DEB0031441MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 16. Juni 1954 Bekanntgemacht am 12. April 1956
Die meisten bekannten Voreinstellungen an Flüssigkeitszählern sind in ihrem Aufbau sowie in
der Bedienung recht umständlich. Für eine Reihe Bedarfsfälle entstand deshalb das Verlangen, ein
wesentlich einfacheres Gerät zu entwickeln. Für die Bedienung ist hier vor allem wünschenswert,
daß die Entnahme einer einmal eingestellten Zapfmenge mehrfach wiederholt werden kann, wobei
lediglich die Zapfung neu ausgelöst zu werden braucht. Sonstige Möglichkeiten sind weiter unten,
teilweise im Zusammenhang mit der Wirkungsweise des Zählers und seiner Teile, aufgeführt.
Der damit gestellten Aufgabe wird zunächst eine Einrichtung gerecht, die ernndungsgemäß dadurch
gekennzeichnet ist, daß eine- für den Mengenzeiger als Anschlag ausgebildete Einstellmarke fest in der
drehbar angeordneten Zählerhaube angeordnet ist. Weiterhin ist nach der Erfindung die drehbare
Haube ihrerseits so eingerichtet, daß sie unter Verwendung eines besonderen beweglichen Anschlages
um ein weniges über 360° verdreht werden kann. Dadurch ist es möglich, eine Voreinstellung für
genau 3600, mithin den ganzen Skalenbereich vorzunehmen.
Sodann steht der mit dem Zählwerk
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lösbar gekuppelte Mengenzeiger dauernd oder zeitweise unter dem Einfluß eines Drehmomentes, das
den entkuppelten Mengenzeiger an die Einstellmarke zurückstellt. Die Rückstellung des Mengenzeigers
an die. Einstellmarke kann durch ein geeignetes Mittel, beispielsweise eine Rückholfeder,
bewirkt werden.
Zwischen dem Mengenzeiger und dem Zählwerk ist eine Kupplung vorgesehen, die während des
ίο Zapfvorgangs eingekuppelt ist. Nach Beendigung
des Zapfvorgangs entkuppelt sie bis zur Rückstellung des Mengenzeigers auf die Voreinstellung
bzw. bis zur Wiederingangsetzung für die nächste Entnahme. Für die Kupplung des Mengenzeigers
as gilt also· die Bedingung, daß sie zum mindesten
während des Zapfvofgängs im Eingriff ist. Bedingung ist weiter, daß sie weder bei einer gewollten
noch bei einer ungewollten Unterbrechung gelöst wird. Gewollte Unterbrechungen kommen vor, wenn
so die Mengenvoreinstellung mit einer Schaltung versehen
ist, die die Zapfung willkürlich unterbrechen läßt; ungewollte sind je nach Schaltung einer vorwiegend
elektrisch wirkenden Mengenvoreinstellung bei Stromausfall denkbar. Ausgelöst muß die
Kupplung wenigstens für die Zeitdauer sein, die • der Mengenzeiger nach Abschluß des Zapfvorgangs
benötigt, um auf den Voreinstellwert zurückzugehen. Außerdem muß die Kupplung während des
Verdrehens der Haube auf eine neue Voreinstellmenge gelöst sein.
In der Zeichnung ist das Wesen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht Es zeigt scihematisch
Fig. ι die Einrichtung von der Seite,
Fig. 2 den die Haube in ihrem Drehbereich begrenzenden Anschlag in. Draufsicht und
Fig. 2 den die Haube in ihrem Drehbereich begrenzenden Anschlag in. Draufsicht und
Fig. 3 eine Möglichkeit der Ausbildung des
Schaltkontaktes..
*Die Einrichtung für die Mengenvoreinstellung gemäß der Erfindung ist in der Haube 1 des Flüssigkeitszählers
untergebracht. Die Haube 1 ist drehbar und in bekannter Weise durch eine Glasscheibe
2 nach außen abgeschlossen. Unter der Glasscheibe 2 befindet sich, wie üblich, das Zifferblatt
3, über das der auf der Achse 4 befestigte Mengenzeiger 5 umläuft. Außerdem befindet sich
noch über dem Zifferblatt eine an der Innenwandung der Haube befestigte Voreinstellmarke 6 mit
einem einseitig beweglichen Anschlag 7.
Der Abschluß des Zapfvoirgangswind auch hier,
wie üblich, z. B. durch Quecksilber- oder Berührunigskontiaikte,
vom Mengenzeiigeir 5 her ausgelöst.
Der Schaltzeitpunkt ist dabei so< gewählt, daß die Auslösung bei der Durchflußanzeige 0 des Zifferblattes
liegt. Voreingestellt wird die gewünschte Menge in Richtung auf wachsende Skalenwerte.
Der Zeiger läuft bei der Zapfung1 also auf 0 zurück.
Die Voreinstellung geschieht durch Drehen der Haube 1 samt der fest mit ihr verbundenen Voreinstellmarke
6, an deren Anschlag 7 sich der Mengenzeiger 5 anlegt. Zur vollen Ausnutzung der
Skala ist die Haube bei beiderseitigem Anschlag um etwas über 3600, beispielsweise bis etwa 3700,
verdrehbar. Dieser ein Weiterdrehen der Haube 1 über den zugegebenen Bereich von annähernd 370° ;
verhindernde Anschlag besteht aus einem an der Innenseite der Haube befestigten Vorsprung 8 und
einer schwenkbaren Platte 9. Die um den Bolzen 10 schwenkbare Platte 9 ist in ihrem Schwenkbereich
durch die beiden Stiften und 12 begrenzt. Der
Vorsprung 8 der Haube legt sich je nach Drehrichtung in den beiden Begrenzungsstellen entweder an
die eine oder die andere Seite der Platte9 an.'Ein
Weiterdrehen wird dann durch jeweils einen der .Stiften, 12 verhindert.
