DEM0020099MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. September 1953 Bekanntgemacht am 29. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen,
bei welchen als Verbindungsorgane Mehrfachschalter, vorzugsweise solche nach dem Kreuz-Schienenprinzip
verwendet werden. Derartige Schalter sind jeweils aus einer Anzahl von Einzelschaltern, die
selbständige Verbindungsorgane darstellen, zusammengesetzt und werden von einer gemeinsamen Einstelleinrichtung
bedient.
ίο Eine gemeinsame Einstelleinrichtung zwingt bekanntlich
zu einer einzeln nacheinander erfolgenden Abfertigung der Einstellvorgänge. Die Frage, die
sich bei einer solchen Anordnung ergibt, besteht in der Feststellung, ob und wann der jeweils vorhergehende
Einstellvorgang und die sich anschließende Durchschaltung beendet ist, um die Einstellung für
die nächste Verbindung zu veranlassen. Um derartige Kontrolleinrichtungen in ihrem Aufwand in vertretbaren
Grenzen halten zu können, sind bereits Vorschläge gemacht worden, welche die Aufgabe der
folgerichtigen Abfertigung in der Weise lösen, daß die einzelnen Einstellanforderungen impulsweise abgesetzt
werden,· d. h., daß für jeden Einstellvorgang eine bestimmte vorgegebene Zeit zur Verfügung
gestellt wird und auf eine Kontrolle, ob die Ein-Stellung zu einem Erfolg geführt hat oder nicht,
verzichtet wird.
Eine solche Anordnung hat zwar den Vorteil einer Einsparung an Schaltmitteln, muß aber den Nachteil
in Kauf nehmen, daß die in jedem Fall vorgegebene
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M 20099 VIII al21a3
Einsiellzeit so lange bemessen sein muß, daß selbst
der zeitlich ungünstigste Einstellvorgang mit Sicherheil durchgeführt werden kann. In vielen Fällen
wurden kürzere Eiiistell/.eiten genügen, so daß in der Abfertigung der Einstellvorgänge kleine Wartezeiten
eintreten und zentrale Glieder mit größeren Verkehrswert en beansprucht werden können. Weiter besteht
der Nachteil, daß die Kontrolle über die jeweils erfolgte Einstellung und anschließende Durchschaltung
ίο nicht gegeben ist und eventuell auftretende Störungen
nicht unmittelbar ins Auge fallen.
Weiterhin sind Anordnungen bekanntgeworden, welche im Störungsfall oder bei Mißlingen des Verbindungsaufbaues
zum jeweils benutzten Register ein Auslösesignal geben, worauf das Register die
Keinizeirhnungseinrichtiing. freigibt. Jedoch sind in
diesem Fall separate Kennzeiclmungseinrichtungen verwendet worden, die mit den Verbindungsorganen
nur im Bedarfsfall zusammengeschaltet werden.
Diese Keiinzeichnungseinrichtungen bedeuten für die Auswahlvorgänge einen zusätzlichen Aufwand.
Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gemacht, die einzeln aufeinander erfolgende Abfertigung der
Einstellvorgänge in der Weise zu lösen, daß die mehreren Durehschalteeinrichtungen gemeinsam zugeordnete
Einstelleinrichtung erst dann für den jeweils nächsten Einstellvorgang freigegeben wird,
wenn die für den vorhergehenden Einstellvorgang erfolgte Durchschaltung ausgeführt ist. Gemäß
weiterer Ausbildung der Erfindung wird auch im Störungsfalle bei nicht erfolgter Durchschaltung eine
Alanneinrichtung wirksam gemacht, welche die gemeinsame
Einstelleinrichtung freigibt.
Die Erfindung wird in ihren !einzelheiten an Hand
eines Ausführungsbeispiels unter Zuhilfenahme der Fig. ι und in näher erläutert.
In Fig. 1 ist ein Hausverbindungssatz Hs mit einer
Diirchschalteeinrichtung für die Vorwahlstufe Sb und
einer Diirchschalteeinrichtung für die Endstufe Lb gezeigt. An diesen Hausverbindungssatz wird für
die Dauer der Verbindungsherstellung ein Register Ri'K. ι angeschaltet, das im wesentlichen zur Aufnahme
der Stromstoßreihen für die Kennziffer des gerufenen Teilnehmers einen Impulsspeicher (Magnete
I) und K) enthält.
In der Fig. 1 ist lediglich ein Haussatz Hs dargestellt,
obwohl in dem Mehrfachschalter mehrere derartige !!aussalze (Durehschalteeinrichtungen) vorhanden
sind. Desgleichen sind mehrere Register Jii'ji. i, AVg. 2, Λ'«'/,'. .v vorhanden, welche an die
verschiedenen Haussätze angeschaltet werden können.
