DEF0010746MA - - Google Patents

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DEF0010746MA
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unsaturated
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polyesters
polyester
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Das Verkleben mit isocyanatgruppenhaltigen Polyestern ist bekannt. Die bisher hierfür verwandten isocyaniatgruppenhaltigen Polyester sind gesättigter Natur. Sie werden in bekannter Weise durch Umsetzung von Polyestern mit einem Überschuß über die sich auf die Endgruppen des Polyesters berechneten Menge eines Diisocyanate erhalten. Mit derartigen Produkten, die in An- oder Abwesenheit von Lösungsmitteln verarbeitet werden können, lassen sich die verschiedenartigsten Verklebungen durchführen.
Es ist ferner bekannt, Umsetzungsprodukte von ungesättigten Alkydharzen mit polymerisierbar Doppelbindungen enthaltenen Mono-Isocyanaten zu Verklebungen zu verwenden, wobei zur Polymerisation Polymerisationskatalysatoren nötig sind.
Vorliegender Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde, daß das Klebevermögen gegenüber diesen bekannten Verfahren erheblich gesteigert wird und besonders hohe Festigkeitswerte erzielt werden, wenn man die Verklebung mit Umsetzungsprodukten aus im wesentlichen linear aufgebauten, ungesättigten Polyestern und Diisocyanaten unter Erwärmen durchführt. Die Herstellung derartiger ungesättigter, isocyanatgruppenhaltiger Polyester erfolgt nach bekannten Verfahren. Für den Aufbau der als Ausgangsmaterialien benötigten ungesättigten Polyester wird vorzugsweise Maleinsäure als
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ungesättigte Komponente neben anderen Dicarbonsäuren wie Phthalsäure oder Adipinsäure verwandt. Das Molekulargewicht der zur Verwendung kommenden Polyester liegt in den meisten Fällen unterhalb von xooo. Die Umsetzung der ungesättigten
,:, Polyester mit Diisocyanaten erfolgt in bekannter Weise. Die Mengenverliältnisse werden hierbei zweckmäßig so gewählt, daß man einen Überschuß, von ioo0/» der Diisocyanate über die sich auf die
ίο Endgruppen des Polyesters berechneten Menge verwendet. Als Diisocyanate kommen Hexamet'hylendiisocyanat, Toluylendiiisocyanat, p-Phenylendiisocyanat und andere in Frage.
Die ungesättigten, isocyanatgruppenhaltigen Polyester sind insbesondere für die Leichtmetallverklebung geeignet. Sie zeichnen sich auch "bei Verwendung von ungeraühten Blechen durch, eine vorzügliche Klebekraft aus. Diie Verklebungen werden unter Erwärmen insbesondere bei Temperatüren über ioo° ausgeführt und können auch in Gegenwart von tert. Basen vorgenommen werden. Die Mitverwendung von tert. Basen ermöglicht ein Verkleben bei niederen Temperaturen in kürzerer Zeit. Als tert. Base sind vorzugsweise solche Produkte geeignet, die in wäßriger Lösung nur schwach alkalische Reaktion zeigen, wie z. B. Methyldiäthynolamindiacetat oder Triäthanolamintriacetat.
Beispiel 1
Ein aus 170 g Äthylenglykol, 98 g Maleinsäureanhydrid und 148 g Phthalsäureanhydrid, durch thermische Veresterung erhaltener Polyester wird mit 180 g Toluylendiiisocyanat in bekannter Weise umgesetzt und das so entstandene Additionsprodukt in 230 ecm Essigsäureäthylester gelöst.
Die Lösung wird auf aufgerauhte Aluminiumbleche aufgetragen, und nach kurzer Zeit werden die zu verklebenden Bleche mit leichtem Druck aufeinandergelegt und 24 Stunden auf 150° erwärmt. Dabei werden folgende Klebewerte erhalten: Trok-' ken: bei 200 = 302 kg/cm2, bei ioo° = 276 kg/cm2. 10 Tage gewässert: bei 200 = 252 kg/cm2. 30 Tage gewässert: bei 200 = 179 kg/cm2. 24 Stunden gekocht: bei 2O° = 172 kg/cm2.
Bei Verwendung von nicht gerauhten Blechen wurden die folgenden Werte erhalten: Trocken: bei 20° = 362 kg/cm2, bei ioo° = 315 kg/cm2.
Die Verklebungen- können auch in Abwesenheit von Lösungsmittel durchgeführt werden, wobei man zweckmäßigerweise das ioo°/oige Material in Form von Stangen vergießt--und die, erwärmten·', r Bleche mit den Stangen bestreicht.
B ei spiet, 2 . :
Werden die nach Beispiel ;||flti!r€hgeführten Verklebungen nach Zugabe von;.ΐ-°7οόTriäthanolamintriacetat zu der Klebstoff lösung1'durchgeführt, so werden folgende Werte.erhaJt^n^jNach.Sstündigem Erwärmen auf 150°: Trocfiehfßei '200 —jdSkg/cm2, bei 1000= 176 kg/cm2. Nach iostündigem Erwärmen auf 1500: Trocken: bei 200 = 331 kg/cm2, bei ioo° = 177 kg/cm2.
Beispiel 3
Durch Zugabe von ι % Me.t;hyldiiäthanolamindi- \,ä acetat zu der im Beispiel i>.beschriebenen Klebelösung werden die folgenden/ Werte erhalten: Nach Sstündigem
20
Erhitzen auf 1500:. Trocken: bei
0 = 306 kg/cm2, bei ioo° = 206 kg/cm2.
Beispiel 4
Verwendet man an Stelle des iim Beispiel 1 angegebenen Kondensationsproduktes einen aus 150 g Glykol, 49 g Maleinsäureanhydrid und 222 g Phthalsäureanhydrid aufgebauten Polyester, der nach der Umsetzung mit 191 g Toluylendiisocyanat zu Stangen vergossen wurde, so werden die folgenden Werte erhalten: Nach iostündigem Erhitzen auf 1500: Trocken: bei 20° Fj= 310 kg/cm2, bei ioo° = 144 kg/cm2.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Verkleben von Gegenständen, insbesondere von Metallen; ,mit Hilfe von isocyanatgruppenhaltigen Polyestern, dadurch gekennzeichnet, daß die Verklebung mit Umsetzungsprodukten aus im wesentlichen linear aufgebauten Ungesättigten Polyestern und Diisocyanaten unter Erwärmen.; durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß "ungesättigte, kurzkettige niedrigmolekulare lineare isocyanatgruppenhaltige Polyester verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verklebung bei Anwesenheit von tertiären, insbesondere schwachen Basen erfolgt.
Angezogene Druckschriften:
-USA.-Patentschrift Nr. 2 503 209.
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