DEE0002989MA - Verfahren zum Konservieren von Rohhäuten und Fellen - Google Patents
Verfahren zum Konservieren von Rohhäuten und FellenInfo
- Publication number
- DEE0002989MA DEE0002989MA DEE0002989MA DE E0002989M A DEE0002989M A DE E0002989MA DE E0002989M A DEE0002989M A DE E0002989MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- skins
- raw hides
- hides
- substances
- active substance
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
In der deutschen Patentschrift 566 338 ist ein Verfahren zum Konservieren von Rohhäuten und Fellen beschrieben, gemäss dem die Rohhäute oder Felle mit oberflächenaktiven Stoffen behandelt werden d.h. also mit Stoffen, die die Oberflächenspannung des Wassers herabzusetzen vermögen. Beispielsweise sind in der genannten Patentschrift Alkylnaphthalinsulfonsäuren, sulfonierte Rizinusöle und ähnliche Stoffe für den erwähnten Zweck vorgeschlagen worden. Gemäss dem Verfahren der deutschen Patentschrift sollen die Häute oder Felle mit einer stark verdünnten wässrigen Lösung der erwähnten oberflächenaktiven Stoffe behandelt werden, wobei die Häute während oder nach der Behandlung mit den oberflächenaktiven Stoffen auch noch mit Kochsalz eingesalzen werden können. Auch Desinfektionsmittel können zugegen sein.
Es wurde nun gefunden, dass man die Konservierung von Rohhäuten und Fellen in einer technisch einfachen Weise ausführen kann, indem man das zum Einsalzen der Häute und Felle bestimmte Kochsalz mit einer konzentrierten Lösung des oberflächenaktiven Stoffes oder einem den oberflächenaktiven Stoff enthaltenden Pulver vermengt und die Häute dann mit dem so erhaltenen Stoff-Gemisch bedeckt bzw. einsalzt. Es hat sich gezeigt, dass eine vollständige Konservierung der Rohhäute und Felle erreicht werden kann, wenn man z.B. 100 Teile Kochsalz mit etwa 2 bis 5 Teilen einer konzentrierten wässrigen Lösung vermischt, die einen oberflächenaktiven Stoff der erwähnten Art und gegebenenfalls noch andere Zusätze wie Desinfektionsmittel usw. enthält, und die Rohhäute bzw. Felle mit dem so erhaltenen Stoffgemisch in an sich bekannter Weise einsalzt.
Um ein gleichmässiges Vermischen des Kochsalzes mit der konzentrierten Lösung des oberflächenaktiven Stoffes zu gewährleisten, wird die konzentrierte Lösung des oberflächenaktiven Stoffes oder das diesen enthaltende Pulver zweckmässig mit einem Farbstoff angefärbt. Man kann dann an der gleichmässigen Färbung des Kochsalz-Stoff-Gemisches ohne Schwierigkeit erkennen, ob und zu welchem Zeitpunkt die gleichmässige Mischung der Komponenten eingetreten ist.
Wenn man Farbstoffe verwendet, die sich genügend von der Naturfarbe der Rohhäute und Felle unterscheiden und die in der Lage sind, die Rohhäute bzw. Felle anzufärben, kann man an der gleichmässigen Anfärbung der Felle bzw. Häute auch erkennen, ob das Konservierungsmittel gleichmässig über die ganze Hautoberfläche verteilt ist. Diese spezielle Ausführungsform des Verfahrens ist für die Praxis von besonderem Interesse, weil es bisher schwer war, den gleichmässigen Verlauf der Konservierung zu kontrollieren. Dies wird nunmehr durch das vorliegende Verfahren in eienr überraschend einfachen Weise ermöglicht.
Als Desinfektionsmittel fügt man zweckmässig Stoffe wie Cresole, halogenierte Cresole usw. hinzu.
Beispiele:
1.) 100 Gewichtsteile Steinsalz geeigneter Körnung werden mit 2 Teilen einer konzentrierten Lösung, die einen oberflächenaktiven Stoff, ein Desinfektionsmittel und eine geringe
Menge eines wasserlöslichen Farbstoffes enthält, übergossen und solange durch Umschaufeln oder maschinell vermischt, bis das Kochsalz gleichmässig angefärbt ist. Mit diesem so angefärbten Konservierungssalz werden 200 Teile frische Häute in der üblichen Weise gesalzen.
