DEC0006716MA - - Google Patents

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DEC0006716MA
DEC0006716MA DEC0006716MA DE C0006716M A DEC0006716M A DE C0006716MA DE C0006716M A DEC0006716M A DE C0006716MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. November 1952 Bekanntgemacht am 22. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
In der französischen Patentschrift 820 395 wird die Möglichkeit bekanntgegeben, Färbungen auf Fasern durch die Oxydation der aromatischen Sulfaminsäuren oder ihrer Salze hervorzurufen. In der Patentschrift ist indessen nicht die Verwendung irgendeines Produktes, welches sich von einem Diaminobenzol ableitet, beschrieben, abgesehen von den Sulfaminsäuren des Aminodiphenylamins und seiner Substitutionsprodukte. Mit diesen erhält man im allgemeinen schwarze oder nahezu schwarze Farbtöne. Nun ist aber gemäß der vorliegenden Erfindung gefunden worden, daß man sehr schöne, von den vorerwähnten meistens abweichende Farbtöne erzielen kann, wenn man auf der Faser oder auf einem anderen Stoff die Sulfamate der Diaminobenzole, bei denen jede Aminogruppe höchstens durch eine Alkyl-, Arylalkyl- oder Cykloalkylgruppe substituiert sein kann, oxydiert, wobei der Oxydation gegebenenfalls die Einwirkung einer Säure vorhergehen kann.
Unter den für die Durchführung der vorliegenden Erfindung verwendbaren Sulfamaten können als Beispiel die folgenden angeführt werden: 1, 4-Diaminobenzol - N - natriumsulfonat, 1,3 - Diaminobenzol - N-natriumsulfonat, 1, 2 - Diaminobenzol - N - natriumsulfonat, 2, 4 - Diaminomethylbenzol - N2 - natriumsulfonat, 1,4- Diaminobenzol - N1, N4 - natriumdisulfonat.
Alle diese Produkte sind bekannt; sie wurden bereits früher hergestellt, insbesondere nach den Verfahren, wie sie in der französischen Patentschrift
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Ij ;.| K)I) und in der deutsi hen Patentschrift 221 301 beschrieben worden sind.
!Ebenso sind unter solchen Sulfamaten die folgenden neuen Produkte zu verstehen: 3, 4-Diamino-i-mothyl-Ih'dzoI Nj-nat riunisulfonat, 2, 5-Diamino- r-methylbenzol N1, - natriumsulfonat, 4 - Chlor -1,2- diaminobeiizol-N,-natriumsulfonat, 3 - Chlor - 1, 4 - dia mi no benzol N1 - natriumsulfonat, 3 - Chlor - 1, 4 - d ia mi nobel iz.ol N1- 1 ia ti iumsul tonal, 2, 4 - Diamino - ι - methoxybenzol NVnaIriumsulfonat, 2, 5-Diamino i-methoxybeiiz.ol N„ na (riumsulfonat, 4 -Amino-1 - methylaininobeiizol N1- natrinmsulfonat, 5-Amino-2-äthylaniino 1 !!!ethylbenzol N.-natriuinsulfoiiat. 4-Chlor-2, 5 ■ diamino 1 met hoxyben /öl N0- natriumsulfonat, 2, 4 Diamino 1, 3 dimethvlbi n/o] Ν,-natriiimsulfonat, 5-Methyl 2,4 diamino 1 met hoxyben/' >1-N ,-natrium sulfoiial. 2, ο Dii-hlor 1, 4 diaminobenzol Ν,-natrium siilfoiiat, 3, 4 Diamino 1 inethoxybeiizol-N4-natrium siilfoiiat, 2,5 Dichlor 1, 4-diaminobenzol-N,-natriumsulfonat, 2, 5, (1 -Ti ic hl or ι, 4-diaminobenzo! - N, -natriiimsulfonat, 3 Nitro ι, 4 (liaminoben/ol Ν,-natrium siilfoiiat, 4 Amino i-methylamiiiobenzol N,-natrium siilfoiiat.
