DEC0007051MA - - Google Patents

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DEC0007051MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. Januar 1953 Bekanntgemacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
.,Die Erfindung bezieht sich auf einen U-förmigen Trag- und Belastungsarm für die Oberwalzenzwillinge« von Spinnmaschihen-S treckwerken mit in seinem Innern unabhängig voneinander untergebrachten, durch Federdruck belasteten Sätteln, von denen der vordere, den Ausgangsoberwalzenzwilling abnehmbar tragende Sattel schwenkbar am Trag- und Belastungsarm gelagert ist. ■ . . ■ Bekanntlich ist.es erwünscht, den Ausgangsoberwalzenzwilling der einzelnen Streckwerkseinheiten anhebbar auszubilden, ohne daß hierbei die Anlage der von dem gleichen Tragarm aufgenommenen anderen Oberwalzenzwillinge beeinflußt wird. Einer derartigen Möglichkeit kommt insofern erhebliche Bedeutung zu, als die zu fördernden und zu verziehenden Faserbänder sich viel .leichter auf die Ausgangs walzen als auf die anderen Walzen aufwickeln. Wenn daher diese Ausgarigsoberwalzenzwillinge unabhängig von den anderen Oberwalzenzwillingenangehoben: werden können, lassen sich solche Aufwicklungen entfernen, ohne daß der langsamere Förderfluß der Faserbänder durch die
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anderen Walzenpaare oder Riemchen gestört zu werden braucht. - -
An sich sind Einrichtungen zum gesonderten Anheben und Auswechseln der Ausgangsoberwalzenzwillinge von Streckwerken bekannt. Bei diesen bekannten Ausbildungen muß jedoch die Bedienungsperson die Ausgangsoberwalzenzwillinge von Hand anheben und mit der einen Hand in der angehobenen Stellung halten. Wenn nun weiterhin
ίο zwar auch Streckwerke bekanntgeworden sind, bei denen die Oberwalzenzwillinge von Belastungssätteln aufgenommen und die Ausgangsoberwalzenzwillinge für sich abnehmbar sind, wobei der zugehörige Sattel durch einen an ihm drehbar gets lagerten Doppelhebel mittels der über ihn hinausragenden Griffnase in einer angehobenen Stellung feststellbar ist und der Belastungssattel für die Abnahme des Ausgangsoberwalzen.z'willings ausgeschwenkt werden kann, so ist es jedoch nicht möglieh, daß der Sattel für den Ausgangsoberwalzenzwilling von den Unterwalzen abhebende Stellung verbracht und in dieser Stellung gehalten werden kann.
Die bekannten Ausführungen, die es zulassen, den Oberarm vom Streckwerk abzuheben, sind jedoch nicht für oberarmbelastete Streckwerke geeignet, da infolge der gedrängten Ausbildung dieser Oberarme ein Abheben der die Oberwalzen aufnehmenden Sättel von den Unterwalzen durch Umlegen des Sattels nicht möglich ist. Es sind also nur Einrichtungen bekannt, die das Umlegen der Belastungssättel für die Ausgangsoberwalzenzwillinge offenbaren, wobei diese Ausbildung aber nur für die übliche Belastung, d. h. durch Gewichte, Verwendung finden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den schwenkbar am Trag- und Belastungsarm gelagerten Sattel für den Ausgangsoberwalzenzwilling eines oberarmbelasteten Streckwerkes durch eine von Hand auslösbare, federbelastete Klinke in an-,gehobener Stellung am Tragarm festzulegen.
Die Erfindung besteht in der Anordnung einer vorn am Sattel für den Oberwalzenzwilling angelenkten, federbelasteten Klinke, die, mit zwei Rasten versehen, von Hand auf einem im Tragarm befestigten Bolzen wahlweise in eine obere oder in eine untere Raststellung gebracht werden kann. Hierbei weist die federbelastete Klinke zweckmäßig eine Führungskante auf, mit der sie in der Betriebsstellung des Tragarmes unter dem Druck ihrer Feder an dem im Tragarm befestigten Bolzen ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Rasten anliegt. Die Klinke besitzt einen sich oben an
. ihre Führungskante anschließenden Haken zum Einnehmen der unteren Raststellung und weist eine am unteren Ende der Führungskante vorgesehene Aussparung zum Einnehmen der oberen Raststellung auf. Dabei ist die Klinke mit einer Nase zum Ausklinken aus der oberen Raststellung versehen.
Diese Nase ragt in den Schlitz eines am vorderen Sattel angebrachten Handgriffes hinein, über den sie in ihrer oberen Raststellung nach oben vorsteht.
Der U-förmige Trag- Und Belastungsarm nach der Erfindung ist an Hand eines dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. ι eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht einer Streckwerkseinheit in der Arbeitsstellung,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch das vordere Ende des Tragarmes bei angehobener Stellung des Ausgangsoberwalzenzwillings und
Fig. 3 die Stellung der Teile der Fig. 2 bei angehobenem Belastungsarm.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Belastungs- oder Tragarm aus einem Rücken 2 mit davon abgebogenen Seitenwangen 1, die an den hinteren Enden Lagerschilde 3 zum Befestigen auf einer Tragachse 4 haben. Zwischen dem Tragarm i, 2 und den Lagerschilden 3 sind in an sich bekannter Weise Klinken vorgesehen, um den Tragarm 1, 2 in der Arbeitsstellung oder in der ausgehobenen Stellung zu halten.
