DEM0013628MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEM0013628MA
DEM0013628MA DEM0013628MA DE M0013628M A DEM0013628M A DE M0013628MA DE M0013628M A DEM0013628M A DE M0013628MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sodium hydroxide
heat
chamber
solution
alkali
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. April 1952 Bekanntgemacht am 22. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 121 GRUPPE 15 M 13628 IVa/121
James F. Adams, Russell L. Bauer und George E. Taylor, St. Louis (V. St. A.)
sind als Erfinder genannt worden
Monsanto Chemical Company, St. Louis (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau, und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 13,
Patentanwälte
Verfahren zur Konzentration wäßriger Alkalihydroxydlösungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Konzentration wäßriger Alkalibydroxydlösungen, insbesondere die Herstellung nahezu wasserfreie;!" Alkalihydroxyde aus ihren wäßrigen Lösungen.
Die Entwässerung von Alkalihydroxyden und die Gewinnung von wasserfreiem Alkalihydroxyd aus der konzentrierten Lösung unter Zusatz von verdünnter AlkalMauge zu der heißen Schmelze ist zwar aus den deutschen Patentschriften 247 896 und 254 062 bekannt, doch handelt es sich bei diesem Verfahren um kein Umlaufverdampfverfahren im Sinne der nachfolgend beschriebenen Erfindung.
Da.s erfindungsgemäBe Verfahren ist !«sonders zur Herstellung von nahezu wasserfreien, technischen Alkalihydroxyden, d. h. Alkalihydroxyden mit einem Wassergehalt von etwa 1 % und weniger, wie sie als geschmolzene Alkalihydroxyde bekannt
509 600/37
M 13628 IVa/121
sind, geeignet. Wenn da- \ erfahren auch besonders für die Herstellung nahezu wasserfreier Alkali hvdroxvde geeignet i-t, so kann <■- auch vorteilhaft zur Verdampfungskonzentration einer wäßrigen. / B. 5o"/(iigen Alkalilöstiiig Anwendung finden, wobei konzentrierte l.ö-ungen. die (>·, bis y.u 990Zo Alkalihydroxyd enthalten, gewonnen werden.
In der Folge soll die Bezeichnung »Verdampfiingsentw äwi"ting· für die l'ha-e (]<■< Verfahrens benutzt werden, in der das chemisch gebundene und das Lösnngsiniltclw a-ser aus wäßrigen Natrium livdroxydlösiingen allein durch Hitzeanwendung, unter Verdampfung von Wasser erfolgt, im Gegensatz /11 Verfahren, bei denen Destillationshilfs mittel mit oder ohne Zufuhr von Wanne zur Entfernung des Wassers l/.-nutzt werden.
Die erfolgreiche Ausführung eine- kontinuiei liehen Verfahrens zur Verdampfungscntu ä-serung vim wäßrigen Nati iumhvdi oxvdlosungen erfordert eine große W ärmeüber tragung-ge sch windigkeit, um dem großen Wärmebedarf (]<■< Verfahrens zu entsprechen. Zusätzlich zu den der Temperaturerhöhung der Alkalihydroxydlö-ungen dienenden Wärmemengen müssen außerdem große Wärme mengen -ehnell und stetig für die physikalischen Ziislatidsänderungeii des Wasser- und Natrium hvdioxvd- zur Verfügung stehen. Hierbei handelt es sich um clic latente Lösungswärme, d.h. um die Wärmemenge, die erforderlich ist, um Wasser von Nalriunihvdroxyd /11 trennen, ferner um die latente Schmelzwärme de- Natriumhydroxyd- sowie um die für den Pbergang des Natriumhydroxyds aus dem festen 3 in den festen /I Zustand erforderliche Wärmemenge und letzten Endes um die latente Wrdaiiipfiur.'.su arm:- des Wassers |)·(· Summ:· aller diesel Wärmemengen soll als Wanneerforderni< tür die Verdanipfuiigseiitwäss-crung bezeichnet werd/n.
I las eiTindungsgvmäße Verfahren ist ein kontinuierliches Verfahren zur Konzentration wäßriger Alkalihydi oxydlosuiigen durch das kontinuierlich Alkalilivdroxvdlösungeii sowie nahezu wasserfreie Alkalihydroxyde hergestellt werden.