Man kann die neuen Sulfamaie dadurch erhalten, daß man von den nitrierten Derivaten de-, Anilins oder seiner Subslitutioiisprodukte ausgeht, auf dieselben ein Siilfoiiierungsmittel in Gegenwart eines teitiärcn Amins, wie z, B. des l'yridins, einwirken läßt und das erhaltene Produkt reduziert. Da- 2, 5 Di chlor 1,4 diaminobenzol - N1 - natriumsulfonat kann man durch Sulfonierung de-, 4-Acetylamino 2, 5-di chloraininobenzols in Pyridin mit anschließender Enlacetyli'i ung, das 2, 5, (> Trichlor 1, 4-diamino benzol N, iiat riumsulfonat durch partielle Sulfo nieruiig des .'., 5, (1 Trichlor 1, 4-diamino-benzols in Pvridiu un<l das 3 Nitro 1, 4-diaminobenzol-Nj-natriumsulfonat dun h partielle Sulfonierung di-s 3 Nitro 1, 4 diaminoben/ols in Gegenwart eines tertiären Amins, wie z. H. des l'yridins, herstellen Was das 4-Ainino 1 niet hylaininoheiizol - N1- natriumsulfonat anbelangt, so kann dieses durch die Kinwirkung von Nat 1 iunibisuHii auf das Acetyhlerivat des 4-Nitro-I niet hylaniinoben/ols mil anschließende!- Verseifung del Acetylgnippe hergestellt weiden
Als für das erhndimgsgemäße Verfahren verwendbare Oxydationsmittel sind insbesondere die Chlorate, die Chromate, die Bichromate, die Nitrite und die Pel'oxyde, wie Z. B. Wasserstoffperoxid oder das Nati iuinpcioxyd, a η zu fühlen
In gewissen Fällen ist es zweckmäßig, einen O.xydat ionskatalysator zu verwenden und ihn vorzugsweise aus der Gruppe jener auszuwählen, welche für die Erzeugung von Oxydationsfärbungen auf Fasern als verwendbar bekannt sind; hierzu gehören insbesondere die Verbindungen des Cers. des Osmiums, des Vanadiums, des Kupfers, die FYrrocyanide u. dgl.
!Eine der Ausfülirungsfoiinen des Verfahrens besteht darin, daß man auf die Faser das Sulfamat, das Oxydationsmittel und gegebenenfalls den Katalysator in einem oder mehreren Arbeitsgängen durch Färben, Klotzen, Drucken aufbringt und die !Entwicklung durch die !Einwirkung einer Säure herbeiführt, welche entweder in Wasser gelöst ist, in weh lies man die leaser eintaucht, oder welche Wasserdampf oder Luft, die man mit der Faser in Berührung bringt, zugemisclit ist oder aber auf der Faser durch die Umwandlung einer vorher aufgebrachten Substanz erst gebildet wird. Diese letztgenannte Umwandlung kann insbesondere durch das Inkontaktbringen der F'asor mit mehr oder weniger feuchter und mehr oder weniger warmer Luft oder mit neutralem Wasserdampf oder mit einem Dampf, welcher eine flüchtige Säure, wie z. B. Essigsäure oder Ameisensäure, enthält, ausgelöst werden. Substanzen, welche in der Lage sind, unter diesen Verhältnissen eine Säure zu bilden, sind insbesondere die Salze der flüchtigen Basen, wie z. B. des Ammoniaks, die Amide und die organischen !Ester, die anorganischen Sulfonate, wie z. B. das Fluorsulfonat, ferner das Aminosulfonat, das Nitri'osulfonat, das Iminosulfoiiat und die Hydroxylamindi- und -trisulfonate. Man kann auch mehrere dieser sauer machenden Stoffe gleichzeitig verwenden. Oft ist es zweckmäßig, das bei dieser Ausführungsform des Verfahrens verwendete Gemisch alkalisch zu machen. Dazu verwendet man je nach der Natur der Faser und der Art des angewandten lEiitwicklungsverfahrens entweder ein Alkaliliydroxyd, ein Karbonat, Ammoniak, ein Amin u. dgl. Die flüchtigen alkalischen Stoffe besitzen den Vorzug, daß man sie bei der Trocknung oder bei der !Entwicklung, wenn dieselbe yo in Luft oder in Dampf vorgenommen wird, entfernen kann.
