DEE0007987MA - - Google Patents

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ultraviolet
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Oktober 1953 Bekaniitgemacht am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein gegen Einwirkung der ultravioletten Strahlung geschütztes photographisches, insbesondere farbenphotographisches Material sowie vorzugsweise entwickelte und fixierte Mehrschichtenkopien mit einem Träger, insbesondere einem Papierträger, und durch Kupplung von Farbbildnern angefärbte Teilbilder aufweisenden Schichten.
Es ist bekannt, daß bestimmte Materialien wie Cellulosefilmträger und lichtempfindliche Schichten ίο von dem ultravioletten Strahlungsanteil des Tageslichtes geschädigt werden. Bei photographischen Materialien ergeben sich durch die ultraviolette Strahlung oft unerwünschte Belichtungen. So sind beispielsweise die photographischen Halogensilberemulsionen im allgemeinen, auch wenn sie für einen bestimmten Spektralbereich sensibilisiert sind, im blauen, violetten und ultravioletten Bereich des Spektrums empfindlich. Bei farbenphotographischen Materialien ergeben sich so in den Schichten, die auf den langwelligen Bereich sensibilisiert sind, Fehler in der färbgetreuen Wiedergabe des Originals. Aus diesem Grunde ist es in vielen Fällen erwünscht, sensibilisierte Emulsionen gegen ultraviolettes Licht abzuschirmen. Insbesondere bei farbenphotographischen Materialien sollen nur Strahlen des sichtbaren Spektrums Schwärzungen hervorrufen.
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Farbenphotographien und photographische Mehrschichtenmaterialien, insbesondere Materialien, bei denen die Farbenteilbilder in den sensibilisierten Emulsionsschichten durch Farbenentwicklung gebildet werden, zeigen bei längerer Einwirkung der Ultraviolettstrahlung, der sie beispielsweise beim Betrachten der Bilder bei Tageslicht ausgesetzt sind, einen Farbenschwund oder eine Entfärbung. Außerdem werden die restlichen Farbbildner, d. h. also die
ίο farbstofferzeugenden Kuppler, die ungekuppelt in bestimmten Verfahren nach der Entwicklung des Farbenbildes in den Emulsionsschichten zurückbleiben, von der ultravioletten Strahlung angegriffen, wobei eine unerwünschte Fleckenbildung in der fertigen Photographie auftritt. Die Einwirkung der ultravioletten Strahlung auf fertige Farbenphotographien kann insbesondere bei Positivkopien auf Papier oder anderen undurchsichtigen Trägern beobachtet werden, da diese Art von Kopien im Gegensatz zu den Transparentkopien häufiger bei Tageslicht betrachtet werden, das im allgemeinen einen wesentlich höheren Ultraviolettstrahlungsgehalt aufweist als das Licht der Projektoren.
Der Farbenschwund und das Gelbwerden der Kopien scheint hauptsächlich durch den Spektralbereich, der in unmittelbarer Nähe des sichtbaren Spektrums liegt, also durch die ultraviolette Strahlung einer Wellenlänge von etwa 360 bis 400 ταμ, hervorgerufen zu werden.
Der Erfindung* liegt nun die Aufgabe zugrunde, photographische Materialien, insbesondere farbenphotographische Materialien, gegen die schädlichen Einwirkungen der ultravioletten Strahlung zu schützen.
Es ist bekannt, Cyaninfarbstoffe, insbesondere solche, die im wesentlichen farblos sind, als ultraviolettabsorbierende Verbindungen in photographischen Materialien zu verwenden. Beispiele derartiger Verbindungen sind Dimethyloxacyanin, Diäthyloxacyanin, Diäthyl-3,4-benzooxacyanin, Diäthyl-5,6-benzoxathiazolinnocyanin usw. Es zeigte sich nun, daß im allgemeinen die Cyaninfarbstoffe in den wäßrigen photographischen Behandlungsbädern ausgewaschen werden, so daß sie also die fertiggestellte Photographie nicht mehr gegen die Einwirkung des ultraviolettreichen Tageslichtes schützen. Gemäß der Erfindung werden nun Cyaninfarbstoffe in Gelatineschichten verwendet, die ein bestimmtes synthetisches Kunstharz enthalten, das als Fixiermittel für den Cyaninfarbstoff wirkt.
Die photographischen Materialien können beispielsweise mit einer ultravioletten Filterschicht versehen werden, die ein synthetisches Kunstharz enthält, das als Fixiermittel für die als ultraviolettabsorbierende Verbindungen verwendeten Cyaninfarbstoffe gemäß der Erfindung dient. Die ultraviolettabsorbierende Verbindung kann beispielsweise in das photographische Material eingebracht werden, indem dieses in einer wäßrigen Lösung der ultraviolettabsorbierenden Verbindung gebadet wird. Wechselweise kann auch die ultraviolettabsorbierende Verbindung, die in diesem Falle eine besondere Art eines Cyaninfarbstoffes sein soll, unmittelbar in die Gelatineschicht, bevor diese auf das Material aufgegossen wird, eingebracht werden. An Stelle von Gelatine können als Bindemittel auch andere wasserlösliche hydrophile Kolloide verwendet werden, wie synthetische Kunstharze, beispielsweise Polyvinylacetale, hydrolysierte Polyvinylacetate, hydrolysierte Celluloseester usw.
Wenn das photographische.. Material für farbenphotographische Zwecke verwendet werden soll, braucht die Ultraviolettfilterschicht nicht die äußerste Schicht zu sein. Die Filterschicht kann in jedem Falle über derjenigen Schicht angeordnet sein, die gegen die schädlichen Einwirkungen der Ultraviolettstrahlung geschützt werden soll. So wird beispielsweise bei einem Mehrschichtenmaterial, das drei verschieden sensibilisierte Schichten enthält und bei dem die rotempfindliche Schicht die unterste, d. h. die dem Träger zunächst gelegene Schicht ist, die grünempfindliche Schicht oberhalb der rotempfindlichen Schicht liegt und die blauempfindliche Schicht die äußerste der lichtempfindlichen Schichten ist, die Ultraviolettfilterschicht zwischen der blau- und der grünempfindlichen Schicht angeordnet werden. Wechselweise kann auch die Ultraviolettfilterschicht zwischen der grün- und der rotempfindlichen Schicht angeordnet sein. Die erforderliche Menge der ultraviolettabsorbierenden Verbindung hängt von der erwünschten Wirkung und dem Verwendungszweck des Materials ab..
Ultraviolettabsorbierende Verbindungen, die sich gemäß der Erfindung als besonders geeignet erwiesen haben, sind solche der allgemeinen Formel
.C-CH =
N-R1 (I)
oder der Formel
R —N
X
; —CH = CH-C
Il
R2-C
-GH (II)
JtVq
in denen R und R1 je eine Alkylgruppe, wie eine Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Carboxymethyl-, Carbäthoxymethyl-, n-Lauryl-, Benzyl- (Phenylmethyl-) Gruppe, R2 und R3 je eine Alkylgruppe, wie eine Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-Gruppe, R4 eine Alkylgruppe mit wenigstens 9 Kohlenstoffatomen, wie eine n-Nonyl-, n-Decyl-, n-Lauryl-, n-Cetyl-Gruppe, X einen Säurerest, wie Chlorid, Bromid, Jodid, Perchlorat, p-Toluolsulfonat, Benzolsulfonat, und Z und Z1 je die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Kernes erforderlichen nichtmetallischen Atome, und zwar eines Kernes der Benzothiazolreihe, wie des Benzothiazols selbst, des 4-Chlorbenzothiazols, 5-Chlorbenzothiazols, 5-Methylbenzothiazols, 5-Phenylbenzothiazols, 6-Methoxybenzothia-
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zols usw., der Benzoxazolreihe, wie des Benzoxazols selbst, des Chlorbenzoxazols, 5-Phenylbenzoxazols, 5-Methoxybenzoxazols, der Thiazolinreihe, wie des Thiazolins selbst, des 4-Phenylthiazolins, 5-Methylthiazolins usw., oder der Thiazolreihe, wie des Thiazols selbst, des 4,5-Diphenylthiazols, 4-Phenylthiazols, 5-Phenylthiazols, bedeuten.
Die durch die Formel (I) dargestellten Farbstoffe können gemäß den in der USA.-Patentschrift 2108485 oder der britischen Patentschrift 423 792 oder in der belgischen Patentschrift 520 463 beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Die Cyaninfarbstoffe der Formel (II) können beispielsweise entsprechend dem in der britischen Patentschrift 529 440 angegebenen Verfahren hergestellt werden.
Von den angegebenen Farbstoffen erwiesen sich beispielsweise folgende Farbstoffe als besonders geeignet :
,S,
:c —CH = c:
CH,
/ CH9
C2H5 J C12H25(U)
3-Äthyl-3'-n-lauryloxathiazolincyaninjodid
H5C6-
C2H5 Cl
C2H5
3, 3'-Diäthyl-5, 5'-diphenyloxacyamnchlorid
/K ,S, ' ■ ,S, /v
-CH = c;
/ \
CH2 J
C2H5
COOH
3-Carboxymethyl-3 '-äthylthiacyaninj odid
,S ■ Sx
^C-CH = Cx^
ν ■ ' V
C2H5 O
! so,
C6H4-CH3(P)
3, s'-Diäthylthiacyanin-p-toluolsulfonat
(5)
C2H5 Cl
3, 3'-Diäthyloxacyaninchlorid
' N .
/ \
--a H5 Cl
CH = CH-C -CH (6) 75
XXg K^ K^ V-/ Ks -Π-3
C9H19 (η)
[i-n-Nonyl-2, 5-dimethylpyrrol-(3)]-[3-äthylbenzoxazol-(2)]-dimethincyaninchlorid
,,C-CH = CH-C
CH (7)
H3C-C
C-CH,
Ci6H33 (η)
[i-n-cetyl-2, 5-dimethylpyrrol-(3)]-[3-äthylbenzoxazol-(2)]-dimethincyaninjodid
Ci2H25(n)
[i-n-Lauryl-2,5-dimethylpyrrol-(3)]-[3-äthyl- 110 benzothiazol-(2)]-dimethincyaninchlorid.
Kunstharze, die als Fixiermittel für die oben angegebenen Farbstoffe verwendet werden können, sind beispielsweise Mischpolymerisationsprodukte aus 115 Styrol und dem Monoamid der Maleinsäure. Die Herstellung derartiger Kunstharze ist in den USA.-Patentschriften 2 313 565 und 2 698 794 beschrieben. Das Verfahren gemäß der USA.-Patentschrift2 3i3565 besteht dabei im wesentlichen darin, daß in einem 120 inerten organischen Lösungsmittel ein synthetisches Kunstharz, das als wesentlichen Bestandteil ein organisches Säureanhydrid einer a, ^-ungesättigten Dicarbonsäure enthält, mit einer Base, und zwar mit Ammoniak und mit den Aminen, bei einer Temperatur 125 von etwa Zimmertemperatur bis etwa 75° umsetzt.
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Die Reaktionsmischung wird in verdünnte wäßrige Mineralsäure gefällt. Das gebildete Produkt wird anschließend mit Essigsäureanhydrid behandelt.
Zur Herstellung der angegebenen Fixiermittel wird also ein Styrol-Maleinsäureanhydrid-Kunstharz mit einem Ammoniak oder Amin, wie Anilin, n-Butylamin, n-Amylamin usw., umgesetzt. Wechselweise können derartige Kunstharze auch durch vollständige oder teilweise Hydrolyse von Mischpolymerisationsprodukten aus Styrol mit Maleinimid hergestellt werden.
Als am zweckmäßigsten erwiesen sich in dem Verfahren gemäß der Erfindung Farbstoffe der oben angegebenen allgemeinen Formeln. Selbst mit ähnliehen Farbstoffen könnten keine so zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden. So werden beispielsweise Farbstoffe, wie 4-[(3-Äthyl-2 (3 H)-benzoxaolyliden)-äthyliden]-3-methyl-i-phenyl-5-pyrazolon der Formel
>G='CH —CH = C,
C9 HK
CH,
und 2-[/?-(i-Piperidyl)vinyl]-benzothiazol-methjodid aus den Gelatineschichten während der Waschverfahren, denen diese Schichten im allgemeinen unterworfen werden, ausgewaschen. Dies trifft selbst dann zu, wenn in der Gelatine oder dem kolloidalen Bindemittel Kunstharze in wesentlichen Mengen verwendet werden.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung des Verfahrens gemäß der Erfindung.
Beispiel 1
Das bekannte" Mischpolymerisat aus Styrol und dem Monoamid der Maleinsäure wird mit einer Gelatinelösung gemischt und die Mischung zu einem dünnen Film gegossen, so daß 0,54 g des Mischpolymerisates auf 1 qm treffen. Die Schicht wird getrocknet und dann in einer i°/oigen wäßrigen Lösung von 3, 3'-Diäthyloxacyaninchlorid 10 Minuten bei 200 gequollen. Der pH-Wert der Lösung ist 5. Die Schicht wird dann unter fließendem Wasser 5 Minuten gewaschen und getrocknet. Eine spektrophotometrische Ausmessung der Schicht zeigte, daß sie im wesentlichen die gesamte Strahlung zwischen 360 und 400 τημ absorbiert, jedoch im wesentlichen alle Strahlen von Wellenlängen größer als 400 τημ durchläßt.
Beispiel 2
Nach dem im Beispiel 1 angegebenen Verfahren wird eine weitere Schicht hergestellt, die an Stelle des dort genannten Mischpolymerisates das Styrol-Maleinsäuremonoamid-Kunstharz gemäß der USA.-Patentschrift 2 313 565 enthält. Die Schicht absorbiert im wesentlichen die gesamte Strahlung zwischen 360 bis 400 τημ und ist im wesentlichen für die gesamten Strahlungen einer Wellenlänge größer als 400 τημ durchlässig.
Beispiel 3
Man läßt eine Überzugsschicht, die nur Gelatine enthält, eine Reihe von Cyaninfarbstoffen absorbieren. Desgleichen läßt man eine zweite Schicht, die zusätzlich zu der Gelatine ein Styrol-Maleinsäuremonoamid-Kunstharz enthält, dieselben Cyaninfarbstoffe absorbieren. Dabei wird das folgende Verfahren angewendet : In 50 ecm Äthylalkohol werden 0,1 g des Cyaninfarbstoffes gelöst und die Lösung mit 50 ecm Wasser aufgegossen. Der Farbstoff verbleibt in Lösung. Die beiden Schichten oder Überzüge werden 5 Minuten in die Lösung eingetaucht, daraufhin 20 Minuten unter fließendem Wasser gewaschen und getrocknet. Die Absorptionsdichte wird in Abhängigkeit von der Wellenlänge ausgemessen, wobei sich die folgenden Ergebnisse ergeben:
a) 3-Äthyl-3'-n-lauryloxathiazolincyaninjodid. Der Farbstoff weist ein Absorptionsmaximum bei 350 τημ auf. Die das Kunstharz enthaltende Schicht zeigt eine optische Dichte von 3,3, während die nur Gelatine enthaltende Schicht eine Dichte von 0,87 in dem bevorzugten Absorptionsbereich zeigt.