Der Tragarm 1, 2 übergreift mit seinem vorderen Ende die Hälse der Oberwalzenzwillinge 5, 6 und 7.
Zwischen den Seitenwangen 1 des Belastungsarmes 1, 2 liegen hintereinander zwei Sättel 8 und 9, von denen der vordere in den Hals des Ausgangsoberwalzenzwillings 5 eingreift.
Der Sattel 8 hat einen Stützrücken 8^, der in einen Hebelarm 10 ausläuft. Dieser Hebelarm 10 go ist nahe seinem hinteren Ende auf der Unterseite mit einer Rast ioa versehen, mit der er einen Querstift 11 zwischen den Seitenwangen 1 übergreift. Der Querstift 11 liegt parallel zu den Achsen des letzten Eingangswalzenpaares Ja und etwas hinter der durch die Achsen dieser Walzen hindurchgehenden Ebene. Der Sattel 8 schwingt somit um den Querstift 11 und kann durch Abheben von diesem aus dem Tragarm 1, 2 herausgenommen werden. .100
Der hintere Sattel 9, durch den die Oberwalzenzwillinge 6 und 7 belastet werden, übergreift deren Hälse und hat auf dem Rücken zwei Wände gb, zwischen denen der Hebelarm 10 des vorderen Sattels 8 hindurchgeführt ist. Der Hebelarm 10 weist im Bereich des Sattels 9 einen nach unten gerichteten Lappen ioc mit einem Schlitz auf, der einen die unteren Wände des hinteren Sattels 9 durchsetzenden Querstift 12 übergreift.
Die Seitenwände gb tragen Lageraugen, zwischen denen eine Rolle 13 drehbar gelagert ist. Diese Rolle 13 ist so angeordnet und der Hebelarm 10 so' ausgespart, daß sich diese beiden Teile 13 und 10 nicht berühren können.
Auf der Rolle 13 stützt sich ein Waagebalken 14 115. ab, dessen Gegenende als Widerlager für zwischen ihm und dem vorderen Sattel 8 angeordnete Druckfedern 15 ausgebildet ist. Der Waagebalken 14 ist mit einem Einschnitt 16 in seinen Seitenwangen von einem Querstift 17 des Tragarmes 1, 2 gehalten.
Die vorbeschriebene Ausbildung des Tragarmes und der Belastungssättel bildet nur eine Ausführung der an sich möglichen Ausgestaltungen dieser Streckwerkseinrichtungen. Sie bildet aber nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Der vordere Sattel 8 ist mit einem Handgriff i8 versehen, der über den Tragarm vorsteht und einen Längsschlitz i8a hat. Hinter dem Handgriff i8 ist am vorderen Sattel 8 eine Klinke 19 um einen Tragzapfen 20 schwenkbar gelagert. Der Tragzapfen 20 ist von zwei Augen 8b des Sattels 8 aufgenommen. Die Klinke 19 steht unter dem Einfluß einer Feder 21, die ihn mit einer rückwärtigen Führungskante iga an einen Bolzen 22 des Tragarmes 1 anliegen läßt, wenn dieser sich mit den beiden Sätteln 8 und 9 in der Arbeitsstellung (Fig. 1) befindet.
Die Führungskante 19^ geht am oberen Ende in eine Hakenrast I9& über, die den Bolzen 22 übergreift, in der Arbeitsstellung der Teile aber im Abstand von diesem gehalten ist. Am unteren Ende ist die Führungskante 19« mit einem Rasteinschnitt igc versehen. Die Anordnung der Hakenrast igb und des Einschnitts igc ist so getroffen, daß in der Arbeitsstellung die Hakenrast 1% und der Einschnitt igc sich im gleichen Abstand vom Bolzen 22 befinden. An ihrer Vorderkante ist die Klinke 19 mit einer Nase 23 versehen, die dem Schlitz i8a des Handgriffes 18 zugeordnet ist.
Die Nase 23 ist so geführt, daß sie in der Arbeitsstellung der Teile, d. h. wenn die Führungskante I9O etwa mit ihrer Mitte an dem Bolzen 22 anliegt, in dem Schlitz i8fl liegt, also nicht frei zugänglich ist, und etwa mit der Oberkante des Handgriffes 18 abschließt. Zum Entlasten und zum Abheben des Ausgangsoberwalzenzwillings 5„, unabhängig von den hinteren Oberwalzenzwillingen 6 und 7, \vird der Vordersattel 8 mittels des Handgriffes i8a angehoben und mit seinem-Hebelarm 10 um den Querstift 11 nach oben ausgeschwenkt, während der Tragarm 1, 2 die Arbeitsstellung beibehält. Mit dem Anheben des Sattels 8 gleitet die Führungskante 19,, an dem Stift 22 nach oben, bis in der oberen Endstellung die Rast 19^ den Stift 22 übergreift und damit den Sattel 8 in der angehobenen Stellung verriegelt (Fig. 2), während die beiden hinteren Oberwalzenzwillinge 6 und 7 ihre Arbeitslage beibehalten. Die Bedienungsperson hat nunmehr beide Hände frei, um etwaige Reinigungs- oder Einstellarbeiten durchzuführen.