Die anderen Ausführungsformen für die Oxydation der Sulfamate auf der Faser, wie sie in der französischen Patentschrift 820395 erwähnt sind, sind ebenfalls für die Zwecke der vorliegenden Erfindung anwendbar. Man kann diesen Arbeitsgang insbesondere in der Weise ausführen, daß man die Faser in ein Bad einführt, welches das Sulfamat, ein Oxydationsmittel, die Säure oder den dieselbe erzeugenden Stoff und gegebenenfalls einen Katalysator enthält. Ferner kann man auch das Sulfamat auf die. Faser aufbringen und das erstere dann mit dem Oxydationsmittel I)ClIaUd(1In.
Bei allen Ausführungsformen kann auf die Oxydation eine saure Behandlung folgen, welche dazu bestimmt ist, die Oxydation zu vollenden oder aber die !Entfernung der auf dem gebildeten Farbstoff zurückbleibenden Sulfonsäuregruppen hervorzurufen oder zu beenden. In gewissen Fällen kann es zweckmäßig sein, nach Aufbringen der Sulfaminsäure auf die Faser die erstere erst dann zu oxydieren, nachdem die an die Stickstoffatome ihrer Aminogruppen gebundenen Sulfonsäuregruppen teilweise oder völlig entfernt wurden. Die Beseitigung derselben kann durch Kinwirkung einer Säure erfolgen, welche vor der Oxydation oder im Verlaufe derselben zur Wirkung gelangt.
Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt in gleicher Weise auch die Verwendung von Gemischen der weiter iao oben angegebenen Sulfamate entweder untereinander oder mit anderen Sulfamaten oder mit verschiedenen Stoffen, welche als Lieferanten für Oxydationsfarbstoffe bekannt sind, insbesondere Oxydationsfarbstoffe für Pelzwerk im Gemisch mit Diaminen; unter (Ii(1SCH Stoffen können die aromatischen Dioxy- oder
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Aminooxyderivate, wie ζ. B. das Resorzin, die Dioxynaphthaline, die Aminophenole genannt werden. Die erfindungsgemäße Verwendung derartiger Gemische ist aber natürlich nicht auf das Färben von Pelzwerk beschränkt.
Die für das Klotzen oder das Färben verwendeten Druckfarben und Farbflotten können die bekannten Hilfsmittel enthalten, wie z. B. Lösungsmittel, Stoffe, welche das Benetzen oder das Eindringen erleichtern,
ίο hygroskopische Stoffe, Stoffe zur Verhinderung der Bildung einer zu hohen Azidität, wie z. B. Stoffe mit Pufferwirkung, beispielsweise Salze schwacher Säuren, Stoffe zur Verhinderung der Überoxydation oder der vorzeitigen Oxydation der Druckpasten vor oder nach dem Drucken, wie z. B. reduzierende Stoffe.
Nach der Entwicklung des Farbstoffes kann man die Faser den Behandlungsverfahren unterziehen, wie sie gewöhnlich für Fasern oder Gegenstände verwendet werden, welche mit unlöslichen Farbstoffen gefärbt oder bedruckt wurden. Die erhaltenen Farbtöne sind im allgemeinen braun, unterscheiden sich jedoch deutlich voneinander je nach der Art des verwendeten Sulfamates.
Das vorliegende Verfahren kann für das Färben von Wolle, Seide, Pelzwerk, Federn, Roßhaar sowie sonstigen Tier- und Menschenhaaren oder anderen ähnlichen Stoffen, ebenso wie auch für das Bedrucken von cellulosehaltigen Fasern, tierischen Fasern, aus Superpolyamiden gebildeten Fasern u. dgl. verwendet werden. Die Färbungen können nicht nur auf diesen Fasern oder Haaren, sondern ebenfalls auf Gegenständen, die durch die gleichen Stoffe oder Stoffe ähnlicher Art gebildet sind, erzeugt werden.
