußleitung auf. Es kommt folgender Prüfstromkreis zustande:
-, IA^)'-, t3, AWc, Ca, Pa (I und II),
In diesem Stromkreis spricht Relais Pa an und sperrt die Leitung durch Kurzschluß seiner hochohmigen WiCkIuUgFo(Il). Das Relais Ca spricht infolge des erfindungsgemäßen Parallelwcges ebenfalls an. Dieses Relais kann zu irgendeinem Schaltvorgang, zu dem diese Teilnehmcrstelle berechtigt ist, ausgewertet werden. Beispielsweise wird durch diesen Schaltvorgang die Berechtigung zur Her
st» 556/62
M 22128 VIIIal21a3
stellung einer Fernverbindung gegeben oder eine solche Möglichkeit verhindert. Relais R (II) spricht an und trennt mit den Kontakten π und r2 den Stromkreis für Relais T (I) auf. Relais T hält sich S aber in dem Prüf Stromkreis des Amtswählers AW über seine Wicklung T (II) weiter. Die weiteren Schaltvorgänge zur Herstellung der gewünschten Amtsverbindung sind normal und bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Die Trennstelle I-II in dem
ίο Parallelweg kann durch eine eingelötete Drahtverbindung oder durch einen Schalter bzw. Taste überbrückt sein. Im letzteren Fall besteht die Möglichkeit, die Berechtigung des Teilnehmers wahlweise zu ändern, so daß beispielsweise beim Aufprüfen eines Amtswählers AW das Relais Ca Fehlstrom hat, wodurch der durch dieses Relais eingeleitete Schaltvorgang unterbleibt.
Wird die Teilnehmerstelle Tn von einem Leitungswähler LW (Fig. 6) belegt, so kommt fol-
sio gender Prüf Stromkreis zustande:
T(II), R (Π), τΛλΤ
—, , LWc, Cw, Pw (I und II),
Tr 2, I-II, r 3
Da der Parallelweg auch in diesem Fall eingeschaltet ist, sprechen im Leitungswähler die Relais Cw und Pw an, so daß das Relais Cw auch in diesem Fall einen Schaltvorgang auslösen kann.
Die Relais R (II) und T (II) sprechen ebenfalls an und schalten die Adern der Anschluß leitung frei. Die weiteren Vorgänge sind im Rahmen der Erfindung ohne Bedeutung und werden daher auch nicht erläutert.
In Fig. 2 bis 5 sind nun eine Anzahl von anderen möglichen Berechtigungsarten von Teilnehmern gezeigt. Die Kontakte 13 und r3 in diesen Figuren entsprechen den gleichbenannten Kontakten der Fig. 1. Ihre Anordnung und Ausbildung ist jedoch in jedem Fall· anders, wodurch eine unterschiedliche Anschaltung und Steuerung des Parallelstromkreises und damit eine unterschiedliche Berechtigungsart der Teilnehmeranschlüsse erzielt wird. Die sonstige Ausbildung der Teilnehmeranschlußleitung entspricht der in Fig. 1. Sie ist daher in den Fig. 2 bis 5 fortgelassen.
In Fig. 2 ist der Parallelstromkreis bei abgehenden Haus- und Amtsverbindungen angeschaltet, so daß beim Aufprüfen der entsprechenden Wähler AS bzw. AW dieser Richtungen die auf Stromverstärkung ansprechenden Relais Cv bzw. Ca zur Wirkung kommen und die für diese Art von Teilnehmerstellen zugelassene Schaltfunktionen herbeiführen.
In Fig. 3 ist der Parallelweg in allen Richtungen angeschaltet, also auch im ankommenden Verkehr, so daß beim Aufprüfen eines Leitungswählers LW das in dem Prüf Stromkreis angeordnete Relais Cw zum Ansprechen kommt und eine Schaltfunktion bewirkt.
In Fig. 4 ist der Parallelweg nur bei einer Amtsverbindung wirksam, während er bei ankommenden und abgehenden Hausverbindungen abgeschaltet ist.
