DEF0010679MA - - Google Patents
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Description
Bundesrepublik Deutschland
Tag der Anmeldung: 22, Dezember 1952
Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATE NTAN M E LD UNG
KLASSE 12o GRUPPE 5o4 F 10679 IVb/12 ο
Dr. Gerhard Schrader, Opladen
ist als Erfinder genannt worden
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Cyanphosphorsäure
Es ist bekannt, daß sich Phosphortrichlorid leicht mit Äthylenglykol zum Glykol-phosphorigsäurechlorid
umsetzen läßt (P. A. R ο s s i s s k a j a und
PCl3 + HO-CH2-CH2-OH
... . In dem so erhaltenen Glykolphosphorigsäurechlolo
rid läßt sich das letzte Chlor leicht gegen den Rest eines Alkohols, den Rest eines Phenols, den Rest
eines aliphatischen oder aromatischen Mercaptans oder schließlich den Rest einer sekundären. Base
, . austauschen. Man erhält so Verbindungen der all-15
gemeinen Formel:
M. J. Kabatschnik, Chemisches Zentralblatt 1949, I, S. 487):
ei —p:
,0- CH0
- CH,
+ 2 HCl.
x — p.:
.0-CH,
1O-CH,
in der X für RO-, Ar - 0—, ES— und Ar—S —
sowie * ^) N — steht, R, R1 und R2 beliebige ali-R2/
509 699/495
F 10679 IVb/12 ο
phatische Reste, wobei R1 und R2 unter Bildung
eines cyclischen Ringsystems verbunden sein können, bedeuten und unter Ar ein gegebenenfalls
beliebig substituierter; aromatischer Rest verstanden wird. ,
Es Würde nun gefunden, daß die Verbindungen der Formel
x-p:
, O · CH,
" O · CH,
so mit Halogencyanen reagieren, daß unter Aufspalten des Ringes das Halogen an den Glykolrest
und das Cyan an φετι Phosphor, wandert: r - .
\ A
x-p;
,0-CH9
' C · CH,
BrCN
;p-cn
Br-CH,. CH,
Die Umsetzung vollzieht sich bereits bei Zimmertemperatur. Zur Milderung der Reaktion kann die
Umsetzung in einem inerten Lösungsmittel, wie z. B. Äther, Benzol, Toluol usw., durchgeführt
werden. Die Verfährensprodukte sind destillierbare, wasserunlösliche' öle, die als Schädlingsbekämpfungsmittel
Verwendung finden sollen. ·.. -
Es ist schon bekannt, Alkylchloride mit cyclischen Phosphorigsäureestern umzusetzen (vgl: Ar b
u s ο w und S oroa's'trowa, Chemisches Zentralblatt 1951,11, S.34). Hierbei werden 'Alkylphosphonsäureester
erhalten. Im Gegensatz zu den verfahrensgemäß·, erhältlichen. Phpephorsäurecyanestern
besitzen die bekannten Phosphonsäureester keine merkliche insekticide Wirkung.
Beispiel ι
27 g Glykolphosphorig&äuredimethylamid (Kp.
12 mm 65°) werden' in 300 ecm trockenem Äther
gelöst. Bei 20° gibt man zu der Lösung unter Rühren 22 g Bromcyan; die in 100 ecm trockenem Äther
gelöst sind. Beim Fraktionieren des Rohproduktes erhält man 26 g des Dimethylamino-cyan-phosphorsäure-/?-bromäthylesters
vom Kp. 2 mm 131 °. Der neue Ester ist ein schwach gelbes, wasserunlösliches
Öl, das sich durch starke insekticide Eigenschaften auszeichnet.
