DEC0010773MA - - Google Patents

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DEC0010773MA
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ammonium
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Februar 1955 Bekanmtgeniaciht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Dispersionen aus Styrol-Butadien-Mischpolymerisaten als Bindemittel zum Drucken von Pigmentfarbstoffen auf Textilgeweben zu verwenden. Die Dispersionen aus den mindestens 50 %>, zweckmäßig jedoch 60 bis 90%, Styrol enthaltenden Mischpolymerisaten können nach beliebigen Verfahren, z. B. durch Emulgieren der Mischpolymerisate mit Hilfe . von Emulgatoren in Wasser, hergestellt werden.
Mit besonderem Vorteil werden die durch Emulsionspolymerisation erhältlichen wäßrigen Dispersionen, gegebenenfalls nach einer Anreicherung durch Aufrahmen, Zentrifugieren usw. bzw. nach einer weiteren Verdünnung, verwendet. Sie besitzen eine gute Aufnahmefähigkeit für anorganische und organische Pigmentfarbstoffe. Die aus diesen Dispersionen unter Zusatz von Verdickungsmitteln hergestellten Druckpasten lassen sich sowohl nach dem Rouleauxdruckverfahren als auch mit Hilfe von Filmschablonen oder im Spritzdruckverfahren auf der Faser fixieren und liefern Drucke von sehr guter Reibechtheit und Egalität, wobei den Geweben ein bemerkenswerter weicher Griff erhalten bleibt.
Das Verfahren läßt sich auf Baumwolle, Reyon, Zellwolle, Acetatseide sowie auch auf tierischen und vollsynthetischen Fasern anwenden. Während die auf diese Weise hergestellten Drucke für viele Artikel in bezug auf ihre allgemeinen Echtheitseigenschaften den Ansprüchen der Praxis durchaus
609 617/469
C 10773 IVb/8η
genügen, hat es sich gezeigt, daß bisweilen für ausgesprochene Waschartikel, wie Kleiderstoffe, Schürzenstoffe, Tischdecken, die Fixierung des Farbstoffes noch nicht so gut ist, daß sie z. B. die Beanspruchungen einer intensiven Wäsche aushält. Ein längerer Waschprozeß bei Temperaturen von 6o bis 8o°, insbesondere wenn er durch ein kräftiges mechanisches Reiben des Gewebes unterstützt wird, bewirkt vielfach ein deutliches Nachlassen, der Färbung.
Es wurde nun gefunden, daß man eine bemerkenswerte Verbesserung der Pigmentdrucke, bei denen die genannten Mischpolymerisate als Bindemittel dienen, erzielen kann, wenn man zum Drucken Pasten verwendet, die ein Ammoniumsalz enthalten. Als derartige Salze, die in Mengen von 0,5 bis 5 %, bezogen auf die fertige Druckpaste, angewendet werden, kommen z. B. in Frage Ammoniumacetat, Ammoniumnitrat, Ammoniumcarbonat, Ammoniumbicarbonat, Ammoniumrhodänid, Ammoniumoxalat, Diammoniumphosphat. Die ,Säurereste können also organischer oder anorganischer Natur sein; sie dürfen selbstverständlich keinen schädigenden Einfluß auf die Fasern, insbesondere beim Trockenvorgang, haben, der im allgemeinen, bei Temperaturen zwischen 110 und i6o° durchgeführt wird.
Der Zusatz der Ammoniumsalze zu den mit Butadien-Styrol-Mischpolymerisaten hergestellten Druckpasten steigert überraschenderweise die Fixierung und damit auch die Naßechtheit und Naßreibechtheit der Drucke, insbesondere auf Zellwolle, derart, daß sie einer längeren und mehrmaligen Wäsche bei 60 bis 8o° unter mechanischer Beanspruchung standhält, ohne an Farbkraft zu verlieren. Ebenso wirkt sich auf Baumwolle, Wolle und vollsynthetische Fasern die Mitverwendung der Ammoniumsalze günstig aus. Zwar entspricht in diesem Fall die Waschechtheit der Drucke bereits ohne Zusatz von Ammoniumsalzen im großen und ganzen den gestellten Anforderungen, jedoch nimmt die Leuchtkraft und Brillanz der Farbtöne in bemerkenswerter Weise zu.
Beispiel 1
Man emulgiert 2,5 Gewichtsteile eines Fettsäurepolyglykoläthers, z. B. Laurylpolyglykoläther, 82,5 Gewichtsteile Testbenzin und 15 Gewichtsteile Wasser. Zu 58 Gewichtsteilen dieser Emulsion gibt man 10 Gewichtsteile eines roten Pigments, 30 Gewichtsteile einer 5o°/oigen wäßrigen Dispersion eines Mischpolymerisats aus 60 Gewichtsteilen Styrol und 40 Gewichtsteilen Butadien sowie 2 Gewichtsteile einer 50°/oigen wäßrigen Lösung von Ammoniumrhodänid.
Mit dieser Paste bedruckt man einen zellwollenen Kleiderstoff, trocknet 3 Minuten bei 1400 und erhält einen hervorragenden wasch- und reibechten Druck.
Beispiel 2
An Stelle von Ammoniumrhodänid setzt man der Druckpaste nach Beispiel 1 2 Gewichtsteile einer 5O°/oigen Lösung von Ammoniumnitrat zu.
Be i s ρ i e 1 3
Einer Druckpaste nach Beispiel 1 gibt man an Stelle von Ammoniumrhodänid 2 Gewichtsteile einer 5o°/oigen Lösung von Ammoniumacetat zu.

Claims (1)

  1. Patentanspruch·
    Styrol-Butadien-Mischpolymerisate als Bindemittel enthaltende Paste zum Bedrucken von Geweben mit Pigmentfarbstoffen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem die Faser nicht schädigenden Ammoniumsalz.
    © 609 617/469' 8.56

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