In Fig. 5 schließlich ist eine Teilnehmerstelle gezeigt,' bei der der Parallelweg nur bei abgehenden Hausverbindungen angeschaltet ist, so daß nur bei solchen Verbindungen das in dem Prüfstromkreis des Anrufsuchers AS angeordnete Relais Cv zum Ansprechen kommt, während die Relais Ca bzw. Cw der beiden anderen Richtungen bei Zustandekommen des Prüfstromkreises unerregt bleiben.
Die Erfindung zeigt somit eine Schaltungsanordnung, mit Hilfe der es ohne wesentlichen Aufwand möglich ist, eine ganze Anzahl Gruppen von Sprechstellen mit verschiedenster Berechtigungsart herzustellen.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schaltungsanordnung für Teilnehmeranschlußleitungen mit je einem Anruf- und einem Trennrelais, deren drei mögliche Zustandskombinationen zur Auswahl der einen oder anderen von zwei Verkehrsrichtungen und für die Abtrennung dieser Relais von der Anschlußleitung beim Zustandekommen des Prüfstromkreises in abgehender oder ankommender Richtung ausgewertet werden, insbesondere für Fernsprechnebenstellenanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß für Teilnehmeranschlußleitungen mit in den verschiedenen Verkehrsrichtungen (Haus, Amt, ankommende Richtung) beliebiger, unterschiedlicher Berechtigung ein Parallelweg (W2,1... II) zu den im abgehenden und ankommenden Prüfstromkreis liegenden Wicklungen der Anruf- und Trennrelais (R II, T II) geschaffen wird und dieser Parallelweg durch Kontakte der Anruf- und Trennrelais gesteuert wird, deren Anordnung für die ίου verschiedenen Berechtigungsarten unterschiedlich ist, und daß im Prüfstromkreis der Wähler für abgehenden Verkehr (AS, AW) und für ankommenden Verkehr (LW) Schaltmittel (Cv, Ca bzw. Cw) vorgesehen sind, die nur wirksam werden und dann eine Schaltfunktion veranlassen, wenn im Prüfstromkreis der Parallelweg besteht.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel 110. (Ca, Cv, Cw) im Prüfstromkreis der Wähler bei Bestehen des Parallelweges durch Stromverstärkung ansprechen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Parallelweg eine Trennstelle (I-II) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2104863A1 (de) Nachnchtenvermittlungssystem
DE856624C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb, insbesondere fuer Fernsprechanlagen
DE940169C (de) Schaltungsanordnung fuer Teilnehmeranschlussleitungen
DEM0022128MA (de)
DE684775C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit einer der Teilnehmeranschlussleitung zugeordneten Relais-Weiche
DE421519C (de) Schaltungsanordnung fuer Verkehrsbeobachtung
DE966523C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen
DE553930C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlern, bei denen mehrere selbsttaetige oder halbselbsttaetige Zentralen hintereinander an Verbindungsleitungen angeschlossen sind
DE1262355B (de) Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Waehlbetrieb
AT116870B (de) Schaltungsanordnung für Nebenstellenanlagen mit Rückfrageeinrichtung.
DE575002C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen
DE597497C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE323098C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen
DE566201C (de) Schaltungsanordnung fuer eine mit mehreren Abzweigstellen versehene Verbindungsleitung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE631340C (de) Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Musik, Rundfunk, Mitteilungen o. dgl. aus einer mehreren Teilnehmern gemeinsamen Geberstelle ueber das Leitungsnetz einer Fernsprechanlage
DE2032397C (de) Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Zweieranschlüssen
DE573442C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren an gemeinsamer Leitung liegenden Abzweigstellen
DE317593C (de)
DE927216C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE419444C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit verschiedenwertigen Leitungen
DE626172C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE1263864B (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen, in welchen belegte Teilnehmerstellen von dem Vorliegen eines neuen Anrufes verstaendigt werden
DE1512026C3 (de) Schaltungsanordnung für Fernsprechlinienwähleran lagen
DE1272386B (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit einem Vermittlungsnetzwerk
DE971530C (de) Schaltungsanordnung für Leitungswähler mit Aufschaltmöglichkeit in Fernsprechanlagen, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen