DEF0010673MA - - Google Patents

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DEF0010673MA
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ester
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 5. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 12ο GRUPPE 2601
F 10673 IVb/12 ο
Dr. Gerhard Schrader, Opladen
ist als Erfinder genannt worden
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Verfahren zur Herstellung von Phosphonsäurederivaten
Es ist bekannt, daß sich Phosphortrichlorid leicht mit Äthylenglykol zum Glykolphosphorigsäurechlorid
PCL + HO-CH9-CH9-OH
In dem so erhaltenen Glykolphosphorigsäurechlorid
läßt sich das letzte Chlor leicht gegen den Rest eines
ίο Alkohols, eines Phenols, eines aliphatischen oder
umsetzen läßt (P. A. Rossisskaja und M. J. Kabatschnik, Chemisches Zentralblatt, 1949, I, S. 487):
ei — p:
,0- CH9
O- CH9
2 HCl
in der X für RO-, ArO-, RS-, Ar-S- sowie
R2/
steht, wobei R, R1 und R2 aliphatische Reste bedeuten aromatischen Mercaptans oder einer sekundären Base austauschen. Man erhält so Verbindungen der allgemeinen Formel .
,0-CH9
0-CH2
und unter Ar ein gegebenenfalls substituierter, aromatischer Rest verstanden wird.
509 627/41
F 10673 IVb/12 ο
Es wurde nun gefunden, daß die Verbindungen der Formel
Q)- CH2
XO — CH2
in der X die vorstehende Bedeutung hat, mit Dichlor- bzw. Trichloressigsäureestern, -thiolestern oder -amiden reagieren. Unter gleichzeitiger Aufspaltung und Chlorierung des am Phosphor gebundenen Glykolringes entstehen in guter Ausbeute die entsprechenden Phosphonsäurederivate der allgemeinen Formel
!I
X-P
0-CH2-CH2-Cl
(H)
I
XC —CO —R4
Cl
worin R4 für den Ester- bzw. Amidrest der obigen Säureester oder -amide steht.
Die Umsetzung verläuft z.B. nach folgender Gleichung:
x-p:
Il
x-p:
,0-CH9
O — CH,
CCL-CO- OC2H,
,0-CH2-CH2-Cl
CCL-CO- OC9H.
Die Umsetzung vollzieht sich leicht beim Erwärmen ; sie kann auch in Gegenwart von inerten Lösemitteln vorgenommen werden. Die Verfahrensprodukte sind hochsiedende, größtenteils destillierbare Öle, die als Schädlingsbekämpfungsmittel Verwendung finden sollen.
Es ist schon bekannt, daß sich cyclische Phosphorigsäureester bei erhöhten Temperaturen mit Alkylchloriden unter gleichzeitiger Aufspaltung und Chlorierung des am Phosphor gebundenen Glykolringes umsetzen : ' ■
x-p;
,OCH9
1OCH9
(RHaI) X-P:
,0-CH2-CH2HaI
Während mit Alkylchloriden Alkylphosphonsäure-
ester entstehen, die keine insekticide Eigenschaft besitzen, werden erfindungsgemäß a-Phosphonsäurederivate gewonnen, die sich durch ihre Wirkung als Schädlingsbekämpfungsmittel auszeichnen.
Beispiel 1
31 g Glykolphosphorigsäure-jS-chloräthylester (Kp.g 910) werden mit 36 g Trichloressigsäureäthylester I1I2 Stunde auf 70 bis 80° erwärmt. Beim Fraktionieren des Rohproduktes erhält man 18 g eines neuen Esters folgender Konstitution:
Cl-CH2-CH2-O,
Cl -CH9-CH9-O'
Ii ■ ■■
"P-CCl2-CO-OC2H5
Der Ester siedet unter einem Druck von 2 mm bei 158 bis i6o°.
Beispiel 2
42 g Trichloressigsäure-thioläthylester (Kp.14 89°) werden mit 29 g Glykolphosphorigsäureäthylester (Kp.12 520) kurz auf 1200 erwärmt. Die Temperatur steigt von selbst weiter bis auf 21c0. Beim Fraktionieren des Rohproduktes erhält man 20 g des Esters:
Cl-CH9-CH9-O
C2H5O'
: P-CCl2-CO-SC2H6
vom Kp.2 150 bis 1520. Der neue Ester zeigt eine gute Wirkung gegen Fliegen.
Beispiel 3
31 g Glykolphosphorigsäure-ß-chloräthylester (Kp.9 91 °) werden mit 42 g Trichloressigsäure-thioläthylester (Kp.14 890) auf i6o° erwärmt. Die Temperatur steigt von selbst auf 2100. Beim Fraktionieren des Roh-Produktes werden 35 g folgenden Esters erhalten:
Cl-CH9-CH9-O
Cl-CH9-CH9-O-
Kp.2188°. Der Ester zeigt eine gute Wirkung gegen Fliegen und Blattläuse.
Beispiel 4
42 g Trichloressigsäure-thioläthylester werden mit 28 g Glykolphosphorigsäuredimethylamid (Kp.1265°), die mit 60 ecm Toluol verdünnt sind, 1Z2 Stunde auf iio° erwärmt. Beim Fraktionieren des Rohproduktes erhält man 54 g des folgenden Esters:
CI-CH2-CH2-On
:P-CCl2-CO- SC2H6
vom Kp. 1 167 bis 1690.
627/41
F 10673 IVb/12 ο
Beispiel 5
39 g Trichloressigsäureäthylester werden mit 28 g Glykolphosphorigsäuredimetnylamid, die in 40 ecm 5, Toluol gelöst sind, 1Z2 Stunde auf iio° erwärmt. Beim Fraktionieren des Rohproduktes wurden 30 g folgenden Esters erhalten:
Cl-CH9-CH9-O
:p — CCi9 -co -OC9H,;
Kp.0,051530·
Beispiel 6
29 g Glykolphosphorigsäureäthylester (Kp.12 520)
werden mit 35 g Dichloressigsäure-thioläthylester (Kp.2 47°) 20 Minuten auf 1400 erwärmt. Nach dem Fraktionieren des Rohproduktes erhält man 12 g folgenden Esters:
-CHCl
Cl · CH, · CH9 · O
Kp.si4o°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Phosphonsäurederivaten der allgemeinen Formel:
    0-CH2-CH2-Cl 35
    _p/ci(H)
    ^C-CO-R4
    Cl
    worin R4 für einen Ester-, Thiolester- oder einen Amidrest und X für RO-, ArO-, RS-, ArS- oder
    R2'
    'N-
    stehen, wobei R, R1 und R2 aliphatische Reste bedeuten, und unter Ar ein gegebenenfalls substi- 5o tuierter aromatischer Rest verstanden wird, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der allgemeinen Formel:
    x-p:
    0-CH9
    0-CH9
    in der X die obige Bedeutung hat, mit Dichlor- bzw. Trichloressigsäureestern, -thiolestern oder 60 -amiden bei erhöhter Temperatur zur Reaktion gebracht werden.
    Angezogene Druckschriften:
    Chemisches Zentralblatt, 1951, II, S. 34 — A. Jl. 65 Arbusow und W. M. Soroasstrowa.

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