DEF0015281MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEF0015281MA
DEF0015281MA DEF0015281MA DE F0015281M A DEF0015281M A DE F0015281MA DE F0015281M A DEF0015281M A DE F0015281MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radical
optionally substituted
water
aralkyl radical
substituted aminophenyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Juli 1954 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 22a GRUPPE 1 F 15281 IVb/22a
Dr. Herbert Kracker und Dr. Kurt Gengnagel, Offenbach/Main
sind als Erfinder genannt worden
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Monoazofarbstoffen
Zusatz zum Patent 933 581
Gegenstand des Patentes 933.581 ist ein Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Monoazof arbs.toffen, welches darin besteht,, daß man die Diazoverbindungen aus Aminen von der folgenden allgemeinen Formel
X — N — C — Y
I Il
N: ν
worin X einen gegebenenfalls substituierten Aminophenyl-, Alkyl- oder Arylrest und Y einen gegebenenfalls substituierten Aminophenyl-, Alkyl- oder Cyeloalkylrest bedeutet,, mit der Maßgabe, daß X einen gegebenenfalls, substituierten Aminophenylrest bedeutet, wenn, Y für einem Alkyl- oder Cycloalkylrest steht, und daß Y einen gegebenenfalls substituierten Aminophenylrest bedeutet, wenn X für einen Alkyl- oder Arylrest steht, mit den in der Eisfarbentechnik üblichen Azokomponenten, z.. B. aromatischen o-Oxycarbonsäureoder-Aeylessigsäurearylamiden, in Sub-
509700/453
F 15281 IVbI 22a
stanz oder auf einer Grundlage kuppelt und· dabei die Komponenten so wählt, daß sie keine wasserlöslichmachenden Gruppen, z. B. Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen, enthalten.
Nach diesem Verfahren lassen sich auf der pflanzlichen Faser sowie auf synthetischen Fasern, wie Acetylcellulose, Polyamid- oder Polyurethanfasern, wertvolle Farbstoffe erzeugen, die sich neben guten Gesamtechtheiten teilweise durch gute Superoxydechtheiten auszeichnen.
Bei der Weiterverfolgung dieses Erfindungsgedankens wurde nun gefunden, daß man zu Farbstoffen von ähnlichen guten Echtheitseigenschaften gelangt, wenn man in dem Verfahren des Hauptpatentes Diazoverbindungen aus Aminen von der folgenden allgemeinen Formel .' \
X—N—C—Y
I Il
N N ■ ■ . .
worin X einen gegebenenfalls substituierten Aminophenyl-, Cycloalkyl- pder Aralkylrest und Y einen gegebenenfalls substituierten Aminophenyl-, Aryl- oder Aralkylrest bedeutet, mit der Maßgabe, daß X einen gegebenenfalls substituierten Aminophenylrest bedeutet, wenn Y für einen Aryl- oder Aralkylrest steht, und daß Y einen gegebenenfalls substituierten . Aminophenylrest bedeutet, wenn X für einen Cycloalkyl- oder Aralkylrest steht, verwendet.
Das vorliegende Verfahren schließt sich im übrigen eng dem des Hauptpatentes an.:
Die Herstellung der als Diazokomponenten verwendeten, in der Literatur noch nicht beschriebenen Abkömmlinge des 1, 2,3,4-Tetrazols kann nach bekannten Verfahren, wie sie bereits in dem Hauptpatent angegeben sind, erfolgen.
Die neuen Farbstoffe sind den aus der deutschen Patentschrift 430 580 bekannten, durch Kuppeln der Diazoverbindungen aus aminosubstituierten Pseudoaziminen mit Arylamiden der 2, 3-Oxynaphthoesäure erhältlichen wasserunlöslichen Azofarbstoffen in der Lichtechtheit deutlich überlegen.
Beispiel 1
50 g Baumwollgarn werden 45 Minuten lang bei 300 in dem nachfolgenden Grundierungsbad behandelt, abgeschleudert und naß.im Entwicklungsbad bei 15° ausgefärbt. Dann wird gespült, zunächst 15 Minuten bei 60°, dann 15 Minuten bei ioo° geseift und getrocknet.