b) 3, 3'-Diäthyl-5, S'-diphenyloxacyaninchlorid. Diese Verbindung weist ein Absorptionsmaximum ■ bei 376 bis 405 ταμ auf. Die das Styrol-Maleinsäuremonoamid-Kunstharz enthaltende Schicht weist eine optische Dichte von über 4 auf, während die nur Gelatine enthaltende Schicht eine optische Dichte von nur 1,5 aufweist.
c) [i-n-Cetyl-2, 5-dimethylpyrrol-(3)]-[3-äthylbenzoxazol-(2)]-dimethincyaninchlorid. Diese Verbindung zeigt in der das Styrol-Maleinsäuremonoamid-Kunstharz enthaltenden Schicht eine ausgezeichnete Absorption mit einer Dichte von 2,88, dagegen in der nur Gelatine enthaltenden Schicht eine Dichte von nur 0,84. Das Absorptionsmaximum liegt bei 440 τημ.
d) 3-Carboxymethyl-3'-äthylthiacyaninjodid. Der Farbstoff wird von der das Styrol-Maleinsäuremonoamid-Kunstharz enthaltenden Schicht dicht absorbiert, so daß diese eine Dichte von 3,3 zeigt, während die nur aus Gelatine hergestellte Schicht eine Dichte von nur 0,18 aufweist. Das Absorptionsmaximum liegt bei 400 τημ. ' no
e) 3. s'-Diäthylthiacyanin-p-toluolsulfonat. Das Absorptionsmaximum der Verbindung liegt bei 400m,«. Die Verbindung wird von der das Styrol-Maleinsäuremonoamid-Kunstharz enthaltenden Schicht in dem Maße absorbiert, daß sich eine Dichte von 2,86 ergibt. Die Dichte der nur Gelatine enthaltenden Schicht ist dagegen nur 0,1.
Die nach den Beispielen 1 und 2 hergestellten Schichten bestanden aus zwei Streifen, die in einem vollständigen Farbenentwicklungsverfahren entwickelt worden waren. Die Schichten zeigten, nachdem sie eine längere Zeit dem Tageslicht ausgesetzt wurden, hinsichtlich eines Farbenschwundes oder eines Ausbleichens fast keine Änderung.
Die in dem Verfahren gemäß der Erfindung verwendeten Träger der photographischen Materialien
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können entweder durchsichtig sein, wie Acetylcellulose, Cellulosenitrat usw., oder undurchsichtig, wie Papier, Metall od. dgl.
In der Zeichnung ist schematisch ein Querschnitt eines photographischen Materials dargestellt. Das Material weist eine Schicht auf, die 3, 3'-Diäthylthiacyanin-p-toluolsulfonat und ein Styrol-Maleinsäuremonoamid-Kunstharz enthält.
Der Träger 10 des Materials kann an und für sich aus einem beliebigen Material, wie aus Acetylcellulose oder Papier, bestehen. Auf den Träger 10 ist eine ■lichtempfindliche photographische Halogensilberemulsionsschicht 11 aufgegossen, auf die ihrerseits wieder eine Filterschicht 12 aus 3, 3'-Diäthylthiacyaninp-toluolsulfonat und ein Styrol-Maleinsäuremonoamid-Kunstharz enthaltender Gelatine aufgebracht ist. Die Filterschicht 12 schützt das photographische Material gegen die schädlichen Einwirkungen der Ultraviolettstrahlung sowohl während der Belichtung des Materials als auch beim Betrachten des fertiggestellten Materials.
Es ist verständlich, daß das photographische Material auch auf andere Weise aufgebaut sein kann, beispielsweise weitere, nicht dargestellte Schichten enthalten kann, wie zusätzliche lichtempfindliche Schichten, Unterschichten, Schleierverhütungsschichten od. dgl. .