Zur Herstellung wasserfreien Natriumhvdroxyds wird in heißes geschmolzenes wasserfreies Natriunihydn.'Xyd, dessen Temperatur über 345 liegt, die zu entwässernde Natriumhydroxydlösung eingespritzt. 1 >ie Arbeitsteinperaturen sollen 345 übersteigen; sie können /wischen 345 und 455 liegen, normalerweise hält man die Temperatur jedoch zwischen etwa 377 und 400 .
Zwecks I lerstellung einer konzentrierten Alkali h\droxydlo-ung werden verdünnte Alkaliausgangslösungen in eine erhitzte Natriumhydroxydlösung der gewünschten Endkonzentration eingespritzt, deren Temperatur wenig unterhalb des Siede puiiktes der Natriumhydroxvdlösung der gewünschten Endkonzentration liegt Der Siedepunkt wäßriger Alkalihvdi oxvdlösiingen ist abhängig von ihrer Konzentration und dadurch charakterisiert, daß 1 κ-ΐ ihm Dampf und Lösung im Gleichgewicht sind.
Die folgende Tabelle gibt in angenäherten Werten die Temperaturen, bei denen Gleichgewicht /wischen Dampf und wäßrigen Alkalihydroxydl("isuiif,'en herrscht, sowie die den Gleichgewichten entsprechenden Konzentrationen an.
" n Natriumhyclroxycl Aiinälurndc Tcinpcnitiir
dos Crlcichgowichts
.82°
75 195°
So 225°
«5 245"
90 2«O°
95 330°
99 iitifl darüber, aber T,jy bis 400° ■
unter loo'Vo.
Soll z. Ii. /oVnifjes .Natriumhydroxyd hergestellt werden, se wird die wällrige Au.sga.ngsiosung in 7o",«it;es Natriumhydioxycl eingespritzt, die mögliehst eine Temperatur von iK_?° hat.
An Hand der I'"ig. 1 und 2. die einen Vertikalschnitt bzw. einen Schnitt längs der Linie 2-2 der 1· ig. ι durch eine vorzugsweise benutzte Anlage darstellen, wird das Verfahren, das in mehreren Zonen durchgeführt wird, im einzelnen erläutert.
In Fig. ι wird die obere Zone durch die Kammer 1 dargestellt, die mit einem Mantel 2 aus Isoliermaterial versehen ist. Eine Wärmeübertragungszone, in die die flüssige Masse z. 1!. in- go folge Schwereeinwirkuug aus der oberen Zone abfliel't, wird durch mehrere nahezu vertikal verlaufender Wärmeaustauschrohre 4 gebildet, die in direktem Wärmeaustausch mit einer Wärmequelle von hoher Temperatur stehen, z. Ii. mit heißen Verbrennungsgasen. die durch die Ketierungskammer 10 gehen.
Die langgestreckte Entwässerungszone wird durch die Leitung 3 dargestellt, die senkrecht auge ordnet ist und sich an den unteren Teil der Kamnicr 1 anschließt. Sie weist eine wesentlich größere Ouerschnittsfläche auf. als der Gesamtmenge dvr Querschnitte der Wärmeaustauschrohre 4 entspricht. Die War means tau sch leitungen 4 der Wärmeübertragungsz.one und die Leitung 3 enden in einer gemeinsamen Verbindungskammer 5. Unter geeigneten Bedingungen tritt eine Zirkulation der flüssigen Masse ein. und zwar strömt sie vom Boden der Kammer 1 durch die Leitungen 4 der Wärmcaustauschzone in die Verbindungskammer 5 "llfI von dort durch die Entwässerungszone 3 zur Kammer 1.