Nach Aufnahme der Kennziffer des gewünschten Teilnehmers wird das belegte Register an die für alle
Durehschalteeinrichtungen gemeinsame Einstell- bzw. Markiereinrichtung M angeschaltet. In diesem befinden
sich die Magnete.S'ι bis S"28, welche mit Hilfe
der ihnen zugeordneten Schienen und mechanischen 'Markiermittel den gewünschten Teilnehmer kennzeichnen.
Die in der Fig. 1 gezeigte Vermittlungsanlage enthält
fünfzig Alischlußmöglichkeiten, so daß fünf Dekadenrelais/>
ι bis I)$ vorhanden sind.
Da mit jedem der Einstellmagnete Si bis S25
zwei Teilnehmer gekennzeichnet werden, wird bei jeder Einstellung durch einen zusätzlichen Magnet
527 bzw. S28 jeweils ein Teilnehmer der ersten oder
der zweiten Fünfundzwanzigergruppe ausgewählt (s. Fig. ia).
Im folgenden werden die Schaltfunktionen im einzelnen näher erläutert.
Es wird angenommen, daß der rufende Teilnehmer TIn ι nach Durchschaltung der Vorwahlstufe Sb
bereits an den Verbindungssatz Hs geschaltet ist, so daß das Speise- und Impulsrelais A sowie das Belegungsrelais
C angezogen sind. Mit Kontakt <r wird ein freies Register Reg. 1 belegt, so daß in diesem das
Belegungsrelais CI zum Anzug kommt. Letzteres schaltet mit seinen Kontakten el1 bis el'1 alle notwendigen
Stromkreise, um die Schaltfunktionen zwischen dem belegten Haussatz und dem angeschalteten
Register zu veranlassen.
Mit Kontakt er des Haussatzes wird das Relais /
des Registers impulsweise erregt und überträgt die erste Stromstoßreihe (Zehnerwahl) auf den Impuls- 8g
speicher D. Dieser stellt entsprechend der gewählten Ziffer seinen Schaltarm d auf den gewünschten
Schaltschritt. Im Ausführungsbeispiel sei angenommen, daß als erste Ziffer eine 2 gewählt wurde,
so daß das Dekadenrelais D 2 vorbereitet wird. Mit Kontakt dx des Magneten D wurde der Kurzschluß
für das Relais I vorbereitend aufgehoben, so daß nach Abfall von Kontakt v3 der Kurzschluß völlig beseitigt
ist und nach Beendigung der ersten Stromstoßserie des Relais I der Magnet E mit Kontakt I2 vorbereitend
angeschaltet und bei Empfang der zweiten Impulsserie (Einerwahl) eingestellt wird. Hierbei
werden die Schaltarme e1 und e2 entsprechend der
gewählten Einerziffer auf einen bestimmten Schaltschritt eingestellt. Es sei hierbei angenommen, daß
als Einerziffer eine 5 gewählt wurde, so daß der Einstellmagnet S22 vorbereitend eingestellt wird.
Nach Beendigung der Einerwahl spricht das Wahlenderelais We an und schaltet mit Kontakt wer das
diesem Register zugeordnete Relais Hi im Markierer ein. Dieses Relais Hi kann jedoch nur ansprechen,
wenn kein anderes Relais H bereits angezogen ist und somit kein anderes Register den Markierer belegt hat.
Es wird vorausgesetzt, daß der Markierer M zur Zeit frei ist, so daß Relais Hi anziehen kann, wobei no
seine Kontakte geschaltet werden. Mit Kontakt Ai1
wird zuerst einmal die Kette zu den anderen Relais H geöffnet, so daß der Markierer zur Zeit nicht von
anderen Registern erreicht werden kann. Weiterhin wird mit Kontakt Ai" der vorbereitete Stromkreis
für das Dekadenrelais D2 in Reihe mit dem Gruppenrelais
Gi geschlossen. Hierdurch wird mit Kontakt dz v der Stromkreis für den Einstellmagnet S22
weiter ergänzt, so daß bei durchgeschalteten Kontakten Ai1 v und Aiv die Stromkreise über die
Schaltarme c1 und e- des Impulsspeichers für die
Einerziffer geschlossen werden. Da nun für die Einerziffer eine 5 gewählt wurde, wird nur der Schaltarm
e1 wirksam, so daß in diesem Stromkreis der Einstellmagnet S 22, das Umschalterelais Ui und das
Gruppenrelais G 2 zum Ansprechen kommen. Mit
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Kontakt wi1 wird der zusätzliche GruppenumschaltemagnetS27
eingeschaltet. Somit ist die Markierung für den gerufenen Teilnehmer beendet, so daß über
die Kontakte s27, S28, Ai111, el4, Ib2 der Durch-Schaltemagnet
LB für die Endstufe wirksam wird. Damit werden auch die Adern a'-V durchgeschaltet,
so daß damit die Verbindung zum gerufenen Teilnehmer hergestellt ist. Der Durchschaltemagnet LB
hält sich nach seinem Ansprechen über einen zweiten Stromkreis mit Kontakt Ib2 in Abhängigkeit von
Kontakt cs des Hausverbindungssatzes. Nach Ansprechen des Durchschaltemagneten wird mit Kontakt
Ib1 das Wahlenderelais (We im Register) abgeschaltet,
welches mit seinem Kontakt we2 die Belegung des Markierers wieder aufhebt.