Grundierungsbad: 1,75 g i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-2,5-dimethoxy-4-chlorbenzol werden in 1,75 ecm denaturiertem Alkohol, 0,8 ecm Natronlauge von 380 Be, 2,25 ecm Formaldehydlösung (33%ig) und 3,5 ecm warmem Wasser gelöst und mit Wasser von 3°°> 5 g eines Netzmittels vom Typ der Ölsulfonate und 10 ecm Natronlauge von 380 Be auf 1 1 eingestellt.
Entwicklungsbad: 2,5 g i-Benzyl-5-(2'-amihb-
phenyl)-i, 2, 3, 4-tetrazol von der Formel
HX-N-C
NH0
(Schmelzpunkt io6°)
(erhälthch durch Umsetzung des Imidchlorides aus 2-Nitrobenzol-i-carbonsäure-N-benzylamid mit Stickstoffwasserstoffsäure und Reduktion des erhaltenen i-Benzyl-5-(2'-nitrophenyl)-i, 2, 3, 4-tetrazols zu der entsprechenden Aminoverbindung) werden mit 5 ecm einer wäßrigen Lösung eines Einwirkungsproduktes von Äthylenoxyd auf Oleylalkohol 1: 10 angerührt und nach Zugabe von 4 ecm Salzsäure von 20° Be unter Kühlung mit einer Lösung von 0,75 g Natriumnitrit in 4 ecm Wasser versetzt. Nach Beendigung der Diazotierung stellt man unter Zusatz von kaltem Wasser und 1 g eines Einwirkungsproduktes von Äthylenoxyd auf Oleylalkohol sowie 1,5 g Mononatriümphosphat und 7,1 g Dinatriumphosphat auf 11 ein. Man erhält ein Orange von guten Gesamtechtheiten, insbesondere von einer guten Superoxydechtheit.
Beispiel 2
50 g Baumwollgarn werden wie im Beispiel 1 behandelt unter Verwendung des folgenden Grundierungs- und Entwicklungsbades:
Grundierungsbad: 7 g 2,3-Oxynaphthoylaminobenzol werden in 7 ecm denaturiertem Alkohol, 3,5 ecm Natronlauge von 380 Be, 7 ecm Formaldehydlösung (33°/0ig) und 11 ecm warmem Wasser gelöst und mit Wasser von 300, 5 g eines Netzmittels vom Typ der Ölsulfonate und 10 ecm Natronlauge von 380 Be auf ι 1 eingestellt.
Entwicklungsbad: 2,8 g i-(3'-Amino-4'-äthoxyphenyl)-5-phenyl-i, 2, 3, 4-tetrazol von der Formel
C2H5O
NH,
N —C —<
I I!
N N
(Schmelzpunkt ιοί0) ■
werden mit 4 ecm Salzsäure von 200 Be und 50 ecm Wasser verrührt und unter Kühlung mit einer Lösung von 0,8 g Natriumnitrit in 4 ecm Wasser versetzt. Nach Beendigung der Diazotierung stellt man unter Zusatz von kaltem Wasser und r g eines Einwirkungsproduktes von Äthylenoxyd auf Oleylalkohol sowie 1,5 g Mononatriümphosphat und 7,1 g Dinatriumphosphat auf 11 ein. Man erhält ein Scharlachrot von guten Gesamtechtheiten, insbesondere von einer guten Superoxydechtheit.
Die folgende Tabelle enthält noch eine Anzahl von weiteren erfindungsgemäß verwendbaren Komponenten sowie die Farbtöne der daraus erhältlichen Monoazofarbstoffe, die ebenfalls gute Echtheitseigenschaften besitzen.