Wie bereits angeführt, sind die gemäß der Erfindung verwendeten Styrol - Maleinsäuremonoamid - Kunstharze an sich bekannt. Derartige Kunstharze können als Verbindungen angesehen werden, die eine polymere Kohlenwasserstoffkette enthalten. In die. Kohlenwasserstoffkette sind in Abständen Phenylgruppen und Carboxylgruppen zusammen mit Carbonamid- und
bzw. oder Carbonsäureimidgruppen eingelagert. Ähnliche brauchbare Kunstharze, die einen derartigen Aufbau aufweisen, können aus Styrol-Acrylsäure-, Styrol-Methacrylsäure- oder Styrol-Itaconsäure-Mischpolymeren an Stelle der Mischpolymerisate aus Styrol und dem Monoamid der Maleinsäure erhalten werden. Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Herstellungsverfahren von gemäß der Erfindung geeigneten Kunstharzen.
Beispiel A
Styrol-Maleinsäuremonoamid-Misch-
polymerisationsprodukt
50 g-Mol Styrol-Maleinsäureanhydrid-Mischpolymerisat werden nach und nach in 250 ecm 28%iges Ammoniumhydroxyd in einem 500-ccm-Erlenmeyer-Kolben unter mechanischem Rühren eingebracht, so daß sich eine Aufschlämmung ergibt. Nach i8stündigem Rühren bei Zimmertemperatur erhält man einen .. zähen, klaren und farblosen Lack. 300 g-Mol des Lackes werden mit Wasser auf etwa 2% Festkörpergehalt aufgegossen und mit 48°/0iger Bromwasserstoffsäure versetzt, bis die Mischung auf Kongorotpapier gerade sauer reagiert. Die ausfallenden festen Bestandteile werden abfiltriert und mit reinem Alkohol ausgelaugt, bis die Waschlösungen bromfrei sind. Man läßt die Masse bei 6o° in einem Ofen trocknen.
20 g-Mol der festen Masse werden mit Wasser, das durch Zugabe von 13 ecm 20°/Oigem Natriumhydroxyd
alkalisch gemacht wurde, zu einer 5°/oigen Suspension aufgegossen. Der pH-Wert der Suspension soll 8,63 65 betragen.
Beispiel B
Ammoniumsalz des Styrol-Maleinsäuremono-
amid-Mischpolymerisates ·
Die folgenden Substanzen werden in einem mit einem mechanischen Rührwerk ausgerüsteten Ganzglasrückflußkolben zum Sieden gebracht. Die Reak- . tionsbedingungen werden dabei durch Calciumchloridrohre an allen nach außen führenden Öffnungen des Kolbens wasserfrei gehalten: 49 g-Mol Maleinsäureanhydrid, 52 g-Mol destilliertes Styrol, 1500 ecm wasserfreies Toluol, 2 g-Mol Benzoylperoxyd.
Die Reaktionsmischung wird 21Z2 Stunden ohne Rühren auf einem Dampfbad erhitzt. Nach Abkühlung auf Zimmertemperatur wird eine kleine Probe der Festkörper abgezogen, mit frischem Benzol gewaschen und für eine Analyse und eine Zähigkeitsbestimmung getrocknet.
Das Rührwerk wird eingeschaltet und 3x/2 Stunden in die Reaktionsmischung gleichmäßig trockenes Ammoniak eingeblasen. Während dieser Zeit erwärmt sich die Reaktionsmischung von der Anfangstemperatur von 23 auf 450 und kühlt wieder a.uf 23° ab. Der Festkörpergehalt der Reaktionsmischung wird auf einem Buchner-Trichter abfiltriert, mit Toluol gewaschen und zum Trocknen über Nacht in einen auf 6o° gehaltenen Vakuumofen gestellt.
Das zurückbleibende Toluol wird mit absolutem Alkohol ausgezogen, indem das Produkt mit je 2 bis 3 1 absolutem Äthylalkohol gerührt und auf einem Büchner-Trichter filtriert wird. Das Produkt wird, wie oben beschrieben, getrocknet.