Wird in einem Störungsfall, wie z. B. Drahtbruch, die Durchschalteeinrichtung LB nicht eingeschaltet,
so kann auch keine Aufhebung der Einstellkennzeichnung erfolgen. In diesem Fall wird über die
Kontakte Ai bis hx und gi" bis gx111 ein Alarmrelais
AL mit starker Zeitverzögerung eingeschaltet, welches mit Kontakt al1 die Belegung der gemeinsamen
Einstelleinrichtung aufhebt und mit Kontakt al2 die Signallampe SL und mit Kontakt al3 den
Wecker W einschaltet.
Durch diese Maßnahme wird die gemeinsame Einstelleinrichtung vorübergehend freigegeben und kann
zunächst für die Einstellvorgänge anderer Verbindungen benutzt werden. Nach einer gewissen Zeit,
welche durch den Abfall des Relais AL bestimmt wird, wird der erste Einstellvorgang erneut versucht.
Claims (12)
1. Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere
Fernsprechanlagen, bei welchen als Verbindungsorgane Mehrfachschalter, vorzugsweise
solche nach dem Kreuzschienenprinzip, verwendet werden, welche aus einer Anzahl Einzelschaltern
mit individuell zugeordneten Betätigungseinrichtungen und aus einer senkrecht zu den Betätigungseinrichtungen verlaufenden, sich über alle Einzelschalter
erstreckenden Kennzeichnungseinrichtung zusammengesetzt sind und bei welchen über jeden
Einzelschalter eine unabhängige Verbindung hergestellt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß
die mehreren Einzelschaltern (z.B. Einzelschalteriö) gemeinsam zugeordnete Einstelleinrichtung (Markierer
M) erst dann für den jeweils nächsten Einstellvorgang freigegeben wird, wenn die für den
vorhergehenden Einstellvorgang erfolgte Durchschaltung ausgeführt ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mehreren Einzelschaltern
gemeinsam zugeordnete Einstelleinrichtung für den jeweils nächsten Einstellvorgang
freigegeben wird, wenn bei im Störungsfalle nicht erfolgter Durchschaltung eine Alarmeinrichtung
(z. B. Relais AL) wirksam geworden ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Einspeicherung
der Kennziffer des gerufenen Teilnehmers ein Schaltmittel (Wahlenderelais We) die Anforderung
der gemeinsamen Einstelleinrichtung (Markierer M) veranlaßt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Belegung der
gemeinsamen Einstelleinrichtung nur dann wirksam wird, wenn letztere nicht anderweitig belegt
ist (z. B. Register Reg. 2 oder Reg. x).
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die in der gemeinsamen
Einstelleinrichtung befindlichen und den einzelnen Verbindungssätzen zugeordneten Relais (H 1 bis H x)
derartig in Kettenschaltung angeordnet sind, daß zu einer Zeit immer nur ein Relais (H) ansprechen
kann.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Kontakte der
betätigten Einstellmagnete (S27 bzw. S28) in Verbindung
mit einem Kontakt des die gemeinsame Einstelleinrichtung belegenden Verbindungssatzes
zugeordneten Relais (Ai111) die Durchschalteeinrichtung
(LB) wirksam gemacht wird.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontakt der Durchschalteeinrichtung
(Ib1) ein Schaltmittel wirksam werden läßt (Abfall von Relais We), welches die
Belegung der gemeinsamen Einstelleinrichtung aufhebt (Öffnen von Kontakt e2).
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Nichtansprechen
der Durchschalteeinrichtung (L B) ein verzögert arbeitendes · Schaltmittel (AL) wirksam wird, ·
welches die Belegung der gemeinsamen Einstelleinrichtung zeitweilig aufhebt (Öffnen des Kontaktes
al1).
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (AL),
welches bei ausbleibender Durchschaltequittung wirksam wird, eine Alarmeinrichtung zeitweise
einschaltet (SL, W).
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (AL),
welches bei ausbleibender Durchschaltequittung wirksam wird, bei seiner Abschaltung verzögert in
den Ruhestand zurückgeht.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ruhestand des Schaltmittels (AL) bei vorher erfolgloser Einstellung
letztere nach einer gewissen Zeit wiederholt wird.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Ein-Stellungen andere Markiereranforderungen den
Vorrang haben.
Angezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 167 248.
Österreichische Patentschrift Nr. 167 248.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 509 562/08 9. 55
Family
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