5Ö9 700/453
F 15281 IVb/22a
Diazokomponente Azokomponente Fasermaterial Farbton
I. i-(3'-Amino-4'-äthoxyphenyl)-
5 5-(4'-methylphenyl)-
i, 2, 3, 4-tetrazol
(Schmelzp. 1220)
2, 3-Oxynaphthoylaminobenzol Baumwolle Rot
2. i-(3'-Amino-4'-äthoxyphenyl)-
5-(3'-methoxyphenyl)-
10 i, 2, 3, 4-tetrazol
(Schmelzp. io2°)
i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino),
4-chlorbenzol
Rot
3. i-(3'-Amino-4'-äthoxyphenyl)-
5- (4'-chlorphenyl) -
15 i, 2, 3, 4-tetrazol
(Schmelzp. 1360)
i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-
4-methoxybenzol ·
Rot
4. i-(4'-Amino-2', 5'-diäthoxy-
phenyl)-5-benzyl-
i, 2, 3, 4-tetrazol
20 (Schmelzp. 1020)
2, 3-Oxynaphthoylaminobenzol Granatrot
5. i-Cyclohexyl-5-(3'-amino-
4'-methoxyphenyl)-
i, 2, 3, 4-tetrazol
(Schmelzp. 1670)
i- (3 '-Oxydiphenylenoxyd-
2'-carboylamino)-
2, 5-dimethoxybenzol
Grünstichig-
braun
6. i-Benzyl-5-(2'-aminophenyl)-
i, 2, 3, 4-tetrazol
(Schmelzp. io6°)
i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-
2-methoxy-4"Chlor-
5-methylbenzol
Orange

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Abänderung des Verfahrens zur Herstellung von wasserunlöslichen Monoazofarbstoffen gemäß Patent 933 581, dadurch gekennzeichnet, daß man hier Diazoverbindungen aus Aminen von der folgenden allgemeinen Formel
    X — N — C — Y
    N N
    Λ/
    . N
    worin X einen gegebenenfalls substituierten Aminophenyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylrest und Y einen gegebenenfalls substituierten Aminophenyl-, Aryl-
    oder Aralkylrest bedeutet, mit der Maßgabe, daß X einen gegebenenfalls substituierten Aminophenylrest bedeutet, wenn Y für einen Aryl- oder Aralkylrest steht, und daß Y einen gegebenenfalls substituierten Aminophenylrest bedeutet, wenn = X für einen Cycloalkyl- oder Aralkylrest steht, mit den in der Eisfarbentechnik üblichen Azokomponenten, z. B. aromatischen o-Oxycarbonsäure- oder Acylessigsäurearylamiden, in Substanz oder auf einer Grundlage kuppelt und dabei die Komponenten so wählt, daß sie keine wasserlöslichmachenden Gruppen, z. B. Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen, enthalten.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 430 580.
    © 509 700/453 3. 56

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE918634C (de) Verfahren zur Herstellung ueberfaerbeechter Faerbungen auf Acetylcellulose sowie linearen Polyamiden oder Polyurethanen
DEF0015281MA (de)
EP0141063A2 (de) Verfahren zum Färben von amidgruppenhaltigen Fasermaterialien
DE942325C (de) Verfahren zur Herstellung ueberfaerbeechter Faerbungen auf Acetylcellulose sowie linearen Polyamiden oder Polyurethanen
DE1007451B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE933581C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Monoazofarbstoffen
DE949897C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Monoazofarbstoffen
DE943075C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Disazofarbstoffen und deren Metallkomplexverbindungen
DE842382C (de) Verfahren zur Herstellung von Dis- und Polyazofarbstoffen
DE904886C (de) Verfahren zur Herstellung ueberfaerbeechter Faerbungen auf Acetylcellulose sowie linearen Polyamiden und Polyurethanen
DE964974C (de) Verfahren zur Herstellung von Mono- und Disazofarbstoffen
DE548680C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Azofarbstoffen
DE1281393C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen auf Textilmaterial aus Cellulose- oder Eiweissfasern
DE1276256B (de) Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen
DE1028714B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE964975C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE494414C (de) Verfahren zur Herstellung von unloeslichen Azofarbstoffen auf der pflanzlichen Faser
DE894294C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen der Pyrazolonreihe
DE937524C (de) Verfahren zur Herstellung ueberfaerbeechter Faerbungen auf Acetylcellulose sowie linearen Polyamiden oder Polyurethanen
DE1008253B (de) Verfahren zum Faerben von natuerlichen Fasern und Fasern aus Polyamiden oder Polyurethanen
DE556474C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE1232294B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE944544C (de) Verfahren zur Erzeugung unloeslicher Azofarbstoffe auf Polyamidfasern oder deren Gemischen mit anderen Fasern
DE634211C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1028715B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen