DEM0017432MA - - Google Patents

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DEM0017432MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Februar 1953 Bekanntgemacht am 19. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Brennkraftramme, bei der sich der am Führungsgestänge auf und ab gleitende, als Schlaggewicht ausgebildete Zylinder von dem auf der Rammplatte ruhenden Kolben trennt.
Bei den bekannten B'.rennkraftrammen dieser Art sind das obere Querhaupt und das untere Verbindungsstück, welches gleichzeitig als Kolben dient, durch das Führungsgestänge fest miteinander verbunden und bilden ein Stück. Alle diese Teile werden durch die im Augenblick des Aufschlages des herabfallenden Schlaggewichtes auf die Rammplatte und der in diesem Moment eintretenden Explosion des Brennstoffes auftretende Reaktionskraft schwersten Beanspruchungen ausgesetzt. Dadurch werden auch weitere Teile, die in dem unteren Verbindungsstück untergebracht sind, wie die Brennstoffpumpe, die Brennstoffleitung zur Düse usw., ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Das führt erfahrungsgemäß zu Brüchen und sonstigen Anständen, die nicht nur die Betriebssicherheit des Gerätes gefährden, sondern auch die Rammarbeiten selbst verzögern.
Diese Nachteile werden durch die Erfindung dadurch beseitigt, daß der Kolben vom unteren Verbindungsstück getrennt und darin vertikal beweglich in einer besonderen Kolbenführung geführt wird. Durch die Trennung des jetzt auf der Rammplatte unmittelbar ruhenden Kolbens nehmen das untere Verbindungsstück, das obere Querhaupt und das Führungsgestänge mit den darin gelagerten Teilen nicht mehr an den durch die Explosion her-
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M17432 V/84c
vorgerufenen Beschleunigungskräften teil. Diese werden vielmehr vom Kolben allein aufgenommen und unmittelbar auf. die Rammplatte und den zu rammenden Pfahl übertragen. Da der Kolben längs beweglich in dem unteren Verbindungsstück geführt ist, wird dieses nicht mit beschleunigt, sondern eilt nur infolge seines Eigengewichtes nach. Bei diesem langsamen Nacheilen treten aber keine großen Kräfte auf, so daß eine Schonung aller
ίο Teile, die in dem unteren Verbindungsstück gelagert sind, erfolgt. Dabei ist es möglich, die Kolbenführung mit dem unteren Verbindungsstück aus einem Stück zu bilden.
Besonders vorteilhaft ist es, die Kolbenführung im unteren Verbindungsstück mit einem Wulst zu versehen, der als Kolben ausgebildet ist, und dabei die Höhe der Kolbenführung so zu bemessen, daß zwischen dem Kolben und dem Wulst an der Kolbenführung ein Luftraum entsteht, der als Puffer
-Z0 dient. Dieser Luftpuffer kommt zur Wirkung, wenn der Kolben in das herunterfallende Schlaggewicht, das gleichzeitig als Zylinder ausgebildet ist, einfährt und die im Zylinder vorhandene Frischluft verdichtet und schließlich in bekannter Weise zur Explosion bringt. Die dabei auftretenden Reaktionskräfte wirken sich über die Rämmplatte auf den Pfahl aus und drücken ihn schon, bevor der eigentliche Schlag erfolgt, bereits ein Stück in den Boden ein. Besonders bei geringem Bodenwiderstand wird der Kolben durch die Reaktionskraft derart beschleunigt, daß er auf den Wulst der Kolbenführung aufschlägt. Das wird durch den Luftraum, der beim Überfahren des Kolbens und des Wulstes an der Kolbenführung durch den Zylinder .- entsteht, verhindert, da die in dem Luftraum befindliche Luft bei diesem Vorgang komprimiert wird. Es bildet sich also ein wie eine Feder wirkendes Luftkissen, so daß der Aufschlag des Kolbens auf den Wulst wesentlich gemildert wird. Das heißt, auch die Teile, die im Kolben selbst gelagert bzw. angeschlossen sind, werden erheblich weniger beansprucht, als das bei den bisher bekannten Ausführungen der Fall war.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι, den Längsschnitt einer Brennkraftramme mit vom Kolben gelöstem Schlagkörper und
Fig. 2 den Längsschnitt einer Brennkraftramme mit dem Schlagkörper in der Schlagstellung.
