DEE0005459MA - - Google Patents

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DEE0005459MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. Mai 1952 Bekanntgemacht am 15. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Verbrennungskraftmaschinen, aber auch bei Arbeitsmaschinen, deren Kurbelantrieb in einem Kurbelgehäuse angeordnet ist, wird die Ölmenge im Kurbelgehäuse vorzugsweise durch Stabpeilung festgestellt. Hierbei ist in einer Einstecköffnung des Kurbelgehäuses ein Peilstab geführt, der zur Feststellung der ölmenge zunächst herausgezogen sowie gereinigt werden muß und dann wieder in die Einstecköffnimg zu führen ist, damit sich der ölstand auf der gereinigten Meßskala des Stabes abzeichnen kann, um nach abermaligem Herausziehen und Ablesung des Ölstandes wieder in die Bohrung des Kurbelgehäuses eingesetzt zu werden. .Bei dieser als primitiv zu bezeichnenden Art der Messung ergibt sich der wesentliche Nachteil, daß zur ölstandsermittlung der Gebrauch beider Hände und mehrmalige Hantierung mit Peilstab und Putzlappen erforderlich sind.
Es ist bereits eine Peilvorrichtung zur Messung des Ölstandes bekanntgeworden, bei welcher in einer Rohrhülse ein massiver Meßstab unter dem Druck einer Feder angeordnet ist, so daß sich der Stab in der Ruhestellung in der Hülse befindet und nur zur Messung in Richtung auf den Ölstand aus der Hülse herausgeschoben wird. Diese Vorrichtung hat jedoch den Nachteil, daß das durch die Bewegung des Kurbeltriebes verspritzte öl bzw. der Ölnebel auch in die Meßstabbohrung eindringt
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ti 11 r 1 die Meßskala des l'eiistalies benetzt, wodurch die Krzichmg eines einwandfreien Meßergebnisses unmöglich gemacht wird.
Kin weiterer Xaehteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, dal! der I IuI) des Meßstabes bzw. die in das Kurbelgehäuse einzuführende Länge desselben und ebenso die Führungshülse für den Meßslab verhältnismäßig groß sein müssen, weil das untere Knde der Meßstreeke des ülmeßstabes
jo in Ruhestellung nur bis ungefähr Unterkante Bohrung im Motorblock reicht. Der mit dieser Länge vom Kurbelgehäuse bzw. Motorgehäuse abstehende I'eilstali ist daher für mechanische Beschädigungen besonders anfällig.
ι Γι Die Frfnidung hat die Schaffung einer Peilvorrichtung zum Ziel, bei welcher diese Xachteile vermieden sind. Hierzu ist in der Finstecköftnung für den Peilstab am Kurbelgehäuse ein in der Bohrung festsitzendes, dicht über dem maximalen
an Ölspiegel im Kurbelgehäuse endendes Schutzrohr vorgesehen, in welchem der mit der Führungshülse eine mechanisch zusammengehörige und unter Fcdcrwirkung zusammenwirkende 1 'eilvorrichtung bildende Peilstab gleitbar angeordnet ist. Das Ende
2,1 des Peilstabes und des Führungsrohres schließt mit der Uli nung des Schutzrohres in geringer Fntlernung über dem maximalen ölstand ab. Beim Mcßvorgang wird der Peilstab gegen die Federwirkung bis zu einem festgelegten Anschlag hiii-
;\n unlcrgedi'üekt, d. h. in den ölvorrat eingetaucht, j anschließend mit den Fingern der gleichen Hand j die Führungslu'ilse ergriffen und zusammen mit dem j in der Meüstcllung festgehaltenen Peilstab aus dem Schutzrohr, d. h. aus dem Kurbelgehäuse heraus-
:« gezogen.
ihn den Peilstab während des Meüvorganges nicht dauernd festhalten zu müssen, kann in Weiterbildung des Frfiudungsgegenstandes an der Führungshtilsc bzw. am Peilstab eine Rastvorrichtung
.<|o angeordnet werden, mit welcher der Peilstab in der Mcßstelliuig einiastbar ist.