Der Flüssigkeitsspiegel 7 wird durch einen Überlauf 9. der zur kontinuierlichen Abführung eines Teils der flüssigen Masse als Endprodukt dient, auf einer bestimmten Höhe gehalten. Eine bevorzugte Spiegeleinstellung zeigt diesen in nahezu gleicher 11("die mit dem oberen linde S der Entwässerungszonenleitung 3, obwohl gegebenenfalls das obere Ende der Eeitung 3 oberhalb oder unterhalb des Spiegels 7 liegen kann. Im statischen Zustand, bei dem die Kammer 1 mit der flüssigen Masse bis zum beabsichtigten Flüssigkeitsstand gefüllt ist, werden die Wärmeaustauschrohre 4 und die Verbindungskammer 5 auch mit der flüssigen Masse gefüllt, und die langgestreckteEntwässerungszonenleitung 3 ist mit der flüssigen Masse bis zu einem
600/17
M 13628 IVa/121
Flüssigkeitsstand gefüllt, der dem Flüssigkeitsspiegel 7 in der Kammer ι entspricht.
Die Wärmeaustauschrohre 4, die Entwässerungszone 3 und das Verbindungsstück 5 befinden sich in unmittelbarem Wärmeaustausch mit einer Heizquelle von hoher Temperatur, die aus den Kammern io, durch die z. B. heiße Verbrennungsgase des Gasbrenners 11 streichen, gebildet wird. Die Kammern für das Wärmeübertragungsmedium sind um die Wärmeaustauschrohre 4 herum angeordnet und stehen mit ihnen in Berührung, desgleichen die Entwässerungszone 3 mittels geeigneter Prallplatten 12. Das Rohr 13 dient als Abzug für die Verbrennungsgase, sofern Gase als Wärmequelle benutzt werden. Durch die Düse 6 erfolgt die Zufuhr von wäßriger Alkalihydroxydlösung, die konzentriert werden soll und die in die erhitzte flüssige Masse im unteren Teil des Entwässerungsraumes 3 eingespritzt wird. Es können auch mehrere Eintrittsdüsen für die Ausgangslösung vorhanden sein. Die Düse kann ein einfaches verengtes Rohr sein, und jede Düse kann einen einzelnen oder mehrere Ströme der Ausgangslösungen der Entwässerungszone 3 zuführen. Die Düse befindet sich vorzugsweise im unteren Teil, in kurzer Entfernung vom unteren Ende des Reaktionsraumes 3. Benutzt man eine einzelne Düse, so wird die Düse vorzugsweise in der Mitte des Querschnitts des Entwässerungsraumes angeordnet. Bei . Verwendung mehrerer Düsen werden diese im Querschnitt des Entwässerungsraumes symmetrisch angeordnet. Die Ausgangslösung wird vorzugsweise in den unteren Teil des die flüssige Masse enthaltenden Entwässerungsraumes eingespritzt, und zwar parallel zur Längsachse des Reaktionsraumes. Das in den Aväßrigen Ausgangslösungen enthaltene Wasser verdampft unter Entwicklung von überhitztem Dampf, sobald die Lösung in die heiße, flüssige Masse eingespritzt wird. Die Einspritzung erfolgt im unteren Teil des langgestreckten Entwässerungsraumes, nachdem die flüssige Masse zuvor beim Durchgang durch die Wärmeaustauschzone erhitzt worden ist. Es ergibt sich eine nahezu augenblickliche Entwässerungsverdampfung der wäßrigen Alkalihydroxyd-Ausgangslösung, wobei eine konzentrierte Alkalihydroxydlösung sowie überhitzter Dampf gebildet werden. Das schnelle Aufsteigen des überhitzten Dampfes über die Gesamtlänge des Entwässerungsraumes 3 in Verbindung mit der Anfangsbewegung, die der flüssigen Masse durch die eingespritzte wäßrige Hydroxydlösung erteilt wird, ergibt eine Aufwärtsbewegung der Dampfblasen und flüssigen Massen von hoher Geschwindigkeit, und dadurch wird die flüssige Masse zur Kammer 1 zurückgeführt. Diese Aufwärtsbewegung der flüssigen Masse im Entwässerungsraum 3 bewirkt weiterhin eine schnelle Zirkulation über den unteren Teil der Kammer 1 durch die Wärmeübertragungsrohre 4 in die Verbindungskammer 5.