Die Brennkraftramme besteht aus dem unteren Verbindungsstück 1, dem Kolben 2, den Eührungsstangen 3, dem oberen Querhaupt 4 und der Rammplatte 5. Die Führungsstangen 3 sind in dem unteren Verbindungsstück 1 gelagert und oben durch das obere Querhaupt 4 miteinander verbunden. Der Schlagkörper 6, zugleich mit einem Zylinder 17 ausgebildet, führt sich an den Führungsstangen 3. In dem unteren Verbindungsstück 1, welches zugleich als Brennstoffbehälter 7 dient, ist ferner die Brennstoffpumpe 8 untergebracht, die in an sich bekannter Weise für die Brennstoffzufuhr zwangläufig kurz vor dem Aufschlag des Schlagkörpers 6 sorgt. Die Verbindung zur Brennstoffdüse 9 im Kopf des Kolbens 2 erfolgt von der Brennstoffpumpe 8 aus durch einen Schlauch oder ein Rohr 10. Im unteren Teil des Kolbens 2 ist ferner ein Bolzen 15. gelagert, an dem über, einen Halter 16 die Rammplatte 5 angehängt ist. Ferner verhindert der Bolzen 15, daß der. Kolben 2 beim Hochgehen des Schlagkörpers 6 durch die Kolbenringreibung im Zylinder 17 mit hochgezogen wird. Der Kolben 2, mit den Kolbenringen 11 ausgerüstet, ist in seinem unteren Teil 12 abgesetzt, führt sich vertikal beweglich in der Kolbenführung 13 des unteren Verbindungsstückes ι und setzt sich auf der Rammplatte 5 ab. Der Wulst 18 der Kolbenführung 13 ist ebenfalls kolbenartig ausgeführt und besitzt einen oder mehrere Kolbenringe 19 wie der Kolben 2. Er ist so gestaltet, daß dann, wenn das untere Verbindungsstück ι und der Kolben 2 auf der Rammplatte S aufliegen, ein Luftraum 14 zwischen Kolben 2 und dem Wulst 18 entsteht. Dieser Luftraum 14 wird beim Einfahren des Schlagkörpers 6 in den Zylinder 17 geschlossen und dadurch zu einer Luftkammer
Die Wirkungsweise der Brennkraftramme nach der Erfindung unterscheidet sich von den bisher bekannten Ausführungen im wesentlichen dadurch, daß. durch die Trennung des auf der Rammplatte ruhenden Kolbens von den · übrigen Teilen der go Brennkraftramme die durch die Explosion hervorgerufenen Erschütterungen weitgehendst von der eigentlichen Brennkraftramme, insbesondere den empfindlichen Teilen, wie Brennstoffpumpe usw., ferngehalten werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Brennkraftramme, bei der sich der am Führüngsgestänge auf und ab gleitende, als Schlaggewicht ausgebildete Zylinder von dem auf der Rammplatte ruhenden Kolben trennt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (2) vom unteren Verbindungsstück (1) getrennt und darin vertikal beweglich in einer besonderen Kolbenführung (13) geführt wird.
2. Brennkraftramme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenführung (13) mit dem unteren Verbindungsstück (1) für das Führungsgestänge (3) ein Stück bildet.
3. Brennkraftramme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenführung (13) im unteren Verbindungsstück (i) mit einem Wulst (18) versehen ist, der als Kolben ausgebildet ist, und die Höhe der Kolbenführung(13) so bemessen ist, daß zwischen dem Kolben (2) und dem Wulst (18) an der Kolbenführung (13) ein Luftraum (14) entsteht, der
" als Luftpuffer dient.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 649 077;
USA.-Patentschrift Nr. 2 126409. ■■■■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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