DEF0015579MA - - Google Patents

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DEF0015579MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. August 1954 Bekanntgemacht am 22. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Etölze'i"j insbesondere Leitungsmasten, werden teilweise mit Teerölen; teilweise in neuerer Zeit sogar bevorzugt mit Salzlösungen imprägniert, wodurch ihre Haltbarkeit im Vergleich zu unbehandeltem Holz vervielfacht wird. Die Imprägnierung wird bei saftfrischem Holz nach dem Trogsäügverfahrert öder flach dein ' Boucherieverfahren' durchgeführt; bei trockenem Holz dagegen mit Hilfe eine'r Vakuum-Drück-Imprägriierüng öder mit Hilfe eines Einlagerungsverfahrens, eventuell bei höheren Temperaturen. Bei all diesen Arten der S.alzimpfägriierürig ist es nicht möglich, einzelne Teile des Mastes stärker zu behandeln als die übrigen; Da jedoch die in das Holz eingebrachte Menge der Salze an manchen Stellen, bei Masten vor allem unter der Erde, weniger lange vorhält als an anderen, sind diese Stellen einem früheren Verschleiß ausgesetzt. Man hat daher diese besonders gefährdeten Stellen nach einigen Jahren nachimprägniert, irtdeni man breiige Salzgemische, gegebenenfalls unter Zusatz von Ölen, als sogenannte Nächpflegepästen z. B. bei Masten auf den gefährdeten, zuvor freigelegten Teil aufstrich und dieseii dann mit einer Wasserdichten Wickelbartdage gegen Abregiiung schützte^ Durch diese Maßnahme, die nach Ablauf einiger Jahre ein oder rriehrmäls wiederholt werden mußte, konnte die Gebräüchsdäüer der Leitungsmasten erheblich erhöht
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werden. I )iese Nachpflege war jedoch dann sehr umständlich, wenn auch mich eine gleichzeitige Nachbehandlung des Zopfteiles, das ist der oberste Teil des Mastes, erforderlich war, was mir mit einer licsleigung des Mastes durchgeführt werden konnte.
Ks wurde nun gefunden, dal! man die Nachscluitzpflege von Hölzern, insbesondere von Masten, dadurch unnötig macht, dall man die durch mikro-
in biologischen Angriff besonders gefährdeten Stellen unmittelbar nach der Entnahme der nassen Hölzer aus der Iniprägniereinrichtuiig mit einer regenfesten sogenannten 1 lautosmotierpaste im Anstriehvcrfahren behandelt. Bei dem alsbald ein-
«S setzenden Trocknungsprozcll der Masten, der je nach der Jahreszeit mehrere Wochen bis Monate dauert, können die in der Hautosmotierpaste enthaltenen osmotierfiihigen Salze in genügender Menge in das noch ausreichend feuchte Holz ein-
-o dringen. Als Osmotierpaste kommen regenfeste I'asten in Krage, da nur in diesem Falle auf ein Abdecken verzichtet werden kann. Besonders gut eignet sich eine Paste aus amidosulfonsäuren Salzen, unlöslichen festen Phenolen, hautbildenden
as SpezialÖlen, Fett- und/oder Harzsäuren, Wasser und gegebenenfalls noch Kmulgatoreii und bekannten ] lolzschutzmittchi, (\vr bei der Zusammenniischung gegebenenf;alIs noch Ammoniak zugesetzt wird. I)ic Paste hinterläßt auf dem behandelten Stanimtcil eine Haut, die wasserabweisend wirkt, so daß auch das Regenwasser und die Bodenfeuchtigkeit an diesen Stellen keine Auswässerung mehr vornehmen können. Eine Abdeckung während des Trocknens ist in keiner Weise erforderlich, da die I lautosmotierpaste praktisch regen- und schneefest ist. Tm Laufe des Trocknungsprozesses des Holzes wird die genannte· Haut zunehmend fester und rindenartig. Sie macht weiter den behandelten Stammteil durch seine geänderte Farbe sofort
•1" kenntlich und behindert andererseits weder die Verfrachtung noch den Einbau.
