DEM0020064MA - - Google Patents

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DEM0020064MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. September 1953 Btekanntgemacht am 2. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kairbidzuführungsvoirrichtung. für Acetylenentwickler, bei der Karbidvoirratsbehälter oberhalb dies Acetylenentwicklers derart angeordnet sind, daß jeweils ein Vorratsbehälter zur Beschickung des Acetylenentwicklers entleert und: ein anderer neu mit Karbid gefüllt werden kann.
Acetylenentwickleir enthalten im allgemeinen einen Karbidvorratsbehälter, eine Karbidzufüh-.10 rungseinrichtung mit Einfallsehiacht undl eine Beschickungsvorrichtung, aus dler das Karbid in einen mit Entwicklungswasser gefüllten Entwicklungsbehälter gefördert wird.
Es ist ein Acetylenentwickler mit vier in den Deckel eingelassenen Karbidtöpfen, beschrieben, welche oben, durch einen Schraubverschluß verschlossen, werden, können und deren Böden als Kläppböden ausgebildet sind- und durch Drehen einer Betätigungswelle abwechselnd, geöffnet und geschlossen werden. Bai Entwicklern dieser Art besteht die Möglichkeit, daß ein Karbidtopf, deir unten offen ist, auch von, oben geöffnet: werd!en kann-, so> daß gefährliche explosive Gemische entstehen können. Aus Gründen der Sicherheit werden Entwickler dieser Art nicht mehr verwendet und werden, von den Übeirwiadaungsbehördeni nicht zugelassen. '■"'.'
Auch ist es bekannt, eine '!zusätzliche Einifüllschleuse, eine sogenannte Karbidjschleuse, auf den Karbidvorratsbehälter aufzusetzen, damit die Verlustmenge des Acietylengases: beim Füllen des Karbidvoirratsbehälters begrenzt wird. Solche: Entwickler mit Karbidschleuse sind ebenfalls explosionsgefährdet, da beim Schleusen des· Karbids aus
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der Kairbidschleuse in den Karbidvorraitebehälteir ein Gas-Luft-Gemisch infolge nicht genügender Begasung entstehen kann,. Jeder beim Durchfallen des Karbids entstehende Funke kann den Zerknall auslösen und die Zerstörung der ganzen Anlage bewirken, da das Schleusen, nicht uinrter Luftabschluß erfolgt.
Man kann auch dien Karbidvorraitsbehälter ohne Einfüllschleuse mit Karbid füllen,, indem man, einen
ίο Streukegeil übler dem Entwicklungswasser beweglich anordnet und ihn als. Verschluß für den Einfüllschacht des Karbids benutzt, um diadurch ein Entweichen des Aoetylengases aus dem Entwicklungsbehälter in die Karbidbeschickung und: dten Vorratsbehälter zu verhindern. Bei bekannten Ausführungsformen, dieser Art ist zwar eine Abhängigkeit des Verschlusses von, der Öffnungs- bzw. Schließstellung der Einfallöffnung vorhanden, jedoch ist der Entwickler beim Verschließen des Eüll-Schachtes stillgesetzt. Der wesentliche Nachteil dieser Konstruktionen! ist aber, daß der Verschluß nicht unterhalb der Ausfallöffnung des Karbidbehälters wirksam werdlem kann, sondern unterhalb der Beschickung dies Einfall Schachtes angeordnet ist. Beim Öffnen des Vorratsbehälters strömt diaher immer eine große Menge Aeetylenigas aus, so daß Verluste an Gas eintreten, und das Bedienungspersonal gefährdet wird. Die bekannten Vorrichtungen, insbesondere die Entwickler mit Karbid1-schleuse, haben darüber hinaus den Nachteil, daß die Entwickleranlagen in großer Bauhöhe und unübersichtlicher Bauart hergestellt werden müssen, so1 daß hohe Gebäudekosten entstehen. Die Neufüllung des Kafbidvorratsbehälters- ist in solchen, Anlagen schwierig, und der Bedieriungsmann steht auf einer sehr hohen Bühne, so daß er sich bei einer beim Füllen auftretenden Exploedon nur in, seltenen Fällen; schnell genug in Sicherheit bringen kann.