Während des Durchganges der flüssigen Masse durch die Wärmeübertragungsrohre 4 wird dieser eine ausreichende Wärmemenge zugeführt, so daß sie als Wärmeübertragungsmittel dienen kann, um die Wärmemengen, die für die Überführung des Wassers der wäßrigen Ausgangslösungen in überhitzten Dampf erforderlich sind, zu liefern, ohne daß eine Abkühlung der Flüssigkeit unter die den jeweiligen Gleichgewichtsbedingungen entsprechende Temperatur eintritt.
Die flüssige Masse, die aus konzentriertem Alkalihydroxyd besteht, das als Wärmeübertragungsmedium dient und die noch zusätzlich Alkalihydroxyd enthält, das durch die Entwässerungsverdampfung der wäßrigen Ausgangslösung des Alkalihydroxyds erhalten wurde, verläßt das obere Ende des Entwässerungsraumes 3 zusammen mit einem Strom von überhitztem Dampf mit erheblicher Geschwindigkeit. Geeignete Maßnahmen ermöglichen die Trennung der flüssigen Masse von dem überhitzten Dampf. Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist der obere Teil der Kammer ι dieserhalb mit einer geeigneten Prallvorrichtung 14 versehen. Der Dampf wird zusammen mit anderen etwa noch verdampften Gasen aus der Anlage durch den Dampfauslaß 15 abgeführt. Die von Dämpfen befreite flüssige Masse fällt von der Abscheidevorrichtung in den unteren Teil der Kammer 1 zurück. Von hier aus wird sie durch die Wärmeaustauschrohre 4 wieder in Umlauf gesetzt, wobei der Überschuß der flüssigen Masse kontinuierlich durch das Überlaufrohr 9, entsprechend der Länge des in die Kammer 1 hineinreichenden Entwässerungsraumes 3, abgeführt wird.
Die Anlage, entsprechend Fig. 1, kann auch so abgeändert werden, daß das untere Ende des Entwässerungsraumes ungefähr am Boden der Heizkammer 10 endet, so daß dadurch die Verbindungskammer 5 außerhalb der Heizkammer zu liegen kommt. Wenn man die Verbindungskammer 5 unterhalb des Bodens der Heizkammer anordnet, wird die Verbindungskammer leichter zugänglich. Ein Vorteil der Verbindungskammer 5 innerhalb der Heizkammer besteht darin, daß der Wärmeverlust der Stoffe, die durch die Verbindungskammer 5 zirkulieren, wesentlich vermindert wird. Bei der abgeänderten Ausführungsform, bei der die Verbindungskammer unterhalb des Bodens der Heizkammer liegt, kann der Wärmeverlust, der an der Verbindungskammer 5 entsteht, wirksam durch Isolieren der Verbindungskammer 5 vermindert werden.
Zur Vermeidung einer übermäßigen Vorerhitzting der die Zufuhrleitungen durchströmenden wäßrigen Lösungen, die evtl. zur Dampfbildung und dadurch zum schlechten Funktionieren der Einspritzdüse führt, wird um den Teil der Zufuhrleitung 17, der in direktem Wärmeaustausch mit der Kammer 10 steht, eine Isolierung 16 angebracht. Das Problem der Vorerhitzung der Zufuhrleitung tritt selbstverständlich nicht ein, wenn sich das Unterteil der Verbindungskammer außerhalb der Heizkammer befindet.
An Stelle von Verbrennungsgasen als Wärmeübertragungsmedium können der Kammer 10 auch andere Wärmeübertragungsmittel zugeführt werden, z. B. Quecksilberdämpfe aus einem Queck-
509 600/37
M 13628 IVa/121
silhcrdampfkessel. Auch können die Wärmeaustatischrohre durch strahlende Wärme oder durch eine Kombination von strahlender Warme und durch Konvektionsströme ühertragcner Wärme je nach Wunsch erhitzt weiden.