Tn erster Linie kommen für eine solche Nachbehandlung der Zopfteil des Mastes sowie eine Zone beiderseits der Erdoberfläche in !"rage, z. B.
von je 30 cm Länge. Ks ist bei dieser Kombination von linprägnierverfahren und anschließender I lautosniotierung durchaus möglich, den Schutzsalzgehalt in den Iniprägnierlösungen generell herabzusetzen, so daß der Materialverbrauch an I lautosmotierpaste und die Kosten für das Auftragen vollständig ausgeglichen werden. Insbesondere besitzen so behandelte Masten od. dgl. den Vorteil, daß sie eine Nachpflege nicht erfordern und eine wesentlich höhere Lebensdauer besitzen als die nach den bekannten Verfahren behandelten Stämme. Das beschriebene neuartige Verfahren dürfte für die linprägnierwerke eine große Bedeutung besitzen.
Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden,
Go starken Hölzern, etwa Masten u.dgl., zunächst durch das Inipfstichverfahren hochkonzentrierte Wirkstoffe einzuverleiben und dann zusätzlich Wirkstoffe durch Tränkung, Anstrich oder sonstige an sicli bekannte Verfahren auf die Außenfläche aufzubringen. Durch das Impfstichverfahren erhält das Holz jedoch an zahlreichen Stellen Bohrlöcher, was eine gewisse Verminderung der mechanischen Kestigke.it des Holzes zur Folge hat. Nach (lern Verfahren der vorliegenden Anmeldung wird diese Schwächung vermieden, weil das Impfstichvcrfahreu nicht angewendet zu werden braucht.
Es ist ferner beschrieben, mindestens den die Erdzone bildenden Teil von Holzmasten durch Einbringung von Kunstharzlösung und folgende Härtung gegen holzzerstörende Einflüsse besonders widerstandsfähig zu machen. Dieses Verfahren hat gegenüber der vorliegenden Arbeitsweise den Nachteil, daß es einen wesentlich größeren apparativen Aufwand erfordert.
Beispiel 1
Ein nach dem Trogsaugverfahrcn mit einem bekannten Schutzsalzgemisch aus Natriumfluorid, Kaliumbichromat, Natriumarsenat und Dinitrophcnol behandelter saftfrischcr, zuvor weiß gcsclmitzterLeitungsmast wird nach etwa viertägiger Behandlung aus dem Trog heraus auf den Stapel- und Trocknungsplatz gebracht und dann an der zukünftigen Erd-Luft-Zonc auf eine Länge von insgesamt etwa 60 cm und an der Zopfzonc auf eine Länge von etwa 60 cm mit folgender Paste, so bestrichen, daß je m2 400g verbraucht werden: ι ι Gewichtsteile ölige cumaronharzhaltigc Rückstände, 10 Gewichtsteile Posttceröl, 2 Gewichtsteile Montanharz, 1 Gewichtsteil Tallöl, 5 Gewichtsteile Solventnaphtha, 34 Gewichtsteile rohes amidosulfonsaures Ammonium, 20 Gewichtsteile Natriumfluorid, 10,5 Gewichtsteile Wasser, 0,5 Gewichtsteile Ammoniakwasser, 6 Gewichtsteile /?-Naphthol. ioo
Durch Erwärmen und schnelles Rühren kann man aus den obigen Bestandteilen leicht eine haltbare Paste herstellen, die sich auch auf dem noch sehr nassen, eben erst aus dem Trog gebrachten Stamm leicht aufbringen läßt und andererseits einem bald einsetzenden Regen ohne irgendwelche Abdeckung genügend Widerstand leistet. Die be-. handelten Zonen werden im Laufe der nächsten Wochen ebenfalls vollkommen trocken, nehmen allerdings eine, andere Färbung an als die nicht bcstrichenen Stellen, da sie nicht grünlich, sondern graubraun werden. Man erkennt daher sofort diejenigen Stellen, die osmotisch eingewanderte Schutzsalze enthalten und die ferner von einer wasserabweisenden Haut, die die Rißbildung weitgehend unterbindet, geschützt sind.