In dieser angehobenen Stellung des Sattels 8 tritt die Nase 23 aus dem Schlitz i8„ heraus (Fig. 2). Zum Zurückbringen des Sattels 8 in die Arbeitsstellung wird der Sattel 8 zwecks Entlastens der Klinke 19 leicht angehoben und dann die Klinke 19 durch Fingerdruck auf die vorstehende Nase 23 entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers ausgeschwungen, wobei die Rast igc aus dem Stift 22 ausgehoben wird. Mit der Freigabe des Handgriffes 18 geht dann der Sattel 8 unter der Wirkung der Belastungsfedern 15 wieder in die Arbeitsstellung zurück.
Zum Ausschwenken des Tragarmes 1, 2 in eine angehobene Stellung werden die ihn an den Lager-Schilden 3 haltenden Klemmglieder gelöst. Die SättelS und 9 werden mit dem Tragarm 1, 2 angehoben und können sich dabei gegenüber dem Tragarm 1, 2 etwas nach unten bewegen. Sie können aber nicht aus dem Tragarm 1, 2 völlig herausfallen, da nach einem kurzen Schwenkweg die Hakenrast igb auf dem Stift 22 zum Aufliegen kommt.
Die Klinke 19 sichert somit auch in der angehobenen Stellung des Tragarmes 1, 2 die beiden , Sättel 8 und 9. Die Nase 23 tritt dabei nicht aus dem Schlitz i8a des Handgriffes 18 heraus (Fig. 3). Sofern die Sättel 8 und 9 von dem angehobenen Tragarm 1, 2 abgenommen werden sollen, wird der Sattel 8 mittels des Handgriffes 18 etwas angehoben, so daß die Hakenrast 19^ vom Stift 22 frei kommt. Die Nase 23 wird dann tiefer in den Schlitz i8a hineingedrückt, so daß die Hakenrast igb vom Bolzen 22 weggeschwungen wird. Da der Schlitz i8a ziemlich schmal gehalten ist, kann dieses Niederdrücken nur mit Hilfe eines Werkzeuges erfolgen, so daß Unbefugte die Sättel nicht abnehmen können und auch ein zufälliges Ausheben der Klinke 19 verhindert wird. Da zudem sowohl in der Arbeitsstellung der Teile als auch bei ausgeschwenktem Tragarm r, 2 die Nase 23 in dem Schlitz i8a liegt, ist ein unbeabsichtigtes Ausheben der Klinke 19 praktisch ausgeschlossen.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. U-förmiger Trag- und Belastungsarm für die Oberwalzenzwillinge von Spinnmaschinen-Streckwerken mit in seinem Innern unabhängig voneinander untergebrachten, durch Federdruck belasteten Sätteln, von denen der vordere, den Ausgangsoberwalzenzwilling abnehmbar tragende Sattel schwenkbar am Trag- und Belastungsarm gelagert ist, gekennzeichnet durch eine vorn am Sattel (8) für den Ausgangsoberwalzenzwilling (5) angelenkte, federbelastete Klinke (19), die, mit zwei Rasten (i9& und 19^) versehen, von Hand auf einem im Tragarm (1) befestigten Bolzen (22) wahlweise in eine obere oder in eine untere Raststellung gebracht werden kann.
2. U-förmiger Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federbelastete Klinke (19) eine Führungskante (i9'a) hat, mit der sie in der Betriebsstellung des Tragarmes (1) unter dem Druck ihrer Feder (21) an dem im Tragarm (1) befestigten Bolzen (22) ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Rasten (i96 und, 19,,) anliegt.
3. U-förmiger Trag- und Belastungsarm nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (19) einen sich oben an ihre Führungskante (i9a) anschließenden Haken (19&) zum Einnehmen der unteren Raststellung und eine am unteren Ende der Führungskante (19a) vorgesehene Aussparung (igc) zum Einnehmen der oberen Raststellung aufweist.
4. U-förmiger Trag- und Belastungsarm nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (19) mit einer Nase (23)
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zum Ausklinken aus der oberen Raststellung versehen ist.
5. U-förmiger Trag- und Belastungsarm nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Klinke (19) vorgesehene Nase (23) in den Schlitz (i8a) eines am vorderen Sattel (8) angebrachten Handgriffes (18) hineinragt, über diesen jedoch in der oberen Raststellung der Klinke (19) nach oben vorsteht. :
Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 689 708; britische Patentschrift Nr. 641 361; USA.-Patentschrift Nr. 2 548 232.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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