■ ■ ■ ! '-" Bei spiel 2
27 g Glykolphosphorigsäureäthylester (Kp. 12 mm 52°) werden in 200 ecm Äther gelöst. Bei
20 bis 25° gibt man zu dieser Lösung 22 g Bromcyan in 50 ecm trockenem Äther.. Nach dem Ausreagieren
fraktioniert man das erhaltene Rohprodukt. Es werden 15 g des Äthyl-cyan-phosphorsäure-/?-bromäthylesters
als farbloses, wasserunlösliches öl erhalten. Der neue Ester zeigt starke
insekticide Eigenschaften.
- ■ B ei sρ i e 1 3 .
38 g Glykolphosphorigsäurediäthylamid (Kp. 10 mm 88 bis 90°) werden in 300 ecm trockenem
Äther gelöst. Zu dieser Lösung gibt man. unter .-. Rühren bei 20° 26 g Bromcyan, das in 100 ecm
Äther gelöst war. Man hält, die angegebene Temperatur noch ι Stunde, destilliert dann den Äther
ab und erhält bei der nachfolgenden' Vakuumdestillation 33 g des Diäthylaminocyanphosphorsäure-/?-
bromäthylesters vom Kp. 3 mm 1450.
B ei spi el 4
20 g Glykolphosphorigsäurepyrrolydid werden in 300 ecm trockenem Äther gelöst. Man fügt unter
Rühren bei 20° 13 g Bromcyan, gelöst in 50 ecm
Äther, hinzu und hält die angegebene Temperatur bei 2o°. Nach dem Abdestillieren des Äthers werden
14g des: Pyrrolydyl-cyan-phosphorsäure-^-
bromäthylesters erhalten. Kp. 2 mm i6i°.
Beispiel 5 O
Br-CH2-CH2-O-P;
,SCH,
'CN
28 g Glykolphosphorigsäure-thiol-methylester
(Kp. 14 mm 78 bis 790) werden unter Luftabschluß
in 250 ecm Äther gelöst. Bei 15° gibt nian södänn
eine Lösung von 22 g Bromcyan in 100 ecm trockenem
Äther zu. ...Beim Fraktionieren werden nach Abdestillation des Äthers 20 g des neuen Esters
vdm'Kp.i mm 1190 erhalten.
Br-CH9-CH9-O-P
CN
Br-CH,-CH,-0-P
Br-CHV-CH9-O-P:
-Cl
•ON
,0
Cl
40 g Glykolphosphorigsäure-thiol-phenylesteir
(Kp.,2 rrmi 1239) werden in 215 ecm trockenem
Äther gelöst. Bei 25° gibt man.eine Lösung von
22 g Bromcyan in 100 ecm Äther hinzu. Nach dem Entfernen des Lösungsmittels durch Vakuumdestillation
erhält man 35 g eines viskosen, farblosen, > wasserunlöslichen Esters, der sich auch im Hochvakuum
nicht destillieren läßt.
In ähnlicher Weise werden aus dem Glykolphosphorigsäure-2,4-Dichlorphenylester(Kp.s
mm 1350) und aus dem Glykolphosphorigsäure-4-chlorphenylester
(Kp. 2 mm 110°) folgende Verbindungen erhalten:
- >· ■
699/495
F 10679 IVb/12 ο
Diese Ester sind viskose, wasserunlösliche Flüssigkeiten, die sich ebenfalls nicht im Hochvakuum
destillieren lassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Cyanphosphorsäure, dadurch gekennzeichnet, daß Halogencyane mit Verbindungen der Formel,0-CH9x-p:— CH,in der X für RO—,Ar-O- ,RS- ,Ar—S— oder1 ^) N — steht, wobei R, R1 und R2 beliebige ali-R2/phatische Reste, wobei R1 und R2 unter Bildung eines cyclischen Ringsystems verbunden sein können, bedeuten und unter Ar ein gegebenenfalls beliebig substituierter aromatischer Rest verstanden wird, zur Reaktion gebracht werden.Angezogene Druckschriften:Arbusow und Soroastrowa, »Chemisches Zentralblatt«, 1951, II, S. 34.
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