B e i s ρ i e 1 2
Ein in üblicher Weise im Wald gefällter, entrindeter und durch Lagerung . lufttrocken gcwordener Fichtenstamm wird mit dem im Beispiel ι genannten Schutzsalz in üblicher Weise, mit Hilfe von Vakuum und Druck imprägniert. Dabei füllen sich die Leitbahnen des nicht vcrkerntcn Holzes weitgehend mit den Schutzsalzen an. Nach der Imprägnierung läßt man die Lösung vom Holz
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abtropfen und streicht auf das auf den Stapelplatz verbrachte Holz an den besonders gefährdeten Stellen, z. B. je 30 cm unterhalb und oberhalb der zukünftigen Erd-Luft-Grenze und bis 80 cm abwärts vom Zopf, einschließlich der Zopffläche selbst je m2 etwa 400 g einer Paste der folgenden Zusammensetzung auf: 11 Gewichtsteile Octyl-Dodecyl-Benzol-Geniisch, 10 Gewichtsteile Carbolineum, 4 Gewichtsteile Rohbenzol, 5 Gewichtsteile /J-Naphthol, 37 Gewichtsteile rohes amidosulfonsaures Ammonium, das imidodisulfonsaures Ammonium enthält, 22 Gewichtsteile Natriumfluorid, io,s Gewichtsteile Wasser, 0,5 Gewichtsteile konzentrierte Ammoniaklösung.
Zweckmäßig werden die nicht wasserlöslichen Bestandteile zuerst miteinander verschmolzen, worauf man bei etwa 500 Wasser und Ammoniaklösung und anschließend die Salze einarbeitet. Man erhält eine gut streichbare, lange haltbare Paste, die die besondere Eigenschaft hat, daß sie auf nassem Holz leicht verstreichbar ist und gegen Regen unempfindlich ist.
Beispiel 3
'.!5 Aus dem Kyanisiertrog entnommene, fertig kyanisierte Kiefernmasten werden nach dem Abtropfen auf dem Trockenplatz unter Zwischenlegung von Kantholz gestapelt und während des Stapeins jeweils an der Erd-Luft-Zone, z. B.
1,20 m vom Fuß entfernt, in einer Länge von 60 cm satt mit der folgenden Paste bestrichen, wobei etwa eine Menge von 600 g je m2 aufgebracht wird: 21 Gewichtsteile eines an Aromaten reichen Abfallöls, herrührend von der selektiven Reinigung von Erdölfraktionen mit Hilfe von Furfurol, 6 Gewichtsteile Testbenzin, 4 Gewichtsteile Pentachlorphenol, 3 Gewichtsteile Naphthol, 2 Gewichtsteile Olein, 2 Gewichtsteile Kolophonium, 40 Gewichtsteile rohes amidosulfonsaures Ammonium, Gewichtsteile Ammoniumfluorid, 10 Gewichtsteile Wasser, 1 Gewichtsteil konzentrierte Ammoniaklösung.
Diese Bestandteile werden in geeigneter Weise mit Hilfe eines Rührwerkes zu einer homogenen Paste verarbeitet. Im Laufe des Trocknens der Masten bildet sich aus dem aufgebrachten breiartigen Anstrich außen eine feste wasserabweisende Haut und eine tief nach innen reichende imprägnierte Zone im Holz.

Claims (2)

P A T E NT A N S P K O C II K:
1. Verfahren zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Hölzern, insbesondere von Masten, gegen Fäulnis u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die durch mikrobiologischen Angriff besonders gefährdeten Stellen von mit Holzschutzsalzen imprägnierten Hölzern unmittelbar nach der Entnahme aus der Tmprägnierlösung mit einer regenfesten Osmotierpaste behandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine regenfeste Osmotierpaste aus amidosulfonsäuren Salzen, unlöslichen Phenolen, hautbildenden SpezialÖlen, Fett- und/oder Harzsäuren und Wasser und gegebenenfalls Emulgatoren und bekannten Holzschutzmitteln verwendet wird, der bei der Zusammenmischung gegebenenfalls noch Ammoniak zugesetzt wird.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 856 053, 808 280.
1 509 600/173 12.55

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