Uni (las eiTuidungsgemäße Verfahren zwecks Herstellung von wasserfreiem Xatriumhydioxyd in Gang zu setzen, wird die F.ntw ässerungsapparatur his zu einer vorher hestininiten I lohe mit gesehmolzenem wasserfreiem Natriumhydroxyd gefüllt, oder aher in der Apparatur wird zuvor wasserfreies Xalriumhvdi oxyd durch F.indanipfeu von 7on,'nigeni Alkalihydroxid hergestellt, his die Entwässerungsanlage mit wasserfreiem Xatriumhvdi oxyd gefüllt
»5 ist. Zu letzter Maßnahme wird der (iashrenner u angezündet und die 1 ·". 111 \\- ;'i < ^t ■ t" u H i' -■ π 111.(sjff langsam auf ι 21 " erhitzt, d. h.. sie wird auf eine Temperatur gehiacht, die erhehlich iiher der Temperatur liegt, hei der 70'Vuiges .\atriiimhydro\yd fest wird, so
ao da(.l die "oVnigc Natriumhvdroxvdlosung, die zu Anfang in die Knt wässcrungsanlage eingefüllt wird, nicht fest werden kanu. In die 70",'»ige NatriumhydiOxydli'istiiig wird kontinuierlich eine kleine 1 )ampfiiicngc iiher die 1 )fw (\ eingehl.tsen ; dadurch wird die Zirkulation des Xatriunihydroxyds in der F.ntu ässcrungsappaialui während der anfänglichen KnIw ässerung von "oVoigcr Xatriumhydroxyd lösung zu wasserfreiem N'atrhnnhvdroxyd in Gang gesetzt, wohei die Wärmezufuhr zur Feuerungs kammer 10 allmählich durch Krliöhung der Tenipcratur der verhrannteii Gase des Brenners 11 um etwa o.5° pro Minute vermehrt wird. Wenn die Temperatur der zirkulierenden Xatritimhvdroxyd lösung etwa 177' erreicht hat. heginnt die Ver dampfung des Wassers. Iu dem Malic, wie das Wasser verdampft, sinkt der Flüssigkeitsspiegel in der Kammer 1. l>ann wird die Daiiipfanfiihr ah gesperrt und eine "o",'ipige Xatriumhydroxydlösuiig üher die Düse (> in die Ent wasseriingsapparatur geführt, his der gewünschte Flüssigkeitsstand wieder hergestellt ist. F'ic Verdampfung und die Zirkulation des Xatriunihydroxyds wird fortgesetzt, his die l'.ntw ässeruiigsanlagc wieder auf den ge wünschten Flüssigkeitsstand mit Xatriumhydroxyd aufgefüllt ist und sich eine Temperatur von 385 his .|oo", hei der (ileichgewicht zwischen Dampf und geschmolzenem Xatriumhydroxyd hesteht, eingestellt hat. I >ann wird der 1 »anipf. der in die lang gestreckte Fnt wässerungszone zur !Erleichterung der Zirkulation der Masse eingehlasen wird, ahge stellt. Zn diesem Zeitpunkt ist die Anlage so weit vorhereitet, dal! die kontinuierliche Gewinnung wasserfreien Xatrinmhydrox yds durch eine Entwässerung* verdampf 11 ng von Xatriumhydroxyd- !("isungen in (laug gesetzt werden kann.
Kontinuierliche Herstellung von wasserfreiem Natriumhydroxid aus Natriumhydroxydlösungen
X'achdem die Apparatur mit wasserfreiem X'atriumhvdroNvd hei einer Temperatur von 385 his .|oo'' gefüllt worden war, wurde das automatische Ί einperaturkonlrollsvstem so eingestellt, daß das geschmolzene Xatriiiiiihvdroxvd in dem unteren Teil der Kammer ι hei einer Temperatur von nahezu 3900 gehalten wurde. Die automatische FHeßkontrollanlage wurde dann so reguliert, daß hei einer Temperatur von 121 ° der Einspritzdüse 6 227 1 700A)IgC Natriumhydroxydlösung in der Stunde zugeführt wurden. Die Lösung trat aus der Injektionsdüse 8, deren Austrittsöffnung einen Durchmesser von 0,178 cm hatte, mit einer linearen Geschwindigkeit von etwa 305 cm in der Sekunde in das Entwässerungsrohr 3 ein. Die Einspritzung der Natriumhydroxydlösung ging glatt vor sich, und es wurde kontinuierlich wasserfreies Natriumhvdroxyd gewonnen. Die Temperatur der Gase des Brenners 11, der eine stündliche Leistung von 208 000 Kilo Kalorien hatte, hetrug durchschnittlich 815 . Das geschmolzene wasserfreie Natriumhydroxyd zirkuliert durch die AVärmcaustausch· rohre 4 mit einer Geschwindigkeit von 152 cm in der Sekunde, wohei ein Temperaturanstieg des Xatriunihydroxyds von τ,ι° heohachtet wurde. Bei !Einhalten ohiger Betriehsdaten wurden in 24 Stunden 400 kg Xatriumhydroxyd mit einem Wassergehalt von 0,55 0Ai gewonnen.