Gemäß der Erfindung ist eine Kairbidzuführungsvorrichtung für Acetylenentwickler vorgesehen, bei der dia Karbidvoirratsbehälter des Acetylenentwicklers derart angeordnet sind, daß jeweils einer der Vorratsbehälter zur Beschickung des. Entwicklers entleert und ain anderer neu mit Karbid! gefüllt werden kann, wobei, ein Verschlußmechanismus vorgesehen ist, durch den während des Betriebs zwangläufig die oberen und die unteren Öffnungen zweier Karbidvorratsbehälter so zu betätigen sind, daß der eine Behälter unten geschlossen und zum Neufüllen eingestellt ist, während sich der andere in Arbeitsstellung befindet und oben zwangläufig geschlosseni ist und, wobei die unteren, Verschlüsse gegenüber dem Entwicklungsraurn unmittelbar unterhalb der Ausfallöffnung der Karbidvorratsbehälter angeordnet sind.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Figuren, mat denen ein, Ausfübrungsbei spiel der Erfindung im folgenden näher beschrieben wird.
Fig. ι zeigt einen. Schnitt durch eine Karbid,-zuf übungsvorrichtung;
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie H-II der Fig. 1;
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht der Karbidzuführungsvorrichtung.
Auf dem oberen Teil des als Kreiszylinder ausgebildeten Entwicklungsraumes 1 befinden sich zwei Karbidvoirratsbehälter.2 und. 3. Unterhalb' der Ausfallöffnungen 4 dieser ' Karbidvorraitsbehälter ist ein kegelförmiger Behälter 5 angeordnet, der nach unten eine Öffnung 6 hat. Unterhalb der Öffnung 6' befindet sich eine Beschickungsvorrichtung 7, die im wesentlichen aus dem mit Behälter 5 verbundenen Abstreifer 7' und deir drehbaren Scheibe 7" besteht. Die Beschickungsvorrichtung hat die Aufgabe, die aus den Behältern zugeführten Karbidstücke in gleichmäßigen. Zieiitabständen diem Entwicklungswasser zuzuführen.
Ein, Motors treibt eine Welle 16 an, die mit einer Packung 17 gegenüber der Wand des Entwicklungsraumes 1 abgedichtet ist. Die Welle 16 treibt ein, Kegelräderpaar 18, 19, welches über eine Welle 20 die Scheibe 7" der Beschickungsvorrichtung dreht.
Die Karbidvorratsbehälter 2 und, 3 können nach unten mit einem unteren Verschlußdeckel 9 mit Hilfe des Verschlußhebels. 21, welcher um den Drehpunkt 22 drehbar, ist, verschlossen werden;. Eine Dichtung 23 sorgt für gasdichten. Abschluß. Der für dichtes Anliegen erforderliche Druck wird durch Gegendrucldiaiger 13 mit verstellbarer Federkraft über Rastbolzen 14 ausgeübt. Mit Hilfe eines Betätigungshebels. 10 kann, der untere Verschluß deckel 9 wahlweise zumAbschluß eines der Karbidvoirratsbehälter 2 oder 3 eingestellt, werden.
Zum Abschluß nach oben besitzt jeder der Karbidvoirratsbehälter 2 und. 3 einen oberen Verschlußdeckel 12 mit einer Dichtung 23', welcher mit Hilfe eines Verriegelungshebels 11 fest in seiner Lage gehalten, werden kann, Verniegelungshebel 11 wird, mit; Sperrhebel 24 und Kipphebel 15 arretiert.
Ausgehend von der in Fig. 2 gezeigten Einstellung der Vorrichtung soll die Wirkungsweise erklärt werden:
Karbidvoirratsbehälter 2 ist in Fig. 2 unten geöffnet und oben geschlossen. Sein Inhalt fällt in den kegelförmigen Behälter 5 und gelangt über die Scheibe 7" in den Entwicklungsraum. Karblidvorratsbehälter 3 ist dagegen unten, geschlossen, und kann oben zum Neufüllen geöffnet werden,. Es ist aber mit Sicherheit verhindert, daß der unten geöffnete Behälter 2 auch oben geöffnet werden kann, denn solange Betätigungshebel 10. in der gezeichneten Stellung steht, verbindert er ein Rückwärtsklappen des Kipphebels 15 am Behälter 2 (s. auch Fig. 3). Solange Kipphebel 15 arretiert ist, ist a.uch Sperrhebel 24 gesperrt und hält Verriegelungshebel 11 fest, so daß Deckel 12 des Behälters· 2 nicht abgenoinmen werden kann,
Wenn nun der Behälter 3 gefüllt ist und nach einiger Zeit Behälter 2 leer geworden ist, so wird umgeschaltet. Zu diesem Zweck wird zunächst der obere Schließmechanismus des Behälters 3 in Arbeitsstellung gebracht: Deckel 12 wird aufgelegt, Verriegelunigshebel ii'wirdaimiseinenDnehpunktii'
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so geschwenkt, daß er auf Deckel 12 aufliegt und unter Sperrhebel 24 zu liegen kommt. Dann wird Kipphebel· 15 um seinen Drehpunkt 15" so geschwenkt, daß sein runderTail 15' sich auf Sperrhebel· 24 legt und ihn sichert.