2.) 100 Gewichtsteile gemahlenes Steinsalz werden mit 2 Gewichtsteilen eines Pulvers, das aus einer oberflächenaktiven Substanz, einem Desinfektionsmittel und einer geringen Menge eines geeigneten Farbstoffes besteht, gleichmässig vermischt. Mit dem so vorbereiteten Konservierungssalz werden 300 Gewichtsteile Häute wie üblich gesalzen.
Claims (3)
1.) Verfahren zum Konservieren von Rohhäuten und Fellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohhäute bzw. Felle mit einem Stoffgemisch behandelt werden, das im wesentlichen aus Kochsalz besteht, daneben aber in möglichst gleichmässiger Verteilung einen oberflächenaktiven Stoff und gegebenenfalls andere Zusatzmittel wie Desinfektionsmittel enthält.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Stoffgemisches ein gefärbtes Konzentrat eines kapillaraktiven Stoffes verwendet wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Konservierungsmittelgemisch Farbstoffe verwendet werden, die sich von der Naturfarbe der Rohhäute und Felle unterscheiden und die in der Lage sind, die Rohhäute bzw. Felle anzufärben.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DEE0002989MA (de) | Verfahren zum Konservieren von Rohhäuten und Fellen | |
| DE1961938C3 (de) | Aufschäumende Farbstoff- Formulierungen | |
| AT200263B (de) | Mittel zum Färben von tierischen Fasern, insbesondere von menschlichem Haar | |
| DE572666C (de) | Verfahren zum Bleichen und Faerben von Pelzen und Fellen, Leder und toten Haaren | |
| DE559092C (de) | Verfahren zum Konservieren von Haeuten und Fellen | |
| DE440827C (de) | Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Kuepenfarbstoffpraeparaten | |
| DE534791C (de) | Verfahren und Mittel zum Beizen von Saatgut | |
| DE851241C (de) | Mittel zum Einreiben der Haut, insbesondere Massagemittel | |
| DE552253C (de) | Verfahren zum Beizen von Saatgut | |
| DE727685C (de) | Verfahren zur Herstellung konzentrierter Diazoloesungen aus festen Diazoniumchlorid-Chlorzinkdoppelsalzen | |
| DE706755C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polimenten, welche Pigmente und tieriscen Leim enthalten | |
| DE412921C (de) | Verfahren zum voelligen Durchfaerben und Konservieren von Knoten | |
| DE496922C (de) | Verfahren zur Behandlung von Haeuten und Fellen | |
| DE649634C (de) | Verfahren der Halogenionenregulierung photographischer Praeparate | |
| DE617166C (de) | Verfahren zum Konservieren von Haeuten und Fellen | |
| DE632335C (de) | Verfahren zum Konservieren von Haeuten und Fellen | |
| DE715318C (de) | Verfahren zum Wasserabstossendmachen von mit substantiven Farbstoffen gefaerbtem Textilgut aus reinen Cellulosefasern oder aus Gemischen aus pflanzlichen und tierischen Fasern | |
| DE482184C (de) | Verfahren zur Herstellung wasserbestaendiger UEberzuege fuer gefaerbtes Leder o. dgl. | |
| AT137650B (de) | Verfahren zur Veredelung von aus Zellulose hergestellten oder diese enthaltenden, zusammenhängenden Textilien. | |
| DE534549C (de) | Zur Herstellung von hochdispersen Suspensionen geeignete Farbstoffpraeparate | |
| DE640388C (de) | Verfahren zum Faerben von mineralgegerbtem Leder mit sauer ziehenden oder substantiven Farbstoffen | |
| DE914254C (de) | Verfahren zum Bleichen von Wachsen, OElen und Fetten | |
| DE595849C (de) | Verfahren zur Impraegnierung von Pelzfellen mit Schutzmitteln gegen Motten und aehnliche Schaedlinge | |
| DE501387C (de) | Verfahren um mit Chromfarben hergestellte Faerbungen teilweise wieder abzuziehen | |
| DE206957C (de) |