Obwohl die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendeten Sulfamate bisher niemals dazu verwendet wurden, Oxydationsfarbstoffe zu erhalten, haben doch gewisse der Diamine, von denen sie sich ableiten, bereits zum Färben von Pelzwerk gedient, und eines derselben, das p-Phenylendiamin, ist in der Industrie zum Färben cellulosehaltiger Fasern verwendet worden. Die Verwendung dieser Base bringt eine gewisse Anzahl von Mißständen mit sich. Ein sehr bekannter Mißstand ist der, daß durch ihre Verwendung Hautkrankheiten hervorgerufen werden. Außerdem entspricht der matte braunviolette Farbton, welchen sie den cellulosehaltigen Fasern erteilt, nicht immer den Wünschen des Herstellers, welche dahin gehen, rötere, gelbere oder überhaupt lebhaftere Farbtöne hervorzurufen. Außerdem sind die Gemische, welche man zum Drucken verwendet, wenig stabil, und die Entwicklung des Farbstoffes geht bei ihnen sowohl vor als auch nach dem Aufbringen auf die Faser spontan vor sich.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist von diesen Übelständen frei. Die Gemische, welche bei demselben verwendet werden, sind ohne Einwirkung auf den menschlichen Organismus und außerdem gut haltbar; ebenso verhält es sich mit den mit den Gemischen imprägnierten oder bedruckten und noch nicht entwickelten Geweben. Das Verfahren besitzt außerdem den wichtigen Vorzug, eine ausgedehnte Farbtonskala darzubieten.
Beim Zeugdruck gestattet das erfindungsgemäße Verfahren die gleichzeitige Verwendung anderer wichtiger Farbstoffe, wie z. B. der Schwefelsäureester von Leuco-Derivaten der Küpenfarbstoffe, oder der bekannten Gemische, welche stabilisierte, keine löslich machenden Gruppen enthaltende Diazoaminoderivate und ebensolche Kupplungskomponenten enthalten. Man kann diese Farbstoffe neben den erfindungsgemäßen Farbstoffen oder selbst mit ihnen vermischt aufdrucken. Die auf diese Weise erhaltenen Gemische können auf die Faser ebenfalls durch Imprägnieren oder Klotzen aufgebracht werden. Man entwickelt sie vorzugsweise auf einmal, und zwar in einem Arbeitsgang, der für beide Farbstoffkategorien gleichermaßen geeignet ist, jedoch kann man auch jeden Farbstoff für sich in einem gesonderten Arbeitsgang entwickeln.
Gegenüber dem Verfahren der französischen Patentschrift 820 395 weist das vorliegende Verfahren den Vorteil auf, braune Farbtöne in besserer Ausbeute und unter milderen Oxydationsbedingungen zu erhalten.
Die nachstehenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung, ohne sie indessen zu beschränken.
Beispiel 1
Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 4-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat 40 g
Natriumchlorat 20 g
Ammoniumchlorid 40 g
ι °/oiges Ammoniumvanadat 20 g
2o°/0iges Ammoniakwasser 10 g
Wasser und Stärke-Verdickungsmittel 870 g
ι 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man 8 Minuten in neutralem Dampf, wäscht und seift bei Siedetemperatur auf die übliche Weise. Man erhält braune Farbtöne.
Ähnliche Farbtöne erhält man beim Drucken unter den gleichen Verhältnissen auf Gewebe aus Celluloseacetat, gechlorter Wolle, Seide, mercerisierter Baumwolle oder regenerierter Cellulose. Die intensivsten Farbtöne erhält man auf der letztgenannten Faser, die am wenigsten intensiven Farbtöne auf der Seide.