40 g des Polymerisationsproduktes werden nun langsam unter Rühren in 200 ecm Wasser in einen Erlenmeyer-Kolben eingebracht. Die Lösung wird durch Zugabe von 28°/0iger NH4OH leicht alkalisch gehalten. Man läßt den pH-Wert dabei nie über 8 hinausgehen. Auf diese Weise erhält man einen farblosen Lack, der auf einen Festkörpergehalt von 15 Gewichtsprozent durch Aufgießen mit destilliertem Wasser eingestellt wird.. Der pH-Wert dieser Lösung ist 6,38.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE: . ■ Ho
    i. Gegen Einwirkung der ultravioletten Strahlung geschütztes photographisches, insbesondere farbenphotographisches Material sowie vorzugsweise entwickelte und fixierte Mehrschichtenkopien mit einem Träger, insbesondere einem Papierträger, und durch Kupplung von Farbbildnern angefärbte Teilbilder aufweisenden Schichten, dadurch gekennzeichnet, daß das Material eine Gelatinefilterschicht aufweist, die ein : Kunstharz mit einer polymeren Kohlenstoffkette, an der in Abständen sich wiederholende Phenylgruppen und Carbonsäuregruppen zusammen mit Carbonamid- oder Carbonsäureimidgruppen angelagert sind, und eine ultraviolettabsorbierende Verbindung der Formel
    609 657/404
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    R-NC-CH = C
    oder der Formel
    N-R1
    R-N = X
    :C —CH = CH-C-R2-C
    -CH
    ..I .■;■"■
    C-R3
    enthält, wobei in den Formeln R, R1, R2 und R3 je eine Alkylgruppe, R4 eine Älkylgruppe mit wenigstens 9 Kohlenstoffatomen, X einen Säurerest und Z und Z1 je die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Kernes erforderlichen nichtmetallischen Atome, und zwar die zur Vervollständigung eines Kernes der Benzoxazolreihe oder der Thiazolinreihe oder der Thiazolreihe oder der Benzothiazolreihe erforderlichen Atome, bedeuten.
  2. 2. Photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatinefilterschicht außer' der ultraviolettabsorbierenden Verbindung ein Mischpolymerisat von Styrol und Maleinsäuremonoamid enthält. ;
  3. 3. Farbenphotographisches Kopiermaterial nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Mischpolymerisat aus Styrol und Maleinsäuremonoamid und die ultraviolettabsorbierende Verbindung enthaltende Gelatinefilterschicht in dem Material so angeordnet ist, daß zwischen dem Träger des Materials und der Gelatineschicht mindestens eine Emulsionsschicht liegt,, die einen Farbstoffbildner enthält, dessen durch Kupplung bei der farbenphotographischen Entwicklung gebildeter Farbstoff unter der Einwirkung der ultravioletten Strahlung ausbleicht. ;
  4. 4. Photographisches Material nach Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatinefilterschicht ein Mischpolymerisat aus Styrol und Maleinsäuremonoamid und eine ultraviolettabsorbierende Verbindung der Formel
    H5C1
    1N
    C2H5 Cl C2H5
    enthält.
  5. 5. Photographisches Material nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatinefilterschicht ein Mischpolymerisat aus Styrol und Maleinsäuremonoamid und eine ultraviolettabsorbierende Verbindung der Formel :
    CH2
    cn = c;
    CH2
    C2H5 J
    C12 H25 (n)
    enthält.
  6. 6. Photographisches Material nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatinefilterschicht ■ ein Mischpolymerisat aus Styrol und Maleinsäuremonoamid und eine ultraviolettabsorbierende Verbindung der Formel
  7. 7. Photographisches Material nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatinefilterschicht ein Mischpolymerisat aus Styrol und Maleinsäuremonoamid und eine ulträviolettabsorbierende Verbindung der Formel
    enthält.
  8. 8. Photographisches Material nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatinefilterschicht ein Mischpolymerisat aus Styrol und Maleinsäuremonoamid und eine ultraviolettabsorbierende Verbindung der Formel
    ,S.
    C-CH = C
    CH
    OSO2-C6H4-CH3(P)
    enthält.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 524 378.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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