(i'einäl.l einer weiteren Ausführungsforni kann am luide des Schutzrohres z. B. eine trichterförmige F.rweitcnuig vorgesehen werden, durch die am Schutzrohr herabrinnendes (' >1 vom Peilstab ferngehallen wird.
Weitere F.inzellieiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, auf der beispielsweise Ausfüllen ningsfonncn von I '('!'!vorrichtungen gemäß der Krlinduiig schematisch dargestellt sind. ICs zeigt
Fig. ι die I YiI vorrichtung mit einem Peilstab kreisrunden Querschnittes,
Fig. 2 einen Peilstab mit zylindrischem Meß-
5S streckenteil, der einen grillieren Durchmesser hat als der übrige Teil des Stabes,
Fig. 3 einen Peilstab mit einer verbreiterten !lachen Meßstrecke.
(!(■maß den in Fig. ι bis 3 dargestellten beispiels-
fiii weisen Ausführungsformen der Peilvorrichtung bestellt diese aus einem Peilstab 1, In, der an seinein oberen (liedienuiigs-)Eiide mit einer Drucktaste 2 od. dgl. versehen ist. Der Peilstab ist in | einer Hülse 3 geführt, die unten mit einem Gleitlager 4 und oben mit einem Gleitlagers zur Füllrung des Peilstabes verschlossen ist. Das untere Gleitlager 4 wirkt zugleich als ülabstrcifvorrichtung, wenn der Peilstab aus seiner Gebrauchs- oder Ablesestellung (Meßstellung) in die Ruhestellung zurückgeführt wird. Es ist aber auch möglich, statt der Lager in der Hülse nach innen ragende Wulstringe zur Führung des Peilstabes und zum Abstreifen des Öles vorzusehen. An seinem unteren Ende ist der Peilstab zu einem Dichtungsteil, ■/.. B. einer Kugel 6, ausgebildet, der in Ruhestellung des über das Niveau des höchstzulässigen ölstandes 7 endenden Peilstabes gegen eine entsprechende Gegenfläche des Gleitlagers 4 (oder des Endes der Hülse 3) abdichtend drückt. An ihrem oberen linde besitzt die Hülse 3 beispielsweise einen Flanschring 8 zur Begrenzung der Einstecktiefe. Das obere Ende der Führungshülse bzw. das Gleitlager 5 ist mit einem Handgriff 9 zur bequemeren Handhabung beim Herausziehen der Hülse samt Peilstab (der Peilvorrichtuiig) versehen. Der in der Hülse gleitbar angeordnete Peilstab steht unter der Wirkung einer Feder 10, die am unteren Gleitlager bzw. einem am Peilstab angebrachten Ansatzpunkt, z. B. einem durch den Peilstab gesteckten Stift 1 1, angreift, so daß der Peilstab bei Entlastung der Drucktaste selbsttätig in die Ruhestellung zurückgeführt wird, wobei gleichzeitig das am Skalenteil des Stabes haftende öl abgestreift sowie das Innere der Hülse durch die Dichtungskugel 6 des Peilstabes öldicht verschlossen wird. Um die Außenseite der Hülse beim Lauf der Maschine einer Beschmutzung durch umherspritzendes Öl zu entziehen, ist sie von einem Schutzrohr 12 umgeben, das in der Bohrung des Kurbelgehäuses 16 festsitzend gehaltert ist. Dabei ist die Hülse in dem Schutzrohr entweder saugend gleitbar angeordnet oder das Schutzrohr ist an seinem unteren Ende mit einer Führung, z. B. einem Wulstring 13, versehen, dessen Innendurchmesser dem Außendurchmesser der Führiingshülse angepaßt ist. so daß er abdichtend gegen Spritzöl wirkt und evtl. am Führungsrohr anhaftendes öl abstreift. An seinem unteren Ende besitzt das Schutzrohr eine trichterförmige Erweiterung 17. Diese ist mit axialen Schlitzen versehen, damit sie beim Einführen in die Wandungsbohrung des Kurbelgehäuses zusammengedrückt werden kann und nach der Finführung der Trichter sich wieder aufspreizt.