Ersetzt man das 1, 4-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat durch äquivalente Mengen anderer Diaminsulfamate, dann erhält man die folgenden Farbtöne:
i, 3-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat: Braun, i, 2-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat: Braun, i, 4-Diaminobenzol-N-L, N4-natriumsulfonat: Braun, 3-Nitro-i, 4-diaminobenzol-Nj-natriumsulfonat:
Braungelb,
4-Amino-I-methylaminobenzol-N4-natriumsulfonat:
Braun,
4-Chlor-i, 2-diaminobenzol-Nj-natriumsulfonat:
Braungelblich,
3-Chlor-i, 4-diaminobenzol-N1-natriumsulfonat:
Braunrötlich,
3-Chlor-i, 4-diaminobenzol-N4-natriumsulfonat:
Braunrot,
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2, .) ! Ham inn i-iii('tli(iNylHi]/n]-N.,-iiatriuiiisulf(inat:
Biaunrötlich,
■j., 5-Diannno i-niethoxybenzo!N.,-iiatriumsulfonat:
Braunrot,
4-A mi in ι i-methylamine >1 K1IiZo]-X1-Ha triiimsulfoiiat:
Biaimschwarz,
2, () 1 »ichlor-i, 4 diamino!κ·ιιζο1-Χ4-ικιtriiimsulfotiat:
Hi aungelb,
2, 5-D ic ld or- ι, 4-diaminobenzol-X1-Ha triumsulfonat: ίο Braun,
2, 5, () Ί richlor I, 4diaininobenzol-N4-natrium
siilionat : Braun,
4-Π1 lor 2, 5·diamino i-nicthoxybenzol-N^-iiatrium-
sulfoiiat : Braun,
'5 .i. -1 Diamino 1 -nicthoxylx'iizol-N4-n;UriiiiiT;ulfonat:
Braungclh.
]-5eis])iel 2
Man bedruckt ein Baumwollgcwebe mit dem
ao folgenden (ieinisch :
3, 4 Diamino i-metliylbenzol-
N.,-natriunisulfonat 44 g
Natriunichlorat 40 g
Ainmoniuinchloiid 40 g
ΐ"/Ίι'ί:(1 Ainmoninmvanadailösimg 20g
2o"(liges Ammoniakwasser log
Wasser und Stärke Verdickungsmittel 840 g
ι 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man K Minuten in neutralem Dampf, wäscht und seift bei Siedetemperatur in der üUichen Weise; man erhält braungell«· Farbtöne.
Frsetzt man das 3, 4-Dianiinoi-methylbenzol-Ν,,-natriumsulfonat durch ;'ii]iiivalente Mengen anderer Sulfamate, dann erhält man die folgenden Farbtöne: 2, 4 Diamino i-inetliylbenzol NViiatriumsulfonat:
]'raungelb,
2, 5- Dia mi no I inet hy !benzol- XVna triumsulfonat: Hiaunrot,
5-A mi 110 2- ätliylamino 1-met liy!benzol-N2-Hatrium
sulfonat : üiaungelligrimlich,
2, 4- Diamino ι, ,5 dimethylbcnzol N4-natriumsulfonat : Hiaungelb,
5-Metliy] 2, 4 diamino - i-metlioxybenzol-XVnatriumsulfonat : l'r.iungelb.
l'eispiel 3
Man bedruckt ein Haumwollgewebe mit dem
folgenden (icniiscli:
ι, 4 -Diami nol leiizol N na triumsulfonat 20 g
ι, 3 ] )iaminobenzol N-natriumsulfonat 20 g
Natriunichlorat 20g
Animoniunichlorid 40 g
^ in/(i'g('s Amnioniumvanadat 20 g
2o"/'0iges Ammoniakwasser log
Wasser und Stärke Verdickungsmittel 870 g
ι 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man 8 Minuten in neutralem Dampf, wäscht dann und seift bei Siedetemperatur auf die übliche Weise. Man erhält braune Farbtöne.