. Nun wird zur Umschaltung der Funktionen der beiden Behälter 2 und 3 der Betätigungshebel 10 aus der Stellung der Fig. 3 um etwa 900 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt. Dadurch wird um den Punkt 22 der Verschluß hebel 21 entsprechend geschwenkt. Der untere Verschluß deckel 9 legt sich unter Behälter 2 und schließt diesen Behälter unter der Wirkung des rechten (Fig. 3) Gegendrucklagers direkt ab. Kipphebel 15 des Behälters 2 ist frei geworden und man kann Behälter 2 nun jederzeit öffnen. Jedoch ist Kipphebel 15 des Behälters 3 nun festgelegt und man kann Behälter 3 jetzt nicht mehr öffnen.
Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die untere Ausfallöffnung desjenigen Behälters, der neu gefüllt werden soll, stets fest verschlossen ist, und die obere Öffnung des in Arbeitsstellung befindlichen Behälters ebenfalls fest verschlossen ist. Ein Entweichen von Acietylengas ist also während des Füll-Vorganges mit Sicherheit verhindert: und ebenso- ist durch die Sicherung des oberen Deckels· des arbeitenden Behälters auch hier jeder Kontakt des Acetylemgases mit der Außenluft vermieden. Es ist damit eine einfache und! störungsfrei arbeitende, leicht zu, handhabende Einrichtung geschaffen. Vorteilhaft/ist, daß die Anlage einfach uind übersichtlich ist, eine geringe Bauhöhei hat, Verluste an Acetylengas kaum auftreten, die Explosionsgefahr erheblich herabgesetzt ist und ohne Verwendung großer Gassammelbehälter ein ununterbrochener Betrieb' möglich ist.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Ka,rbiidzuführungsvotrri(±iitung für Aoeityletientwickler, bei der die Karbidvorratsbehiälter oberhalb des Acietylenenitwicklers derart angeordnet siindi, daß jeweils einer der Vorratsbehälter zur Beschickung des Entwicklers entleert und ein anderer neu mit Karbid gefüllt werden kann, gekennzeichnet durch einen Verschluß miechanismus, durch den während des: Betriebes zwangläufig die oberen, und unteren Öffnungen zweier Karbidvoirratsbehälter soi zu betätigen sind, daß der eine Behälter zwecks Neufüllung unten, geschlossen, der andere in Arbeitsstellung befindliche obien geschlossen: ist, wobei die unteren. Verschlüsse gegenüber dem Enitwicklungsraum unmittelbar unterhalb der Aus fall Öffnung dier Karbddvorratsbehälter angeordnet; sind.
  2. 2. Karbidzuführungsvorriichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen kegelförmigen, Behälter (5), in dien die Ausfallöffnungen (4) der Karbidvorratsbehälter (2, 3) einmünden und an dessen unterem Ende eine Beschickungsvorrichtung (7) angeordnet ist.
  3. 3. Kairbidzufübungsvorrichtung nach Anspruch ι oder 2, gekennzeichnet durch eine Verschlußvorrichtung (9), welche durch einen Hebel (10) derart betätigt werden kann, daß durch sie in jeder Schaltstellung des Hebels (10) mindestens eine Ausfallöffnung1 (4) eines Karbddvorratsbehälters dicht geschlossen werden kann.
  4. 4. Kairbidizuführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen, den,Verschluß der Einfüllöffnung sichernden, Kipphebel (15) an jedem Karbidvorratsbehälter, welcher durch einen Betätigungshebel (10) gesperrt ist, wenn durch diesenBetätigungshebel (10) der betreffende Kairbidvoirratsbehältetr unten, geöffnet ist.
    ogene Druckschriften:
    riften Nr. 105 92O', 358 808,
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 105 92O', 358 808, 87O734-
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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