I lerstelhing konzentrierter Natriumhydroxydlösungcn
Die !Entwässerungsvorrichtung wurde mit 7o°Aiigcr Xatriumhydroxydlösung gefüllt und die Temperatur allmählich auf 1820 gesteigert. Nach dem eine gleichmäßige Tempera tu rein st el lung erzielt worden war, hegann die Einführung einer 5o°Aiigen Xatriumhydroxydlösung von Raumtemperatur üher die Düse (V Diese 500AiIgC Natriumhydroxvdlösung wurde mit einer Lineargeschwindigkeit von 143 cm in der Sekunde und in einer Menge von 415 1 pro Stunde in die 700AiIgC Xatriunihydroxydlösung eingespritzt. Die Temperatur des Brenners wurde hei 73°° gehalten, während die die ITeizkammer 10 verlassenden Heizgase eine Temperatur von etwa doo° hatten. Der Brenner hatte eine Leistung von 210 000 Kilo Kalorien pro Stunde. Die 700AiIgC Xatriumhydroxydlösung durchströmte die Wärmeaustauschrohre 4 mit einer Geschwindigkeit von 213 cm in der Sekunde, wohei sich eine Temperaturerhöhung von i,i° ergah. Im Laufe von 24 Stunden wurden unter ohigen Bedingungen im kontinuierj liehen Betrieh 10 900 kg 700AiIgC Natriumhydroxydlösung gewonnen.
Die Vorrichtung zur Yerdainpfungsentwässerung kann so konstruiert werden, daß sie unter Druck arheitet. wohei der üheihitz.te Dampf, der die ohere Zone verläßt, wiedergewonnen werden kann und als Dampf zur Ausführung anderer chemischer Verfahrensmaßnahnicn dienen kann. Andererseits kann das erfinduugsgemäße Verfahren auch hei erhehlich unter dem Atmosphärendruck liegenden Drucken ausgeführt werden, was hei ühlichen Schmelzkesselverfahren nicht möglich ist. Wird das Verfahren hei Drucken, die unter dem Atmosphärendruck liegen, durchgeführt, so ist der Wärmcverhrauch des Verfahrens erhehlich geringer. Arheitet man ahsatzweise, wie es hei dem Schmelzkesselverfahren ühlich ist, und versucht
600/17
M 13628 IVa/121
dabei Unterdruck anzuwenden, so muß bei der Entwässerungsverdampfung, ehe das nahezu wasserfreie Stadium erreicht wird, ein Gebiet durchschritten werden, in dem der Schmelzpunkt der teilweise entwässerten Natriumhydroxydlösungen sich oberhalb des Siedepunktes der Natriumhydroxydlösung bei vermindertem Druck befindet, so daß ein Festwerden der teilweise entwässerten Natriumhydroxydlösung eintritt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die nahezu wasserfreie Hydroxydlösung jedoch zu jeder Zeit und bei Temperaturen, die oberhalb des Gebietes liegen, in dem eine feste Phase bei reduzierten Drucken beim absatzweisen Verfahren auftritt, in flüssigem Zustand erhalten werden. Dies ist der Tatsache zuzuschreiben, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Entwässerungsverdampfung so schnell im unteren Teil des langgestreckten Entwässerungsraumes vor sich geht, daß die Natriumhydroxyd- lösung nahezu augenblicklich durch das kritische Gebiet- hindurchgeht, in dem bei teilweiser Entwässerung ein Festwerden stattfinden kann. Diese im Augenblick erfolgende Entwässerung der Natriumhydroxydlösung in Verbindung mit dem verhältnismäßig großen Volumen an geschmolzenem nahezu wasserfreiem Natriumhydroxyd, die stetig durch die langgestreckte Entwässerungszone hindurchgeht, ergibt zu jeder Zeit eine flüssige bewegliche Masse nahezu wasserfreien Natriumhydroxyds, sogar wenn der Prozeß bei unterhalb des Atmosphärendrucks liegenden Drucken ausgeführt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur kontinuierlichen Eindampfung und Entwässerung von Alkalihydroxydlösungen, insbesondere von Natrium- oder