Der Meßvorgang bei Benutzung der Peilvorrichtung gemäß der Erfindung ist folgender: Der Tastknopf 2 wird bis zum Anschlag hinuntergeclrückt und dadurch der Peilstab in die ölflüssigkeit eingetaucht, wobei sich der jeweilige ölstand auf dem Meßbereich des Stabes markiert. Anschließend werden am Griffteil 9 die Hülse und der in der Meßstellung festgehaltene bzw. eingerastete Peilstab herausgezogen, der ölstand abgelesen und die Vorrichtung wieder in das Kurbelgehäuse eingeführt. Die Ziffern 7. 14 und 15 bezeichnen den zulässigen höchsten, normalen bzw. niedrigsten Ölstand.
Die Erfindung ist nicht auf eine bestimmte
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Profilform des Meßstabes, insbesondere seines Meßstreckenteiles beschränkt, sondern es können die bisher gebräuchlichen, kreisrunden, ovalen, abgeflachten oder bandförmigen Profile verwendet werden; ebenso ist es möglich, nur dem Meßstreckenteil eine andere Querschnittsform als dem übrigen Teil des Meßstabes zu geben.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ίο i. Peilvorrichtung für das Schmieröl, insbesondere von Verbrennungskraftmaschinen, bei welcher der mit einem Meßteil versehene und in einer Führungshülse gegen die Kraft einer Feder verschiebbare eigentliche Peilstab derart in Richtung auf den Ölspiegel im Kurbelgehäuse verschiebbar ist, daß er bei Ruhestellung über dem maximalen Ölspiegel endet und nur in Gebrauchsstellung zwecks Messung des Ölstandes eintaucht, dadurch gekennzeichnet, daß in der Einstecköffnung am Kurbelgehäuse für den Peilstab ein am Gehäuse festsitzendes, dicht über dem maximalen Ölspiegel endendes Schutzrohr (12) vorgesehen ist, in welchem die den Peilstab (1, i„) und die Feder
    (10) umschließende Führungshülse (3) gleitbar derart angeordnet ist, daß in der Ruhestellung das Ende des Peilstabes und der Führungshülse (3) mit der Öffnung des Schutzrohres (12) in gleicher Höhe über dem maximalen Ölstand . abschließen und daß beim Messen der Peilstab um einen Hub, der der Entfernung zwischen dem maximalen Ölstand und dem Boden des ölsumpfes entspricht, herunterdrückbar ist und in dieser Stellung mit der durch die betätigende Hand am Griffteil (9) erfaßbaren Führungshülse (3) aus dem Schutzrohr (12) bzw. aus dem Kurbelgehäuse herausziehbar ist.
  2. 2. Peilvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3) Lager (4, 5) zur Führung des Peilstabes trägt, deren unteres Lager (4) zum Abstreifen des Öles bei Rückführung des Peilstabes in die Ruhestellung dient.
  3. 3. Peilvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungshülse (3) nach innen ragende Wulstringe zur Führung des Peilstabes und zum ölabstreifen bei Rückführung des Stabes in die Ruhestellung besitzt.
  4. 4. Peilvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Meßteiles des Peilstabes als Dichtungsteil (Konus, Kugel od. dgl.) ausgebildet ist und bei Ruhestellung des Stabes die untere Hülsen-Öffnung verschließt.
  5. 5. Peilvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende der Hülse (3) bzw. deren Lager (5) als Scheibe (9), Bügel od. dgl. ausgebildet ist, welche als Griff zur bequemeren Handhabung beim Herausnehmen dient.
  6. 6. Peilvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Führungshülse bzw. am Peilstab eine Rastvorrichtung angeordnet ist, mittels deren der Peilstab in der Gebrauchsstellung zum Ablesen feststellbar ist.
  7. 7. Peilvorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzrohr (12) nach innen ragende Wulstringe (13) zur Führung der Hülse (3) und zum Abstreifen ihr evtl. anhaftenden Öles besitzt.
  8. 8. Peilvorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzrohr (12) zur Ölableitung an seinem Ende eine trichterförmige Erweiterung (17) trägt, die axiale Schlitze besitzt, so daß die dadurch entstandenen Lappen federnd zusammendrückbar sind.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 377 260;
    USA.-Patentschriften Nr. 1 981 270, 2 279111.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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