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IVbISm
Beispiel 4
Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 2-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat 40 g
Natriumclilorat 20 g
i°/oige Ammoniumvanadatlösung .... 20g
2o"/l)iges Ammoniakwasser 10 g
Stärke-Tragantli-Verdickungsmitte! ... 910g
I 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man 8 Minuten in Essigsäure- oder Ameisensäure-Dampf und beendet" den Arbeitsgang wie in den vorhergehenden Beispielen. Man erhält braungelbe Farbtöne.
Beispiel 5
Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 4-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat 40 g
Natriumclilorat 20 g
Ainmoniumchlorid 40 g
io"/oiges Natriumferrocyanid 20 g
20"Z11JgCS Ammoniakwasser 10 g
Wasser und Stärke-Verdickungsmittel 870 g
ι 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man 8 Minuten in neutralem Dampf und behandelt wie üblich. Man erhält braune Färbt ("nie.
Beispiel f>
Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 4-Dianiinobenzol-N-natriunisulfonat 40 g
50" ,,ige Natriumbichromatlösung .... 50g
Ainmoniumchlorid 60 g
20" ,,iges Ammoniakwasser 10 g
Wasser und Stärke-Verdickungsmittel 840 g
ι 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man 10 Minuten in neutralem Dampf. Man erhält nach der üblichen Behandlung braune Farbtöne.
Beispiel 7
Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 4-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat 40 g
Natriumclilorat 20 g
i°,'oige Ammoniumvanadatlösung .... 20g
20°/Oiges Ammoniakwasser 10 g
Wasser und Stärke-Verdickungsmittel 9T0 g
ι 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man 20 Minuten in Dampf, welcher Essigsäure enthält, und taucht dann das Gewebe 1 Minute in ein auf 80° erhitztes Bad aus 95"/(liger Schwefelsäure (40 cm8) und wasserfreiem Natriumsulfat (40 g/]).
Man wäscht bei Siedetemperatur und erhält braune Farbtöne.
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Beispiel 8
Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 4-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat 40 g
Resorzin 24 g
Natriumchlorat 20 g
Ammoniumchlorid 40 g
i°/oige Ammoniumvanadatlösung 20 g
20°/Oiges Ammoniakwasser log
Wasser und Stärke-Verdickungsmittel 846 g
ι 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man 8 Minuten in neutralem Dampf und behandelt den Stoff wie in *5 den vorhergehenden Beispielen. Man erhält braune Farbtöne.
Ersetzt man das Resorzin durch 32 g 1, 5-Dioxynaphthalin oder 24 g Brenzkatechin, dann erhält man ähnliche Farbtöne.
20
Beispiel 9
Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 4-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat 20 g Schwefelsäureester des Leuco-Derivats _
des Dibenzpyrenchinons 30 g
Natriumchlorat 20 g
Ammoniumchlorid 20 g
2o°/0iges Ammoniakwasser log
i°/0 ige Ammoniumvanadatlösung .... 30 g
Wasser und Stärke-Verdickungsmittel 870 g
ι 000 g
Man trocknet und dämpft 8 Minuten in neutralem Dampf und wäscht bei Siedetemperatur. Man erhält braungelbe Farbtöne.
Beispiel 10
Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 4-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat 40 g
Handelsmischung des Diazoamino-Derivats, welches sich aus der Kondensation des diazotierten 5 - Chlor-4^ 2-aminotoluols mit dem Acetoacetyl-
amino-2-chlor-5-methylbenzols ergibt 40 g
Natriumchlorat 20 g
Natronlauge von 38° Be 20 g
i°/oige Ammoniumvanadatlösung .... 20 g Wasser und Stärke-Verdickungsmittel 860 g
ι 000 g
Nach dem Trocknen dämpft man 8 Minuten in Essigsäure- oder Ameisensäuredampf und wäscht bei Siedetemperatur; man erhält einen braungelben Farbton.