Kaliumhydroxyd, dadurch gekennzeichnet, daß geschmolzene Massen konzentrierten Alkalihydroxyds durch ihre eigene Schwere aus dem oberen Teil einer Eindampfvorrichtung durch einen Wärmeaustauscher unter indirekter Aufnähme von Wärme absinken, daß sie vom Boden der Eindampfvorrichtung durch Einführung eines nach oben gerichteten Stromes verdünnter Alkalihydroxydlösung auf einem vom ersteren verschiedenen Wege wieder in den oberen Teil der Eindampfvorrichtung zurückgeführt werden, wobei die verdünnte Lösung durch die Wärme des geschmolzenen Alkalihydroxyds in überhitzten Dampf und in konzentrierte Lösung zerlegt wird, daß der Dampf als zusätzliches Fördermittel für das Aufsteigen der Lösungen dient und an der höchsten Stelle des oberen Teiles der Eindampfvorrichtung abgezogen wird sowie ein Teil der konzentrierten Alkalihydroxydlösung an einer etwas tieferen Stelle abgeleitet wird.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 832 145, 821 345, 062, 247 896;
    belgische Patentschrift Nr. 495 847.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 509 600/37 12.55

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1792662C3 (de) Mehrstufige Destillationsvorichtung
DE3225337C2 (de) Verfahren zum Entsalzen von Rohtallöl
DEM0013628MA (de)
DE1519724A1 (de) Verfahren zur Gewinnung einer verdampfbaren Fluessigkeit aus Salzloesungen
DE973033C (de) Verfahren zur Konzentration waessriger Alkalihydroxydloesungen
EP0345863A1 (de) Verfahren und Reaktor zum Erzeugen von Chlordioxid und Chlor aus Alkalichlorat
DE1517384A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Destillieren von Seewasser
DE3838932C1 (en) Process and plant for the physical refining of edible oils, fats and esters
DE931615C (de) Verfahren zum Kuehlen der heissen, den Russofen verlassenden, Russ suspendiert enthaltenden Gase
DE1667719A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Kristallisieren von Natriummonosulfid
DE1111149B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vermeiden der Schaum- und Krusten-bildung in Vakuum-Eindampfanlagen fuer ungesaettigte Salzloesungen, wie Spinnbad- oder Titansalzloesungen, deren Loeslichkeit nur in verhaeltnismaessig geringem Masse temperaturabhaengig ist
DE687292C (de) Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd
DE960633C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verdampfen von Benzol bzw. Leichtoel mittels heisser, wasserstoffhaltiger Gase
DE496556C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpeterschmelzen durch Verdampfen der waessrigenLoesung in einem Mehrkoerpersystem
DE622230C (de) Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun
DE2943065C2 (de) Verfahren zum Abschrecken von Stählen und Metallegierungen
AT218540B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Gewinnung von Erdölsäuren, insbesondere Naphthensäuren, aus einer wässerigen Lösung ihrer Seifen
DE730987C (de) Verfahren und Anlage zum Verdampfen von Fluessigkeit
DE548363C (de) Vorrichtung an Mehrfach-Verdampfapparaten
DE2102166C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Konzentrieren von Lauge
DE1642457C3 (de) Verwendung von Polyphosphatgläsern zur Wasserimpfung
DE850744C (de) Herstellung von hochpolymerisiertem, viskos loeslichem Kaliummetaphosphat
DE437531C (de) Regelung des Kalkgehalts von Sulfitlaugen
DE3236871C2 (de)
DE558466C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Alkalisulfide enthaltenden Produkten