Grundlegend bei der neuen Mengeneinstellung ist nun, daß der Mengenzeiger 5 nur während des
Zapfvorgangs mit dem Zählwerk-13 gekuppelt ist, während er im übrigen unter dem Einfluß einer
Rückholfeder 14 oder auch eines elektrisch aufzubringenden Drehmomentes steht, das den entkuppelten
Mengenzeiger 5 an die Einstellmarke 6 zurückstellt. Ais Rückholfeder wird hierbei vorteilhaft
eine Spiralfeder, die mit einem Ende an einem Stift 15, mit dem anderen Ende an der Achse 16
befestigt ist, verwendet. Das . Drehmoment muß entgegen der normalen Laufrichtung des Mengenzeigers
5 wirken. Unter seinem Einfluß folgt der Mengenzeiger 5 der Einstellmarke 6 der Haube 1
auf die gewünschte Voreinstellung nach, gleichgültig, ob diese beim Vorwählen vergrößert oder
verkleinert wird. Spätestens mit Beginn der Zapfung wird der Mengenzeiger 5 durch Drücken des
Knopfes 17 mit dem Zählwerk 13 gekuppelt. Der Druckknopf 17 bzw. seine ihm zugehörige Stange
18 bringt bei dem Verschieben das auf mittels einer Kugel 19 !gelenkig gelagerter Achse angeordnete
Zahnrad 20 aus seiner strichpunktiert gezeichneten Stellung 20' zum Eingriff in das auf der Achse 4
befindliche Zahnrad 21. Gleichzeitig wird durch einen Schalter der im Gehäuse 22 befindliche Elektromagnet
22' an Spannung gelegt und hält dadurch die Stange 18 entgegen der Wirkung einer Feder
33 SO' lange fest, bis durch einen später beschriebenen
Vorgang der Magnet stromlos wird und die Stange wieder freigibt. Bei der Zapfung läuft demnach
der Mengenzeiger 5 auf den Anzeigewert Null, die Kontaktstellung für den Abschluß der
Zapfung, zurück. Gleichzeitig wird die Kupplung der beiden Zahnräder 20, 21 gelöst und somit der
Mengenzeiger 5 wieder freigegeben, der unter dem Einfluß des rückdrehenden Momentes der Feder 14
auf die Voreinstellung zurückspringt.
Die mit 23 bezeichnete Kontakteinrichtung mit Zu- und Ableitung 23' ist in der Fig. 3 näher dargestellt.
Sie besteht im wesentlichen aus einem Doppelhebel 24, einem Schalter 25 und dem eigentlichen
Kontakt 26 nebist Leitunigen 26'. Der Doppelhebel 24 ist um einen Bolzen 27 schwenkbar. Der
längere Hebelarm 28 wird durch einen auf dem Zahnrad 21 angeordneten Stift 29 bei der Drehung
des Rades verschwenkt. Dadurch wird der kürzere ' Hebelarm 30 auf den Schalterknopf 31 gedrückt
' und schiebt diesen unter Überwindung der Kraft i der Feder 32 in Richtung des Kontaktes 26. Dieser
; wird geschlossen, macht dabei den Elektromagneten im Gehäuse 22 stromlos und steuert außerdem ein
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nicht gezeichnetes Absperrorgan für das zu messende Darchflußmittel. Das Absperrorgan wird
beim Drücken des Knopfes 17 für den nächsten Zapfvorgang wieder geöffnet.
Claims (9)
1. Elektromechanische Mengenvoreinstellung für Flüssigkeitszähler, bei welcher die Zapfung
durch einen durch den Mengenzeiger direkt oder indirekt gesteuerten, fest eingebauten Kontakt
abgeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine für den Mengenzeiger (5) als Anschlag
ausgebildete Voreinstellmarke (6) fest in der drehbaren Zählerhaube (1) angeordnet ist.
2. Elektromechanische Mengenvoreinstellung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Drehung der Haube durch einen beweglichen Anschlag (9) auf einen Bereich um wenige Grade über 3600 begrenzt ist.
3. Elektromechanische Mengenvoreinstellung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
' daß der Mengenzeiger (5) dauernd oder zeitweise unter dem Einfluß eines Drehmomentes
steht, das ihn mit der Voreinstellmarke in Anlage bringt.
4. Elektromechanische Mengenvoreinstellung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
.das Drehmoment durch eine Rückholfeder (14) bewirkt wird.
5. Elektromechanische Mengenvoreinstellung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mengenzeiger (5)' mit dem Zählwerk (13) -durch eine lösbare Kupplung1 (20, 21) verbunden
ist.
6. Elektromechanische Mengenvoreinstellung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kupplung (20, 21) nur während des Zapfvorgangs, eingekuppelt ist.
7. Elektromechanische Mengenvoreinstellung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kupplung (20, 21) für die Rückstellung des Mengenzeigers (S) auf die Voreinstellmarke (6)
entkuppelbar ist.
8. Elektromechanische Mengenvoreinstellung nach den Ansprüchen 5 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß auch während der Haubendrehung zur Voreinstellung der Mengenzeiger (5) vom
Zählwerk (13) durch die Kupplung (20, 21) entkuppelbar
ist.
9. Elektromechanische Mengenvoreinstellung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplung (20, 21) bei Unterbrechung des Zapfvorgangs durch Stromausfall
oder Betätigung einer Unterbrechervorrichtung im Eingriff bleibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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