Beispiel 11
Man klotzt ein Baumwollgewebe mit dem folgenden Gemisch:
i, 4-Diaminobenzol-N-Natriumsulfonat 16 g
Natriumchlorat v 8 g
Ammoniumchlorid 16 g
i°/oige Ammoniumvanadatlösung .. Stärkeverdickungsmittel und Wasser
952 g
ι 000 g
Man trocknet und dämpft 10 Minuten und seift bei Siedetemperatur. Die Baumwolle wird braun gefärbt. yo
Beispiel 12
Man taucht ein chromgegerbtes Kaninchenfell in eine Lösung der nachstehenden Zusammensetzung von dem 2ofachen Gewicht des Felles:
i, 4-Diaminobenzol-N-natriumsulfonat ig ^
36°/oige Salzsäure 5 cm3
12 Raumteile Wasserstoffperoxyd 15 cm3
Wasser 200 cm3
Man bringt die Temperatur des Bades auf 25 bis 300 und läßt das Fell 6 Stunden darin. Nach dem Spülen mit Wasser zeigt das Fell einen beigefarbenen Ton.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    1. Verfahren zur Erzeugung von Oxydationsfarbstoffen auf Fasermaterial aller Art sowie Haaren oder Pelzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Sulfamate von Benzoldiaminen, bei denen sich beide Aminogruppen in demselben Benzolring befinden und jede der Aminogruppen höchstens go durch eine Alkyl-, Aralkyl- oder Cycloalkylgruppe substituiert sein kann, auf der Faser oxydiert.
    2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Oxydationsmittel und gegebenenfalls Katalysatoren verwendet werden, wie gj sie bei der Herstellung von Oxydationsfarbstoffen auf Fasern üblich sind.
    3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Fasern od. dgl. mit dem Gemisch aus dem Diaminsulfamat, dem Oxydationsmittel und gegebenenfalls dem Katalysator imprägniert oder überzieht und anschließend einer Behandlung mit einer Säure oder einem eine Säure bildenden Stoff unterwirft.
    4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Säure oder ein Produkt mit saurer Reaktion in gelöstem oder gas- bzw. dampfförmigem Zustand einwirken läßt.
    5. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Fasern ein Gemisch u0 aufgebracht wird, das außer den angegebenen Stoffen ein Reagenz enthält, welches in der Lage ist, das Gemisch im Ruhezustande in trockener oder feuchter Atmosphäre oder infolge von Erwärmen oder Dämpfen anzusäuern.
    6. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man das Dämpfen mit essigsäurehaltigem oder ameisensäurehaltigem Dampf vornimmt.
    7. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Produkt, welches in der Lage ist, das Gemisch anzusäuern, das Salz einer flüchtigen Base, wie z. B. ein Ammoniumsalz, verwendet.
    8. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man Gemische eines oder
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    mehrerer der im Anspruch ι angegebenen SuIfamate mil anderen Sulfaniatcn verwendet.
    (). Verfahren gemäß Anspruch ι l>is 7, dadurch gekennzeichnet, daß man Gemische eines oder inelirerei- der im Anspruch 1 angegebenen SuIfamale mit Dioxy- oder Aminooxyderivatcn des lien/iils und des Naplitlialins verwendet.
    10. Verfahren genial! Anspruch 1 his 7, dadurch gekennzeichnet, daß man Gemische eines oder mehrerer der im Anspruch 1 angegebenen SuIfaniate mit Schwefelsäureester!) der I.eiikoderivntc von Küpenfarlistollen verwendet.
    11. \'erfaliren gemäß Anspruch 1 bis 7, dadurch ^'kennzeichnet, dali man demische eines oder mehrerer der im Anspruch 1 anj'ef'elienen SuIfamatemit Diazoaminoderivaten verwendet, welche sich von keine löslich machenden Gruppen enthaltenden Aminen ableiten und mit ebenfalls keine solche Gruppen enthaltenden Kupplungskomponenten gemischt sind.
    12. λ'erfahren gemäß Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man Gemische eines oder mehrerer der im Anspruch 1 angegebenen SuIfamate mit Produkten verwendet, welche beim Zeiigdruck oder heim Färben als Hilfsmittel gebraucht w(T(len.
    Angezogene Druckschriften:
    Französische Patentschrift Nr. 820 395.
    509 600 27 12.55

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